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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.12.2025

Cozy Märchen-Fantasy von einer jungen Autorin mit Potenzial

Die Weiße Rose
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Dieser Roman ist eine Mischung aus Fantasy, Märchen und Romance. Besonders gut hat mir zunächst einmal der Schreibstil gefallen. Er ist flüssig und angenehm zu lesen, die Worte sind in der Regel gut gewählt ...

Dieser Roman ist eine Mischung aus Fantasy, Märchen und Romance. Besonders gut hat mir zunächst einmal der Schreibstil gefallen. Er ist flüssig und angenehm zu lesen, die Worte sind in der Regel gut gewählt und man kann richtig schön in die Geschichte eintauchen.
Auch das Setting mochte ich; sowohl das Cottage in Schottland als auch das Märchensetting. Einige Rezensent*innen haben geschrieben, dass diese Geschichte nichts Neues geboten hätte. Ich fand die Mischung aus den genannten Genres toll und mir hat es gerade gut gefallen, das klassische Elemente von epischen High Fantasy-Romanen vorkamen, wie z.B. die lange Reise. Das hat mich an meine ersten Fantasy-Bücher, wie "Herr der Ringe", erinnert und mir einfach ein wohliges Gefühl vermittelt. Inzwischen liest man das in der Form eher selten. Auch fand ich es gut, dass die Liebesgeschichte nicht den Plot dominiert hat (kein Spice!), sondern dieser eindeutig im Vordergrund stand. Während es im Mittelteil durchaus ein paar Längen gab, war das Ende noch einmal richtig spannend und man darf auf den nächsten Teil gespannt sein.

Ein paar inhaltliche Unstimmigkeiten habe ich festgestellt. Auch wurden die Gedanken von der Ich-Erzählerin Emma teilweise in Jugendsprache oder einer sehr modernen Sprache formuliert (kursiv gedruckt), die nicht zu dem Setting gepasst hat. Da hätte ich mir ein sorgfältigeres Lektorat gewünscht.

Emma fand ich als Protagonistin sympathisch, sie gewinnt im Verlauf der Geschichte an Stärke und hätte meiner Meinung nach sogar noch ein bisschen emotionaler sein können. Cayden blieb für mich etwas blasser und geheimnisvoller und ich fand ihn auch nicht immer sympathisch in seinem Verhalten ihr gegenüber. Ich denke, da werden noch einige Hintergründe und Geheimnisse gelüftet werden. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden war für mich emotional nicht so richtig spürbar. Dies wurde gegen Ende hin jedoch besser. Die Nebenfiguren hätte ich mir auch noch etwas facettenreicher mit mehr Tiefe gewünscht, allerdings war es vielleicht auch gewollt, dass sie zunächst einmal etwas nebulöser bleiben.

Mein Fazit: Alles in allem hat mich die Geschichte gut unterhalten. Trotz meiner genannten Kritikpunkte vergebe ich vier Sterne, da ich die gesamte Story und den Schreibstil angesichts des sehr jungen Alters der Autorin für eine herausragende Leistung halte und großes Potenzial bei dieser Autorin sehe. Ich denke, wir werden in Zukunft noch einiges von ihr lesen.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Spicy Romance im Pferderennsport-Milieu

Off to the Races
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Dies war mein erstes Buch von der Autorin und auch – wie ich erfahren habe – passenderweise ihr Debüt. Das Cover und der Titel haben mich direkt angesprochen, da das Pferderennsport-Milieu seit den Krimis ...

Dies war mein erstes Buch von der Autorin und auch – wie ich erfahren habe – passenderweise ihr Debüt. Das Cover und der Titel haben mich direkt angesprochen, da das Pferderennsport-Milieu seit den Krimis von Dick Francis eine besondere Faszination auf mich ausübt und ich zudem Romances liebe. Dieses Buch hat mich nicht enttäuscht.

