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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2026

Mal ein ganz anderer Wechseljahres-Ratgeber

Wechseljahre - Befreiungsjahre
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Die meisten Ratgeber zum Thema Wechseljahre beschäftigen sich rein mit der medizinischen Seite. Es geht um Symptome und mögliche Mittel zur Linderung, wobei hier meist auf Hormone oder Ernährung eingegangen ...

Die meisten Ratgeber zum Thema Wechseljahre beschäftigen sich rein mit der medizinischen Seite. Es geht um Symptome und mögliche Mittel zur Linderung, wobei hier meist auf Hormone oder Ernährung eingegangen wird. Dieser Ratgeber ist komplett anders.

Die medizinische Seite hat fast komplett gefehlt. Stattdessen stellt die Autorin ganz bewusst das spirituelle Empfinden in den Vordergrund. Ich fand diesen Ansatz total interessant, auch wenn ich zugegebenermaßen nicht mit allem etwas anfangen konnte.

Wirklich schön fand ich die vielen Übungen. Es gibt Fragebögen zum Ausfüllen und praktische Anleitungen für Yoga und andere Entspannungstechniken. Gerade diese fand ich wirklich gut. Vor allem auch gut beschrieben. Ihre Tipps zu Nahrungsergänzungsmitteln waren dafür gar nicht meins. Hier hat mir auch ein Hinweis auf möglich Nebenwirkungen gefehlt.

Die Autorin schreibt sehr viel aus ihrem eigenen Leben und berichtet von eigenen Erfahrungen. Aufgelockert wird das Ganze durch eine Vielzahl an Fotos.

Wer von den "üblichen" Ratgebern zum Thema genug hat und offen für Neues ist, wird hier sicher fündig werden. Für Menschen, die mit Spiritualität nichts anfangen können ist das Buch natürlich nicht geeignet.

Veröffentlicht am 15.12.2025

schöner, queerer Coming-of-Age Roman

The Lesbiana's Guide to Catholic School
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Für die 16-jährige Yamilet ist der Wechsel an eine katholische Privatschule ein kompetter Neuanfang, der aber mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist. Zum einen muss sie einen Teil ihrer Schulgebühren ...

Für die 16-jährige Yamilet ist der Wechsel an eine katholische Privatschule ein kompetter Neuanfang, der aber mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist. Zum einen muss sie einen Teil ihrer Schulgebühren selbst finanzieren, weil sie im Gegensatz zu ihrem Bruder kein Stipedium bekommen hat und ihre alleinerziehende Mutter es sich nicht leisten kann. Außerdem soll sie auf eben jenen Bruder aufpassen, der sich an der alten Schule immer geprügelt hat. Und dann ist da noch die Tatsache, dass sie lesbisch ist, es aber verbergen muss. Sowohl vor ihrer streng katholischen Mutter, als auch vor ihren neuen Mitschülern. Was einfacher wäre, wenn sie sich nicht direkt in die süße, offen queere Bo vergucken würde.

Ich mochte den Schreibstil sehr gerne. Man kann sich gut in Yamilet hineinversetzen, vor allem auch, weil das Buch aus ihrer Perspektive geschrieben ist. Ihre Familie war mir auch wirklich sympathisch, auch wenn ich die Mutter etwas engstirnig in ihren Ansichten fand. Es gibt einige, sehr überraschende Wendungen und auch immer wieder witzige Szenen. Wobei die ernste Thematik hier deutlich überwiegt.

Was mich ein bisschen gestört hat, war die ständige Gesellschaftskritik. Ja, Menschen aus der BIPoC Community haben es in den USA schwer. Vor allem unter Präsident Trump. Aber muss man darum immer wieder darauf herumreiten, dass die reichen Weißen es ja so viel besser haben und die armen Mexikaner (etc.) ständig kämpfen müssen? Das war für meinen Geschmack einfach ein bisschen zu viel. Ist aber natürlich Ansichtssache.

Das Ende fand ich gut gelungen und auch das Tempo der Geschichte hat gut gepasst. Alles in allem ein netter Coming-of-Age Roman, wenn auch kein Highlight für mich.

Veröffentlicht am 05.12.2025

Biographie eines beeindruckenden Sportlers

Dennis Schröder
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Das Buch ist wirklich richtig schön gemacht. Schon das Cover ist ein echter Hingucker. Die Gestaltung gefällt mir insgesamt sehr gut, mit kräftigen Farben und vielen Fotos. Nur die ganzen Statistiken waren ...

Das Buch ist wirklich richtig schön gemacht. Schon das Cover ist ein echter Hingucker. Die Gestaltung gefällt mir insgesamt sehr gut, mit kräftigen Farben und vielen Fotos. Nur die ganzen Statistiken waren mir persönlich etwas zu viel. Das ist wohl eher interessant für Hardcore-Fans. Aber wenn es einen nicht interessiert, kann man es ja einfach überblättern.

Der Autor zeichnet Schröders Weg an die Basketball-Weltspitze nach, mit allen Höhen und Tiefen. Ich finde es schön, dass er sich nicht nur auf die Erfolge konzentriert, sondern auch über die Rückschläge berichtet. Schröder selbst kommt in dem Buch auch zu Wort, allerdings nur in Form von Interviews, die er im Lauf seiner Karriere diversen Zeitschriften gegeben hat und die hier erneut abgedruckt werden. Trotzdem bekommt man dadurch ein besseres Verständnis für die Person Dennis Schröder an sich.

