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Veröffentlicht am 01.01.2026

Langatmig

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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Nach zwei packenden Teilen rund um "The Housemaid" war die Vorfreude auf Band 3 riesig. Band 1 ein absolutes Highlight, Band 2 solide, da lag die Hoffnung nahe, dass ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Nach zwei packenden Teilen rund um "The Housemaid" war die Vorfreude auf Band 3 riesig. Band 1 ein absolutes Highlight, Band 2 solide, da lag die Hoffnung nahe, dass mich der dritte Teil wieder mitten in diesen Sog aus Psychospannung und Gänsehaut zieht. Endlich wollte ich erfahren, wie Millies Geschichte weitergeht, wie sich ihr neues Leben anfühlt und natürlich erwartete ich wieder diesen typischen McFadden-Twist, der mich atemlos zurücklässt.

🔎 Worum geht’s?

Millie hat ihr altes Leben hinter sich gelassen. Keine Villen wohlhabender Familien mehr, keine Geheimnisse, keine Lügen. Jetzt lebt sie mit Enzo und den Kindern in einer ruhigen Nachbarschaft, eigentlich perfekt. Doch etwas nagt an ihr. Immer wieder hat sie das Gefühl, beobachtet zu werden. Ein schockierender Fund bringt schließlich ihre dunkle Vergangenheit zurück ans Licht. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann ihre heile Welt zerbricht. Und Millie ist bereit, alles zu riskieren, um ihre Familie zu schützen.

🧠 Meine Meinung:

Große Vorfreude, doch die Ernüchterung kam früh. Der Start zog sich für mich überraschend zäh dahin. Viele Wiederholungen („Enzo ist attraktiv, die Kinder kommen ganz nach ihm, Millie hat Bluthochdruck, - ja, das habe ich verstanden 😅). Dazu wenig Handlung und banale Dialoge. Besonders frustrierend, Millie und Enzo reden kaum miteinander, die Kinder sind anstrengend, und echte Spannung wollte einfach nicht aufkommen.
Positiv ist der gewohnt leicht lesbare Schreibstil. Die kurzen Kapitel lassen einen schnell durch die Seiten fliegen. Doch gerade deshalb tat es weh, dass die eigentliche Spannung erst spät, wirklich sehr spät, an Fahrt aufnimmt. Die Story besteht aus 4 Teilen. Erst der 3. Teil lieferte endlich das, worauf ich hoffte. Ein Plot-Twist, der jedoch für mich nicht den erhofften „Wow-Effekt“ auslöste. Die letzten hundert Seiten waren zwar endlich packender, doch es war zu wenig, zu spät.
Was mich zusätzlich irritierte, der Titel wirkt während des Lesens lange willkürlich, erst ganz zum Schluss ergibt er Sinn. Immerhin. Trotzdem blieb ein fader Beigeschmack. Die Euphorie, die Band 1 und 2 bei mir ausgelöst haben, konnte hier leider nicht anknüpfen. Für mich persönlich hat sich die Reihe damit emotional „ausge(millie)t“.

✅️ Fazit:

Ein Abschlussband, auf den ich sehr gespannt war, der aber meinen Erwartungen nur bedingt gerecht werden konnte. Zäher Einstieg, viele Wiederholungen, Spannung erst spät. Wer treu an Millies Seite bleiben möchte, findet einen leicht lesbaren Thriller mit vertrautem Setting, sollte aber geduldig sein. Für mich leider der schwächste Band der Reihe, dennoch freue ich mich auf den

𝗞𝗶𝗻𝗼𝗳𝗶𝗹𝗺 𝘇𝘂 𝗕𝗮𝗻𝗱 𝟭 "𝗪𝗲𝗻𝗻 𝘀𝗶𝗲 𝘄ü𝘀𝘀𝘁𝗲" 𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗺 𝗧𝗶𝘁𝗲𝗹 „𝗧𝗵𝗲 𝗛𝗼𝘂𝘀𝗲𝗺𝗮𝗶𝗱“, 𝗱𝗲𝗿 𝗮𝗺 𝟭𝟱. 𝗝𝗮𝗻𝘂𝗮𝗿 𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵𝗲𝗶𝗻𝘁.
Vielleicht holt mich Millie dort ja wieder zurück.

2,5☆

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Erste Hälfte top, nach hinten raus deutlich schwächer

Lost Girls − Breathing for the First Time
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Auf Lost Girls bin ich nicht aus eigenem Antrieb gestoßen, sondern durch eine Freundin. Eigentlich passt das Genre weder zu ihr noch zu mir und genau das machte mich ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Auf Lost Girls bin ich nicht aus eigenem Antrieb gestoßen, sondern durch eine Freundin. Eigentlich passt das Genre weder zu ihr noch zu mir und genau das machte mich neugierig. Sie hatte sich das Buch nach vielen begeisterten Stimmen gekauft und mich mit ihrer Begeisterung regelrecht angesteckt.
Der Klappentext tat sein Übriges. Er erinnerte mich sofort an "Der Feind in meinem Bett". Schon der Einstieg versprach etwas Düsteres, Beklemmendes, etwas, das unter die Haut geht.

