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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2025

Denn nichts - weder das Schöne noch das Schreckliche - ist von Dauer.

Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen
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Literaturagentin Nora Stephens gilt als eiskalte Karrierefrau. Sie hat nur eine Liebe: Ihre Arbeit. Doch stimmt das wirklich? Während eines ungewöhnlichen Urlaubs im verschlafenen Ort Sunshine Falls, kümmert ...

Literaturagentin Nora Stephens gilt als eiskalte Karrierefrau. Sie hat nur eine Liebe: Ihre Arbeit. Doch stimmt das wirklich? Während eines ungewöhnlichen Urlaubs im verschlafenen Ort Sunshine Falls, kümmert sich Nora aufopfernd um ihre jüngere Schwester. Und begegnet ihrem Rivalen Charlie Lastra, dessen Ruf ebenfalls nicht gerade schmeichelhaft ist. Doch was steckt wirklich unter der harten Schale der beiden Workaholics? Und was passiert, wenn sie einander ihre Herzen öffnen?

„Book Lovers“ ist eine süße, humorvolle Geschichte mit Tiefgang und vielen romantischen Vibes, garniert mit schlagfertigen Dialogen und Enemies-to-Lovers-Flair. Nur leider waren es nicht mein Humor und auch nicht meine Vibes. Die Handlung erschien mir teilweise unheimlich langatmig und vorhersehbar. Nora hat mich irgendwie genervt, weil sie für ihre Schwester alles tut und ihr eigenes Leben völlig vernachlässigt. Charlie blieb für mein Empfinden zu blass und die Love Story hat mich die meiste Zeit kaltgelassen.

Gegen Emily Henrys flüssigen Schreibstil habe ich hingegen absolut nichts einzuwenden. Sie kann tolle Bilder erzeugen und hat mir mit einigen Szenen ein verträumtes Kopfkino beschert. Die Geschichte eignet sich für gemütliche Stunden seichter Unterhaltung vor dem Kamin. Wer es gerne süß und romantisch mag, ist gut bedient. Mich konnte „Book Lovers“ leider nur halbwegs überzeugen.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Romantische NA Story mit Schwächen

The Way She Smiles
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Mit „The way she smiles“ von Bella Paasch konnte ich mich leider schon von den ersten Seiten an nicht wirklich anfreunden. Die Autorin mag mit ihrem umgangssprachlichen Schreibstil eine ungezwungene Nähe ...

Mit „The way she smiles“ von Bella Paasch konnte ich mich leider schon von den ersten Seiten an nicht wirklich anfreunden. Die Autorin mag mit ihrem umgangssprachlichen Schreibstil eine ungezwungene Nähe zum Leser schaffen zu wollen. Leider wirkt der Text dadurch unrund, unausgegoren und ist gespickt mit unangenehmen Wortwiederholungen, die mir schon nach kurzer Zeit tierisch auf die Nerven gingen.

Dabei hat mich die Beschreibung der Handlung total interessiert: Ein Upper Class Mädchen erwischt einen jungen, attraktiven Draufgänger beim Einbruch in eine schicke Villa. Die Unterschiede könnten nicht größer sein. Das Katz und Maus Spiel und eine humorvolle Reibung sind vorprogrammiert. Logisch, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

Reverie Lancaster gehört zu den reichen Töchtern der Gesellschaft und ihre Welt wirkt nach außen hin perfekt. Wie so oft sieht es bei genauerem Hinschauen aber doch anders aus, denn ihre eigenen Entscheidungen darf sie nicht treffen, ihren eigenen Weg nicht gehen.
Weston Morrison steht quasi am anderen Ende der Nahrungskette und hält von der High Society überhaupt nichts. Frisch hinzugezogen und neu in der Schule, lässt er sich vor allem von den Reichen nichts gefallen.

Die Dialoge der Figuren hätten meiner Meinung nach noch einiges an Potenzial, wirken leider insgesamt nicht so authentisch, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Message ist immerhin sehr schön, nämlich, dass nicht perfekt zu sein auf eine ganz eigene Weise perfekt sein kann.

