Thriller | Ein spektakulärer Agententhriller rund um den Mauerfall | Deutscher Krimipreis 2025
Einen Raubvogel wie mich hast du noch nie gesehen
Im Herbst 1989 führt Luzy Morgenroth auf Amrum das Leben einer Provinzpolizistin. Kaum jemand ahnt, dass sie vor langer Zeit eine Andere war. Als in einer Sturmnacht ein Einheimischer spurlos von der Fähre verschwindet, muss sie sich einem Killerkommando stellen, das auf die Insel kam, und verwandelt sich wieder in die Luzy von früher. Eine Waffe.
In einem spektakulären Agententhriller schickt Pflüger seine Heldin am Ende des Kalten Krieges als Racheengel um die halbe Welt. Sie tritt gegen ein Geheimdienstimperium an, das den Mann beschützt, der ihr Leben zerstörte. Und es wird sich zeigen, wer kälter ist: ihr Todfeind oder sie.
Für mich war es das zweite Buch des Autors und wieder dreht es sich um Geheimdienste und die Handlung spielt im Kalten Krieg. Ab der ersten Seite hat mir die tolle Heldin Luzy sehr gut gefallen. In Rückblenden ...
Für mich war es das zweite Buch des Autors und wieder dreht es sich um Geheimdienste und die Handlung spielt im Kalten Krieg. Ab der ersten Seite hat mir die tolle Heldin Luzy sehr gut gefallen. In Rückblenden wird parallel ihre Lebensgeschichte erzählt und man arbeitet sich mit der Entwicklung ihrer Karriere durch verschiedene Geheimdienste und politische Krisen. Der Mauerfall wird aus verschiedenen Seiten beleuchtet, das fand ich sehr spannend. Die Details sind sehr gut recherchiert, wer die Zeit miterlebt hat, fühlt sich direkt zurückversetzt. Luzy kann keinem trauen, jeder ist verdächtig, für die Gegenseite oder andere Organisationen zu arbeiten. Irgendwann trifft sie auf Nika und ihre Zusammenarbeit fand ich wirklich toll. Ein Team, von dem ich gerne eine ganze Buchreihe lesen würde. Das Buch ist so spannend, ich hätte es am liebsten in einem Rutsch gelesen. Außerdem ist es abwechslungsreich in Bezug auf Handlung und Orte und sehr gut geschrieben. Ich war top unterhalten und kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.
Bei „ Kälter“ von Andreas Pflüger handelt es sich um einen Thriller.
Das Cover ist auffällig und die Farbwahl , blau – rot –warm – kalt, passt hier hervorragend. Der Klappentext lässt sich gut lesen und ...
Bei „ Kälter“ von Andreas Pflüger handelt es sich um einen Thriller.
Das Cover ist auffällig und die Farbwahl , blau – rot –warm – kalt, passt hier hervorragend. Der Klappentext lässt sich gut lesen und macht neugierig auf diesen Thriller.
Durch den tollen Schreibstil des Autors, lässt sich dieser Thriller sehr flüssig lesen. Man kommt gut ins Geschehen hinein und kann gut folgen. Die einzelnen Szenen werden so beschrieben, dass man sie sich gut vor Auge halten kann und das Gefühlt hat , dass sich gerade ein Film vor den Augen abspielt. Hier ist kein Wort zuviel. Die Geschichte schreitet rasant voran, sodass man kaum Zeit zum Luftholen hat.
Der Plot ist sehr abwechslungsreich, interessant und spannend aufgebaut. Von Seite zu Seite wird man mehr an dieses Buch gefesselt, sodass man es kaum aus der Hand legen kann.
Hier erfährt man so einiges über die Zeit des Kalten Krieges. Auch ohne großes geschichtliches Wissen, kann man diesen Thriller problemlos lesen.
Verschiedene Zeitebenen und Schauplätze ( z.B. Berlin, Wien, Israel), tragen sehr zur Spannung und Abwechslung bei. Wie fügen sich alle Erzählstränge zusammen, wie endet dieses Buch , diese und mehr Fragen werden im Laufe der Geschichte alle beantwortet. Das Ende ist plausibel und hat mir sehr gut gefallen.
Die facettenreichen Protagonisten werden tief beschrieben, handeln authentisch und ihre Entwicklungen sind plausibel.