🔎 Worum geht’s?

Darcy ist 21 Jahre alt und lebt scheinbar den Traum. Ein luxuriöses Strandhaus, ein erfolgreicher Footballstar als Ehemann, ein Leben, das von außen perfekt wirkt. Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich ein Albtraum aus Kontrolle, Manipulation und Gewalt.
Während Darcy heimlich an ihrer Flucht arbeitet, begegnet sie Ellis, jemandem, der schneller als alle anderen erkennt, wie zerbrechlich ihre Situation wirklich ist. Doch ihr Ehemann Jason ist nicht bereit, die Kontrolle einfach aufzugeben. Und Darcy unterschätzt, wie gefährlich der Versuch nach Freiheit sein kann.

🧠 Meine Meinung:

Der Anfang des Buches ist erschütternd stark, bedrückend und intensiv. Besonders die Szenen rund um den Hund haben mich schockiert zurückgelassen. Ich habe mit Darcy mitgefiebert, mitgelitten, mitgehofft.
Obwohl das Buch offiziell dem Young-/New-Adult-Genre zugeordnet wird, einem Genre, das sonst nicht mehr meines ist,  fühlte es sich für mich zunächst ganz anders an. Eher wie ein Thriller, extrem spannungsgeladen. Die Themen Manipulation, emotionale Abhängigkeit sowie seelische und körperliche Gewalt wurden bis zur Hälfte sehr überzeugend umgesetzt. Bis dahin hatte ich das Gefühl ein Jahreshighlight in den Händen zu halten.
Leider kippte meine Begeisterung ab etwa der Mitte. Plötzlich wurde aus der intensiven, realistischen Geschichte ein deutlich klassischeres Young Adult. Zu viele Zufälle, zu viele Menschen, die auf einmal uneingeschränkt hilfsbereit sind. Darcy, die so viel durchgemacht hat, wirkte auf mich stellenweise zu gutgläubig, zu vertrauensvoll, ein Umbruch, der für mich nicht ganz nachvollziehbar war.
Das hohe Tempo und die emotionale Wucht der ersten Hälfte gingen verloren, und damit auch das Gefühl, etwas Besonderes zu lesen.
Zwischendurch habe ich versucht, auf das Hörbuch auszuweichen um schneller voranzukommen. Dieser Versuch scheiterte jedoch schnell. Die Stimme von Darcy, mit ihrem ständigen Räuspern (auch wenn es inhaltlich begründet ist), war für mich kaum ertragbar. Beim Lesen konnte ich mir meine eigene Version der Figur bewahren und das funktionierte deutlich besser.
Das Ende ließ mich leider nicht zufrieden zurück. Umso stärker hingegen war für mich die Danksagung. Sie macht noch einmal unmissverständlich klar, wie real, wie wichtig und wie notwendig dieses Thema ist. Die äußere Gestaltung des Buches vermittelt das allerdings kaum,  vermutlich ein bewusster Marketingentscheid, um ein möglichst großes Publikum anzusprechen.

✅️ Fazit:

Lost Girls beginnt erschreckend stark und mutig, mit einer Intensität, die lange nachwirkt. Wäre dieses Niveau konsequent weitergegangen, hätte es für mich ein echtes Highlight werden können.
Ab der Mitte verliert die Geschichte jedoch an Glaubwürdigkeit und Spannung, was meinen Gesamteindruck deutlich geschmälert hat. Trotz meiner Kritik bleibt es ein Buch mit einem wichtigen Thema, das Aufmerksamkeit verdient, auch wenn es mich am Ende emotional nicht ganz dort abgeholt hat, wo ich es mir erhofft hatte.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Schön zum Durchatmen, mit ein paar Schwächen

Drei Tage im Schnee
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Wenn die Adventszeit beginnt, wünsche ich mir Geschichten, die mich umarmen, die mich innehalten lassen, die mich runterholen. Drei Tage im Schnee versprach genau das. ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Wenn die Adventszeit beginnt, wünsche ich mir Geschichten, die mich umarmen, die mich innehalten lassen, die mich runterholen. Drei Tage im Schnee versprach genau das. Wärme, ein Hauch Winterzauber und ein tiefer Blick in das, was wirklich zählt. Deshalb wanderte es auf meine Wunschliste und wurde glücklicherweise erfüllt.

🔎 Worum geht’s?

