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Cydonia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.01.2026

Trau keinem, außer dir selbst

Wem du traust
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„Wem du traust“ ist ein spannender Krimi, der zeigt, wie trügerisch Vertrauen sein kann und wie schnell sich Sicherheiten auflösen – egal, ob es sich um Beziehung oder um Freundschaft handelt.
Eva führt ...

„Wem du traust“ ist ein spannender Krimi, der zeigt, wie trügerisch Vertrauen sein kann und wie schnell sich Sicherheiten auflösen – egal, ob es sich um Beziehung oder um Freundschaft handelt.
Eva führt mit ihrem Mann Daniel das perfekte Leben. Kleinstadtidylle pur. Oft hilft Sofia, die fünfzehnjährige Tochter von Evas bester Freundin Susanne, als Babysitter aus. Diese ist für Eva wie ihr zweites Kind. Eines Nachts bringt Daniel Sofia nach dem Babysitten nach Haus. Am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden und die Suche beginnt. Sagt Daniel die Wahrheit? Was verschweigt Susanne und was die Schulkameradinnen?
Die Geschichte entwickelt sich ruhig, aber stetig und zieht einen immer tiefer in ein Netz aus Geheimnissen, Zweifeln und unerwarteten Wendungen hinein. Man rätselt von Anfang bis Ende mit, wem man glauben kann und wem nicht.
Geschildert wird die Story aus der Perspektive von drei Personen: einer unbekannten, aus der Ich-Perspektive von Eva und aus Sicht der Kriminalhauptkommissarin Heidi, was das Ganze abwechslungsreich macht.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, wodurch man schnell vorankommt und das Buch kaum weglegen kann.
Kleine Schwächen zeigt der Roman stellenweise im Mittelteil, wo sich einige Szenen etwas ziehen und die Spannung kurzzeitig nachlässt, aber nicht komplett verloren geht.
Insgesamt ist „Wem du traust“ ein fesselnder Krimi über Vertrauen, Misstrauen und greift auch Themen wie Misshandlung in der Beziehung auf.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es allen empfehlen, die psychologische Spannung mögen.

Veröffentlicht am 11.12.2025

Dunkle Geheimnisse

Eisnebel
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Der Inhalt des Buches klingt, abgesehen vom Prolog, zunächst nach „Pretty Woman“. Eine nicht gerade begüterte junge Frau lernt gutaussehenden, sehr wohlhabenden Mann kennen und sie verloben sich nach kurzer ...

Der Inhalt des Buches klingt, abgesehen vom Prolog, zunächst nach „Pretty Woman“. Eine nicht gerade begüterte junge Frau lernt gutaussehenden, sehr wohlhabenden Mann kennen und sie verloben sich nach kurzer Zeit. Nun sind Theodora und Connor auf dem Weg nach Idlewood, einem Berg mit diversen Chalets, der seiner Familie gehört und wo sie zwei Wochen Weihnachtsurlaub verbringen, um Theo der Familie vorzustellen.
Bereits auf der Fahrt taucht das erste schlechte Omen in Form eines Beinaheunfalles mit einem angeschossenen, schwer verletzten Hirsch auf.
Theo kommt in der Familie nicht gut an. In Connors Familie ist es wichtig, den Schein zu wahren. Niemand ist, wie er scheint, jeder hat ein Geheimnis – aber das trifft auch auf Theo zu.
Gerade dies macht die Spannung des Buches aus, da sich so ständig neue Erkenntnisse und Wendungen ergeben.
Im Laufe des Buches wird man mehrmals auf eine „falsche Fährte“ gelockt, sodass mich der Ausgang völlig überrascht hat.
Ich fand das Buch spannend und konnte es kaum weglegen. Durch den flüssigen Schreibstil ließ es sich sehr gut lesen und die Beschreibungen des Settings schufen eine passende, geheimnisvolle Atmosphäre.
Ein empfehlenswerter Thriller, der gut in die Winterzeit passt und bereits durch das tolle Cover und den Farbschnitt besticht. Von mir gibt es eine Leseempfehlung mit 4 Sternen.

