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Veröffentlicht am 25.11.2025

Allwissend erzählt, intensiv und berührend

WARDA
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Einstieg & Welt:
Der Einstieg in Warda - Die Dornen der Rose hat mich von der ersten Seite an überzeugt. Die Geschichte beginnt direkt mitten im Geschehen, bei einem Fest vor einer Moschee. Schon hier ...

Einstieg & Welt:
Der Einstieg in Warda - Die Dornen der Rose hat mich von der ersten Seite an überzeugt. Die Geschichte beginnt direkt mitten im Geschehen, bei einem Fest vor einer Moschee. Schon hier werden wir mit mehreren Figuren bekanntgemacht und erleben die Ereignisse aus unterschiedlichsten Perspektiven. Besonders bemerkenswert ist der Erzähler: Allwissend und vielseitig, springt er innerhalb eines Kapitels zwischen den Figuren und gibt uns Einblicke in ihre Gedanken, Gefühle und Motivationen. Dieses Erzählen sorgt für Dynamik, Spannung und ein leichtes Mysterium, ohne die Handlung zu überladen. Jede Perspektive ergänzt die andere perfekt und sorgt dafür, dass man die Figuren auf mehreren Ebenen versteht.

Die Figuren sind vielschichtig und lebendig. Wir erleben zuerst die Welt durch Cherin, bevor der Fokus auf Agnesa gelegt wird. Agnesa ist die Hauptperson, deren Handlungen die Handlung maßgeblich vorantreiben. Sie ist Täterin eines Terroranschlags, verliert jedoch bei diesem Anschlag ihr Gedächtnis. Die Reise, die sie daraufhin antritt, um ihre Identität wiederzufinden, ist emotional tiefgehend und packend. Besonders berührend ist die Dynamik zwischen Agnesa und der Familie, bei der sie aufgenommen wird, einer Familie, die ihre Tochter Cherin bei eben jenem Anschlag verloren hat. Die Nebencharaktere sind durch die allwissende Erzählperspektive ebenfalls sehr nachvollziehbar und tragen zu einer dichten, realistischen Welt bei.

Handlung & Plot:
Die Handlung ist intensiv und bewegt sich auf mehreren Ebenen. Neben der persönlichen Reise von Agnesa, die versucht, sich selbst zu verstehen und mit ihrem Trauma zu leben, gibt es auch die Bedrohung durch weitere geplante Anschläge. Diese Spannung wird geschickt mit emotionalen Momenten zwischen den Figuren verknüpft. Die Geschichte erstreckt sich über etwa ein Jahr, wodurch genügend Raum für Charakterentwicklung und zwischenmenschliche Dynamiken entsteht. Die Mischung aus Thriller-Elementen, emotionalen Konflikten und psychologischer Tiefe macht das Buch besonders fesselnd.

Gefühle & Atmosphäre:

Die Geschichte erzeugt beim Lesen eine intensive emotionale Wirkung. Besonders spannend ist der innere Konflikt von Agnesa: die Person, die sie nach dem Anschlag ist, steht in starkem Gegensatz zu der, die sie vorher war. Als Leser möchte man oft gar nicht, dass sie erkennt, was sie getan hat, und auch die Menschen um sie herum sollen geschützt bleiben. Dieses Wissen erzeugt eine kontinuierliche Spannung und sorgt dafür, dass man als Leser mitfiebert. Gleichzeitig will man verstehen, warum die Ereignisse geschehen sind und was die Figuren antreibt. Die Dynamik zwischen den Figuren, das neu aufgebaute Leben von Agnesa und die ständige Bedrohung, dass dieses fragile Gleichgewicht jederzeit zerstört werden kann, machen die Geschichte besonders packend und emotional berührend. Die Geschichte schafft es, gleichzeitig tragisch und hoffnungsvoll zu sein. Die Aufnahme von Agnesa in die Familie, das langsame Wiederentdecken ihrer Identität und die Frage, wer sie sein möchte, sind zentrale emotionale Anker.

