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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2025

Kampf um Liebe und Gerechtigkeit

Stronger than the Sea
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Nachdem ihre Familie zerbrochen ist, kämpft die angehende Psychologin Louisa darum, sich und ihren kleinen Bruder Elliot zu versorgen. Da beantragen ohne Vorwarnung ihre Großeltern das Sorgerecht für Elliot. ...

Nachdem ihre Familie zerbrochen ist, kämpft die angehende Psychologin Louisa darum, sich und ihren kleinen Bruder Elliot zu versorgen. Da beantragen ohne Vorwarnung ihre Großeltern das Sorgerecht für Elliot. Der Junge wird zu ihnen auf die Insel Kodiak beordert. Louisa setzt alles daran, die Vormundschaft zu behalten, doch ihre eigene Mutter stellt sich gegen sie. Ausgerechnet die Frau, die sie damals im Stich gelassen hat.
Mithilfe des charismatischen und attraktiven Rettungsschwimmers Patrick gelingt es Louisa, einen Job als Psychologin und eine Wohnung zu finden. Doch Patrick hat selbst schwerwiegende Probleme und verfolgt ganz eigene Ziele. Louisa soll als seine Psychologin dafür sorgen, dass er die begehrte Chief-Stelle bei der Coast Guard ergattert. Doch dann kommt alles anders und die beiden verlieben sich verbotenerweise ineinander …

Eine Geschichte, die von überbordenden Gefühlen handelt, von Einsamkeit und innerer Stärke. Von den mächtigen Banden, die Familien miteinander verknüpfen, sowohl auf positive als auch auf negative Weise.

„Stronger than the sea“ habe ich regelrecht verschlungen. Die Story wird von Louisa und Patrick in der jeweiligen Ich-Perspektive erzählt. Somit ist man als Leser mitten im Geschehen und kann jeden Gedankengang, jede Handlung hautnah mitverfolgen.

Louisa und Patrick sind beide absolute Sympathieträger, die im Laufe des Romans eine deutliche Entwicklung durchmachen. Ihre Charaktere sind liebevoll und authentisch ausgestaltet. Ich habe mit beiden gelitten und gebangt. Die wachsende Zuneigung wird von der Autorin nachvollziehbar und unterhaltsam erzählt.
Anna Augustin hat einen tollen Schreibstil, der mich abholen und mitreißen konnte. Handlung und Kulisse sind mir in der Form noch nicht begegnet, was mir sehr gefallen hat. Für mich war die richtige Portion Spannung und Drama dabei. Ich hoffe, die Autorin wird noch viele weitere Romane schreiben. Ihr Debüt „Defying Gravity“ habe ich mir schon gekauft.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Slow Burn Romance zwischen Recht und Verrat

In Case We Trust
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Gracie hat einen sehnlichen Wunsch: Anwältin zu werden. Aber nicht, indem ihr Vater - der selbst eine renommierte Kanzlei sein Eigen nennt - sie unter ihre Fittiche nimmt, sondern aus eigener Kraft. Ihre ...

Gracie hat einen sehnlichen Wunsch: Anwältin zu werden. Aber nicht, indem ihr Vater - der selbst eine renommierte Kanzlei sein Eigen nennt - sie unter ihre Fittiche nimmt, sondern aus eigener Kraft. Ihre Freude darüber, von Gold, Bright & Partners - der größten Konkurrenz ihres Vaters - eingestellt zu werden, ist riesig. Wäre da nicht dieser einsilbige, mürrische Ira, mit dem sie sich ein Büro teilen muss. Allerdings fühlt sie sich in seiner Gegend weniger chaotisch, denn Gracie trägt einiges an emotionalem Ballast mit sich herum. Und ein explosives Geheimnis, das sie alles kosten könnte, wofür sie gearbeitet hat. Iras ruhige Art und nicht zuletzt sein gutes Aussehen, nehmen sie immer mehr für ihn ein. Doch nachdem Gracie sich ihm anvertraut, macht ein böses Gerücht die Runde … Wer ist Verräter, wer Freund und wer Feind?

„In case we trust“ ist ein berührender Roman über Vertrauen, Liebe und Freundschaft. Langsam und zart entwickelt sich zwischen den Protagonisten Ira und Gracie - beide erzählen kapitelweise in Ich-Form - eine fragile Liebesbeziehung. Die Geschichte ist sanft, eher leise, nimmt sich Zeit, um langsam zu reifen.