Veröffentlicht am 29.10.2025

Unterschlagene Heldinnen

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Das Buch „Wir dachten, das Leben kommt noch“ beruht auf einer wahren Geschichte. Eine Spezialeinheit des britischen Geheimdienstes, die sogenannte S.O.E., schickte – allerdings nicht offiziell - während ...

Das Buch „Wir dachten, das Leben kommt noch“ beruht auf einer wahren Geschichte. Eine Spezialeinheit des britischen Geheimdienstes, die sogenannte S.O.E., schickte – allerdings nicht offiziell - während des Zweiten Weltkrieges auch Frauen als Agentinnen in von Deutschen besetzte Gebiete, die unter Einsatz ihres Lebens als Funkerinnen tätig waren, Sabotage betrieben und den Widerstand unterstützten. Frauen zogen weniger Aufmerksamkeit auf sich als Männer. Leider wurde ihre außerordentliche, lebensgefährliche Tätigkeit im Gegensatz zur Leistung der Männer kaum gewürdigt.
Ausgangspunkt des Buches ist ein Auftrag, den die BBC-Moderatorin Gwen 1998 bekommt, nämlich ein Buch über die Frauen der S.O.E. zu schreiben und ihre Leistung zu würdigen. Auch die Großmutter von Gwen befand sich zu dieser Zeit in Paris. Gwen erfährt von Pat, die als Agentin zur Zeit der Besatzung in Paris war und die jahrzehntelang über ihren Einsatz geschwiegen hat. Ihr ganzes Leben wurde davon beeinflusst. Erst nach längerem Zögern bricht Pat ihr Schweigen und dadurch beginnt sie, ihr Leben auch tatsächlich zu leben.

Der Roman wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. In der Vergangenheit wird die Geschichte nicht nur aus Sicht der S.O.E-Agentin Emma erzählt, sondern auch von Gwens Großmutter Ilsabé, die Gwen besprochene Kassetten hinterlassen hat.
Die Frauenfiguren sind stark, Elisabeth Sandmann beschreibt aber auch Ihre Zweifel, Nöte und Probleme. Sie stilisiert diese nicht als Heldinnen, sondern schildert alltägliche, mutige Menschen, die auch negative Gedanken wie Eifersucht haben.
So richtig Fahrt nimmt das Buch erst nach ca. 100 Seiten auf. Den Anfang fand ich etwas langatmig und die Sätze zu verschachtelt.
Danach konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Ich fand die Geschichte von Emma sehr spannend geschildert und sehr gut sind auch das Alltagsleben und die Alltagsprobleme der Pariser recherchiert.

Wer eine rasante Handlung erwartet, könnte enttäuscht werden. Insgesamt jedoch ein bewegender Roman, der die außerordentliche Leistung von mutigen Frauen würdigt und zeigt, dass jeder etwas bewirken kann, soweit er sich entscheidet, überhaupt zu handeln. Manchmal auch nur im Kleinen, wie die vielen Helfer der Agentinnen.
Für mich ist es ein Buch, das zum Nachdenken anregt und ich kann es auf jeden Fall sehr empfehlen.

Veröffentlicht am 20.10.2025

Raus aus dem Overload

Freier Kopf statt Mental Load
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Das Buch „Freier Kopf statt Mental Load“ setzt sich mit einem Thema auseinander, das besonders in vielen Familien und Partnerschaften präsent ist: der unsichtbaren Organisationsarbeit, die immer noch überwiegend ...