Neben der persönlichen Ebene behandelt das Buch auch gesellschaftliche Themen wie Rassismus, Religion, Verlust und Trauer. Dabei wird kein einfaches Gut-Böse-Schema gezeichnet, sondern die Figuren und ihre Intentionen werden Stück für Stück nachvollziehbar. Gerade diese Kombination aus persönlichen Konflikten, gesellschaftlichen Themen und zwischenmenschlichen Beziehungen macht die Geschichte besonders dicht und realistisch. Im Kern bleibt es aber auch eine Geschichte über Liebe, auf ganz unterschiedliche Weise und darüber, wie Menschen trotz Schicksalsschlägen zueinanderfinden können.

Fazit:
Warda - Die Dornen der Rose überzeugt durch eine originelle Erzählweise, intensive Charaktere und emotionale Tiefe. Der allwissende Erzähler verleiht der Geschichte Dynamik, ohne sie zu überladen, und die Handlung bleibt über weite Strecken spannend und berührend. Kleine Schwächen liegen bei einzelnen Momenten, die etwas weniger überzeugend wirken, und das Ende hätte für meinen Geschmack minimal länger sein können. Das Nachwort rundet die Intention der Geschichte jedoch gelungen ab.

Insgesamt verdient das Buch eine Bewertung von 4 bis 4,5 Sternen.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Zwischen Blut, Intrigen und Rache

House of Bane and Blood (Order and Chaos, Band 1) – Packende Rivals to Lovers Romantasy
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Schreibstil & Erzählperspektive

Der Einstieg in House of Bane and Blood gelingt ausgesprochen gut. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Camilla und Nikolai erzählt, wobei Camilla ...

Schreibstil & Erzählperspektive

Der Einstieg in House of Bane and Blood gelingt ausgesprochen gut. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Camilla und Nikolai erzählt, wobei Camilla eindeutig den größeren Erzählanteil hat. Diese Perspektivwahl schafft eine starke emotionale Nähe zu beiden Hauptfiguren: Man versteht ihre Beweggründe, Zweifel und Gefühle sehr unmittelbar, was den Lesefluss angenehm intensiv macht. Der Schreibstil ist flüssig, atmosphärisch und lebendig, ideal, um in die Welt von Lynchhaven einzutauchen.

Setting & Atmosphäre

Was House of Bane and Blood besonders macht, ist sein einzigartiger Flair: eine faszinierende Mischung aus Industrialisierungssetting mit Fantasy-Elementen. Die Stadt Lynchhaven, mit ihren Bezirken, Rivalitäten und gesellschaftlichen Hierarchien, wirkt unglaublich lebendig und greifbar. Man spürt den industriellen Pulsschlag dieser Welt, Kutschen, Züge, dampfende Maschinen und gleichzeitig das düstere, fast magische Untergrundleben mit seinen geheimen Machenschaften.
Besonders spannend ist die Balance zwischen politischer Intrige, Familienkonflikten und subtil eingestreuter Magie. Das Fantasy-Element bleibt anfangs eher im Hintergrund, was den Einstieg auch für weniger erfahrene Fantasy-Leser:innen leicht macht. Gegen Ende hätte ich mir allerdings etwas mehr Worldbuilding gewünscht, vor allem zur sogenannten Reliktmagie, deren Ursprung und Funktionsweise nur angedeutet werden. Hier bleiben ein paar Fragen offen.

Figuren & Dynamiken

Die Charaktere sind vielschichtig, glaubwürdig und emotional greifbar.
Camilla, als einzige Tochter in einer von Brüdern dominierten Familie, trägt ihr eigenes Päckchen und überzeugt durch Loyalität, Stärke und Schlagfertigkeit. Nikolai bringt durch seine weitverzweigte Familie und die damit verbundenen Konflikte eine zusätzliche Tiefe in die Geschichte. Zwischen den beiden entwickelt sich eine wunderbare Dynamik, mit Höhen, Tiefen, stillen Momenten und leidenschaftlichen Spannungen. Auch die Nebenfiguren sind zahlreich, aber gut gestaltet: Cousins, Tanten, Brüder und Gegenspieler, die alle ihren Platz in der Handlung finden. Nur manchmal kann die Vielzahl an Namen und Verwandtschaftsverhältnissen etwas verwirrend werden.