Für Fans ist das Buch auf jeden Fall empfehlenswert.

Veröffentlicht am 25.11.2025

Besser als Band eins

Saphirblau
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Ich muss gestehen, dass mich der erste Band dieser Reihe ein bisschen enttäuscht hat. Teil 2 hat mir deutlich besser gefallen, auch wenn er – meiner Meinung nach – noch immer nicht an die anderen Bücher ...

Ich muss gestehen, dass mich der erste Band dieser Reihe ein bisschen enttäuscht hat. Teil 2 hat mir deutlich besser gefallen, auch wenn er – meiner Meinung nach – noch immer nicht an die anderen Bücher von Kerstin Gier heranreicht. Zumindest ist Saphirblau deutlich lustiger als Rubinrot. Endlich kommt Giers wunderbarer Humor wieder durch. Was vor allem an Xemerius liegt, würde ich sagen. Wer oder was Xemerius ist, will ich lieber nicht verraten, denn ich möchte nicht spoilern. Nur soviel: Er hat sich ganz schnell zu meinem Lieblingscharakter entwickelt. Neben Xemerius gibt es noch einen weiteren Neuzugang. Ansonsten sind natürlich alle bereits bekannten Charaktere aus Band 1 wieder mit dabei.

Gwendolyn ist weiterhin eine sympathische Protagonistin, auch wenn sie mir hier manchmal zu sehr verliebter Teenager ist. Vermutlich bin ich da einfach die falsche Zielgruppe. Und dieses ganze Zeitreise-Gedöns finde ich teilweise doch sehr verwirrend und auch nicht immer ganz nachvollziehbar. Insgesamt geht es in diesem Band aber deutlich spannender zu als im ersten und man kommt dem Geheimnis um den Grafen langsam näher. Ein paar Rätsel werden gelöst, aber es bleibt noch sehr vieles offen. Das Buch endet mit einem ziemlichen Cliffhanger, der auf jeden Fall die Neugier auf den letzten Band schürt.

Ich vergebe vier Sterne (eigentlich eher dreieinhalb), da das Buch wirklich unterhaltsam war, aber leider nicht an die anderen Fantasy-Reihen der Autorin heranreicht.

Veröffentlicht am 13.11.2025

praxisnaher Ratgeber mit kleinen Schwächen

Der Cortisol-Code
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Alles in allem fand ich diesen Ratgeber wirklich richtig gut. Er ist verständlich geschrieben und beinhaltet viele, hilfreiche Tipps. Die Unterteilung ergibt wirklich Sinn und das Ganze ist nicht nur Theorie. ...

Alles in allem fand ich diesen Ratgeber wirklich richtig gut. Er ist verständlich geschrieben und beinhaltet viele, hilfreiche Tipps. Die Unterteilung ergibt wirklich Sinn und das Ganze ist nicht nur Theorie.

Anfangs wird genau erklärt, was das Hormon Cortisol eigentlich ist, wofür es gut ist und wie es sich auf den menschlichen Körper auswirkt. Anhand von Checklisten kann man testen, ob bei einem selbst ein Ungleichgewicht vorliegt. Etwas schade fand ich allerdings, dass man hier nur diese Checklisten und möglichen Symptome bekommt und anhand dessen dann einfach loslegen soll. Ich hätte mir eine Einschätzung gewünscht, ob und wann es sinnvoll wäre, mit einem Arzt zu sprechen und vielleicht den Cortisolspiegel testen zu lassen. Auch auf die Möglichkeit von Selbsttest wird hier gar nicht eingegangen. Ich hätte da schon gerne gewusst, ob so etwas hilfreich sein kann oder eher davon abgeraten wird.

Im nächsten Teil geht es dann konkret um die Frage, wie man den eigenen Cortisolspiegel beeinflussen kann. Dazu werden verschiedene Bausteine genannt, angefangen von der Ernährung über Sport, Stressmanagement und Nahrungsergänzungsmittel. Jeder Baustein wird genau beleuchtet, was ich sehr gut fand. Man bekommt z.B. konkrete Lebensmittel aufgelistet, die den Cortisolspiegel positiv oder auch negativ beeinflussen können und es gibt am Ende sogar diverse Rezepte und Trainingspläne.

Das Ende bildet dann das 30 Tage Reset Programm, mit dem man sein Cortisol wieder auf ein normales Level bringen soll. Dieses ist detailliert ausgearbeitet und gut umzusetzen.

Negativ finde ich persönlich die Empfehlung von Nahrungsergänzungsmitteln. Davon halte ich generell wenig und ich habe vor kurzem erst einen Bericht gesehen, in dem ein Arzt erklärt hat, dass das meiste davon unnötig ist und manche im schlimmsten Fall sogar mehr schaden als nutzen können. Hier hätte ich mir einen deutlicheren Hinweis gewünscht, vor der Einnahme solcher Präparate den Hausarzt zu kontaktieren. Ganz am Ende des Buches findet sich dann sogar ein Haftungsausschluss, was ich zum einen verständlich finde, aber zum anderen auch ein wenig beunruhigend. Allerdings denke ich, dass man - abgesehen von den Nahrungsergänzungsmitteln - sicher keinen Schaden anrichten kann, wenn man die Tipps im Buch ausprobiert. Gesunde Ernährung, Bewegung und Stressmanagement können für die Gesundheit ja nur förderlich sein.