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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2025

Große Gefühle und erschüttertes Vertrauen

Teach me how to fly
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Ivy hat alles, was sich eine Jugendliche nur wünschen kann: Reiche Eltern, die sie lieben, einen Haufen Freundinnen, Parties, Unbeschwertheit und natürlich den perfekten Freund. Bis sie von einem Tag zum ...

Ivy hat alles, was sich eine Jugendliche nur wünschen kann: Reiche Eltern, die sie lieben, einen Haufen Freundinnen, Parties, Unbeschwertheit und natürlich den perfekten Freund. Bis sie von einem Tag zum anderen von schweren Panikattacken heimgesucht wird. Ihre Welt schrumpft auf die Größe eines Stecknadelkopfes zusammen, denn das elterliche Anwesen zu verlassen, scheint plötzlich unmöglich. Schon bald ist Ivy ganz allein und hadert mit ihrem Schicksal. Da erinnert sie sich an ihren Brieffreund aus der Kindheit: Jake. Sie schreibt ihm einen folgenschweren Brief. Jake seinerseits hat das Leben auf andere Weise übel mitgespielt und plötzlich scheint Ivy die einzige Rettung aus der Misere. Doch dazu muss er sie benutzen und hintergehen …

Clara Blais‘ „Teach me how to fly“ hat mich nicht nur mitgerissen, sondern auch tief berührt. Ihr authentischer, packender Schreibstil trug mich durch die Geschichte, ebenso wie die liebevoll ausgestalten Figuren. In Jake muss man sich einfach verlieben und in Ivy konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Die wachsende Zuneigung und Charakterentwicklung der beiden hat den Roman absolut lesenswert gemacht.

Die Handlung ist spannend, emotional und überrascht mit tollen Wendungen. Ich konnte das Buch kaum weglegen und habe mit Herzklopfen darauf gehofft, dass es für Ivy und Jake ein Happy End geben wird. Für mich eine rundum gelungene Geschichte, die mich wunderbar unterhalten hat. Bitte mehr davon, liebe Frau Blais!

Veröffentlicht am 12.12.2025

Spannende Familien-Saga mit wahrem Hintergrund

In Liebe, deine Lina (Mühlbach-Saga 1)
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Lina und Albert. Ein Traumpaar wie es im Buche steht. Schon als Kinder im idyllischen Pfälzer Dorf Mühlbach gemeinsam aufgewachsen und eng befreundet, ist für die beiden klar: Sie werden einmal heiraten ...

Lina und Albert. Ein Traumpaar wie es im Buche steht. Schon als Kinder im idyllischen Pfälzer Dorf Mühlbach gemeinsam aufgewachsen und eng befreundet, ist für die beiden klar: Sie werden einmal heiraten und glücklich sein bis ans Ende aller Tage.

Aber es kommt anders.

Lina wird schwanger, unverheiratet und das 1897! Ein Skandal. Die Dorfgemeinschaft munkelt, wendet sich ab. Der Vater des Kindes steht nicht zu der jungen Frau. Ein Spießrutenlauf beginnt. Doch einen gibt es noch, der Lina etwas bedeutet …



Am meisten beeindruckt hat mich an Barbara Leciejewskis Roman „In Liebe, deine Lina“ die wahre Geschichte, welche die spannende Kulisse bietet. Die Autorin arbeitet ihre eigene Familiengeschichte auf und hat eine stimmige und bewegende Handlung, gewürzt mit fiktiven Charakteren und Ereignissen ausgearbeitet. Ich bin ein großer Fan ihres Schreibstils und der bildhaften Beschreibung von Orten und Personen.



Lina ist eine sympathische junge Frau, wild und ungestüm und wunderschön. Sich von ihrer Lebenslust nicht mitreißen zu lassen, ist schier unmöglich. Ich habe schon früh geahnt, was ihr blüht und ihrem Schicksal entgegengefiebert.

