Wenn das Schicksal eines ganzen Landes auf den Schultern zweier mutiger Kinder ruht
Das Buch der gestohlenen Träume (Das Buch der gestohlenen Träume 1)Stell dir ein Land vor, in dem Kinder unerwünscht sind. Ein Land, in dem Freiheit, Lachen und Lebensfreude verboten sind. Ein Land, das von einem boshaften, kinderhassenden Tyrann beherrscht wird.
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Stell dir ein Land vor, in dem Kinder unerwünscht sind. Ein Land, in dem Freiheit, Lachen und Lebensfreude verboten sind. Ein Land, das von einem boshaften, kinderhassenden Tyrann beherrscht wird.
Willkommen in Krasnia! Hier gelten Träume und Geschichten als Gefahr. Denn Charles Malstain, der diktatorische Herrscher, will seine uneingeschränkte Macht nie mehr verlieren und dafür sind ihm auch Zwang und Gewalt recht.
Doch nicht alle Menschen in Krasnia geben ihre Wünsche und Träume kampflos auf, nicht alle akzeptieren, dass ihre Kinder in einer Gesellschaft aufwachsen, die von Angst und Willkür regiert wird. Denn Bibliothekar Felix Klein weiß etwas, das sonst kaum einer weiß: Das Buch der gestohlenen Träume besitzt eine unglaubliche Macht. Eine Macht, die alles zum Guten oder aber zum Schlechten wenden kann. Er beschließt, das Buch in die Obhut seiner Kinder Robert und Rachel zu geben. Doch Malstain ist ihnen auf den Fersen. Ein rasantes Abenteuer beginnt.
Ich habe das Buch mit meinen Kindern gelesen und sie waren restlos begeistert. Voller Spannung verfolgten sie das Geschehen und konnten von der Geschichte um die mutigen Geschwister Robert und Rachel Klein gar nicht genug bekommen.
David Farr hat einen mitreißenden Schreibstil und eine wunderbare Erzählweise, die sowohl Spannung, Begeisterung als auch tiefe Traurigkeit im Leser erzeugen kann.
Auch ich als Erwachsene habe bis zum Ende mitgefiebert.
Die Charaktere der beiden Kinder hat der Autor liebevoll ausgearbeitet und plastisch dargestellt. Aber auch die Nebenfiguren werden bildhaft beschrieben und mit authentischen Charakterzügen versehen. Es war uns eine große Freude, sie alle kennenzulernen und ihre Schicksale zu verfolgen.
Nicht zu unterschätzen ist die immense Brutalität der Geschichte. Bei so viel Bosheit haben wir eins ums andere Mal schlucken müssen. Die Zuhörer oder Selbstleser sollten auf jeden Fall alt genug sein, die Gewaltszenen verarbeiten zu können. Hier hatten meine Kinder immer wieder Redebedarf, haben Fragen gestellt und ehrliche Antworten bekommen. Wer sehr sensibel ist, sollte das Buch entweder nicht allein oder aber zu einem späteren Zeitpunkt lesen.
Die Geschichte ist in sich rund und stimmig. Es war schön zu erfahren, wie die Erzählstränge miteinander verknüpft wurden, damit der Leser am Ende alle Puzzleteile beieinander hat. Manches war vorhersehbar (zumindest für mich als Erwachsener), anderes sehr überraschend. Die Szenen wechseln schnell, ständig passiert etwas. Die Geschichte hält den Spannungsbogen permanent und fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger.
Eine tolle, fantasievolle Geschichte, die Tiefgang besitzt und nachdenklich stimmt. Von uns bekommt „Das Buch der gestohlenen Träume“ satte 5 Sterne für die wunderbaren Lesestunden.