Das Böse ist selten sichtbar, zumindest nicht auf den ersten Blick
Anna Salomon hat gerade eine Stelle als forensische Psychologin in einer Hochsicherheits-JVA angetreten. Diese JVA ist voll mit Sadisten, Psychopathen und Serienmördern. Warum ist Anna der Meinung, unter ...
Anna Salomon hat gerade eine Stelle als forensische Psychologin in einer Hochsicherheits-JVA angetreten. Diese JVA ist voll mit Sadisten, Psychopathen und Serienmördern. Warum ist Anna der Meinung, unter all diesen Schwerverbrechern genau am richtigen Ort zu sein?
Der Grund dafür liegt an einem furchtbaren traumatischen Erlebnis. Für die Heilung dieses Traumas muss Anna den Verursacher dieses seelischen Schmerzes finden.
Sie riskiert viel und lässt sich auf ein Spiel ein, daß ihr Leben bedroht
Schon die ersten Seiten haben eine beängstigende Atmosphäre ausgestrahlt und mich in ihrem Bann gezogen. Anna, die forensische Psychologin und dazu das beklemmende Setting der JVA. Die Charaktere sind realistisch und mit psychologischer Tiefe porträtiert. Anna war mir nicht immer sympathisch, ihre Handlungen waren mir oft emotional zu impulsiv und auch nicht immer nachvollziehbar. Gerade als psychologische Forensikerin wirkten ihre Reaktionen in psychisch aufwühlenden Situationen oft unglaubwürdig.
Der Schreibstil ist klar und gut lesbar. Wechselnde Perspektiven und Zeitebenen machen die Handlung unvorhersehbar. Ich habe mit gerätselt und war bis zuletzt überrascht vom Verlauf und dem Ende.
Manche Rückblenden sind grausam und waren für mich sehr belastend. Der Thriller hat mich nicht nur unterhalten sondern auch erschüttert und zum Mitdenken gezwungen.
Für mich ist es ein gelungenes Buch, das ich so schnell nicht vergesse.
Ich kann "Safe Space" für Leser empfehlen, die psychologische Thriller mit düsterer Atmosphäre, Manipulation, Geheimnissen und psychischem Horror mögen und die vor Grausamkeit und harten Szenen nicht zurückschrecken.