Veröffentlicht am 30.12.2025

Konnte nicht überzeugen

Wings of Ash 1. Schlafende Drachen
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Obwohl mich der Beginn der Geschichte noch mitreißen konnte, fiel mir das Weiterlesen irgendwann immer schwerer, sodass ich schließlich sogar eine Pause einlegen musste. Doch auch die half nicht dabei, ...

Obwohl mich der Beginn der Geschichte noch mitreißen konnte, fiel mir das Weiterlesen irgendwann immer schwerer, sodass ich schließlich sogar eine Pause einlegen musste. Doch auch die half nicht dabei, mir „Wings of Ash“ schmackhafter zu machen. Protagonistin Gylda ist eine Feuersängerin. Ihr ist es möglich, das Feuer eines Drachen zu aktivieren. Eine seltene Gabe und verhasst vom grausamen Winterkönig, der alle Drachen schlafen gelegt, jeden Feuersänger vernichtetet und den Sommer aus dem Königreich verbannt hat.

Soweit so interessant. Aber warum dieser gestelzte Schreibstil? Immer wieder stolperte ich über Jana Schikorras sperrige Ausdrucksweise, die dann plötzlich von manchen Figuren durch absolut flapsige Weise unterbrochen wurde. Mit Gylda wurde ich überhaupt nicht warm, konnte einfach keine Verbindung spüren. Auch der eiskalte Love Interest konnte immer nur zeitweise meine Sympathie wecken.

Ich mag Drachen und auch die Idee der Geschichte gefiel mir, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen. Die Handlung erschien mir phasenweise unheimlich langatmig, irgendwie unausgegoren. Ich hätte mir mehr Tiefe und Dreidimensionalität bei den Personen, aber auch der Story selbst gewünscht. Vor allem aber einen anderen Schreibstil. Was natürlich Geschmacksache ist. Mich konnte das Buch leider nicht abholen.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Eine Lovestory ohne Love

Northern Star (Rosenborg-Saga, Band 1)
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Emma wird von der dänischen High-Society-Familie Bjerregaard, den Besitzern einer erfolgreichen Luxus-Hotelkette, als PR-Agentin engagiert. Der Sohn des Imperiums, Nikolaj, ein berüchtigter Frauenheld, ...

Emma wird von der dänischen High-Society-Familie Bjerregaard, den Besitzern einer erfolgreichen Luxus-Hotelkette, als PR-Agentin engagiert. Der Sohn des Imperiums, Nikolaj, ein berüchtigter Frauenheld, soll sie während ihrer Arbeit betreuen. Weil dieser nicht nur unverschämt attraktiv ist, sondern auch noch einen Narren an ihr gefressen zu haben scheint, fällt es Emma zunehmend schwer, sich auf ihre eigenen Pläne zu konzentrieren: Ihre beste Freundin wurde vor einiger Zeit von Nikolaj in der Öffentlichkeit bloßgestellt. Um sie zu rächen, hat Emma es auf ein geheimes Tagebuch abgesehen, das sich in Nikolajs Besitz befinden und dessen explosiver Inhalt sein Familie ruinieren soll. Emma lässt sich auf eine heiße Affäre mit Nikolaj ein, doch kann sie die wachsende Zuneigung für den blonden „Wikinger“ wirklich kontrollieren?

Ich habe die Hörbuch-Version des Romans gehört und möchte gleich vorweg sagen, dass ich bei 60% abgebrochen habe, weil mich weder die Geschichte noch die Sprecherin überzeugen konnten.

Emma und Nikolaj: Er der reiche Playboy, sie das brave Mäuschen. Es ist vollkommen okay, sich an Klischees zu bedienen, aber dann sollten die Charaktere auch authentisch ausgeleuchtet werden und nicht blass und stereotyp bleiben. Beide Figuren konnten meine Sympathie nicht gewinnen. Ich hatte gehofft, dass sie im Laufe der Geschichte in ihrem Denken und Handeln vielschichtiger und nachvollziehbarer werden, doch dieser Wunsch hat sich für mich nicht erfüllt.