Handlung & Spannung

Die Geschichte überzeugt durch eine gute Mischung aus emotionalen Momenten und rasanter Spannung.
Intrigen, Attentate, Machtkämpfe und Familienrivalitäten halten das Buch lebendig. Besonders spannend wird es durch die arrangierte Ehe zwischen Camilla und Nikolai, die nicht nur ihre persönlichen Gefühle auf die Probe stellt, sondern auch das Machtgefüge der einflussreichen Familien in Lynchhaven durcheinanderbringt. Wenn sich zwei Häuser mit so viel Einfluss verbinden, entstehen automatisch neue Allianzen, Misstrauen und Konflikte, was die Geschichte zusätzlich auflädt. Neben den politischen und familiären Spannungen entwickelt sich zwischen den beiden Hauptfiguren auch eine zarte, zunehmend intensivere Romanze, die mit jeder Szene an Tiefe gewinnt. Diese emotionale Komponente sorgt für wunderschöne Kontraste zu den gefährlichen Machtspielen und gibt der Handlung eine sehr menschliche, gefühlvolle Ebene. Das Finale zieht das Tempo deutlich an, bringt einige Enthüllungen und emotionale Höhepunkte, lässt aber kleine inhaltliche Fragen offen, insbesondere im Hinblick auf die Fantasy-Komponente.


Fazit

House of Bane and Blood ist ein originelles, stimmungsvolles Buch, das Fantasy und Industrial-Flair gekonnt verbindet.
Mit einer starken Protagonistin, einer intensiven Liebesgeschichte und einer faszinierenden Stadt voller Machtspiele und Magie bietet es packende Unterhaltung von Anfang bis Ende. Ein kleiner Abzug wegen der unvollständig erklärten Magieelemente, doch ansonsten ein herausragendes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Ein Mensch zum verlieben und ein Ort zum Bleiben

The One I Stood Beside
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„The One I Stood Beside“ war für mich ein echtes Lesevergnügen! Auch wenn es sich um den zweiten Band der Plain Daisy Ranch- Reihe handelt, lässt er sich wunderbar unabhängig vom ersten Teil lesen. Im ...

„The One I Stood Beside“ war für mich ein echtes Lesevergnügen! Auch wenn es sich um den zweiten Band der Plain Daisy Ranch- Reihe handelt, lässt er sich wunderbar unabhängig vom ersten Teil lesen. Im Mittelpunkt stehen Jude, der älteste der drei Noughton -Brüder, und seine beste Freundin seit Kindertagen, Sadie Wilkins. Die Geschichte spielt auf einer Farm, was der Handlung eine besondere, warme Atmosphäre verleiht, die mir sehr gefallen hat.

Erzählperspektive, Lesefluss & Kapitelaufbau

Die Geschichte wird wechselnd aus der Ich-Perspektive von Sadie und Jude erzählt. Diese Perspektivwechsel machen es leicht, beide Gedankenwelten zu verstehen und mitzufühlen. Auch wenn sich die Kapitel insgesamt recht ausgewogen zwischen Jude und Sadie aufteilen, liegt der anfängliche Fokus spürbar auf Jude, mehrere Kapitel hintereinander geben uns zuerst, Einblicke in seine Gedankenwelt. Das fand ich angenehm erfrischend, denn so startet die Geschichte mal nicht klassisch über die weibliche Sicht, sondern lässt uns zuerst in seine Rolle, seine Verantwortung und seine Emotionen eintauchen.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zugänglich. Die Kapitel sind mit rund zehn Seiten schön kompakt gehalten, was den Lesefluss sehr angenehm macht. Ich konnte problemlos "noch ein Kapitel“ weiterlesen. Die klare Struktur hilft dabei, immer gut in der Handlung zu bleiben, auch in emotionalen oder sprunghaften Szenen.

Atmosphäre, Nebenfiguren & Humor

Ein großes Highlight des Buches war für mich die stimmungsvolle Atmosphäre. Die Farm, das Kleinstadtleben und das familiäre Miteinander wurden authentisch und liebevoll beschrieben. Man spürt die ländliche Ruhe, aber auch die Herausforderungen, die mit Verantwortung, Tradition und Gemeinschaft einhergehen. Besonders gelungen ist, wie stark das Familiengefühl vermittelt wird, dass hier jeder mit jedem verbunden ist.

