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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2026

spannende Verwicklungen, lesenswert

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Cecilia ist eines – chronisch pleite. Als Online-Nachhilfelehrerin und als Housesitterin versucht sie sich über Wasser zu halten. Im Moment arbeitet sie gerade für die steinreiche Familie Waldner, die ...

Cecilia ist eines – chronisch pleite. Als Online-Nachhilfelehrerin und als Housesitterin versucht sie sich über Wasser zu halten. Im Moment arbeitet sie gerade für die steinreiche Familie Waldner, die unter anderem auf Ostsee eine Insel mit glamourösem Haus ihr Eigen nennen. Mit dem Sohn der Familie, Johannes Waldner verbindet sie mehr als berufliches Interesse…
Angangs habe ich mich mit Cecilia, von ihrem Schuldfreund Nick liebevoll Lia genannt, nicht anzufreunden können. Sie kam mir wie eine junge Frau, die sich vom Leben treiben lässt, die nicht zu viel Energie in den Lebensunterhalt stecken und einfach das Leben genießen will, vor. Doch weit gefehlt. Lia hat einen Plan und der ist teuflisch. In den wird der Leser über gezielte Rückblenden und damit Einblicke in Cecilias bisheriges, trauriges Schicksal eingebunden. Jedoch macht die Autorin das wohldosiert, so dass sich Spannung bei mir eingestellt hat. Nicht mit allen Entscheidungen dieser intelligenten jungen Frau konnte ich mich anfreunden und doch habe ich langsam Sympathien für sie entwickelt. Lias einziger Halt sind ihre beiden Freunde Nick, der schon seit Schulzeiten dazu zählt und Ying, die ihr die Housesittingstelle vermittelt hat. Doch nichts in diesem Thriller ist so wie es scheint und so hat mich das Ende dann auch kalt erwischt. Von mir gibt’s 4,5 Lese-Sterne für das wirklich wendungsreiche, spannende Buch.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

gelungene Fortsetzung, kann ich empfehlen

Bluthass
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Lina Saint-George besucht in Hachenburg die neu eröffnete Ausstellung zum Thema Hexenverfolgung. Sie findet die Ausstellung interessant, zumal die Verantwortlichen der Ausstellung ihr nicht nur sympathisch ...

Lina Saint-George besucht in Hachenburg die neu eröffnete Ausstellung zum Thema Hexenverfolgung. Sie findet die Ausstellung interessant, zumal die Verantwortlichen der Ausstellung ihr nicht nur sympathisch erscheinen, sie geben sich auch alle Mühe den Besuchern ihr Wissen zu vermitteln. Aber dann wird noch am gleichen Tag ein Hausbrand in Atzelgift gemeldet. Bei den Löscharbeiten findet die Feuerwehr eine verbrannte Leiche und die Gerichtmedizin stellt später fest, dass diese vor ihrem Tod massiv gefoltert wurde. Möglicherweise mit alten, wie im Landesmuseum gerade ausgestellten alten Folterinstrumenten. Gibt es da einen Zusammenhang?
Natürlich ist bei mir da gleich das Kopfkino angesprungen. Gedanken wie: will jemand die Ausstellung sabotieren? Hat jemand die nachgebauten Folterinstrumente gleich für seine grausame Tat genutzt? Die Ermittler -HK Manfred Neuer und seinem Team - vermuten nicht zuletzt wegen der am Tatort hinterlassenen mystischen Symbole einen Zusammenhang zu in der Gegend noch immer existierenden Hexenzirkeln. Die Hauptverantwortliche der Ausstellung, Isabel Grothe, ist selbst Mitgründerin eines solchen Zirkels. Ich empfand es als sehr erfrischend zu lesen, wie Lina, die ja eigentlich leitende Staatsanwältin ist und nach Aktenlage Entscheidungen treffen sollte, sie das aber nicht davon abhält, selbst an vorderster Front zu ermitteln. Aber so kenne ich sie ja bereits aus den vorherigen Teilen. Eine sehr engagierte und sympathische Frau.
Es sind wirklich wieder sehr interessante Figuren in diesem Krimi. Besonders gefallen hat mir die Stelle im Buch, als Freya Linden, einer Mitorganisatorin der Ausstellung, von Manfred Neuer befragt wird. Den in die Jahre gekommenen Altrocker, der sich so leicht nicht aus der Fassung bringen lässt, trifft in ihr einen ebenbürtigen Gesprächspartner. Wie sie im Austausch mit ihm die Gesprächsführung übernimmt, seine noch gar nicht gestellten Fragen beantwortet, hat mich beeindruckt. Gleichzeitig fragte ich mich aber auch, wie eine so kopfgesteuerte Akademikerin sich einen solchen Hexen-Zirkel anschließen konnte. Es war auf jeden Fall spannend mitzuerleben, wie der Fall sich entwickelt und schlussendlich mit überraschendem Ende gelöst wird. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 08.12.2025

Kunst und Schmerz - unglaubliche Taten

Der Blutmacher
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Akte Frame, also Bilderahmen, heißt der neue Fall von Tara Kronberg. Ein sehr persönlicher Fall für die erfahrene Ermittlerin für besonders brutale Verbrechen.
In diesem Fall mordet der Täter seine Opfer, ...

