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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.12.2025

Gute Laune beim Lesen garantiert!

Das Hochzeitsversprechen
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Dieser Roman wird abwechselnd aus den Sichtweisen der Schwestern Lottie und Fliss erzählt.
Lottie, eine hoffnungslose Romantikerin, trifft mehr oder weniger zufällig ihre alte Jugendliebe Ben wieder, nachdem ...

Dieser Roman wird abwechselnd aus den Sichtweisen der Schwestern Lottie und Fliss erzählt.
Lottie, eine hoffnungslose Romantikerin, trifft mehr oder weniger zufällig ihre alte Jugendliebe Ben wieder, nachdem gerade ihre Beziehung zu Richard, von dem sie glaubte, er würde sie heiraten, in die Brüche gegangen ist. Lottie glaubt sofort, das Schicksal habe bestimmt, Ben sei ihr Mann fürs Leben.
Fliss, geschieden mit einem Sohn im Grundschulalter, hält nichts mehr von der Ehe und ist außer sich, als Lottie und Ben überstürzt heiraten wollen. Als die beiden Neuvermählten sich auf in die Flitterwochen auf einer griechischen Insel, den Ort ihres Kennenlernens, machen, muss Fliss - so glaubt sie - handeln, um Lottie vor einer Riesenenttäuschung zu bewahren. Schafft sie es, den Vollzug der Ehe ihrer Schwester rechtzeitig zu verhindern?
Und was für ein Kerl ist dieser Lorcan, bester Freund und Geschäftspartner von Ben?


Dieser Roman ist so flüssig geschrieben, dass man nur so durch die Seiten gleitet. Der Sprachstil ist schwungvoll, hier hat der Übersetzer (wieder einmal) einen super Job gemacht!

Man kann sich sehr gut in beide Schwestern hineinversetzen (auch wenn ich mich eher als Fliss denken „hörte“ beim Lesen), obwohl man sie so manches Mal schütteln möchte.
Es gibt immer wieder Überraschungsmomente, und ich musste ein paar Mal laut loslachen (was nicht oft bei mir beim Lesen der Fall ist).

Die Figuren sind in der Kinsella so eigenen Art wieder einmal derart wunderbar gezeichnet, dass man das Gefühl hat, man verbringe seine (Lese-)Zeit mit Freunden.

Fazit: Ich konnte das Buch nur schwer wieder aus der Hand legen und vergebe daher die volle Punktezahl.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Etwas Turbulent-Spannendes fürs Herz

Kein Kuss unter dieser Nummer
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Poppy Wyatt ist Physiotherapeutin und verlobt mit Magnus Tavish. Auf ihrer Junggesellinnenabschiedsparty verliert sie ihren Verlobungsring - ein hochkarätiges Familienerbstück von Magnus’ Mutter. Als kurz ...

Poppy Wyatt ist Physiotherapeutin und verlobt mit Magnus Tavish. Auf ihrer Junggesellinnenabschiedsparty verliert sie ihren Verlobungsring - ein hochkarätiges Familienerbstück von Magnus’ Mutter. Als kurz darauf auch noch Poppys Handy gestohlen wird, ist das Chaos perfekt. Durch Zufall gelangt sie von jetzt auf gleich an das Handy der Sekretärin eines Geschäftsmanns namens Sam. Natürlich kann sie das Handy nicht gleich wieder zurückgeben, schließlich ist dieses, so denkt sie, ihre letzte Rettung, wieder an ihren Ring zu kommen…

Es ist ein Heidenspaß mitzuverfolgen, wie Poppy es nicht lassen kann, sich um Sams E-Mails zu kümmern. Immer tiefer klinkt sie sich, mit den besten Absichten natürlich, in Sams Angelegenheiten ein. Jeder, der schon einmal in einer großen Wirtschaftsfirma gearbeitet hat, kann sich durch die plastisch dargestellten firmeninternen E-Mails auf die eine oder andere Weise entweder mit Sams Sekretärin oder vielleicht auch mit Sam identifizieren.

Angesichts dessen, dass Poppy sich in Magnus’ Familie nicht so richtig wohl, um nicht zu sagen fehl am Platz, fühlt, kann man sich ziemlich schnell ausmalen, wie die Geschichte endet - und zweifelt aufgrund vieler unerwarteter Ereignisse doch bis zum Schluss immer wieder, wie die Sache ausgehen wird.

Viele Situationen lassen den Leser mehr als nur schmunzeln und Poppy schließlich immer tiefer in sein Herz schließen. Ich fand auch Sam sehr sympathisch. Am Ende kamen mir die Tränen, was wohl nur bedeuten kann, dass die Geschichte nicht lebendiger hätte erzählt werden können.

Die Figuren sind wieder so herrlich lebensecht gezeichnet, dass ich sagen kann, „Kein Kuss unter dieser Nummer“ ist einer der besten Kinsella-Romane.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Ehrlich und schockierend

Dem Abgrund so nah
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Nachdem mich der erste Band der Danny-Trilogie so mitgenommen - ich würde sogar sagen, in gewisser Weise geprägt - hat, wollte ich unbedingt auch den Nachfolgeband lesen. Ich wusste nicht, was mich erwartet, ...