Dass Nikolaj und Emma sich in ihrer gegenseitigen Attraktivität anziehen, ist vorstellbar, aber es kommen beim Lesen bzw. in meinem Fall beim Hören nicht die entsprechenden Gefühle auf, die vor allem Nikolajs sehr plötzliche Zuneigung zu Emma rechtfertigen. Nur weil sie sich ihm physisch nicht sofort auf dem Silbertablett serviert, könnte sie die EINE sein? Die Frau an seiner Seite? Ein Playboy seines Kalibers macht doch nicht plötzlich, scheinbar grundlos, eine derartige 180Grad-Wende.

Emmas Beweggründe erscheinen mir auch mehr als fadenscheinig. Irgendwie konnte mich die Geschichte ihrer Freundin und die geplante Racheaktion nicht abholen. Ich habe nichts von dem Zorn, dem Hass, dem Rachedurst gefühlt. Alles, was mit Emotionen zu tun hat, blieb irgendwie flach und schwammig. Auch die Dialoge waren nicht besonders originell.

Unter der Inhaltsbeschreibung habe ich mir sehr viel mehr vorgestellt. Die expliziten Szenen zwischen Nikolaj und Emma hat die Autorin mehr herausgearbeitet als alle anderen Szenen, sodass ich Titel und Inhaltsangabe als nicht sehr treffend empfinde.

Nicht zuletzt leben Hörbücher durch die Performance der Sprecher. Schon in den ersten Sekunden und Minuten war für mich klar, dass ich die Stimme und die Art zu Lesen von Marlene Hekk nicht mag. Sie klingt wie eine automatische Ansage, wie eine Computerstimme. Auch hier fehlte es auffällig an Emotionen und Empathie für den Text. Gerade bei der recht flachen Story hätte hier ein kompetenter Sprecher einiges retten können. Mag der Schreibstil von Inga Schneider noch flüssig und unterhaltsam sein, so hat Frau Hekk diesen für mein Empfinden stark beeinträchtigt. Insgesamt fehlte mir die Liebe zu und das Spiel mit den Gefühlen der Figuren und der Leser/Hörer.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Wenig überzeugende Love Story

Ich in deinen Augen
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Hannah arbeitet noch nicht lange als Augenoptikerin in einem kleinen Geschäft, als der attraktive Sonny dort eine Brille bestellt. Der junge Mann hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei ihr und zufällig ...

Hannah arbeitet noch nicht lange als Augenoptikerin in einem kleinen Geschäft, als der attraktive Sonny dort eine Brille bestellt. Der junge Mann hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei ihr und zufällig begegnen sich die beiden immer wieder. Eine Freundschaft bahnt sich an, doch sowohl Sonny als auch Hannah tragen tiefe, mehr oder weniger verheilte Wunden aus ihrer Vergangenheit stets bei sich und sind nicht auf eine Beziehung aus. Dennoch entsteht ein zartes, stärker werdendes Band der Zuneigung zwischen ihnen, das ihnen erlaubt nach und nach die dunklen Erinnerungen voreinander auszubreiten. Können sie die Vergangenheit überwinden und zueinander finden?



Ich muss leider gleich zu Anfang loswerden, dass ich Paige Toons Roman „Ich in deinen Augen“ aus mehreren Gründen schwierig finde. Ich habe das Gefühl, dass man ihn entweder liebt oder ablehnt und ich fürchte, auf mich trifft eher Letzteres zu. Meinem Empfinden nach wirkt die Geschichte sehr angestrengt und künstlich. Der Schreibstil ist mir zu lapidar und vertraulich einerseits, zu gestellt und unrealistisch andererseits. Vor allem im Angesicht der teilweise echt krassen Geheimnisse der Figuren. Hier schien die Autorin mit ganz besonders ausgefallenen Hintergründen aufwarten zu wollen, um Spannung zu erzeugen, die der Text selbst einfach nicht hergibt.



Die Story entfaltet sich sehr langsam, verliert sich in Nebenschauplätzen und wird dadurch unnötig langatmig. Auch die teilweise sehr spezifischen Einblicke in Hannahs Arbeit machte das Geschehen nicht authentischer. Die sachlichen Informationen wirkten auf mich ungelenk in eine sowieso schon wenig lebhafte Szenerie eingebettet. Weder Sonnys noch Hannahs Charakter konnte mich packen oder gar mitreißen. Schon von Anfang an hatte ich Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen. Schade, der Roman konnte mich auf keiner Ebene überzeugen.