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Veröffentlicht am 06.03.2023

Dalee: träumen und lernen

Dalee
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Das Buch "Dalee" von Dennis Gastmann ist ein faszinierendes Werk, das den Leser auf eine abenteuerliche Reise mitnimmt. Auf dem Cover sieht man Dalee, den Elefanten, in seinem Element, dem Wasser. ...

Das Buch "Dalee" von Dennis Gastmann ist ein faszinierendes Werk, das den Leser auf eine abenteuerliche Reise mitnimmt. Auf dem Cover sieht man Dalee, den Elefanten, in seinem Element, dem Wasser. Der Leser begleitet den jungen Elefantenführer Bellini und seinen Elefanten Dalee auf eine abenteuerliche Reise zu den Andamanen-Inseln, die voller exotischer Orte und Tücken sind. Der Autor vermittelt dem Leser auf authentische Weise seine Erfahrungen als Reiseschriftsteller und entführt ihn so in eine faszinierende Welt.

Die detaillierte Beschreibung der Tier- und Pflanzenwelt auf den Inseln ist beeindruckend und lädt den Leser ein, in diese Welt einzutauchen. Der Schreibstil ist außergewöhnlich schön und die Protagonisten sind auf ihre Art und Weise liebenswert und berührend. Das Buch ist sowohl interessant als auch bewegend und lädt zum Träumen und Nachdenken ein.

Das Cover ist gelungen und passt perfekt zum Buchtitel und zur Geschichte. Es zeigt Bellini, den jungen Elefantenführer, auf dem Rücken des Elefanten Dalee im Meer schwimmend.

Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit und handelt von Neuanfang und Abschied und berührt das Herz des Lesers. Es geht um eine besondere Freundschaft zwischen Bellini und Dalee, um Liebe und Abenteuer, um eine Reise in eine fremde Welt und um das Leben selbst. Die Geschichte ist gut recherchiert und aus der Perspektive des jungen Bellini erzählt.

Insgesamt ist "Dalee" ein empfehlenswertes und bewegendes Buch und gilt somit für mich als ein unvergessliches Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Ein stiller Besuch in der eigenen Vergangenheit

Melken
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Manchmal sind es Orte, die einen nicht loslassen. In "Melken" kehrt Ellen nach einer Trennung an den Hof zurück, auf dem sie als Kind aufgewachsen ist. Eigentlich gehört er längst anderen Menschen ...

Manchmal sind es Orte, die einen nicht loslassen. In "Melken" kehrt Ellen nach einer Trennung an den Hof zurück, auf dem sie als Kind aufgewachsen ist. Eigentlich gehört er längst anderen Menschen und vieles ist verändert. Trotzdem bleibt sie dort, läuft durch die Räume, schläft in ihrem alten Zimmer und lässt die Vergangenheit Stück für Stück wieder auftauchen.
Der Roman erzählt weniger eine klassische Geschichte als eine innere Bewegung. Erinnerungen an das Leben auf dem Hof mischen sich mit der Gegenwart. Kühe, Stallarbeit, Gerüche, Landschaft. Alles wirkt sehr körperlich und unmittelbar beschrieben. Man merkt schnell, dass hier keine romantische Landidylle gemeint ist, sondern ein Alltag, der genauso hart wie prägend war.
Der Schreibstil ist auffällig reduziert. Viele Gedanken bleiben nur angedeutet und manches erschließt sich erst zwischen den Zeilen. Das macht das Buch interessant, aber auch nicht immer ganz leicht zu lesen. Gerade die Übergänge zwischen Erinnerungen und Gegenwart haben mich gelegentlich kurz aus dem Rhythmus gebracht.
Trotzdem entsteht eine starke Stimmung. Es geht viel um Herkunft und um die Frage, wie sehr ein Ort einen Menschen formt, selbst wenn man ihn längst verlassen hat. Gleichzeitig zeigt der Roman auch, wie fremd ein vertrauter Platz werden kann, wenn Zeit vergangen ist und sich das eigene Leben verändert hat.
Mich hat das Buch nicht in jeder Passage komplett abgeholt. Einige Stellen wirkten etwas sprunghaft und ich brauchte manchmal einen Moment, um wieder hineinzufinden. Gleichzeitig hat die Geschichte etwas Eigenes, das im Kopf bleibt.
Für mich ein ungewöhnliches Debüt, das eher von Atmosphäre und Gedanken lebt als von Handlung. Nicht ganz leicht zugänglich, aber definitiv interessant zu lesen.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Eine alte Geschichte, die unter die Haut geht

Medea
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Schon nach ein paar Seiten war klar, diese Version von Medeas Mythos fühlt sich überraschend nah und lebendig an. Die junge Frau, die schon früh merkt, dass ihre Magie mehr Last als Geschenk ...

