Cover-Bild Dass es uns überhaupt gegeben hat
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18,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Zsolnay, Paul
  • Themenbereich: Belletristik - Biografischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 19.08.2025
  • ISBN: 9783552075962
Marco Wanda

Dass es uns überhaupt gegeben hat

Das erste Buch von Marco Wanda – ein literarisches Selbstporträt und ein bestechend ehrliches Buch über das Leben

»Was soll’s – das Leben ist ein Urlaub vom Totsein, und auch wenn wir keine Ahnung hatten von irgendwas – das hier fühlte sich wie Leben an.« On the road mit Marco Wanda! Der Bandleader und Songwriter von »Wanda« hat ein Buch geschrieben. Er erzählt die Geschichte eines Erfolgs und verschweigt nicht den Preis, den man dafür zahlt, er erzählt von Wien und den Menschen, die diese Stadt ausmachen, von einer Künstlergeneration, die »zum lebenden Kult« geworden ist. Ein bestechend ehrliches Buch über einen, der mehr erreicht hat, als er sich jemals vorstellen konnte – und der überlebt hat. Ein großes, ein grundsätzliches Buch über Tod und Verlust, über Musik und Freundschaft.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Marco Wanda – der Mensch hinter der Band

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„Eine bestechend ehrliche Geschichte über das Leben“ will er präsentieren. Ich bin mal gespannt. Marco Wanda berichtet über die Entstehungsgeschichte seiner Band. Ein Wiener, den es auch in die Welt hinaus ...

„Eine bestechend ehrliche Geschichte über das Leben“ will er präsentieren. Ich bin mal gespannt. Marco Wanda berichtet über die Entstehungsgeschichte seiner Band. Ein Wiener, den es auch in die Welt hinaus treibt. Ich mag Wien, ich mag die Wiener und ich mag ihre Lieder. Aber …

…Marco Wanda? Nie gehört. Und plötzlich liegt das Buch vor mir. Ganz schön leichtsinnig, denke ich mir, als ich das Cover betrachte, das zugegebenermaßen seinen Anteil an meiner Neugier hat. Bevor ich zu lesen beginne, höre ich mir so einiges an und das, was ich höre, gefällt mir. Die erste Hürde ist genommen, auf geht´s – direkt ins Buch. Und das hat es in sich.

Musik ist das, was ihn antreibt. Er probiert sich aus, nimmt Drogen, verfällt dem Alkohol. Und dies alles exzessiv, bis zur Schmerzgrenze. Passt eigentlich ganz gut, denken wir nur an all die Rockstars und deren zertrümmerte Hotelzimmer. Gelegentlich schweift er ab, hat direkt ein nostalgisches Heimatgefühl. Er erzählt vom italienischen Teil seiner Familie, die in Bologna lebt. Geht weit zurück zu seinem Urgroßvater, den es nach Rumänien verschlägt. Und von seiner Mutter, die schließlich über Umwege in Wien landet. Und dann natürlich ist es die Musik, sind es seine Freunde, die nicht bleiben. Gar zerstörerisch ist er zuweilen unterwegs. Kaputte Bilder auf der Bühne, damit kokettiert er. Kaputt aber glücklich fühlt er sich nach einem Konzert. Er steht zu seiner Glatze, will keinen Hut wie Udo, er hat sein Innerstes nach außen gekehrt, beschönigt nichts. Das muss man mögen oder eben nicht, ich bin hin- und hergerissen, mag die Musik, das Buch etwas weniger, um dann doch wieder ganz gebannt weiterzulesen.

Es ist ein tiefer Einblick, den Marco Wanda gewährt. In seinen Schreibstil musste ich mich wie gesagt erst einfinden, nicht jede Passage ist gleich flüssig zu lesen. Er wollte eigentlich Autor werden, wie er verlauten lässt. Als Musiker ist er vielleicht besser dran. Nun, dass es sie überhaupt gegeben hat, hat er teils kurzweilig und dann doch wieder ziemlich langatmig ausgeführt. Neben dem Lesen hab ich immer wieder in die gerade angesprochenen Titel hineingehört, was für mich unbedingt dazugehört, was auch dafür verantwortlich ist, dass ich lange mit Wanda und seinem Buch zu tun hatte. Er schreibt von seinem Leben, von der Band, von Drogen und Alkoholexzessen, von Freundschaft, von Verlust und Tod und wird daneben erwachsen. Irgendwie.

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Veröffentlicht am 03.12.2025

teilweise steril geschrieben

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Der Titel ist ansprechend und mitreißend, das Cover finde ich auch sehr gelungen und passend zu den schwankenden Stimmungslagen des Buches. Inhaltlich habe ich den Einstieg als schwierig empfunden, mir ...

Der Titel ist ansprechend und mitreißend, das Cover finde ich auch sehr gelungen und passend zu den schwankenden Stimmungslagen des Buches. Inhaltlich habe ich den Einstieg als schwierig empfunden, mir waren zu viele Namen in schneller Reihenfolge, die teilweise erst später vorkamen und der Schreibstil ist stockend und trocken. Erst mit der Zeit kommt man in einen Lesefluss, es folgen Höhen und Tiefen, wie das Leben so schreibt. Gut gefällt mir, dass nicht nur die positiven Seiten wie Erfolg und Ruhm hervorgehoben werden, im Gegenteil, einen Großteil der Erzählungen sind von Drogenexzessen, Abgründen, seelischen Tiefs und auch dem Tod gezeichnet. Insgesamt hat mir ein wenig der rote Faden, der durch das Buch leitet, gefehlt und an manchen Stellen war mir der Stil zu aufzählend und steril, hier hätte ich mir kreativere Stile und Ausdrucksweisen gewünscht, die mitreißen und nicht abdriften lassen. Dass Marco Wanda mit Sprache umgehen kann, wissen wir ja aus seiner Musik, aber als Schriftsteller hat er mir mit seinem Erstlingswerk nicht so gut gefallen.