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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2026

Ruhiger Wohlfühlroman

Mathilde und Marie
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Mathilde und Marie ist ein leiser, warmherziger Wohlfühlroman, der lange nachhallt. Mit viel Feingefühl erzählt der Autor eine Geschichte über Nähe, Freundschaft und die kleinen, oft übersehenen Momente ...

Mathilde und Marie ist ein leiser, warmherziger Wohlfühlroman, der lange nachhallt. Mit viel Feingefühl erzählt der Autor eine Geschichte über Nähe, Freundschaft und die kleinen, oft übersehenen Momente des Lebens. Ohne große Dramatik, dafür mit umso mehr Herzenswärme, entfaltet sich eine ruhige Handlung, die zum Innehalten und Durchatmen einlädt.
Besonders gelungen ist die Zeichnung der Figuren: Mathilde und Marie wirken authentisch, verletzlich und liebenswert. Ihre Begegnungen und Gespräche sind von einer stillen Tiefe geprägt, die berührt, ohne sich aufzudrängen.
Die Sprache ist klar, sanft und atmosphärisch. Sie schafft eine behagliche Stimmung, in der man sich sofort zuhause fühlt.
Mathilde und Marie ist kein Buch für schnelle Spannung, sondern für ruhige Lesestunden auf dem Sofa, mit einer Tasse Tee und dem Wunsch nach etwas Seelentröstendem.
Ein wunderbarer Roman für alle, die leise Geschichten lieben und sich nach einem Buch sehnen, das das Herz wärmt.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Emotional, düster, lesenswert

To Cage a Wild Bird
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Ich habe schon länger keinen dystopischen Romantasy-Roman mehr gelesen und To Cage a Wild Bird hat mich positiv überrascht. Schon das atmosphärische Cover und der verheißungsvolle Titel lassen eine packende, ...

Ich habe schon länger keinen dystopischen Romantasy-Roman mehr gelesen und To Cage a Wild Bird hat mich positiv überrascht. Schon das atmosphärische Cover und der verheißungsvolle Titel lassen eine packende, leicht düstere Geschichte erwarten und genau das habe ich bekommen. Der Prolog zieht einen direkt in die Handlung hinein, und die Perspektive der Protagonistin wirkt von Beginn an intensiv und bildhaft, sodass man mühelos in die Welt und ihre Konflikte eintaucht.

Besonders gut hat mir gefallen, wie viel emotionales Gewicht die Geschichte trägt. Die Figuren wirken vielschichtig, verletzlich und zugleich willensstark, und einige ihrer Entscheidungen haben mich wirklich mitgerissen. Auch die Dynamik zwischen den Charakteren ist überzeugend, und über weite Strecken hatte ich großen Spaß beim Lesen.

Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Hintergrundinformationen zur Welt gewünscht. Einige Aspekte des Settings bleiben eher angedeutet, obwohl sie gerade für das Verständnis der gesellschaftlichen Strukturen und Konflikte spannend gewesen wären. Ein wenig mehr Tiefe im Worldbuilding hätte der Geschichte zusätzliche Kraft gegeben.

Auch die Liebesszenen haben für mich nicht immer ganz organisch gewirkt. Sie fühlten sich teilweise so an, als müssten sie noch schnell ihren Platz in der Handlung finden, statt sich natürlich aus der Situation heraus zu entwickeln. Das hat meinen Lesefluss aber nur minimal gestört. Insgesamt mochte ich die romantische Spannung dennoch und habe die Momente zwischen den Figuren gerne verfolgt.

Mein Fazit: To Cage a Wild Bird ist eine fesselnde und emotional starke Dystopie mit romantischen Elementen, die trotz kleiner Schwächen sehr unterhaltsam ist. Fans von düsteren Setting-Tropes, moralischen Grauzonen und intensiven Figurenbeziehungen werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen. Ich freue mich auf mehr aus dieser Welt und hoffe, dass künftige Bände noch etwas tiefer in ihre Hintergründe eintauchen.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Emotional, düster, lesenswert

To Cage a Wild Bird
0

Ich habe schon länger keinen dystopischen Romantasy-Roman mehr gelesen und To Cage a Wild Bird hat mich positiv überrascht. Schon das atmosphärische Cover und der verheißungsvolle Titel lassen eine packende, ...

