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Veröffentlicht am 03.12.2025

Lexies Erbe

Mein Dezember mit dir
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Lexie ist stolz darauf, dass all ihre Habe in zwei Taschen verstaut werden kann. Denn nur so gelingt es ihr, regelmäßig ihre Arbeit und die dazugehörigen Wohnorte zu wechseln. So lebt sie momentan in den ...

Lexie ist stolz darauf, dass all ihre Habe in zwei Taschen verstaut werden kann. Denn nur so gelingt es ihr, regelmäßig ihre Arbeit und die dazugehörigen Wohnorte zu wechseln. So lebt sie momentan in den Alpen in Österreich und betreut zwei Kinder im Chalet der Familie. Doch als sie die Nachricht bekommt, dass ihr Vater verstorben ist, holt die Vergangenheit sie ein. Denn sie hat ihren Vater in den letzten Jahren nie gesehen, hat er die Familie doch verlassen als sie erst sieben Jahre alt war, um mit einer neuen Frau neuanzufangen. Auch zu ihrer Halbschwester Rachel pflegt sie keinen Kontakt. Umso überraschender ist das Erbe, das ihr Vater ihr hinterlässt. Gemeinsam mit Theo, einem treuen Angestellten seines Reiseunternehmens in Bath, erbt sie die Firma zur Hälfte. Allerdings nur unter der Bedingung, dass sie ein Jahr gemeinsam die Leitung übernehmen und Gewinne erzielen. Erst dann ist es möglich, das Unternehmen zu verkaufen. Lexie lässt sich zähneknirschend darauf ein, denn das Testament lässt ihr keine andere Wahl. Auch mit Theo ist alles sehr kompliziert, ist er doch alles andere als freundlich zu ihr. Aber ihre Beziehung ändert sich und Lexie kann plötzlich nur noch an Theo denken...

Emily Stone hat einen kurzweiligen und unterhaltsamen Erzählstil, der auf keiner Seite Langeweile aufkommen lässt. Ihre beiden Protagonisten Lexie und Theo sind sehr sympathisch und stehlen sich mit ihren kleinen Wortgefechten in die Herzen der Leser. Natürlich ist dann schnell absehbar, wie das Ende des Romans sein wird, was aber gar nicht stört. Neben dieser romantischen Story kommt auch die Reiselust nicht zu kurz und die Trips in fremde Städte sind interessant und entfachen Fernweh.

Ich mochte den Roman total gerne und haben die romantischen und unterhaltsamen, wie auch die ernsten Szenen begeistert gelesen. Die Mischung aus Romantik, Trauer, Reisen und Selbstfindung ist perfekt gelungen und hat mir wunderbare Lesestunden beschert. Obwohl das Cover und der Titel auf einen Winterroman hindeuten, finde ich, dass der Roman nicht unbedingt in diese Kategorie einzuordnen ist, sondern ganzjährig eine schöne Lesezeit schenkt.

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Veröffentlicht am 03.12.2025

Eine wimmelige Weihnachtszeit

Mein Weihnachts-Wimmelbuch
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Mit dem Beginn der Weihnachtszeit ist auch der Schnee gekommen. So haben Kinder und Erwachsene viel Spaß beim Schlitten fahren, auf dem Weihnachtsmarkt oder am zugefrorenen See. Aber auch im Einkaufszentrum ...

Mit dem Beginn der Weihnachtszeit ist auch der Schnee gekommen. So haben Kinder und Erwachsene viel Spaß beim Schlitten fahren, auf dem Weihnachtsmarkt oder am zugefrorenen See. Aber auch im Einkaufszentrum und in der Stadt ist viel los und viele Menschen erledigen ihre Einkäufe. Die Kinder in der Kita dürfen aber auch eine Weihnachtsfeier mit den Eltern feiern.

Sandra Reckers zeigt die wimmelige Weihnachtszeit auf eine unterhaltsame und farbenfrohe Weise. Auf jeder Seite haben sich Finn, Emma und der Weihnachtsmann versteckt und können gesucht werden. Aufgrund des kleinen Formats passt das Buch in jede Tasche und ist mit seinen Pappseiten sehr stabil und langlebig.