Tess Tjagvad konnte mich mit ihrem blumigen Schreibstil sehr gut unterhalten. Die Charaktere hat sie mit authentischen Tiefen, realistischen Stärken und Schwächen ausgestattet. Die Handlung profitiert von berührenden Emotionen, statt rasanter Action. Manches ist vielleicht sogar vorhersehbar, doch die Autorin zeichnet so liebevoll eine bildhafte und erkennbare Entwicklung ihrer Figuren, dass ich große Freude an der Geschichte hatte. Ich finde, der Roman ist ein gelungener Auftakt und macht neugierig auf Band 2.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Kleine Stadt - Große Emotionen

Weil ich an dich glaube – Great and Precious Things
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Nach Jahren der Abwesenheit, kehrt der gefeierte Kriegsheld Camden Daniels auf Bitte seines an Alzheimer erkrankten Vaters nach Alba zurück. Er ist gekommen, um zu bleiben, doch die Bewohner des verschlafenen ...

Nach Jahren der Abwesenheit, kehrt der gefeierte Kriegsheld Camden Daniels auf Bitte seines an Alzheimer erkrankten Vaters nach Alba zurück. Er ist gekommen, um zu bleiben, doch die Bewohner des verschlafenen Nests haben die Frechheiten und Verfehlungen des jugendlichen Camden nicht vergessen und reagieren alles andere als erfreut über dessen Rückkehr.
Einzig seine Kindheitsfreundin Willow lässt den Zorn auf Camden schnell hinter sich und erkennt, wie wichtig er ihr stets war. Doch sie hat sich damals für Camdens jüngeren, mittlerweile aber verstorbenen Bruder entschieden - Für dessen Tod sich Camden verantwortlich fühlt. Die aufkeimende Zärtlichkeit scheint verboten und von Schuld belastet. Zudem ist Camdens Vater aufgrund seiner Krankheit nicht so begeistert seinen Sohn zu sehen, wie erwartet. Kann Camden die Herzen der Einwohner von Alba zurückgewinnen und die düstere Vergangenheit hinter sich lassen?

Rebecca Yarrows‘ „Weil ich an dich glaube“ ist eine sanfte Geschichte, langsam und zart wie ein sich entfaltendes Blütenblatt. Schwere Themen wie Schuld, Krankheit und Tod finden hier ihren Platz, genauso wie Liebe, Loyalität und Vergebung. Die Frage nach Gerechtigkeit, nach Würde und Menschlichkeit.
Ich habe den Roman als Hörbuch genossen, wunderbar gelesen in der jeweiligen Ich-Perspektive von Lisa Cardinale als Willow und Martin Krah als Camden.

Wer sich Spannung und Action von der Geschichte erhofft, wird unweigerlich enttäuscht. Auch überraschende Twists sind Mangelware. Was nicht negativ ist. Der angenehme, eingängige Schreibstil der Autorin trägt den Leser durch die Handlung, die eine entschleunigende Wirkung besitzt. Wer sich für die Langsamkeit der Story öffnen kann, wird zum Nachdenken angeregt und darf die Schönheit der charakterlichen Entwicklung genießen. Ein Slow Burn - Roman mit Tiefgang, voller Hoffnung und Glück, das sich aus einer zweiten Chance ergeben kann.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Hot and spicy 🌶️

Forever Never
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Überraschend taucht die temperamentvolle Remi Ford auf ihrer kleinen, beschaulichen Heimatinsel Mackinack Island auf. Schon immer ist sie für ihre Wildheit und das Talent bekannt, sich in Schwierigkeiten ...

Überraschend taucht die temperamentvolle Remi Ford auf ihrer kleinen, beschaulichen Heimatinsel Mackinack Island auf. Schon immer ist sie für ihre Wildheit und das Talent bekannt, sich in Schwierigkeiten zu bringen. Eine Tatsache, die vor allem dem örtlichen Polizisten Brick Callan geläufig ist, der sich schon früher für Remi verantwortlich gefühlt hat. Sofort ist ihm klar, ihre Rückkehr ist kein Zufall. Die schöne Rothaarige hat ganz klar Ärger im Gepäck und er wird sich darum kümmern. Leider bedeutet das auch, dass er ihr verboten nahekommen muss. Dabei haben die beiden eine Vergangenheit und die ist nicht unbedingt rosig. Brick setzt alles daran, Remis Geheimnis zu lüften, doch nicht nur er droht dabei sein Herz zu verlieren …

Ich bin ein Fan von Lucy Scores romantischen und leidenschaftlichen Romanen. Ihr Schreibstil ist authentisch, sehr direkt und einfach mitreißend. Zwar dauert es eine Weile bis in „Forever Never“ so richtig die Funken fliegen, aber das Warten ist es definitiv wert.