Ich habe schon länger keinen dystopischen Romantasy-Roman mehr gelesen und To Cage a Wild Bird hat mich positiv überrascht. Schon das atmosphärische Cover und der verheißungsvolle Titel lassen eine packende, leicht düstere Geschichte erwarten und genau das habe ich bekommen. Der Prolog zieht einen direkt in die Handlung hinein, und die Perspektive der Protagonistin wirkt von Beginn an intensiv und bildhaft, sodass man mühelos in die Welt und ihre Konflikte eintaucht.

Besonders gut hat mir gefallen, wie viel emotionales Gewicht die Geschichte trägt. Die Figuren wirken vielschichtig, verletzlich und zugleich willensstark, und einige ihrer Entscheidungen haben mich wirklich mitgerissen. Auch die Dynamik zwischen den Charakteren ist überzeugend, und über weite Strecken hatte ich großen Spaß beim Lesen.

Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Hintergrundinformationen zur Welt gewünscht. Einige Aspekte des Settings bleiben eher angedeutet, obwohl sie gerade für das Verständnis der gesellschaftlichen Strukturen und Konflikte spannend gewesen wären. Ein wenig mehr Tiefe im Worldbuilding hätte der Geschichte zusätzliche Kraft gegeben.

Auch die Liebesszenen haben für mich nicht immer ganz organisch gewirkt. Sie fühlten sich teilweise so an, als müssten sie noch schnell ihren Platz in der Handlung finden, statt sich natürlich aus der Situation heraus zu entwickeln. Das hat meinen Lesefluss aber nur minimal gestört. Insgesamt mochte ich die romantische Spannung dennoch und habe die Momente zwischen den Figuren gerne verfolgt.

Mein Fazit: To Cage a Wild Bird ist eine fesselnde und emotional starke Dystopie mit romantischen Elementen, die trotz kleiner Schwächen sehr unterhaltsam ist. Fans von düsteren Setting-Tropes, moralischen Grauzonen und intensiven Figurenbeziehungen werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen. Ich freue mich auf mehr aus dieser Welt und hoffe, dass künftige Bände noch etwas tiefer in ihre Hintergründe eintauchen.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Fiktion trifft Geschichte

Grand Hotel Avalon
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Der Roman Grand Hotel Avalon spielt im Jahr 1942 in den USA und verbindet eine fiktive Geschichte mit realen historischen Ereignissen. Im Mittelpunkt steht June Porter Hudson, die das abgelegene Luxushotel ...

Der Roman Grand Hotel Avalon spielt im Jahr 1942 in den USA und verbindet eine fiktive Geschichte mit realen historischen Ereignissen. Im Mittelpunkt steht June Porter Hudson, die das abgelegene Luxushotel Avalon leitet. Mit großer Sorgfalt führt sie das Haus, kennt die Vorlieben ihrer Gäste und sorgt für einen reibungslosen Ablauf mit einem loyalen Team. Doch nach dem Angriff auf Pearl Harbor wird das Hotel von der US-Regierung beschlagnahmt – es sollen rund 300 Diplomaten der Achsenmächte untergebracht werden. Das verändert alles.

Maggie Stiefvater schreibt in einem bildhaften und atmosphärischen Stil. Die Sprache ist flüssig, aber nicht immer leicht zugänglich – vieles bleibt unausgesprochen und zwischen den Zeilen angedeutet. Das erfordert ein aufmerksames und genaues Lesen. Wer dazu bereit ist, wird mit einer vielschichtigen und spannenden Geschichte belohnt.

Besonders gelungen ist die Einbindung historischer Bezüge. Man merkt, dass gut recherchiert wurde. Gleichzeitig bleibt die Handlung in Teilen geheimnisvoll – etwa im Hinblick auf das Heilwasser des Hotels.

Insgesamt ist Grand Hotel Avalon ein lesenswerter Roman, der zum Nachdenken anregt und durch seine Atmosphäre sowie die ungewöhnliche Thematik überzeugt. Kein Buch zum schnellen Durchlesen, sondern eines, das Aufmerksamkeit verlangt.

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