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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2025

Ungewöhnliche Freundschaften

Pi mal Daumen
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Ehrlich gesagt lese ich Bücher wie Pi mal Daumen eigentlich nie.

Warum eigentlich? Ich war begeistert hiervon!

Es geht um Oscar und Moni, die sich beide für das Studium der Mathematik eingeschrieben ...

Ehrlich gesagt lese ich Bücher wie Pi mal Daumen eigentlich nie.

Warum eigentlich? Ich war begeistert hiervon!

Es geht um Oscar und Moni, die sich beide für das Studium der Mathematik eingeschrieben haben. Die beidne könnten unterschiedlicher nicht sein, Oscar, 17, hochbegabt, wohl Autist, liebt Mathematik und ist generell auch schlauer als die meisten Menschen. Moni, Mitte 50, hat drei Nebenjobs und eine Familie, um die sie sich kümmern muss, vor allem mehrere Enkel, die sie teils mit in die Vorlesung mitnehmen muss.

Das ganze ist aus Oscars Sicht geschrieben und da dieser eine andere Weltansicht und Verständnis hat als viele andere Menschen, ist es teils brutal ehrlich bzw. nicht sehr reflektiert – da das aber sehr offensichtlich auch so dargestellt wird, macht es das unglaublich interessant seinen ganzen Werdegang zu sehen, wie er all die Vorurteile Moni gegebenüber hatte, aber mit der Zeit angefangen hat sie richtig zu mögen, ihr zu helfen, generell ein wenig selbstloser zu werden ohen sich dabei aber zu verlieren. Fand das sehr gut gemacht.

Ich selbst kann Mathe gar nicht soviel abgewinnen und das Buch ist auch weniger Mathe, als dass zwei komplett unterschiedliche Lebensrealitäten aufeinander treffen und wie ein Umgang strotzdem möglich ist, plus eine Frau in mittleren Jahren sich noch einen Traum verwirklichen möchte. Gerade mehr über Moni und ihr Leben zu erfahren, war unglaublich toll, Moni ist der Wahnsinn, ich war dauer beeindruckt von ihr und hab durchgehend mit ihr mitgefiebert.

Die Story war gar nicht so bahnbrechend, aber das ganze Zwischenmenschliche durch die Augen von Oscar umso mehr. Ich habe vor allem die ganzen Nebencharaktere so geliebt! Da waren so tolle dabei und vor allem auch sehr viele unterschiedliche und das ganze Buch war eine ganz wundervolle Reise. Sehr zu empfehlen. Der Schreibstil war auch extrem wundersam, aber auf eine sehr positive Art und Weise, habe es sehr genossen.

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Veröffentlicht am 29.08.2024

Dies ist die Geschichte von Starling House

Starling House
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Als ich Starling House erblickt habe, habe ich mir ein wenig haunted house and viel Lore action erhofft und ich wurde absolut nicht enttäuscht.

Das ganze Buch ist extrem spannend strukturiert, man hat ...

Als ich Starling House erblickt habe, habe ich mir ein wenig haunted house and viel Lore action erhofft und ich wurde absolut nicht enttäuscht.

Das ganze Buch ist extrem spannend strukturiert, man hat zwei Hauptpersonen, wobei der Fokus hauptsächlich auf Opal ist, ihr POV ist in der Ich-Perspektive geschrieben und die des anderen Charakters in der 3. Pers. Sing. - dachte erst das würde mich auf Dauer stören, aber es hat noch einmal sehr den Kontrast aufgezeigt und während man bei Opal sehr „in“ der Story beim Lesen war, kam es einem bei Arthur oft vor, als würde man eine Geschichte lesen, was ich richtig gut fand.
Oh und es gibt auch noch einen dritten Erzählstil in dem Buch, aber das spoiler ich jetzt mal nicht. Fand das viel spannender selbst zu erleben.

Es geht um Opal, die mit ihrem Bruder in einem Hotelzimmer wohnt. Opal hat immer diese Träume von diesem speziellen Haus, das Starling House, um das sich viele Mythen und Geschichten ranken und irgendwas zieht sie immer wieder dorthin, fast schon so als würde das Haus selbst sie rufen.

Mit Opal haben wir eine sehr taffe Protagonistin, die sich nicht den Mund verbieten lässt, aber im Laufe der Story wird sie einem komplett blank gelegt und wir sehen viele ihrer Schwächen und Ängste. Ernsthaft, sie war ein ganz wundervoller Charakter und ich habe es geliebt ihre Story und ihre Charakterentwicklung mitzuerleben, auch habe ich ihre Beziehung zu ihrem Bruder sehr geliebt. Der war auch ein super überraschender Charakter und ich hätte auch gern viel, viel mehr über ihn erfahren.

Ich glaub das ist ein Buch, wo ich die Love Story nicht gebraucht hätte, ich glaub das hätte auch ohne ganz wundervoll funktioniert, nichtsdestrotz fand ich sie nicht erzwungen oder überflüssig, war natürlich schwer komplett in ein Standalone zu packen, gerade weil es sicher auch als Slowburn geplant war, aber deren Banter war sehr sehr sweet und hab' ich sehr genossen.