Die Nebenfiguren tragen viel zu dieser Stimmung bei. Judes Brüder Emmett und Ben, aber auch Sadies Cousine Lottie, bringen Humor und Leben in die Geschichte. Ich musste oft schmunzeln über die typischen Neckereien unter den Brüdern, charmant, schlagfertig, und voller Brüderlichkeit.

Besonders schön fand ich außerdem, dass die Hauptfiguren über 30 sind, Sadie ist 33, Jude 34. Das verleiht der Geschichte mehr Realismus und Bodenhaftung, gerade in Bezug auf Themen wie Farmverantwortung, Hausbau und Lebensplanung. Einziger kleiner Kritikpunkt: Die Eltern von Jude und Sadie blieben im Vergleich etwas blass, ohne jedoch den Gesamteindruck zu trüben.

Die Beziehung zwischen Jude und Sadie

Da sich die beiden seit ihrer Kindheit kennen, war von Anfang an eine natürliche Vertrautheit spürbar, kein langes Kennenlernen, keine künstlich erzeugte Spannung, sondern ehrliche Emotionen, die auf einer langjährigen Verbindung beruhen. Das hat der Geschichte Authentizität und Wärme gegeben. Dennoch wirkte es auf mich stellenweise etwas unrealistisch, dass sie nie vorher gemerkt haben sollen, dass da mehr zwischen ihnen ist, obwohl es für alle anderen offensichtlich war.

Emotionale Tiefe & Entwicklung

Die Geschichte ist nicht einfach nur romantisch oder süß, sie hat auch emotionale Tiefe. Besonders bei Jude zeigt sich eine stille, aber spürbare Entwicklung. Man merkt, dass sich bei ihm innerlich etwas verändert: Er reflektiert, übernimmt Verantwortung und stellt sich seiner Vergangenheit. Es geht nicht nur um „wir lieben uns jetzt plötzlich“, sondern darum, was es bedeutet, jemanden wirklich zu sehen, und zu vertrauen. Diese innere Bewegung hat der Geschichte eine schöne Substanz gegeben, ruhig, nachvollziehbar und ohne künstliches Drama.

Spice-Faktor

Ja, es gibt Spice, gut geschrieben und nicht übertrieben, aber stellenweise empfand ich es als etwas zu viel oder deplatziert. An diesen Stellen hätte ich mir mehr emotionale Verbindung und Dialoge gewünscht, statt schneller körperlicher Nähe.

Kritikpunkte:

Trotz meiner Begeisterung gibt es kleinere Kritikpunkte: Die Geschichte ist stellenweise etwas sprunghaft erzählt. Manche Szenen wie die Hochzeit, wirken zu kurz oder abrupt beendet, diese hätten mehr Raum verdient. Ich hätte mir gewünscht, dass bestimmte emotionale oder erzählerische Momente etwas ausführlicher ausgearbeitet werden. Das Buch hat mit seinen knapp 295 Seiten leider nicht immer genug Raum, um alles voll auszuerzählen. Auch manche Spice-Szenen kamen mir etwas zu deplatziert vor, hier hätte ich mir lieber stärkere emotionale Dialoge gewünscht.

Fazit:

Ein gefühlvoller, unterhaltsamer Roman mit einer stimmungsvollen Kleinstadt-Atmosphäre, liebenswerten Figuren und einer berührenden Friends-to-Lovers-Geschichte. Trotz kleiner Schwächen in der Tiefe einiger Szenen und einem leicht überhasteten Erzähltempo konnte mich das Buch trotzdem emotional voll mitnehmen, das Ende hat mich sogar zu Tränen gerührt. Dank der starken Figuren, des angenehmen Stils gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Leicht, humorvoll und herzerwärmend

One song apart - London Hearts 1
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Bereits auf den ersten Seiten hat mich One Song Apart komplett abgeholt. Der Schreibstil ist genau nach meinem Geschmack, locker, flüssig und mit einem angenehmen Maß an Leichtigkeit, das es mir sogar ...