Zunächst einmal bin ich begeistert von dem detaillierten, bildhaften und emotional-lebendigen Schreibstil und der liebevollen und erfrischenden Darstellung der beiden Hauptcharaktere Billie und Vaughn. Anfangs fliegen die Fetzen zwischen den beiden und man wird durch die witzigen und schlagfertigen Dialoge gut unterhalten. Besonders Billie als starke Frau in einem männerdominierten Bereich und ihr loses, freches Mundwerk fand ich spannend und amüsant. Genau wie Vaughn hat sie ihr Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen und hinter den Fassaden der beiden lauern Verletzlichkeit und Ängste. Sobald diese Emotionen im Verlauf des Romans präsenter wurden und die Persönlichkeiten mehr Tiefe entwickelten, war ich umso gefesselter von der Geschichte.

Bereits im ersten Abschnitt des Buches gab es sehr viele sexuelle Anspielungen, die ich teilweise etwas zu früh und deplatziert fand. Sie erschienen mir oberflächlich und im Prinzip haben sich in dieser Phase beide Charaktere gegenseitig zum Sexobjekt degradiert. Auch die figurbezogenen Klischees empfand ich als etwas nervig und wenig originell. Im späteren Verlauf erschienen mir die Spice-Szenen dann aber angemessen und auch gut beschrieben (ohne die immer gleichen Formulierungen, die mich oft schon gähnen lassen).

Besonders gut haben mir noch die gesamte Geschichte um das Pferd und die Trainertätigkeit von Billie sowie deren Interaktion mit dem Pferd und der Pferdepflegerin Violet gefallen. Beide Nebenfiguren habe ich direkt ins Herz geschlossen und besonders die Passagen über das Pferd fand ich rührend und auch spannend.

Insgesamt empfand ich zwar vieles als vorhersehbar, aber durch die erfrischenden und lebendigen Charaktere und den klugen und fesselnden Schreibstil hat mich das nicht gestört. Mein Fazit: Ich kann dieses Buch allen Romance-Fans empfehlen, die ein Herz für starke, impulsive Frauen und für Tiere haben und die sich nicht an teilweise etwas klischeehafter sexueller Anziehung und ausführlichen Spice-Szenen stören.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Kuschelige Kleinstadt-Romance voller Zärtlichkeit und 90er Jahre-Nostalgie

When I fall for you
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Dieses Buch ist ein richtiger Wohlfühlroman für Herbst und Winter. Es lässt sich leicht lesen, auch wenn es ein paar Längen hat und ich es auch gut beiseite legen konnte. Besonders gefallen hat mir die ...

Dieses Buch ist ein richtiger Wohlfühlroman für Herbst und Winter. Es lässt sich leicht lesen, auch wenn es ein paar Längen hat und ich es auch gut beiseite legen konnte. Besonders gefallen hat mir die sehr liebevolle und authentische Darstellung der Charaktere mit all ihren Ecken und Kanten. Das ist richtig rührend und ich habe sowohl Michelle als auch Cliff und seine Kinder direkt ins Herz geschlossen. Auch fand ich toll, dass die beiden Hauptcharaktere in ihren 30ern sind und erwachsene Themen behandelt werden. Fazit: Ich kann das Buch allen Leser*innen empfehlen, die gerne gemütliche und herzerwärmende Herbst-Romances mit den Tropes "Slow Burn" und "Found Family" lesen.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Bezaubernde und humorvolle queere RomCom mit herrlichem Feiertagsfeeling

The Nightmare Before Kissmas
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Schon der Einstieg in diese Geschichte war völlig mühelos, lustig und erfrischend. Die erschaffene Welt ist originell mit den einzelnen Feiertagskönigreichen und dem Hintergrund für die Kommerzialisierung ...