Der Schreibstil, oh mein Gott, definitiv das Beste an dem Buch! Der Schreibstil war absolut magisch und hatte große Fairytale vibes, malerisch und sehr gute Vergleiche und nicht einfach auf Teufel komm raus irgendwas aus dem Popo gezogen, sondern einfach wirklich sehr skillfull geschrieben, man merkt einfach die Autorin hat es verdammt drauf und das macht mir automatisch Lust noch mehr von ihr zu lesen.

Die Story war auch sehr solide, einfach wirklich genau das, was ich mir von so einem Buch versprochen habe und es trifft einfach total meinen Geschmack.

Die dt. Ausgabe ist richtig traumhaft, der Farbschnitt ist so ein Hingucker und generell kann ich das Buch sehr empfehlen.

4, 5 Sterne, weil es zwar fantastisch war, aber jetzt auch nichts außergewöhnliches, aber trotzdem so voll von Magie, dass es einen in den Bann gezogen hat.

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Veröffentlicht am 22.04.2024

Kleine Wunder haben große Auswirkungen

Der Vertraute
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Ich liebe vor allem die Alex Stern Bücher von Leigh Bardugo, deswegen wusste ich einfach, dass ich ihr neues natürlich auch lesen muss! Da ich sehr selten historische Bücher lese, wusste ich nicht ganz ...

Ich liebe vor allem die Alex Stern Bücher von Leigh Bardugo, deswegen wusste ich einfach, dass ich ihr neues natürlich auch lesen muss! Da ich sehr selten historische Bücher lese, wusste ich nicht ganz was mich erwartet – aber ich glaube gerade deswegen hat sich für mich der Anfang ein wenig gezogen.

Generell geht es darum, dass Luzia, eine Dienerin in einem nicht so wohlhabenden Haushalt ihre Magie benutzt, um diverse Missgeschicke auszubügeln bzw. sich einfach ein paar Kleinigkeiten zu vereinfachen, fast forward bleibt das natürlich nicht ungesehen und einige Menschen versprechen sich Reichtum und mehr Macht, in dem sie mit ihren Fähigkeiten hausieren gehen. Dass sowas natürlich schnell als Hexerei abgestempelt werden kann, tut ihr da teils keinen Gefallen.

Luzia war eine wundervolle Protagonistin, man erwartet etwas völlig anderes zu Beginn, aber sie hat mich echt umgehauen, ihre ganze Entwicklung fand ich großartig gehandled und auch ihre ganzen Beziehungen zu diversen Charakteren war mehr als nur interessant, vor allem eine zu einem gewissen Vertrauten :D

Habe mich allerdings ein wenig damit schwergetan in wie vielen point of views das Buch geschrieben war und vor allem war es halt nie gekennzeichnet und man ist dann beim Lesen von einem in den anderen gerutscht und das war manchmal etwas anstrengend, vor allem wenn man auch nicht Fan von jedem Charakter war. Sollte wahrscheinlich sehr im flow gemacht sein, aber hat mich ehrlich gesagt öfters mal herausgebracht.

Generell waren einige der Charaktere sehr spannend während mich andere eher weniger interessiert haben, nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass vor allem die Frauen in dieser Geschichte richtig großartig waren und einfach die besten Entwicklung hatten und die entitled powerful men einfach gefühlt oft nur leere Hüllen ohne Charaktere mit zu viel Macht waren – fand ich großartig, wahrscheinlich eine sehr akkurate Darstellung von vielen Männern in der Zeit (und teils sowieso auch heute noch). Sobald sie kein Geld, keine Power mehr über Frauen oder generell Macht hatten, waren sie ausgesprochen nutzlos.

Der Plot war auf eine gewisse Zeitspanne eingeschränkt und sehr eindeutig und ich find das immer ganz gut, wenn es nicht ständig irgendwo umschweift und noch 10 Abbiegungen macht, sodass man durchgehend am Ball geblieben ist und wissen wollte wie das weitergeht.

Ich war sehr zufrieden mit dem Ende, hatte sehr auf sowas gehofft. Was, werde ich natürlich hier nicht ausführen, das erfahrt ihr mal lieber selbst.

Über das Cover müssen wir glaub ich nicht reden, das ist wunderschön und richtig passend für ein Buch in dieser Richtung.

Also werde ich auch weiterhin Leigh Bardugos Bücher verschlingen und freu mich auf mehr, diese Frau schreibt einfach unglaublich fantastisch.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Das Tartaros Mysterium

The Things Gods Break – Schattenverführt
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Okay, ehrlich gesagt war ich einfach nur neugierig, da ich das erste Buch echt so absolut gar nicht mochte und alle es so geliebt hatten und ich mir dachte, komm gib dem zweiten eine Chance. Die Hörbuchsprecherin ...