So vieles, was für uns heute alltäglich und kaum der Rede wert ist, war es damals ganz und gar nicht. Geschickt hat Barbara Leciejewski die um die Jahrhundertwende brandheißen Themen in ihre Geschichte aufgenommen und zu einem authentischen Konstrukt zusammengefügt. Der Roman enthält viele interessante Informationen und spannende Fakten, ist lebhaft und packend geschrieben. Mich hat die Lektüre bestens unterhalten und ich freue mich schon auf den 2. Band „Für immer, dein August“, den ich ebenfalls lesen werde.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Wo die Liebe hinfällt …

If You Fall
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Maggie wird von ihrem Mann Miles Knall auf Fall verlassen und steht plötzlich mit zwei kleinen Töchtern und ihrer alternden Tante allein da. Mutig stemmt sie den Alltag, macht das beste aus ihrer Situation. ...

Maggie wird von ihrem Mann Miles Knall auf Fall verlassen und steht plötzlich mit zwei kleinen Töchtern und ihrer alternden Tante allein da. Mutig stemmt sie den Alltag, macht das beste aus ihrer Situation. Doch dann taucht auf ihrem Grundstück ein verletzter Mafioso auf, der ihre Hilfe erpresst. Wider besseren Wissens nimmt sie John bei sich auf. Doch dieser Mann ist so ganz anders, als sie sich ein Mitglied des Kartells vorgestellt hat. Und dazu noch unverschämt attraktiv. Dass er sowohl von der Mafia als auch von der Polizei gesucht wird, macht die Situation nicht einfacher. Und dann steht auch noch Miles vor der Tür …

„If you fall“ stammt aus der Feder von Autorin Any Cherubim und ist der erste Teil einer Dilogie. Das Hörbuch wird von Dominic Kolb und Sonja Ortwein-Kubocz gesprochen. Beide haben eine angenehme Stimme. Sie schlüpfen in die Ich-Perspektive der beiden Protagonisten und vermitteln dem Hörer die Geschichte mitreißend und authentisch. Ich hatte viel Freude bei ihrer Darbietung und fand beide Charaktere absolut sympathisch.

„If you fall“ wartet mit Humor, Spannung und prickelnder Erotik auf. Für mich war das die richtige Dosis Drama und Leidenschaft. In der Geschichte geht es vor allem um die erwachende Zuneigung zwischen John und Maggie, die Mafia spielt im Grunde nur eine hintergründige Rolle. Für mich hat das gut gepasst. Ich höre bereits Teil 2, weil ich unbedingt wissen möchte, wie es mit den beiden weitergeht. Ich mag Any Cherubims Schreibstil und die Hörbuch-Umsetzung ist meiner Meinung nach toll gelungen.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Macht Wahrheit wirklich frei?

Honesty. Was die Wahrheit verbirgt
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Nachdem Franzi Kopkas Dilogie „Gameshow“ zu einem meiner Jahreshighlights 2023 aufstieg, war ich mega gespannt auf den Trilogie-Auftakt der „Honesty“-Dystopie. Die Autorin hat einen unvergleichlich tollen ...

Nachdem Franzi Kopkas Dilogie „Gameshow“ zu einem meiner Jahreshighlights 2023 aufstieg, war ich mega gespannt auf den Trilogie-Auftakt der „Honesty“-Dystopie. Die Autorin hat einen unvergleichlich tollen Schreibstil, der mich auch hier wieder mitriss.

Sie entführt uns in das Jahr 2306, einer auf den ersten Blick glorreichen Zukunft. Denn die Welt scheint friedlich und harmonisch. Alle übriggebliebene Menschen leben in sogenannten „Ringen“, welche gleichbedeutend mit ihrem gesellschaftlichen Rang sind.
Die junge Maeander lebt mit ihrer Familie im eher ärmlichen Ring 5. Gesteuert wird das Zusammenleben von einer zentralen KI, die jede Handlung, jedes Gespräch und jeden Gesichtsausdruck scannt. Mithilfe einer speziellen Substanz sind alle Menschen dazu gezwungen, stets die Wahrheit zu sagen. Wer sich von seinen Gefühlen beherrschen lässt, gilt als potenzielle Gefahr und verschwindet nicht selten auf mysteriöse Weise.
Die impulsive Maeander ist ständig auf der Hut, bis sie erfährt, dass es eine ganze Bewegung gibt, die aus dem Untergrund gegen den schönen Schein und die Zwänge der neuen Welt rebelliert. Schneller als Maeander liebt ist, gerät sie zwischen die Fronten. Ein Überlebenskampf entbrennt.