Hannah lebt in einem Karussell aus Verpflichtungen, das sich schneller und schneller dreht. Termine, Erwartungen, ständiges Funktionieren, Zeit für sich selbst bleibt kaum.
Um Luft zu holen, bucht sie ein paar Tage in einem verschneiten Häuschen am See.
Dort begegnet sie Sophie, einem kleinen Mädchen im roten Schneeanzug. Gemeinsam stapfen sie durch den Schnee, bauen Iglus, lachen, hören in sich hinein. Sophie hilft Hannah, das zu erinnern, was sie verloren glaubte. Kindheitsträume, Talente, Sehnsüchte und die eigene Stimme.

🧠 Meine Meinung:

Ich konnte mich in Hannah sofort wiederfinden. Ihr inneres Ausgebranntsein, die Angst, sich selbst irgendwo im Alltag verschluckt zu haben, all das kam mir erschreckend bekannt vor. Die ruhige, winterliche Atmosphäre, die leise Melancholie und die vielen kleinen Denkanstöße haben mich gerade in dieser Jahreszeit tief berührt.
Besonders die Metapher des Glases hat sich in mir festgesetzt:
Erst die großen Steine, die wichtigen Dinge ins Leben lassen. Der Rest findet schon seinen Platz in den Zwischenräumen.
Ein Gedanke, der so simpel klingt, aber im Alltag so leicht untergeht.
Sophie war für mich das Herz der Geschichte. Ihre kindliche Lebensfreude, dieses reine Staunen über die kleinen Dinge. Sie war wie ein kleiner Lichtfunke, der die Dunkelheit in Hannahs Gedanken erhellt. In meiner Vorstellung war sie ein Engel, unabhängig davon, ob sie nun real war oder als Symbol fungierte.
Doch so sehr mich der Anfang verzaubert hat, so sehr musste ich feststellen, dass dieser Zauber im Verlauf langsam verblasste. Viele Gedanken wiederholten sich, die innere Erkenntnisreise kreiste letzten Endes immer wieder um dasselbe. Was mich zu Beginn tief bewegt hat, fühlte sich später etwas stagnierend an. Fast so, als bliebe die Geschichte stehen, während ich als Leserin längst weitergehen wollte.
Das tat mir besonders leid, weil der Grundgedanke so schön und wichtig ist. Die Geschichte verliert nicht an Wert, aber meine emotionale Verbindung wurde gegen Ende leiser. Nicht zerstört, nur gedimmt.

✅️ Fazit:

Eine stille, berührende Wintererzählung, die uns daran erinnert, auf unsere innere Stimme zu vertrauen und das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren. Der Anfang voller Wärme und Erkenntnis, das Ende etwas zu wiederholend, aber insgesamt schön zum Durchatmen.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Ich fand es toll, meine Enkelkinder nicht so

Der Weihnachtskauz
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ganz ehrlich, dieser kleine Weihnachtskauz hat mich sofort verzaubert. Zack, Liebe auf den ersten Blick! Die Illustrationen von Anika Voigt sind derart zuckersüß, dass ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ganz ehrlich, dieser kleine Weihnachtskauz hat mich sofort verzaubert. Zack, Liebe auf den ersten Blick! Die Illustrationen von Anika Voigt sind derart zuckersüß, dass ich das Buch unbedingt meinen Enkelkindern zeigen wollte. Wenn ein Cover mich so anlacht, habe ich eigentlich schon verloren, dann MUSS ich einfach reinlesen.

🔎 Worum geht’s?

Im Wald herrscht Weihnachtsstimmung, zumindest fast überall. Denn ein Kauz findet all das fröhliche Schmücken, Basteln und Singen eher anstrengend. Miesepetrig wie er ist, bleibt er lieber für sich, obwohl er sich insgeheim wünscht, bei den anderen Tieren dabeizusein. Die Geschichte erzählt in Reimen, wie dieser grummelnde Vogel langsam erkennt, dass man manchmal nur einen kleinen Schubs oder ein großes Fest braucht, um über den eigenen Schatten zu springen.