Schon der Einstieg in diese Geschichte war völlig mühelos, lustig und erfrischend. Die erschaffene Welt ist originell mit den einzelnen Feiertagskönigreichen und dem Hintergrund für die Kommerzialisierung vor allem von Weihnachten. Es wird durchgängig aus der Perspektive des Weihnachtsprinzen Coal erzählt, was sich stimmig angefühlt hat. In seinem Kopf geht es chaotisch, sarkastisch und grüblerisch zu, sein Herz ist groß und er bringt sich gerne in Schwierigkeiten. Der Prinz von Halloween, Hex, dagegen ist selbstbeherrschter und ernster, zwischendurch blitzt aber auch bei ihm immer wieder der Schalk durch. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden fand ich richtig süß und berührend. Streng genommen ist es kein "Enemies to Lovers", sondern eher "Forbidden Love". Auch die Spice-Szenen werden ganz liebevoll und elegant dargestellt; ausführlich zwar, frech und explizit, aber gleichzeitig wird vieles auch umschrieben und es wirkt niemals vulgär oder "billig". Coals Bruder Kris und seine beste Freundin Iris, die Prinzessin von Ostern, werden ebenfalls sehr liebevoll geschildert und der Zusammenhalt zwischen den Vieren ist herzerwärmend. In der gesamten Geschichte werden so einige Stereotype auf den Kopf gestellt, ohne dass dabei der Zauber um Halloween und Weihnachten verloren geht; im Gegenteil, er wird im Verlauf der Story umso stärker. Mich hat die Geschichte auch dazu angeregt, noch einmal über die Bedeutung der Feiertage für die Menschen nachzudenken, abgesehen vom religiösen Aspekt, der hier außen vor gelassen wird. Ich habe den gesamten Roman als erfrischend und witzig wahrgenommen, auch wenn so mancher Wortwitz sicherlich durch die deutsche Übersetzung verloren ging. Man merkt auf jeden Fall, dass die Autorin Freude beim Schreiben hatte und ich liebe ihren sarkastisch-frechen und gleichzeitig liebevollen Schreibstil. Ein paar Ecken und Kanten hätten Hex sicher nicht geschadet und ein paar Konflikte zwischen ihm und Coal hätte ich mir gewünscht. Außerdem war die Geschichte recht vorhersehbar, doch das gehört zu einer cozy Romance vermutlich dazu. Mein Fazit: Große Empfehlung für alle Fans von queeren Romances (zuckersüße Liebesszenen) und sarkastisch-humorvollen Stories mit einer großen Prise origineller Feiertags-Magie!

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Zarte Young Adult-Liebesgeschichte in einer Welt voller Intrigen und Adels-Dramen

Burnham Dynasty
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Mir fällt es schwer zu beschreiben, wie dieses Buch auf mich gewirkt hat. Es war anders als erwartet – spannend und flüssig geschrieben, gleichzeitig hat die Liebesgeschichte für meinen Geschmack etwas ...

Mir fällt es schwer zu beschreiben, wie dieses Buch auf mich gewirkt hat. Es war anders als erwartet – spannend und flüssig geschrieben, gleichzeitig hat die Liebesgeschichte für meinen Geschmack etwas zu wenig Raum erhalten, obwohl sie sehr behutsam und durchaus authentisch beschrieben wurde. Dafür gab es ganz viel Drama um den Mord. Ständig kamen neue Geheimnisse ans Licht und ich kam mir teilweise vor wie in einer Soap. Obwohl ich normalerweise die Erzählung aus mehreren Perspektiven schätze (vor allem allerdings bei Fantasy), waren es mir hier zu viele und ich empfand die Wechsel als recht willkürlich und unübersichtlich. Mir hätten die Perspektiven der beiden Hauptcharaktere Cathy und Josh gereicht. Diese beiden sind neben dem fesselnden und detaillierten Erzählstil aus meiner Sicht die große Stärke des Buches. Sie sind als Charaktere sehr liebevoll, vielschichtig und auch authentisch (vor allem Josh) gezeichnet. Manche Nebencharaktere hingegen wirken etwas klischeehaft. Ich habe das Buch zügig durchgelesen, was immer ein gutes Zeichen ist. Der Schreibstil hat mich sehr gefesselt, auch wenn mir die ganzen Dramen um den Mord schlussendlich zu viel waren. Da hätte man meiner Meinung nach etwas kürzen können. Fazit: Bei diesem Roman handelt es sich um zarte und gut geschriebene Young Adult-Liebesgeschichte, die mit vielen Intrigen und Geheimnissen aus der Welt des Adels angereichert wird und stellenweise an einen Krimi erinnert. Ich kann sie vor allem Fans von solchen Genre- Mischungen empfehlen.

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