Das Buch „Freier Kopf statt Mental Load“ setzt sich mit einem Thema auseinander, das besonders in vielen Familien und Partnerschaften präsent ist: der unsichtbaren Organisationsarbeit, die immer noch überwiegend an den Frauen hängt. Die Autorinnen erklären anschaulich, was Mental Load bedeutet: nämlich die ständige Verantwortung, an alles zu denken, Aufgaben zu planen und Abläufe am Laufen zu halten. Sie zeigen die negativen Auswirkungen, die diese Denkarbeit auf Körper und Geist haben kann und dass bzw. wann man sich Hilfe holen sollte.
Das Buch liefert in drei Schritten viele konkrete Strategien, um die mentale Belastung zu erkennen und Schritt für Schritt zu reduzieren. Im Vordergrund steht die faire Verteilung von Verantwortung, weg von reiner „Hilfe“ hin zu echter Mitverantwortung. Die Autorinnen machen Mut, offen über Bedürfnisse zu sprechen und eingefahrene Strukturen zu verändern.
Gut fand ich, dass verschiedene wissenschaftliche Theorien und Modelle erläutert werden und es auch an praktischen Tipps nicht fehlt.
Anschaulich werden die Ausführungen durch Grafiken und Fragen ergänzt, die man selbst für sich beantworten kann. Leider unterbrechen aber diese oft den Fließtext. Eine andere Platzierung hätte ich übersichtlicher gefunden.
Farbige Textpassagen bieten verblüffende und spannende Zusatzinformationen, der Schreibstil ist verständlich und gut zu lesen.
Das Buch ist ein hilfreicher Ratgeber für alle, die faire Aufgabenverteilung und mehr Leichtigkeit im Alltag anstreben. Der Fokus liegt eher auf Müttern. Mental Load betrifft aber auch andere Personen, die leider etwas zu kurz kamen.
Dennoch haben mich Aufbau und Inhalt des Buches sehr angesprochen und mir Impulse gegeben, manche Situationen neu zu bewerten und zu überdenken. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.

Veröffentlicht am 06.08.2025

Wunder im Verborgenen

Im Schatten von Giganten
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Mit Jasmin Schreiber tauchen wir in die Wunderwelt der Winzigkleinen ein, die häufig übersehen werden, die aber überlebenswichtig für uns Giganten sind.
Sie will uns den Blick öffnen für ökologische Zusammenhänge ...

Mit Jasmin Schreiber tauchen wir in die Wunderwelt der Winzigkleinen ein, die häufig übersehen werden, die aber überlebenswichtig für uns Giganten sind.
Sie will uns den Blick öffnen für ökologische Zusammenhänge und die wunderbare Welt vor unserer Tür, die viele Menschen gar nicht sehen. Das ist ihr auf jeden Fall gelungen.

Mit beeindruckenden Bildern - obgleich ich persönlich Selfies in einem Naturbuch nicht mag - zeigt sie uns die Schönheit der Natur. Bereits Cover und Titel haben dafür gesorgt, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Durch ihre saloppe Sprache liest sich das Buch auch für Laien verständlich und nicht belehrend, obwohl sie viel Wissen vermittelt. Gut finde ich, dass sie oft zusätzlich auch lateinische Namen verwendet.

Manche Fakten fasst sie noch gesondert in Kastenform zusammen, wie z. B. Informationen über Flechtenarten oder Arten von Totholz, wodurch sie einen schnellen Überblick verschafft. Zu einigen Dingen hätte ich mir noch mehr Informationen gewünscht.

Sie nimmt Lebensräume direkt vor unserer Haustüre genauer unter die Lupe, die man sofort erforschen kann: vom Moos über Baum und Blatt zu Blüten, Pfützen und Dung und zeigt, dass man nicht weit reisen muss, um Wunder der Natur zu finden.

Vermisst habe ich Literaturhinweise, die zu weitergehenden Informationen führen.

Ein tolles Buch, mit wunderschönen Bildern, was hoffentlich viele Menschen animiert, die Wunderwelt im Kleinen zu erforschen. Ich kann es jedem empfehlen.