🧠 Unsere Meinung:

Die Grundidee und die Entwicklung des Kauzes haben mir richtig gut gefallen. Ich hatte zwischendurch sogar echtes Mitleid mit ihm, was zeigt, dass das Buch Empathie wunderbar transportiert und kleine Leser*innen dazu einlädt, über Gefühle nachzudenken.
Aber (jetzt kommt der kleine Wermutstropfen) die Reimform, die eigentlich sprachfördernd sein soll, war für uns nicht immer ideal. Ich selbst kam beim Vorlesen manchmal ins Stocken, weil die Reime nicht ganz so flüssig waren, wie ich es mir gewünscht hätte. Und meine Enkelkinder, sonst echte Buchliebhaber,  griffen nur selten freiwillig zu diesem Titel, warum das Buch jetzt länger hier unrezensiert lag. Ich hatte irgendwie die Hoffnung, dass sobald Weihnachten näher rückt, der kleine Kauz seine Fans hier finden wird. Erfahrungsgemäß liegt das "Nichtdazugreifen" bei uns aber meist daran, dass Reime nicht unbedingt ihre erste Wahl sind.
Trotzdem möchte ich betonen: Das Buch ist liebevoll, warmherzig und wunderschön illustriert. Der Kauz ist so süß-trotzig gezeichnet, dass man ihn am liebsten sofort in eine Decke wickeln und durch die Adventszeit begleiten möchte.

✅️ Fazit:

Ein herziges, empathisches Weihnachtsbilderbuch mit überaus charmanten Illustrationen und einer wichtigen Botschaft, nur leider mit Reimen, die für uns nicht immer rund liefen. Wer gereimte Geschichten mag oder einen kleinen Weihnachtsmuffel zum Schmunzeln bringen möchte, sollte unbedingt mal einen Blick auf den Kauz werfen.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Thematisch nicht meins

Remain – Was von uns bleibt
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🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension
📚 Rezensionsexemplar / Roman
heyne teambloggerportal NicholasSparks MNightShyamalan remain wasvonunsbleibt

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ich liebe die Geschichten von Nicholas ...

🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension
📚 Rezensionsexemplar / Roman

heyne

teambloggerportal

NicholasSparks

MNightShyamalan

remain

wasvonunsbleibt

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ich liebe die Geschichten von Nicholas Sparks. Viele seiner Romane gehören zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, und auch die Verfilmungen haben mich oft tief berührt. Als ich hörte, dass Remain bereits für eine hochkarätige Verfilmung vorgesehen ist, sogar mit dem Regisseur von The Sixth Sense, war meine Neugier sofort geweckt. Einzig die Andeutung eines übersinnlichen Elements machte mich etwas skeptisch. Dennoch dachte ich, wenn jemand das feinfühlig und emotional umsetzen kann, dann ganz bestimmt Nicholas Sparks.

🔎 Worum geht’s?

Nach dem Tod seiner Schwester sucht Architekt Tate Donovan einen Neuanfang. Sein bester Freund bietet ihm einen Auftrag an, ein Sommerhaus am idyllischen Cape Cod zu entwerfen. Dort begegnet Tate der geheimnisvollen Wren, in deren Bed & Breakfast er unterkommt. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Verbindung, doch Wrens Vergangenheit birgt ein gefährliches Geheimnis, das bald beide in Gefahr bringt.

🧠 Meine Meinung:

Ich hatte große Erwartungen an "Remain"  und wurde leider nicht so überrascht, wie ich es mir erhofft hatte. Nicholas Sparks ist bekannt dafür, starke Emotionen zu wecken. Bei Romanen wie Safe Haven oder The Best of Me saß ich mit offenem Mund und Tränen in den Augen da. Hier jedoch blieb dieses Gefühl leider aus.
Die Geschichte wirkte auf mich wie eine Mischung aus Safe Haven und Ghost – Nachricht von Sam, beides Werke, die ich sehr schätze. Doch diesmal hat mich das übersinnliche Element eher auf Distanz gehalten, als mich hineinzuziehen. Die große Verbindung von Tate und Wren, wovon hier die Rede ist, habe ich ebensowenig gespürt. Der Täter war zu früh absehbar, und der große Überraschungsknall am Ende, den ich von Sparks erwarte, blieb auch aus. Zwar liest sich der Roman gewohnt leicht und flüssig, doch emotional konnte er mich nicht abholen.
Während ich las, hatte ich immer wieder die Sorge, dass die Geschichte das gleiche Ende bekommt, wie Ghost - Nachricht von Sam. Zum Schluss blieb bei mir Enttäuschung zurück, weil ich mir mehr Tiefe und Originalität erhofft hatte. Trotzdem bin ich überzeugt, dass die kommende Verfilmung besser funktionieren wird. Das visuelle Erzählen könnte das Übersinnliche greifbarer machen und vielleicht gelingt es auf der Leinwand, was beim Buch für mich verwehrt blieb.

✅️ Fazit:

Remain ist ein solide geschriebener Roman mit gewohntem Stil, doch das übersinnliche Thema und der Mangel an echten Überraschungen und Emotionen konnten mich nicht überzeugen. Für Sparks-Fans sicherlich interessant, mich persönlich hat er diesmal aber leider nicht gepackt. Die Verfilmung werde ich mir dennoch ansehen, in der Hoffnung, dass sie das Gefühl liefert, das ich im Buch vermisst habe.

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