Zumindest in Band 1 dreht sich die Geschichte vorrangig um Maes Zurechtkommen in einer scheinbar glücklichen Welt. Es passiert gar nicht so viel, aber durch die interessante Darstellung habe ich mich stets super unterhalten gefühlt. Auch wenn ich mich zugegebenermaßen erst in die Geschichte hineinfinden musste. Ganz im Stil der futuristischen Story verwendet Kopka eine weitgehend geschlechtsneutrale Sprache. Ich bin ehrlich gesagt kein Fan davon, aber es passt in die Geschichte. Glücklicherweise war mir Maeander auch sofort sympathisch. Manchmal fehlt mir die Emotion in Kopkas Beschreibungen, aber ihre Texte sind dennoch stets rund und fließend. Toll finde ich, dass die Autorin sich mit diesem Roman einen langgehegten Traum erfüllt, da sie die Geschichte schon seit vielen Jahren in der Schublade liegen hatte.

Natürlich endet alles in einem krassen Cliffhanger, der Lust auf Band 2 macht. Ich glaube, indem ich sage, dass ich ihn bereits vorbestellt habe, wird klar, dass mich auch „Honesty“ überzeugen konnte. Ein gelungener Auftakt.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Lasst Blumen sprechen

Hyazinthenschwestern
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Alba Sonntag lebt mit ihren vier zerstrittenen Schwestern auf dem wunderschönen Gut Boxhagen bei Berlin. Es ist 1848 und die jungen Frauen leben von dem Anbau bunter Hyazinthen. Vor allem Alba liebt die ...

Alba Sonntag lebt mit ihren vier zerstrittenen Schwestern auf dem wunderschönen Gut Boxhagen bei Berlin. Es ist 1848 und die jungen Frauen leben von dem Anbau bunter Hyazinthen. Vor allem Alba liebt die Arbeit mit Pflanzen und ist ebenso wie ihre Schwestern in der Sprache der Blumen bewandert.
Eines Tages taucht ein Fremder auf einem ihrer Felder auf und behauptet der neue Gärtner zu sein. Attraktiv und charmant wie Kasimir ist, freundet sich Alba mit dem jungen Mann an.
Währenddessen rebellieren im nahegelegenen Berlin die Bürger gegen den König. Die Lage spitzt sich immer mehr zu und schon bald wird auch Alba von der politischen Lage angezogen. Sie lernt Kasimir von einer ganz anderen Seite kennen und lieben.
Durch die aufrüttelnden Ereignisse kommen die Lügen und Wahrheiten der Vergangenheit ans Licht. Die Sonntag-Schwestern erhalten eine letzte Chance, ihre Beziehung zueinander zu retten.

Das Hörbuch „Hyazinthenschwestern“ hat mich wunderbar abgeholt und unterhalten. Ich bin ein großer Fan von historischen Romanen und insbesondere von verstrickten Familiengeschichten. Dass Menschen vor auch allem innerhalb der Familie unheimlich komplex und vielschichtig sind, beschreibt Rebekka Eder in ihrer Geschichte bildhaft und authentisch. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet, wobei Alba, Kasimir und Albas Schwester Amalie die größte Aufmerksamkeit zuteil wird.

Mir gefällt besonders, dass einige reale Personen, Handlungsorte und Ereignisse in den Roman eingeflochten wurden. Ein Highlight war für mich zudem die interessante Sprache der Blumen, die in „Hyazinthenschwestern“ eine ganz spezielle Bedeutung einnimmt. Toll recherchiert und in die Handlung eingebunden!

Nicht zuletzt möchte ich die Sprecherin Vanida Karun loben, die mit sehr angenehmer Stimme klar und unterhaltsam betonend liest. Sie hat mir das Hörbuch zu einem tollen Erlebnis gemacht und ich würde mich freuen, öfter von ihr zu hören. Insgesamt ein gelungener historischer Roman, der mit einer ordentlichen Prise Spannung und Drama gewürzt ist.