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Veröffentlicht am 12.12.2025

Achterbahnfahrt der ersten Liebe

First & Forever, Band 1 - Be My First
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Avas Leben ist bereits vorgezeichnet. Seitdem ihre Mutter schwer verletzt aus einem Kriegsgebiet nach Hause gekommen ist, kümmert die Siebzehnjährige sich gemeinsam mit ihrem Stiefbruder rund um die Uhr ...

Avas Leben ist bereits vorgezeichnet. Seitdem ihre Mutter schwer verletzt aus einem Kriegsgebiet nach Hause gekommen ist, kümmert die Siebzehnjährige sich gemeinsam mit ihrem Stiefbruder rund um die Uhr um die traumatisierte Frau. Ein normales Teenager-Leben? Für sie undenkbar. Doch dann trifft sie den attraktiven Connor, den Neuen an der Schule. Plötzlich ist der Wunsch, das Leben wie andere Mädchen in ihrem Alter genießen zu können, übermächtig.

Auch Connors Leben folgt einem Plan. Als überaus talentierter Basketball-Spieler bekommt er einen Platz an einer Schickimicki-Schule. Professioneller Spieler werden ist sein oberstes Gebot, denn sein Vater hat alles aufgegeben, um ihm die besten Chancen einzuräumen. Doch dann lernt er Ava kennen. Eine wunderschöne junge Frau, die ihr Leben der pflegebedürftigen Mutter widmet.

Sich aufeinander einzulassen, fällt beiden schwer, denn ihr Alltag ist voller Verpflichtungen und die Angst, nicht genug füreinander da sein zu können gewaltig. Immer öfter bekommt Avas Mutter Anfälle, Connor wird den Ansprüchen seines Trainers und Vaters beim Basketball nicht gerecht. Alles wird zu viel und die Liebe zwei junger Menschen, die von Anfang an am Abgrund stand, droht endgültig zu kippen …

Eine New-Adult-Lovestory, die alles enthält, was man sich als Leser wünscht: Humor, Drama, Eifersucht und eine Prise Erotik. Connor und Ava sind sympathische Protagonisten. Die Geschichte wird in der Ich-Form nahezu abwechselnd aus Avas und Connors Perspektive erzählt. Mir gefiel es, auf diese Weise die Beweggründe, Gedanken und Gefühle der beiden zu ergründen und die Dramen und Missverständnisse nachvollziehen zu können.

Da ich Jay McLeans Roman als Hörbuch gehört habe, waren die Erzählstimmen essenziell wichtig. Connor wird von Magnus Rook gelesen und Ava von Simone Terbrack. Während Rook einen guten Job macht, finde ich Terbrack weniger angenehm. Für mein Empfinden schreit sie den Hörer geradezu an. Die Betonung hätte ich oft ganz anders gesetzt und ich finde, dass zu Ava eine zartere Stimme gepasst hätte.

Insgesamt eine stimmige Geschichte mit vielen Ups und Downs. Nicht wirklich unvorhersehbar und auch nicht atemlos spannend, aber von der Autorin anschaulich und liebevoll erzählt.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Ergreifende Schicksale

Als Großmutter im Regen tanzte
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„Als Großmutter im Regen tanzte“ ist für mich ein berührender Überraschungsroman. Als ich das eBook auswählte, wusste ich nicht, was mich erwartet, da mir die Autorin bis dato unbekannt war.



Die Geschichte ...

„Als Großmutter im Regen tanzte“ ist für mich ein berührender Überraschungsroman. Als ich das eBook auswählte, wusste ich nicht, was mich erwartet, da mir die Autorin bis dato unbekannt war.



Die Geschichte wird von zwei Charakteren erzählt. Im Jetzt in der Ich-Form von Juni und zur Zeit kurz nach dem 2. Weltkrieg in personalem Erzähler aus der Sicht von Tekla, Junis Großmutter. Nach und nach werden die beiden Erzählstränge miteinander verwoben, was mir sehr gefallen hat.



Juni, eine junge Norwegerin, sucht das Haus ihrer verstorbenen Mutter auf, nachdem sie vor ihrem gewalttätigen Ehemann geflüchtet ist. Während ihres Aufenthalts in dem Haus ihrer Vorfahren, beginnt sie die Vergangenheit zu erforschen und entdeckt lang gehütete Familiengeheimnisse.