Akte Frame, also Bilderahmen, heißt der neue Fall von Tara Kronberg. Ein sehr persönlicher Fall für die erfahrene Ermittlerin für besonders brutale Verbrechen.
In diesem Fall mordet der Täter seine Opfer, um mit ihrem Blut Kunstwerke auf Leinwänden zu erschaffen. Das Ganze stellt er dann auch noch live ins Netz und auf seiner Plattform können alle Interessierten, wie auf einer Auktion, Gebote für die Blutbilder abgeben. Einfach grauenhaft die Qualen der Opfer mit anzusehen. Um seine Macht zu demonstrieren, leitet der Täter auch immer wieder dem Dezernat 47, also Taras Abteilung, den Einstiegslink dafür zu. Es kam mir wie ein Katz- und Mausspiel vor, was der Täter sehr zu genießen scheint.
Auch wenn Tara jedem kleinen Hinweis nachgeht, kann sie keine Spuren entdecken, die sie zum Täter führen. Jedoch kennt sie sein nächstes Opfer sehr gut, so dass der Druck, den Täter zu finden, enorm bei ihr steigt.
Wegen persönlicher Befangenheit zieht ihre Chefin Tara ganz vom Fall ab, was sie natürlich nicht davon abhält auf eigene Rechnung weiter zu ermitteln. Mich hat sie damit auf jeden Fall beeindruckt. Überhaupt fand ich diesen Thriller einfach nur unglaublich –verwirrende Entwicklungen, so unterschiedliche Schauplätze, gepaart mit der Frage nach dem WARUM. Ja, der neue Thriller von Elias Haller hat mich wieder spannend unterhalten. Darum gibt’s auch eine uneingeschränkte Lese-Empfehlung und 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

spannender Psychothriller

Safe Space
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Anna Salomon hat ihr Studium der forensischen Psychiatrie als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Sie hat ihr Ziel erreicht als sie nun auch noch die Stelle in der JVA Weyer antreten kann. Denn Anna hat einen ...

Anna Salomon hat ihr Studium der forensischen Psychiatrie als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Sie hat ihr Ziel erreicht als sie nun auch noch die Stelle in der JVA Weyer antreten kann. Denn Anna hat einen Plan, einen Plan den keiner außer ihr kennt…
Den Prolog finde ich beeindruckend. Es werden die Sterbearten erklärt und am Ende folgt der Ich-Bezug auf den Erzähler, der mich neugierig auf das weitere Buch gemacht hat.
Wie Anna von Selbstzweifeln bei ihrem Job in der JVA gequält wird, hat mich anfangs ein wenig an ihrer Fachkompetenz zweifeln lassen. Dabei ist die durchaus vorhanden, nur leider lässt ihr ihr eigener Plan und die nächtlichen Albträume dafür kaum Spielraum.
An manchen Stellen war mir ihre Zerrissenheit etwas zu viel ausgeweitet.
Interessanter fand ich dagegen, wie immer wieder Kapitel unter dem Titel Leon Einblicke in das Leben dieses Leon gaben. Wie in diesen Kapiteln dessen Gegenwart in die Erlebnisse der Vergangenheit übergingen, fand ich spannend, oft traurig und doch hat sich mir immer wieder die Frage gestellt, wie das alles mit Anna zusammenhängt. Das ist nicht nur stilistisch gut gelungen, das hat auch Spannung gebracht. Das Ende des Thrillers empfand ich als ein Explosionsgemisch aus Manipulation, Emotion und Verzweiflung. Brillant beschrieben hat das meinen Gesamteindruck des Buchs nochmal verbessert. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Leiden in der Stille – sehr aktuell

Kripo Nordsee – Hasserfülltes Borkum: Küstenkrimi
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Tim ist 13 und sehr einsam, ein Außenseiter. Arbeitsbedingt sind seine Eltern von Rosenheim nach Borkum gezogen. Hier findet Tim aber keinen Anschluss bei den Jugendlichen seiner Schule, im Gegenteil. ...

Tim ist 13 und sehr einsam, ein Außenseiter. Arbeitsbedingt sind seine Eltern von Rosenheim nach Borkum gezogen. Hier findet Tim aber keinen Anschluss bei den Jugendlichen seiner Schule, im Gegenteil. Wegen seiner Akne wird er gehänselt, treffender ausgedrückt, gemobbt. Mir hat der von seinen Eltern und Lehrern als freundlich und still beschriebene Junge echt leidgetan. Jetzt wird Tim, während die meisten Einheimischen am Griffstand der alteingesessenen Familie Hilgersen fröhlich feiern, von seinen Eltern tot im kleinen Wäldchen in der Nähe des Emmich-Denkmals gefunden. Wieder ein Mobbing-Scherz, der ausgeufert ist oder Selbstmord? Das herauszubekommen ist die Aufgabe von HK Lasse Klaasen und seiner neuen Kollegin HK Hanna Janssen. Hanna ist neu im Team, kennt Lasse aus ihrer Jugend. Ansatzweise kann man vermuten, dass er sie früher ebenfalls gemobbt hat, so sauer wie sie noch immer auf ihn ist, hat sie es bis heute nicht verarbeitet. Lasse merkt die Spannung, die zwischen ihnen herrscht, versucht es an- und sich auszusprechen. Aber immer wieder wird er schroff von Hanna abgewiesen. Da hat Hanna bei mir Minuspunkte gesammelt, weil das Ganze zu Lasten der Ermittlung und Zusammenarbeit ging. Professionell fand ich das nicht. Erst langsam konnte ich sie verstehen als das Thema Mobbing immer mehr in den Vordergrund der Ermittlungen rückte. Ein noch immer aktuelles Thema, das die Betroffenen nachhaltig psychisch schädigen kann. Ich finde es sehr gut vom Autor thematisiert. Gerade wie die Eltern der Mobber hier, nachdem das „Kind in den Brunnen gefallen ist“ noch immer versuchen das Fehlverhalten ihrer Kinder zu vertuschen. Schlussendlich stimmt es, die Eltern tragen eine Mitverantwortung. Mich hat dieser Borkum-Krimi sehr gut unterhalten und darum gibt’s von mir 4 Lese-Sterne.

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