Okay, ehrlich gesagt war ich einfach nur neugierig, da ich das erste Buch echt so absolut gar nicht mochte und alle es so geliebt hatten und ich mir dachte, komm gib dem zweiten eine Chance. Die Hörbuchsprecherin war auch sehr fun und das kann ich dann gut nebenbei auf der Arbeit hören.

Zu Beginn fand ich Lyra wieder typisch anstregend, aber ich mochte, dass es von Anfang an eigentlich diesen Zweifel am Tartaros und den Titanen gab, dass diese eben nicht so schrecklich sind wie einem immer vermittelt wurde. Sodass man während des ganzen Buches damit immer so ein richtiges Hin und Her hatte und sich aber auch schnell eine eigene Meinung fernab von Lyra's bilden konnte.

ABER das Buch war MEILEN besser, als das vorige. Vor allem da soviele offene Enden vom ersten Buch plus Stellen, die ich im ersten Buch richtig gehasst habe (Misskommunikation, Verschweigen von Informationen) einfach total schlüssig erklärt wurden, sodass ich den Grund akzeptiert habe. Das hat einfach soviel vom ersten Buch wieder gut gemacht und in ein besseres Licht gerückt, ich war extrem happy drüber.
Fand die Story mega spannend mitzuverfolgen und ich habe bei Lyra mitgefiebert, wie sie neue Trials bekommen und sich denen stellen musste (poor bby, das wird sie wohl niemals los) und selbst die Beziehung zu Hades hat mir hier einfach soviel besser gefallen. Mochte die beiden als Pairing im ersten so gar nicht, aber das war im 2. einfach soviel besser aus vielen Gründen, die ich aufgrund von Spoilern gerade nicht nennen kann, nur: Lyra war soviel mehr fähig und wissend und das war sehr sehr cool.
Man kann mega gut durchs Buch, bin richtig durch das Hörbuch geflogen, wenn man das überhaupt sagen kann und ich hätte es echt nicht gedacht, aber ich freue mich nach dem seeeeehr interessanten Ende vom 2. Band extrem auf den 3.!

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Gebunden in Magie

The Second Death of Locke
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The Second Death of Locke war einfach atmosphärisch unschlagbar. Dieses melancholische, das dich unglaublich in die Geschichte versinken lässt, hat man schreibstilmäßig einfach sofort gehabt.

Grey und ...

The Second Death of Locke war einfach atmosphärisch unschlagbar. Dieses melancholische, das dich unglaublich in die Geschichte versinken lässt, hat man schreibstilmäßig einfach sofort gehabt.

Grey und Kier sind schon lange unzertrennlich und sie haben eine Bindung, die man locker Seelenverwandtschaft nennen kann. Jeder der beiden würde ohne mit der Wimper zu zucken für den anderen sterben. Sie sind aneinander gebunden und lassen sich nur selten aus den Augen.
Grey ist Kier's Hand und Kier kann durch sie Magie wirken, das Magiesystem ist eh unglaublich interessant, dass Magier eine Quelle der Magie brauchen, die sie nutzen können, was natürlich schnell dazu führt, dass diese Quellen ausgenutzt werden. Aber nicht bei Kier und Grey.
Durch ein paar Umstände treffen sie auf ein mysteriöses Mädchen, das erzählt, sie sei die totgeglaubte Erbin der Locke Insel, eine Familie mit unglaublicher Power. Kier und Grey müssen sich zusammen mit einer kleinen Truppe auf den Weg machen, um dieses Mysterium zu lösen.

Ich fand die Story sehr durchschaubar, aber ich glaube es wurde auch nicht darauf angelegt, dass es schwer ist sich da etwas zusammen zu reimen. Vielmehr habe ich das Gefühl es geht hauptsächlich um die extrem starke Bindung zwischen Grey und Kier. Die beiden haben auch eine wundervolle Golden Retriever und Black Cat Dynamik, habe ich extrem geliebt. Das longing der beiden hat mir sehr viel gegeben.

Gerade Kier war ich total verfallen. Generell muss ich sagen, dass ich nie in dem Buch das Gefühl hatte, dass Frauen benachteiligter sind als Männer, ich fand sehr cool, dass da überall keine Unterschiede gemacht wurden und es war irgendwie echt mal erfrischend das zu lesen. Alle waren einfach so unglaublich cool, auch die ganze Truppe, mit denen die beiden unterwegs waren, hatten solche Found Family Vibes. Liebe auch, dass Queerness problemlos vorhanden war. Mehr davon.

Das Ende war definitiv interessant, da ich das so nicht erwartet habe, allerdings bin ich auch nicht so sicher, wie gut ich das fand, aber das kann ich hier ja nicht ausführlicher schreiben.

Habe den Plot gerne verfolgt, hatte manchmal das Gefühl es ist nicht allzuviel passiert, was merkwürdig ist, da es schon viele Kämpfe und Verletzungen etc gab, aber ich trotzdem das Gefühl hatte das Buch war mehr auf Vibes ausgelegt – womit ich total okay bin.

Werde mir definitiv mehr von der Autorin durchlesen!

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