Bereits auf den ersten Seiten hat mich One Song Apart komplett abgeholt. Der Schreibstil ist genau nach meinem Geschmack, locker, flüssig und mit einem angenehmen Maß an Leichtigkeit, das es mir sogar ermöglicht hat, über einen längeren Zeitraum am Stück zu lesen, was mir normalerweise eher schwerfällt. Die Sprache fließt förmlich dahin, was das Lesen nicht nur angenehm, sondern geradezu süchtig machend macht.

Ein gelungener Einstieg, charmant und bildhaft

Der Einstieg in die Geschichte hat mich sofort zum Schmunzeln gebracht. Es begang herrlich humorvoll und charmant, ein schöner Beweis dafür, dass die Autorinnen es verstehen, Alltagsmomente unterhaltsam in Szene zu setzen. Auch die Beschreibung der WG fand ich unglaublich detailreich und atmosphärisch. Ich liebe es, wenn durch Adjektive Räume, Kleidung und kleine Beobachtungen so bildhaft dargestellt werden, dass man sich mitten im Geschehen fühlt, genau das gelingt hier mühelos.

Charaktertiefe und gelungene Perspektivwechsel

Ein weiterer Pluspunkt des Romans ist der Perspektivwechsel zwischen Quinn und Milo. Auch wenn Quinn klar im Vordergrund steht, bieten die Einblicke in Milos Sichtweise wertvolle Ergänzungen, die die Geschichte abrunden. Zwar hätte ich mir insgesamt etwas mehr von Milo gewünscht, aber es ergibt auch Sinn, dass wir vor allem durch Quinns Augen erleben, was passiert, das macht ihre Entwicklung umso greifbarer.

Quinn ist eine wunderbar vielschichtige Figur. Ihre Unsicherheiten, Sorgen und Gedanken kann ich nur zu gut nachvollziehen. Ihre Zurückhaltung und ihre Gründe, sich nicht sofort emotional zu öffnen, sind zwar manchmal schwer greifbar, aber gleichzeitig authentisch und menschlich.

Chemie, Humor und Herzklopfen

Die Dynamik zwischen Quinn und Milo ist einfach zum Dahinschmelzen. Die Annäherung zwischen den beiden, bringt einen immer wieder zum Lächeln, Kichern. Für mich gab es auch einen emotionaler Höhepunkt wo ich buchstäblich geweint hab, vor Rührung ein wunderschöner Moment, der mir lange im Gedächtnis bleiben wird. Auch wenn viele Szenen emotional berührend und wunderschön geschrieben waren, hätte ich mir an einigen Stellen noch etwas mehr Tiefe oder kreative Ausarbeitung gewünscht, ab einem bestimmten Punkt, ging es mir ein wenig zu schnell, obwohl der Moment an sich trotzdem schön war und mich bewegt hat. Alles in allem ist die Liebesgeschichte zwischen Quinn und Milo glaubwürdig, herzlich und voller süßer, intimer Augenblicke, die einen nicht mehr loslassen.

Ein kleiner Wermutstropfen: das Ende

Was mir leider weniger gut gefallen hat, war das Ende. Es kam für meinen Geschmack etwas zu abrupt, gerade weil die Geschichte so tief und emotional aufgebaut war. Ich hätte mir hier noch etwa 20 Seiten mehr gewünscht, ein etwas sanfterer Ausklang, um die Geschichte richtig sacken lassen zu können. Stattdessen hatte ich plötzlich das Gefühl: Wie, das war’s jetzt schon? Das hat mich ein wenig aus dem Lesefluss gerissen, obwohl die Story selbst mich bis dahin voll und ganz begeistert hat.

Auch die Leseprobe am Ende des Buches hat dazu beigetragen, dass das eigentliche Ende schneller kam als erwartet, ein kleiner Dämpfer für ein ansonsten großartiges Leseerlebnis.

Fazit:

One Song Apart ist ein echtes Herzensbuch, das mit seinem lockeren Stil, liebevoll gestalteten Charakteren und einer rührenden Liebesgeschichte begeistert. Trotz eines etwas überhasteten Endes bleibt ein rundum positives Lesegefühl zurück.

