Tolle Fortsetzung
Kein Kuchen für VampireMir hat besonders gut gefallen, wie langsam und glaubwürdig sich die Protagonistin entwickelt. Sie startet im ersten Band sehr schüchtern und leicht einzuschüchtern, beginnt aber nach und nach, wütend ...
Mir hat besonders gut gefallen, wie langsam und glaubwürdig sich die Protagonistin entwickelt. Sie startet im ersten Band sehr schüchtern und leicht einzuschüchtern, beginnt aber nach und nach, wütend zu werden, sich zu wehren und für sich einzustehen. Diese Veränderung passiert angenehm ruhig und wirkt dadurch sehr authentisch, ohne übertrieben zu sein.
Auch die Dynamik mit Zylas hat mir gefallen – selbst wenn sie stellenweise bewusst frustrierend angelegt ist. Seine Unfähigkeit, die Protagonistin zu verstehen, sowie sein herablassendes und wenig empathisches Verhalten passt einfach zu seiner Figur und seiner Perspektive. Ein plötzlicher Wandel zum „netten Dämon“ wäre hier definitiv zu schnell und unglaubwürdig gewesen.
Ich habe die Guild Codex-Reihe nicht so wirklich verfolgt; man kann dieses Buch und den Vorgänger jedoch lesen, ohne "Drei Magier und eine Margarita" und Folgebände gelesen zu haben. Ich denke es gibt Überschneidungen bei den Charakteren und ich könnte mich auch vorstellen, ein paar der Erwähnungen sind Fan-Service; es fällt jedoch niemals unangenehm auf beim Lesen.
Insgesamt liest sich das Buch sehr kurzweilig und macht einfach Spaß. Die Spannung ist genau richtig dosiert: Sie motiviert zum Weiterlesen, ohne unnötig nervenaufreibend zu werden. Kein Kuchen für Vampire ist eine unterhaltsame Lektüre mit Charme, gelungenen Figuren und einem angenehmen Erzähltempo.
Ich freue mich sehr auf die weiteren Teile der Reihe und werde sie auf jeden Fall lesen.