Die Autorin schreibt im personalen Erzählstil, sowohl aus Remis als auch aus Bricks Sicht. Beide Charaktere haben es in sich, sind liebevoll ausgestaltet und sympathisch. Ich habe es geliebt, wie sie sich immer näher kamen, wie dabei die Fetzen flogen - und natürlich die Klamotten. Lucy Score geht schonungslos ins Detail und berauscht den Leser durch klare, spicy Worte. Die leidenschaftlichen Szenen sind zahlreich und absolut sexy. Gemischt mit Spannung, bewegenden Themen und gut verträglichem Soft-Thrill, wird aus der Story ein emotionales Abenteuer.

Zudem verfügt Lucy Score über das unvergleichliche Talent, in ihren Büchern eine liebevolle, familiäre Atmosphäre zwischen den Figuren zu schaffen. Trotz Streit und Problemen herrscht so viel spürbare Wärme und Zuneigung, dass dem Leser zwangsläufig das Herz aufgeht. Ich hatte viel Spaß mit „Forever never“ und war traurig, als es vorbei war. Bitte mehr, Lucy Score!

Veröffentlicht am 12.12.2025

Gefährliche Liebe

Riskante Begierde
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Als die Bewährungshelferin Jess und der Mafia-Kronprinz Trace aufeinandertreffen, fliegen die Funken. Jess steht auf der Seite des Gesetzes, Trace auf der von Gesetzlosen, doch die Anziehungskraft ist ...

Als die Bewährungshelferin Jess und der Mafia-Kronprinz Trace aufeinandertreffen, fliegen die Funken. Jess steht auf der Seite des Gesetzes, Trace auf der von Gesetzlosen, doch die Anziehungskraft ist überwältigend. Entgegen aller Vernunft beginnen sie sich zu treffen, doch schon bald ist ihr beider Leben in Gefahr. Geheimnisse kommen ans Licht. Freunde und Familien sind unwiderruflich miteinander verstrickt. Zwischen Chaos, Schmerz und Tod halten Jess und Trace an ihren Gefühlen füreinander fest und kämpfen darum, einander nicht zu verlieren …

Ich brauchte anfangs eine Weile, um mich sowohl in die Geschichte als auch in Tijans Schreibstil hineinzufinden. Sie verwendet eine sehr einfache, fast schon platte Sprache, die aber gerade durch das düstere Setting und die gefährlichen, zwielichtigen Charaktere einen passenden Rahmen für die Story bildet.
Je länger ich las, desto mehr zog mich die Handlung in den Bann. Wer ist Freund, wer Feind? Hinter jeder Ecke lauert die Gefahr. Schonungslos lässt Tijan ihre Figuren gegeneinander Krieg führen, verletzt und quält sie.

Ich hätte mir gerade am Anfang mehr Gefühl gewünscht, mehr Sinn und Erklärung hinter der entbrennenden Leidenschaft zwischen Jess und Trace. Auf den ersten Seiten kam mir diese plötzliche Besessenheit zu gewollt vor. Ich fragte mich, wieso eigentlich? Die beiden kennen sich doch gar nicht. Es fehlte die Substanz. Glücklicherweise nimmt diese im Verlauf immer mehr Gestalt an und irgendwann fing ich richtig Feuer. Ab da hätte ich mir mehr spicy Szenen und prickelnde Momente zwischen Jess und Trace gewünscht, die Ihre Leidenschaft füreinander noch greifbarer gemacht hätten. Die Spannung hat das aber gut ausgeglichen.

Zum Ende verdichtet sich die Handlung, allerdings blieb Trace für mich eine recht blasse Figur. Er und Jess erzählen die Geschichte zwar aus der jeweiligen Ich-Perspektive, aber so richtig schlau wurde ich aus ihm nicht. Jess hingegen ist eine recht klare, starke Persönlichkeit, tough, aber auch verletzlich. Ich war gespannt auf ihre charakterliche Entwicklung, die aber auch hätte greifbarer sein können.

Band eins endet sehr abrupt, eben war ich noch mitten in der Handlung, zack, ist sie auch schon vorbei. Das macht neugierig auf den zweiten Teil, der allerdings die Geschichte zweier Nebendarsteller aus Band eins erzählt. Ich hätte gerne noch Jess und Trace weiterverfolgt.