Meine Tochter, meine Neffen und ich lieben die Wimmelbücher von Sandra Reckers, denn der Zeichenstil ist einzigartig und immer kunterbunt. Auch die Geschichten, die sie auf den einzelnen Seiten erzählt sind lustig und vielfältig. Diese kleinere Ausgabe begeistert mich sehr, denn sie eignet sich wunderbar als kleines Mitbringsel oder Nikolausgeschenk.

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Eine Reise in die Wiener Kaffeehäuser

Wiener Zuckerbäckerei
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In Wien sind Kaffeehäuser mit ihrer Zuckerbäckerei ein fester Bestandteil der kulinarischen Höhepunkte. Bereits in den 1920er Jahren lebte Therese Schulz und hat mit ihren Gebäcken die Zuckerbäckerei des ...

In Wien sind Kaffeehäuser mit ihrer Zuckerbäckerei ein fester Bestandteil der kulinarischen Höhepunkte. Bereits in den 1920er Jahren lebte Therese Schulz und hat mit ihren Gebäcken die Zuckerbäckerei des Grand Hotels bereichert. In einem kleinen Büchlein hat sie alle ihre Rezepte gesammelt und schließlich an jüngere Generationen weitergegeben. Dieses wird nun wie ein Schatz gehütet, durfte aber von Bernadette Wörndl gemeinsam mit dem Notizbuch ihrer Oma als Quelle für die 75 Rezepte in diesem Buch dienen.

Die Autorin Bernadette Wörndl hat diese verschiedenen Gebäcke in sieben Kapitel eingeteilt: Kuchen & Tartes, Torten, Schnitten & Rouladen, Teegebäck, Mehlspeisen, Weihnachtsgebäck und Puddings, Cremes & Eingekochtes. Neben einigen Grundlagenrezepten mit ausführlicheren, bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen, sind die einzelnen Rezepte immer gleich aufgebaut. Auf einer Doppelseite werden neben einer großen Fotografie auf der anderen Seite die Zutaten, einzelnen Zubereitungsschritte und so manche Hintergrundinformation abgedruckt.

Da ich Süßes sehr mag und gerne backend und kochend Zeit in der Küche verbringe, passt dieses Backbuch perfekt zu mir. Denn die Kuchen und anderen süßen Gebäcke sind bunt gemischt und werden auf wirklich schönen und appetitanregenden Fotos gezeigt. Obwohl die Rezepte aus einer lange vergangenen Zeit stammen, wurden sie von der Autorin perfekt für die heutige Zeit übersetzt. Insgesamt habe ich sechs verschiedene Gebäcke ausprobiert und waren von allen begeistert. Denn sie alle waren einfach zuzubereiten und äußerst schmackhaft. Der Favorit meiner Familie und mir ist die Linzer Torte, aber auch der Striezel, die gebackene Topfentorte, der Zwetschkenfleck, der Marmorgugelhupf und der Zwetschkenröster waren sehr lecker. Daher bleibt dieses Buch sicherlich immer weit vorne in meinem Koch- und Backbuchregal stehen und ich werde noch viele weitere Rezepte ausprobieren und meine Familie damit verwöhnen.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Turbulente Zeiten in der "Strandvilla"

Das Inselmädchen
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Sylt, 1931: Auf Sylt ist das Hotel "Strandvilla" immer noch sehr erfolgreich, hat aber in den letzten Jahren, ebenso wie viele andere Hotels, unter den hohen Arbeitslosenzahlen und damit einhergehenden ...

Sylt, 1931: Auf Sylt ist das Hotel "Strandvilla" immer noch sehr erfolgreich, hat aber in den letzten Jahren, ebenso wie viele andere Hotels, unter den hohen Arbeitslosenzahlen und damit einhergehenden wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Doch Moiken kämpft für ihr Hotel und hält auch deshalb an der Ehe zu Adam fest, der ihr in den letzten Jahren immer fremder geworden ist. Da Adam eine Aufgabe fehlt, die in vollkommen erfüllt und ihm Anerkennung Stolz einbringt, wendet er sich nun mit Freude der NSDAP zu, die ihn zu ihrem Ortvorsteher ernennen möchte. Moiken kann diese Entscheidung nicht gutheißen und fordert von ihrem Mann Neutralität, doch mit verschiedenen Mitteln setzt er sie unter Druck, sodass sie einknickt und sich nicht weiter in seine politischen Belange einmischt. Dennoch widersetzt sie sich ihm in den kleinen Dingen des Alltags und lässt sich nicht vollkommen unterdrücken. Aber Adam ist nicht Moikens einziges Problem, hat ihre siebzehnjährige Tochter Frieda doch fest vor, den viel älteren Matthis zu heiraten. Dabei braucht das Hotel gerade jetzt einen zahlungskräftigen Mann, der sie aus der finanziellen Misere rettet und das ist Matthias, der Portier ist mit Sicherheit nicht. Also verbietet sie Frieda die Beziehung zu ihm und hofft, dass diese sich an ihre Anweisung hält. Die leisen Zweifel, ob ihre Entscheidung wirklich gut für ihre Tochter ist, unterdrückt sie geflissentlich.