Mit seinem neuen herausragenden Thriller „Kälter“ ist dem vielseitigen Autor Andreas Pflüger ein packender, vielschichtiger Roman gelungen, der uns in die faszinierende Welt der Geheimdienste, ...
MEINE MEINUNG
Mit seinem neuen herausragenden Thriller „Kälter“ ist dem vielseitigen Autor Andreas Pflüger ein packender, vielschichtiger Roman gelungen, der uns in die faszinierende Welt der Geheimdienste, Spionage und Terrorismusbekämpfung zum Ausgang des Kalten Krieges entführt.
Erneut beweist er sein besonderes Talent, psychologische Spannung, hervorragend recherchierte historische Hintergründe und politische Verwicklungen zu einem atmosphärisch und erzählerisch anspruchsvollen Drama zu verweben und äußerst filmreif zu inszenieren.
Im Mittelpunkt steht die 50-jährige Provinzpolizistin Luzy Morgenroth, die sich nach einem schiefgelaufenen Spezialeinsatz bei einer verdeckten Operation in Tel Aviv vor 8 Jahren auf Amrum zurückgezogen hat. Als im Herbst 1989 ein Killerkommando während eines Sturms auf der Insel auftaucht, wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Einiges deutet darauf hin, dass ihr tot geglaubter Widersacher von damals, ein ehemaliger RAF-Terrorist und Doppelagent, der ihr Leben damals zerstörte, noch am Leben ist. Die ehemalige Kampfmaschine Luzy erwacht aus ihrem Dornröschenschlaf, tritt eine erbarmungslose Jagd nach ihrem Todfeind Babel an und muss sich dabei einem undurchsichtigen Geheimdienstimperium stellen, das diesen offenbar mit allen Mitteln schützen will.
Gekonnt nimmt uns Pflüger mit auf eine actionreiche, spannungsgeladene Reise, die von der Gegenwart des Mauerfalls 1989 in vielschichtigen Rückblenden in die Zeit der Spionageaktivitäten der Achtzigerjahre zurückreicht, und uns von Amrum, über Berlin zu Schauplätzen rund um die halbe Welt wie Israel, Schweiz, Südfrankreich, Moskau und bis schließlich nach Wien führt. Mit seinem ausdrucksstarken und nuancenreichen Schreibstil gelingt es Pflüger hervorragend, neben temporeichen Actionszenen auch eindringliche Sprachbilder von leiser Metaphorik heraufzubeschwören und eine eindringliche Atmosphäre von intensiver Sogwirkung entstehen zu lassen.
Die mitreißende und hochdramatische Handlung ist von biblischen Motiven und moralischen Reflexionen durchzogen, in deren Zentrum der uralte Kampf zwischen Gut und Böse als endloser Kreislauf aus Rache, Vergeltung, Erlösung und Selbstbehauptung erscheint.
Mit Feingefühl und psychologischer Tiefe entwirft Pflüger das facettenreiche Porträt seiner faszinierenden Protagonistin Luzy. Er zeichnet sie als einen entschlossenen, komplexen aber auch widersprüchlichen Charakter, dessen innere Stärke gleichermaßen aus Schuld, Verletzlichkeit und dem unbeirrbaren Willen zur Gerechtigkeit erwächst. Sie ist keine makellose Heldin, sondern eine von Erfahrung und Selbstzweifeln gezeichnete, innerlich gebrochene Figur, die gelernt hat, Misstrauen als Schutz zu begreifen und mit den Narben ihrer Vergangenheit weiterzuleben. Mit ihrer Vergangenheit als kampferprobte BKA-Agentin sie ist zugleich Symbol und Opfer der politischen Verstrickungen der 1980er Jahre.
Pflüger ist mit seiner spannungsgeladenen Geschichte erneut ein beeindruckendes Zeitdokument gelungen, das historische Wahrheiten und Fiktion gekonnt verwebt und Geschichte lebendig und greifbar macht.
FAZIT
Ein temporeicher, packender Spionage-Thriller und interessantes Zeitdokument, der vielschichtige moralische Fragen zu über Schuld, Identität und die Abgründe menschlicher Loyalität aufwirft!
Ich hab’s gelesen – und jetzt weiß ich wieder, warum Schlaf überbewertet ist 😀
Nach acht Jahren auf der Nordseeinsel Amrum glaubt Ex-Agentin Luzy Morgenroth, endlich Ruhe gefunden zu haben – bis die Vergangenheit ...