Nachdem mich der erste Band der Danny-Trilogie so mitgenommen - ich würde sogar sagen, in gewisser Weise geprägt - hat, wollte ich unbedingt auch den Nachfolgeband lesen. Ich wusste nicht, was mich erwartet, und hatte nur gehofft, dass es nicht einer dieser Nachfolgebände ist, von denen man nach dem Lesen sagt: "Hätte es nicht gebraucht". Ich muss sagen, so richtig "verstanden" (wenn man es denn so nennen kann, denn eigentlich empfand ich nur blankes Entsetzen, Hilflosigkeit, Wut und Trauer beim Lesen der Gesichte) habe ich erst nach diesem Band, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Wie es passieren konnte, dass niemand einschritt und Danny aus dieser Hölle holte. Dass Danny, egal, was er versuchte, - trotz seines mutigen und ehrlichen Charakters und seiner Aufgewecktheit - immer wieder in der Hölle landete.

Diese Geschickte packt einen in totale Sprachlosigkeit ob der Erkenntnis, wozu ein Mensch fähig sein kann, sobald er Macht über einen anderen Menschen bekommt. Sprachlosigkeit ob der Erkenntnis, was ein Mensch mitunter im elterlichen Umfeld ertragen muss und welcher Hilflosigkeit er ausgesetzt ist, ohne dass sein weiteres Umfeld sich auch nur ansatzweise ausmalen kann, was hinter geschlossenen Türen passiert. Dass ein ganzes Leben eines Kindes zerstört wird. Mir hat es das Herz zerrissen.

Ich kann Jessica nur, wie auch in meiner Rezension zum ersten Band der Danny-Trilogie, danken, dass sie diese Geschichte auf so ehrliche und authentische Art weitererzählt hat bzw. die Vorgeschichte erzählt hat. Diese Vorgeschichte ist ein wichtiger Anteil an der Gesamt-Geschichte.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Lebendige Verbindung von Geschichte und Erzählung

Das Mädchen, das den Himmel berührte
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Venedig im 15. Jahrhundert. Mercurio, der seine Kindheit zum Teil in einer Höhle verbrachte, trifft im Labyrinth der Gassen und Kanäle Venedigs, zwischen der Pracht San Marcos und dem Elend der Spelunken ...

Venedig im 15. Jahrhundert. Mercurio, der seine Kindheit zum Teil in einer Höhle verbrachte, trifft im Labyrinth der Gassen und Kanäle Venedigs, zwischen der Pracht San Marcos und dem Elend der Spelunken von Rialto, auf Giuditta, die Tochter eines jüdischen Überlebenskünstlers, der es irgendwie geschafft hat, ein anerkannter Arzt zu werden.

Mercurios und Giudittas erste junge Liebe wird überschattet von dem immer deutlicher in der Bevölkerung aufkeimenden Hass gegenüber Andersgläubigen. Das Entstehen des Ghetto Nuovo, in denen die Juden nachts eingesperrt werden, kann nicht verhindert werden. Dies macht sich auch eine alte Jugendbekanntschaft Mercurios zunutze, die die jüdische Giuditta, welche sich trotz aller Widrigkeiten zunächst zu einer Aufsehen erregenden Modeschöpferin entwickelt, mit allen Mitteln vernichten möchte…


Dies ist das zweite Buch, das ich von Luca die Fulvio gelesen habe. Wie auch schon "Der Junge, der Träume schenkte" hat mich dieses Buch vollkommen in seinen Bann gezogen. Ich wurde beim Lesen auf eine spannende Reise in das 15./16. Jahrhundert mitgenommen und konnte mit den Protagonisten mitfühlen.

Wieder einmal hat es Luca Di Fulvio geschafft, auf überaus lebendige Weise Geschichte und Erzählung zu verbinden. Mehrere geschichtliche Themen (Hexenverbrennung, Inquisition, Interessenkollision zwischen Republik und Kirche, Judenhass...) lassen sich in dem Buch finden, die Erzählung wird jedoch nie überfrachtet von geschichtlichen Fakten.

Eine Erzählung, die nachwirkt, daher volle Punktezahl von mir.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Das Leben einer Einwandererfamilie

Der Junge, der Träume schenkte
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Dieser Roman erzählt die Geschichte einer jungen Süditalienerin, die Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihrem gerade erst geborenen Sohn Natale in die U.S.A. einwandert in der Hoffnung auf ein besseres Leben. ...

Dieser Roman erzählt die Geschichte einer jungen Süditalienerin, die Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihrem gerade erst geborenen Sohn Natale in die U.S.A. einwandert in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Ihr Sohn wächst in Manhattan heran und macht Erfahrungen mit den Gangs der Lower East Side, mit seiner ersten Liebe und damit, was es heißt, sich zu behaupten in einer von Armut und Kriminalität gezeichneten Gegend. Kann er integer sein und seine kreativen Fähigkeiten nutzen und ausleben?

Dieser Roman hat mich gefesselt, weil er so schonungslos und gleichzeitig gefühlvoll ist. Sehr lebendig wird das Leben als Einwanderer erzählt. Die Figuren sind vielschichtig und sehr differenziert dargestellt. Ich hatte die Straßen und Häuserfronten Manhattans beim Lesen bildlich vor Augen und konnte die Gegenden mit durchwandern.

Dieses Werk erhält von mir die volle Punktzahl, weil es ein Roman ist, den ich nie wieder vergessen werde. Ich hoffe, bald wieder ein Buch von Luca Di Fulvio lesen zu können und dann wieder so begeistert zu sein.

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