Sina Beerwald lässt ihre Leser in diesem dritten Teil der Reihe nocheinmal in die "Strandvilla" auf Sylt zurückkehren. Da sie nahtlos an die beiden Vorgängerbände anschließt und keine ausufernden Wiederholungen der Geschehnisse aus den Büchern zuvor tätigt, gerät der Lesefluss zwischen den einzelnen Teilen kaum ins Stocken. Dieser letzte Band ist geprägt vom Nationalsozialismus und seinen Folgen für die Menschen und zeigt deutlich, wie begeisterungsfähig die Menschen für Hitler waren und wie arglos sie seine Gesetze, Regeln und das neue Gedankengut in ihren Alltag integriert haben.

Dieser letzte Teil der Reihe hat mich von allen dreien bisher am allermeisten gefesselt und berührt. Denn diese Blindheit gegenüber den Nazis, der Hass auf Juden und die Hoffnung der Menschen ist immer wieder schockierend, aber irgendwie auch nachvollziehbar. Genau deshalb möchte ich nicht, dass sich dieses schlimme Kapitel der deutschen Geschichte nochmals wiederholt. Die Art, wie Sina Beerwald schreibt ist ebenso kurzweilig wie fesselnd und hat mich nur so durch die Handlung fliegen lassen. Da nun alle Handlungsstränge, auch aus den Bänden zuvor, zu einem Ende finden, ist das Buch sehr rund und gelungen.

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Veröffentlicht am 27.11.2025

Paulis Tag im Bett

Gute Besserung, Pauli
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Pauli fühlt sich gar nicht gut, denn er hat Bauchschmerzen und ihm ist übel. Dabei hat er nur Brombeeren vom Strauch im Garten genascht und die waren auch gar nicht schlecht, sondern wunderbar reif. Nun ...

Pauli fühlt sich gar nicht gut, denn er hat Bauchschmerzen und ihm ist übel. Dabei hat er nur Brombeeren vom Strauch im Garten genascht und die waren auch gar nicht schlecht, sondern wunderbar reif. Nun liegt er im Bett und fühlt sich so krank. Sogar so schlecht, dass seine Eltern den Besuch bei Oma verschieben wollen. Doch Pauli hat tolle Freunde und die wollen gut auf Pauli aufpassen, damit der Rest der Familie fortgehen kann. Zuerst bauen Kuki und Edi eine Stoffkaninchen-Rutschbahn, danach tragen sie das Bett mit Pauli hinaus an die frische Lust und schließlich sogar an den Teich. Denn Mama wollte zwar, dass Pauli im Bett bleibt, aber wo das Bett steht, davon hat sie nichts gesagt. So wird der Tag abenteuerlich und wild, aber Pauli ist immer nur in seinem Bett!

Brigitte Weninger erzählt in diesem Buch eine ganz besondere Geschichte, die zeigt, wie wichtig Freunde sind und dass sie an der Genesung auch ihren Anteil haben können. Denn Pauli erlebt einen großartigen, abenteuerlichen und unvergesslichen Tag, ohne auch nur einmal das Bett zu verlassen. So hat er Spaß und wird ganz nebenbei wieder gesund. Da Eve Tharlet das Buch mit ihren farbenfrohen und detailreichen Illustrationen vervollständigt hat, ist das Bilderbuch gewohnt schön.

Meine Tochter und ich lieben Pauli sehr. Denn er erlebt die tollsten Abenteuer und hat dabei so viel Spaß, der sich automatisch auch auf die Leser überträgt. Ich finde es hier sehr schön, wie die Freundschaft in den Vordergrund rückt und bei der Genesung des kleinen Hasen einen maßgeblichen Anteil hat. Deshalb empfehlen wir das Buch gerne weiter!

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