Ich hab’s gelesen – und jetzt weiß ich wieder, warum Schlaf überbewertet ist 😀
Nach acht Jahren auf der Nordseeinsel Amrum glaubt Ex-Agentin Luzy Morgenroth, endlich Ruhe gefunden zu haben – bis die Vergangenheit sie gnadenlos einholt. Ihr Freund und Kollege Jörgen Quedens wird ermordet, und plötzlich taucht ein Name wieder auf, den sie längst beerdigt glaubte: Hagen List. Einst Doppelagent zwischen Ost und West, längst totgeglaubt und doch lebendiger denn je, gilt er als der gefährlichste Terrorist der Welt – ein Phantom, das Luzy schon einmal gegenüberstand.
Als eine alte Stasi-Akte beweist, dass List überlebt hat und für unzählige Anschläge verantwortlich ist, wird Luyzys Jagd nach Gerechtigkeit zu einem persönlichen Feldzug. Sie will nicht nur einen Terroristen finden – sie will die Kontrolle über ihr eigenes Leben zurück. Pflüger lässt sie durch ein Europa taumeln, das gerade die Berliner Mauer fallen sieht, und webt historische Realität, Agentenmythos und seelische Abgründe zu einem intensiven, sprachlich brillanten Thriller.
Zwischen Amrum, Berlin, Wien und der Donau entfaltet sich eine Geschichte voller Tempo, Kraft und Melancholie, durchzogen von Pflügers unverwechselbarer Sprache: poetisch, hart, manchmal philosophisch, oft gnadenlos schön und, kaum zu glauben, immer wieder witzig. „Kälter“ ist nicht nur ein Roman über Schuld und Rache, sondern auch über die Sehnsucht nach Vertrauen in einer Welt, in der selbst das Lachen gefährlich sein kann.
„Kälter“ von Andreas Pflüger ist ein extrem spannender Thriller, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte beginnt im Herbst 1989 auf der Nordseeinsel Amrum, wo Luzy Morgenroth ein scheinbar ...
„Kälter“ von Andreas Pflüger ist ein extrem spannender Thriller, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte beginnt im Herbst 1989 auf der Nordseeinsel Amrum, wo Luzy Morgenroth ein scheinbar ruhiges Leben als Provinzpolizistin führt – weit weg von der Person, die sie früher war. Doch als ein Mann plötzlich spurlos von einer Fähre verschwindet, bricht ihre Vergangenheit mit voller Wucht über sie herein. Was zunächst wie ein lokaler Vermisstenfall wirkt, entpuppt sich als Auftakt zu einer gnadenlosen Jagd durch die Schattenwelt des Kalten Krieges. Plötzlich ist Luzy nicht mehr die gemütliche Dorfpolizistin, sondern wieder das, was sie einst war: eine Waffe, geschliffen durch Schmerz und Verlust.
Ich gebe ehrlich zu: Ich bin normalerweise überhaupt kein Fan von Provinzpolizisten als Thrillerhelden – oft sind sie mir zu klischeehaft oder zu langsam erzählt. Aber Luzy? Die habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist tough, aber nicht unnahbar, hat Ecken und Brüche und bleibt dabei herrlich menschlich. Ihre Mischung aus norddeutscher Bodenständigkeit und internationaler Agenten-Badass-Energie macht sie unglaublich sympathisch und zu einer Figur, der man gern folgt – selbst wenn es rund um sie immer kälter und gefährlicher wird.
Die Spannung ist wirklich stark: rasant, hart, kompromisslos. Pflüger versteht es, Bedrohung und Action so zu inszenieren, dass man immer weiterlesen will. Der persönliche Rache-Plot – Luzy gegen das Geheimdienst-Imperium, das den Mann schützt, der ihr Leben zerstörte – ist intensiv und emotional treibend. Man spürt dieses Katz-und-Maus-Spiel auf jeder Seite: Wer ist kälter? Wer hat die besseren Nerven?
Einen Stern ziehe ich nur ab, weil mir die „Provinz-Komponente“ trotz der tollen Protagonistin manchmal etwas fremd blieb und ich mich in den globalen Agenten-Passagen noch wohler fühlte. Aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau.