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Veröffentlicht am 16.02.2026

Berührend, erschütternd, fesselnd - eine hervorragende Fortsetzung

Uns trägt die Hoffnung
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12 Jahre sind seit den Ereignissen um die Familie von Otto Kaiser und seine Schokoladenformenfabrik inzwischen vergangen. Endete der erste Band mit der (finanziellen) Rettung des Traditionsunternehmens ...

12 Jahre sind seit den Ereignissen um die Familie von Otto Kaiser und seine Schokoladenformenfabrik inzwischen vergangen. Endete der erste Band mit der (finanziellen) Rettung des Traditionsunternehmens und den Hochzeitsplanungen von Emma und Max, so findet man sich gleich zu Beginn des nun vorliegenden zweiten Bandes der Dresden Saga mitten im Inferno der Bombardierung von Dresden. Ich war tatsächlich überrascht, wie intensiv die Autorin diese Atmosphäre beschreibt. Die Gefühle von Frieda und Lotte während dieser Ereignisse sind von einer Intensität, der ich mich erschüttert haben.

Auch wenn der überwiegende Anteil des Romans eine Zeitspanne von rund 12 Monaten, beginnend ab Februar 1945, beschreibt, so werden die Auswirkungen der Naziherrschaft der vorhergehenden Jahre auf die Familie des ältesten Sohnes Karl mit seiner jüdischen Ehefrau Elisabeth und Tochter Eva, in einem weiteren Erzählstrang sehr eindringlich, vor allem aber auch in berührenden, bedrückenden Kleinigkeiten dargestellt. Und auch die unterschiedlichen familiären Einstellungen zu den politischen und gesellschaftlichen Ereignissen finden Berücksichtigung, die innerhalb der Familie Kaiser zu nachlassender Unterstützung, zu Spannungen, Ausgrenzungen und auch Trennungen führen.

Für mich allerdings der wichtigste Bestandteil dieses Romans ist die Bekanntschaft, Freundschaft und letztendlich auch Liebe zwischen dem russischen Offizier Alexei und Lotte. Eine ganz leichte, zarte Liebes- und Glaubensgeschichte. Geboren aus den drängenden persönlichen Fragen zum eigenen Verhalten und auch Versagen in den zurückliegenden Jahren und dem Wunsch, aufrichtig vergeben zu können. Dabei hat mich gerade Alexej ganz besonders berührt. Im Besitz eines kleinen Buches, das seinem gefallenen Freund sehr wichtig war, beschäftigt er sich ohne jegliche Vorkenntnisse neugierig und gespannt mit der Bibel. Er wird mit Aussagen und Ereignissen konfrontiert, die ihn bewegen, zum Nachdenken bringen, ihn verändern und ihn letztendlich auch vergeben lassen.
Ob und wie sich die zum größten Teil zerstörte Fabrik von Otto Kaiser weiter entwickelt, bleibt abzuwarten. Dank Lotte, ihrem technischen Interesse und ihrer Kreativität konnten bereits neue Produkte entwickelt werden, sodass Hoffnung auf einen Weiterbestand durchaus vorhanden ist.

Die Autorin vermittelt empathisch, leise und sanft und doch sehr eindringlich die lebenswichtige und lebensverändernde biblische Botschaft vom Kreuz, der man sich nicht entziehen kann. Dazu tragen vor allem auch wichtige kurze Bibelzitate bei, die entscheidende Gedankenimpulse auslösen.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Am Ende des Weges ein Neuanfang

Halt in der Brandung
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Die junge Emilie von Eichenstedt fiebert ihrem 21. Geburtstag entgegen, will ihr doch an diesem Tag Leopold von Eckstein die Frage aller Fragen stellen. Wenige Tage vor diesem für Emilie so wichtigen Tag ...

Die junge Emilie von Eichenstedt fiebert ihrem 21. Geburtstag entgegen, will ihr doch an diesem Tag Leopold von Eckstein die Frage aller Fragen stellen. Wenige Tage vor diesem für Emilie so wichtigen Tag versterben ihre Mutter und ihr Bruder bei einem Unfall. Dies ist nicht der einzige Verlust für Emilie, stellt sich doch heraus, dass Familiengut hoch verschuldet ist und als Erbe an einen Cousin fallen wird. Getrieben von dem Wunsch, das Gut, vor allem aber auch die erforderliche Mitgift zu retten, begibt sich Emilie im Sommer 1853 alleine auf die abenteuerliche Reise nach Kapstadt, um ihren dort lebenden Bruder zur Rückkehr und Annahme des Erbes zu bewegen.

In einem mitreißenden und gleichermaßen einfühlsamen Schreibstil lässt die Autorin nicht nur an der teilweise sehr gefährlichen Schiffsreise teilhaben, sondern auch an der persönlichen Entwicklung von Emilie. Die sich ihres gesellschaftlichen Standes sehr wohl bewusst ist und dies ihren Mitmenschen gegenüber teilweise auch sehr deutlich macht. Und gerade im Verlauf der Schiffsreise erkennt, erlebt und letztendlich auch praktiziert, was es bedeutet, auf sich alleine gestellt zu sein, Verantwortung für sich selbst und sein Leben zu übernehmen, und sich letztendlich alltägliche praktische Tätigkeiten anzueignen. Hinzu kommt leider auch ihre zunehmende Enttäuschung von Gott, da sie sich dem Gefühl hingibt, ihm nicht wichtig zu sein, von ihm verlassen zu sein, weil sie bisher so viele Schicksalsschläge erleben musste.

Ganz leicht und berührend lässt die Autorin sie Menschen begegnen die ihr in einfachen, leicht verständlichen Worten die Größe und Allmacht, das Wesen und die grenzenlose Liebe Gottes erklären. Mit diesem Wissen ändert sich Emilies innere Einstellung. Sie ist bereit, zu ihren Fehlern zu stehen und sich zu entschuldigen. Sie trauert ihrem vergangenen Lebensstil nicht nach, und da sie sich von Gott geliebt, geführt und beschützt weiß, schlägt sie am Ende der Reise einen ganz anderen Weg ein, als den zunächst geplanten.

Ein mitreißender Roman, der mich mitfühlen, miterleben lässt, wie eine junge, privilegierte Frau alles verliert, war ihr Sicherheit gab und die Existenz und Fürsorge Gottes in ihrem Leben erkennt, annimmt und ihren weiteren Lebensweg mit und nach ihm ausrichtet.

Für mich ein Roman, der meine ganz persönliche Auszeichnung „Balsam für die Seele“ erhält und ein großartiges Lesehighlight darstellt.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Versöhnung benötigt Zeit

Eine Versöhnung am Meer
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Mit diesem dritten Roman über die Summers-Schwestern von Sea View wurde mir endlich ein Herzenswunsch erfüllt: ich durfte nach den verhaltenen Andeutungen in den beiden vorhergehenden Romanen nun endlich ...

Mit diesem dritten Roman über die Summers-Schwestern von Sea View wurde mir endlich ein Herzenswunsch erfüllt: ich durfte nach den verhaltenen Andeutungen in den beiden vorhergehenden Romanen nun endlich auch die älteste der fünf Schwestern, Claire, kennenlernen. Sie hat nach einer folgenreichen Fehlentscheidung ihre Familie verlassen und glücklicherweise Unterkunft bei einer Tante, weit entfernt von ihrem Heimatort, gefunden. Doch der Kontakt zu Eltern und Schwestern wurde von dem inzwischen verstorbenen Vater strikt untersagt. Nach dem Tod der Tante eröffnet sich für Claire die Möglichkeit, sich mit ihren sehr begrenzten finanziellen Mitteln Teilhaberin in einer anderen Pension in Sea View zu werden. Ihre Ankunft und ihre Tätigkeit bleibt Schwestern und Mutter nicht verborgen, doch der Weg zu einer Versöhnung, ist nicht leicht und wird vor allem von der Mutter strikt abgelehnt.

Ein Roman, der mir sehr gut gefallen hat. Dabei habe ich mit großer Hoffnung die Bemühungen von Sarah, Emily, Viola und Georgiana beobachtet, eine Versöhnung herbeizuführen. Wobei mich Sarah noch einmal auf ganz besondere Weise angesprochen hat, da sie und Claire ein besonders enges schwesterliches Verhältnis verband und sie sich von Claire verraten und betrogen fühlt.

Für mich wirklich schwer zu ertragen war die fast gnadenlose Vermeidung jeglichen Kontakts zwischen Mutter und Tochter. Die sich zu meinem großen Unverständnis sogar bis in gemeinsame Gottesdienstbesuche erstreckte. Ich war wirklich sprach- und fassungslos, wie strikt die Mutter das Kontaktverbot ihres inzwischen verstorbenen Ehemannes befolgte. Aber auch die Begründung, dass ihr Verhalten lediglich dem gesellschaftlichen Schutz der Schwestern diente – heutzutage kaum zu glauben, aber für mich in der damaligen Zeit durchaus vorstellbar. Das gleiche trifft aber auch auf Claire zu, die ohne Widerspruch oder Gegenwehr, die ihr zugedachte gesellschaftliche Position annimmt bzw. akzeptiert.

Die von mir so sehnlichst erhoffte Versöhnung wurde Realität – und dies auf eine Weise, die mich wirklich zu Tränen gerührt hat. Beide, Claire und auch ihre Mutter, konnten sich von Ängsten und Zwängen befreien, Verzeihung aussprechen und auch annehmen. Dieser Abschnitt ist für mich der bewegendste des ganzen Romans.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Eine wunderschöne Adventskalendergeschichte

Der Wunschzetteldieb
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Die Zwillinge Anni und Tim haben viele Weihnachtswünsche, doch noch keinen einzigen zu Papier gebracht. In letzter Minute gelingt es ihnen endlich doch noch, doch bevor sie ihre Wunschzettel zur Post bringen ...