Schon nach ein paar Seiten war klar, diese Version von Medeas Mythos fühlt sich überraschend nah und lebendig an. Die junge Frau, die schon früh merkt, dass ihre Magie mehr Last als Geschenk ist, wächst in einer Familie auf, die sie gleichzeitig ausnutzt und verurteilt. Das macht verständlich, warum jeder Funke von Freiheit so verlockend für sie wird, besonders als Jason auftaucht.

Die Dynamik zwischen den beiden ist spannend, aber auch schwer auszuhalten. Er weiß genau, wie er Medeas Wunsch nach Anerkennung für seine Ziele einsetzen kann, und sie klammert sich an das Gefühl, endlich gesehen zu werden. Gerade diese Mischung aus Hoffnung und Blindheit treibt ihre Entwicklung voran und lässt später manche drastische Entscheidung nachvollziehbarer wirken.

Etwas, das in solchen Geschichten bei mir schlecht aufstößt, taucht auch hier auf: Männer werden überwiegend als toxisch dargestellt, Frauen als diejenigen, die sich von ihnen lösen oder gegen sie behaupten müssen. Auch wenn es hier zur Thematik passt, bleibt ein kleiner Beigeschmack von „schlechter Mann, arme Frau“.

Trotzdem bleibt der Roman fesselnd, weil er den alten Mythos ernst nimmt, aber gleichzeitig mit neuen Facetten belebt. Medeas Stärke, ihre Wut, ihre Verletzlichkeit all das macht diese Version so intensiv, dass die Figuren lange im Kopf nachhallen. Ein Retelling, das nicht nur unterhält, sondern wirklich bewegt.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Zwischen Faszination und Überforderung

Remnants of Filth. Buch 1
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Ich bin völlig ohne Vorerfahrung in dieses Genre eingetaucht und musste mich erst an Stil und Erzählweise gewöhnen. Anfangs erschlug mich die Fülle an Informationen, Rückblenden und Erklärungen, doch mit ...

Ich bin völlig ohne Vorerfahrung in dieses Genre eingetaucht und musste mich erst an Stil und Erzählweise gewöhnen. Anfangs erschlug mich die Fülle an Informationen, Rückblenden und Erklärungen, doch mit der Zeit fand ich besser hinein. Die Beziehung zwischen Mo Xi und Gu Mang steht klar im Mittelpunkt, zugleich faszinierend, tragisch und voller ungelöster Fragen. Manche Szenen gingen mir dabei sehr nah, andere empfand ich als fragwürdig, weil Gewalt, Missbrauch und Machtgefälle kaum reflektiert werden. Das hat mich stellenweise stark irritiert und aus der Geschichte gerissen. Gleichzeitig gibt es atmosphärische Momente, bildhafte Beschreibungen und eine Spannung, die mich trotz allem weiter lesen ließ. Die Ausstattung des Buches ist beeindruckend und die Welt wirkt ungewohnt, aber interessant. Am Ende bleibe ich mit gemischten Gefühlen zurück: neugierig, berührt und unsicher, ob ich in diesem Genre weiterlese oder ob es bei diesem Ausflug bleibt.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Mut, Herz und ein gutes Ende

Ein gutes Ende
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Ich liebe Bücher, in denen Frauen sich über die Konventionen ihrer Zeit hinwegsetzen, und genau das tut Hedwig Courths-Mahler in "Ein gutes Ende". Clara Bachmann erzählt ihre Geschichte so lebendig, dass ...

Ich liebe Bücher, in denen Frauen sich über die Konventionen ihrer Zeit hinwegsetzen, und genau das tut Hedwig Courths-Mahler in "Ein gutes Ende". Clara Bachmann erzählt ihre Geschichte so lebendig, dass ich sofort in diese vergangene Welt eintauchte. Hedwig wächst in Armut auf, kämpft sich mit Fleiß und Mut nach oben und findet im Schreiben ihre Freiheit. Besonders berührt hat mich, wie sie trotz aller Widerstände ihren eigenen Weg geht und sich nicht entmutigen lässt. Der Stil ist angenehm flüssig, die Beschreibungen sind so bildhaft, dass ich den Alltag um 1900 richtig vor mir sah. Das Buch liest sich leicht, bleibt aber tiefgründig und zeigt, wie viel Kraft in Selbstbestimmung steckt. Nur über ihren späteren Erfolg hätte ich gern mehr erfahren. Trotzdem hat mich diese Geschichte sehr inspiriert und lange nach dem Lesen beschäftigt. Eine wunderbare Hommage an eine starke Frau, die sich ihr gutes Ende selbst erschrieben hat. ★★★★☆

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