Wer humorvolle, authentische Romane mit emotionaler Tiefe liebt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Eine süße und frische Neuinterpretation

WITCH - Das Herz der Freundschaft
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Dieser Comic ist unglaublich süß und bietet sowohl alteingesessenen Fans von W.i.t.c.h. als auch Neueinsteigern eine unterhaltsame Einstiegserzählung. Es werden, Charaktere auf frische Art neu interpretiert ...

Dieser Comic ist unglaublich süß und bietet sowohl alteingesessenen Fans von W.i.t.c.h. als auch Neueinsteigern eine unterhaltsame Einstiegserzählung. Es werden, Charaktere auf frische Art neu interpretiert .

Neuinterpretation der Charaktere

Einige der altbekannten Charaktere und die Handlung wird in diesem Comic etwas anders dargestellt, mit zusätzlichen Informationen, die in den ursprünglichen Versionen nicht zu finden waren. Es gibt auch Änderungen in den Charakterzügen, was der Geschichte eine neue Dynamik verleiht. Diese frischen Interpretationen sind oft bereichernd, obwohl sie nicht immer allen gefallen werden, vor allem, wenn man die ursprünglichen Persönlichkeiten ins Herz geschlossen hat.

Vielfalt und Repräsentation

Besonders positiv fällt die Darstellung unterschiedlicher Körperformen und Hautfarben auf, die im Comic betont werden. Diese Diversität trägt dazu bei, dass sich Leser verschiedener Hintergründe besser repräsentiert fühlen. Ein weiteres schönes Detail ist, dass die Mädchen im Comic Fußball spielen – ein Hobby, das in der Geschichte eine Rolle spielt. Dies ist besonders erfreulich, wenn man bedenkt, dass der Comic auf eine jüngere Zielgruppe abzielt und hier ein starkes, positives Bild von Mädchen und Frauen vermittelt wird.

Zeichnungen und Stil

Die Zeichnungen sind wirklich äußerst niedlich und liebenswert gestaltet. Allerdings bringt dieser Stil auch eine kleine Herausforderung mit sich. Es kann schwerfallen, ältere Charaktere von jüngeren zu unterscheiden, da alle Figuren durch den sehr verspielten, kindlichen Zeichenstil dargestellt werden. Trotzdem sind die Illustrationen von humorvollen Szenen und impulsiven Handlungen, wie Schreien oder Türenschlagen, besonders gelungen. Auch die magischen Elemente sind fantasievoll und detailreich umgesetzt.

Kritikpunkte

Als großer Fan des Originals hat mich persönlich die neue Interpretation von Taranee enttäuscht. Ihr neuer Look ist zwar stylisch und modern, aber ihre Persönlichkeitsveränderung hat mir weniger gefallen. Im Original war Taranee eher zurückhaltend, und schlau. In der neuen Version hingegen wird sie als egoistisch, arrogant und sogar ein wenig fies dargestellt. Zwar gibt es eine Erklärung für diese Charakterzüge, aber ich hätte es bevorzugt, ihre Entwicklung von Unsicherheit zu Selbstbewusstsein miterleben zu können.

Fazit

Der Comic ist insgesamt sehr kinderfreundlich und bezaubernd, was grundsätzlich positiv ist. Wer jedoch den düsteren Hexenlook der ursprünglichen Comics bevorzugt, muss sich auf diesen niedlichen Stil einlassen können. Trotz kleiner Kritikpunkte bietet der Comic eine charmante und frische Interpretation für Fans alter und neuer Generationen.

Allerdings kam mir das Ende etwas abrupt vor. Zwar diente es hauptsächlich der Einführung der Charaktere und der Vorstellung der Geschichte, doch ein paar zusätzliche Seiten hätten geholfen, die Handlung besser abzurunden. Es könnte noch 20 Seiten gebrauchen, um die Story wirklich zu einem guten Abschluss zu bringen. Trotzdem freue ich mich auf die nächsten Wendungen und die Fortsetzung der Geschichte, denn als Fan des Franchise hat mir dieser Comic insgesamt sehr gut gefallen.

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