Die Zwillinge Anni und Tim haben viele Weihnachtswünsche, doch noch keinen einzigen zu Papier gebracht. In letzter Minute gelingt es ihnen endlich doch noch, doch bevor sie ihre Wunschzettel zur Post bringen können, sind sie verschwunden. Schnell stellt sich heraus, dass nicht nur die Wunschzettel von ihnen verschwunden sind, sondern dass auch die meisten ihrer Freunde das Gleiche erlebt haben. Anni und Tim gründen schnell die 2-Zwillings-Detektei, begeben sich auf Spurensuche und klären letztendlich auch die Diebstahlserie – Weihnachten ist gerettet.

In insgesamt 24 kurzen Kapiteln wird eine warmherzige und auch spannende Weihnachtsgeschichte erzählt. Die Texte werden begleitet von Bildern, die Inhalte der Texte noch einmal auf eine ganz besondere Weise hervorheben und veranschaulichen. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass mich ganz besonders die grafische Gestaltung der Seitenzahl angesprochen hat. Sie ist in einem Schneeball versteckt und mit unterschiedlichen teilweise amüsanten winterlichen Aspekten wie einem Handschuh oder Vogelbeinen, die aus dem Schneeball ragen, ergänzt worden.

Als Einstieg in die folgende Geschichte werden die Zwillingsgeschwister Anni und Tim zunächst einmal kurz vorgestellt, verbunden mit einer bildlichen Darstellung. Eine Identifizierung mit den beiden gelingt schnell und leicht und es macht großen Spaß, sie durch ihr aufregendes Weihnachtsabenteuer zu begleiten.

Sie sind mutig, aber auch fürsorglich, achten aufeinander, ergänzen sich mit ihren unterschiedlichen Charaktereigenschaften, die sehr gut und verständlich dargestellt werden, hervorragend. Ihr Verhalten, ob gegenüber den Eltern, den Freunden oder auch gegenüber dem Dieb und später dann auch dem Weihnachtsmann ist respektvoll und wertschätzend und überzeugt.

Der Schreibstil ist angenehm leicht. Kindgerecht, eignet sich natürlich zum Vorlesen, aber auch zum Selberlesen.

Mir hat nicht nur die Geschichte und die darin enthaltenen und vermittelten Wertevorstellungen sehr gut gefallen, sondern auch die grafische Gestaltung, hier ganz besonders die wunderschöne und treffenden Illustrationen. Und – für mich ebenfalls sehr wichtig – die individuelle Vorstellung der beiden Kinder.

Dieses vorweihnachtliche Adventskalenderbuch empfehle ich sehr gerne weiter

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Veröffentlicht am 10.12.2025

Eine neue Heimat für eine kleine Maus

Das Haus mit der kleinen roten Tür
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Das Cover dieses zauberhaften kleinen Buches für Kinder ab 4 Jahren, so die Altersempfehlung, unterstreicht auf eindrucksvolle, vor allem aber auch verständliche Weise den Titel: ein recht großes Haus ...

Das Cover dieses zauberhaften kleinen Buches für Kinder ab 4 Jahren, so die Altersempfehlung, unterstreicht auf eindrucksvolle, vor allem aber auch verständliche Weise den Titel: ein recht großes Haus mit ausreichend Platz, dessen Haustüre leuchtend rot leuchtet.

Gespannt war ich auf die Geschichte, die sich quasi hinter dieser Türe verbirgt und war bereits von den ersten Seiten an wie verzaubert.

Eine kleine Maus, die mutterseelenallein in diesem Haus mit der kleinen roten Tür lebt verliert durch die Auswirkungen eines heftigen Schneesturms ihr gewohntes Zuhause. Gut, dass Olivia, ein kleines Mädchen mit einem großen Herzen, versucht zu helfen, doch alle angebotenen neuen Wohnmöglichkeiten bieten der kleinen Maus nicht das Gefühl von Heimat, von Geborgenheit, das sie in ihrem ehemaligen Domizil empfunden hat. Erst als Olivia ihr Unterkunft in ihrem Zuhause anbietet, fühlt sich die kleine Maus endlich angekommen, endlich wohl.

Eine sehr schöne Geschichte, der bereits kleine Kinder sehr gut folgen können. Aber es ist nicht nur der Inhalt, der die Kinder in ihren Bann ziehen wird, es ist auch die gesamte Aufmachung des Buches. Die zunächst angebotenen Wohnmöglichkeiten haben mir immer wieder ein Schmunzeln entlockt und ich habe wirklich über die kindgerechten kreativen Ideen gestaunt.

Hinzu kommt, und dies immer ein besonderes Highlight, die Möglichkeit, kleine Pappklappen zu öffnen und einen direkten Blick in die angebotene Unterkunft, wie z.B. eine Teekanne, zu werfen. Ein zusätzliches Angebot, die Geschichte beim Vorlesen oder Betrachten mit weiteren Fragen und Hinweisen zu verbinden.

Ich bin wirklich begeistert und habe mich gefreut, dieses Kinderbuch entdeckt zu haben.

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