Tekla entführt den Leser in eine ungewisse, von Unruhen geprägte Zeit. Als junge Frau verliebt sich die Norwegerin in einen deutschen Soldaten, für ihre Familie eine Katastrophe. Heimlich folgt sie ihm in das zerstörte Nachkriegsdeutschland und muss durch die Hölle gehen.



Zwei Frauen, die durch die Vergangenheit, durch Krieg, Liebe, Entbehrung, Lügen und Schmerz nachhaltig beeinflusst werden. Dunkle Geheimnisse überschatten nachfolgende Generationen, das wird hier ganz plastisch und eindrücklich herausgearbeitet. Vor allem Teklas Schicksal hat mich sehr berührt und betroffen gemacht. Die Autorin hat sich Mühe gegeben, die damaligen Ereignisse realistisch zu schildern. Ihre Figuren sind zwar reine Fiktion, aber ihre Schicksale beruhen mitunter auf wahren Begebenheiten. Ich gebe zu, dass ich sogar ein paar Tränen verdrückt habe. Teiges Schreibstil hat mich wunderbar abgeholt und ich habe die Geschichte bis zur letzten Seite mit Spannung verfolgt, bei Tekla sogar richtig mitgefiebert.



Ich kannte viele erschütternde Details aus dem 2. Weltkrieg nicht und diese aus „norwegischer Sicht“ zu erfahren, war für mich eine aufwühlende Erfahrung. Toll geschrieben, interessante Protagonistinnen und eine Geschichte, die unter die Haut geht. Sehr lesenswert!

Veröffentlicht am 12.12.2025

Eine Liebe, die nicht sein kann, umgeben von Düsternis und Brutalität

The Witches of Silent Creek 1: Unendliche Macht
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Was haben eine junge, traumatisierte Frau und ein Hexenzirkel, der gegen bösartige Wesen aus dem Jenseits kämpft, gemeinsam? Nicht viel, könnte man meinen, doch Helena ist nicht die einfache Studentin, ...

Was haben eine junge, traumatisierte Frau und ein Hexenzirkel, der gegen bösartige Wesen aus dem Jenseits kämpft, gemeinsam? Nicht viel, könnte man meinen, doch Helena ist nicht die einfache Studentin, für die sie sich hält.
Nachdem ihre Eltern unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen sind, sucht Helena die Nähe der Vergangenheit. Sie zieht zu ihrem Großvater Nathaniel in den kleinen schottischen Ort Silent Creek, der Geburtsort ihrer Mutter. Darauf hoffend, sich der Verstorbenen dort näher zu fühlen. Doch nicht nur das: Vor vielen Jahren, am selben Ort, gab ihr bester Freund Finley ihr ein Versprechen: Immer für sie da zu sein. Stattdessen verschwand er auf unerklärliche Weise aus ihrem Leben. Insgeheim hofft Helena, mehr über seinen Verbleib zu erfahren.
Am örtlichen Creek‘s College spricht sich schnell herum, dass es eine Neue gibt. Doch nicht bei allen Studenten handelt es sich um normale Menschen. Vor allem der finstere, unhöfliche, aber extrem attraktive Tyrael Burnett scheint Geheimnisse zu haben, die nicht von dieser Welt stammen. Helena fühlt sich wider besseren Wissens zu ihm hingezogen, doch dann überschlagen sich die Ereignisse und die junge Frau muss erkennen, dass alles, was sie bisher über sich und ihre Familie zu wissen glaubte, eine Illusion war…

Ayla Dade hat mit ihrem Roman „The Witches of Silent Creek“ eine düstere und brutale Welt erschaffen, in der ein Hexenzirkel Nacht für Nacht gegen die „Düsteren“ kämpft, um die Menschheit vor ihnen zu beschützen. Ich muss gestehen, dass ich anfangs Mühe hatte, mich in der Geschichte zurechtzufinden. Ein roter Faden war für mich zunächst nicht erkennbar. Doch es hat sich definitiv gelohnt, dranzubleiben!

Ich mag Dades Schreibstil, auch wenn er für mein Empfinden manchmal leise holpert. Hier hat sich für mich das Hörbuch wirklich ausgezahlt, denn die Darbietung der Sprecher ist klasse! Die Stimmen sind durchweg angenehm und ausgezeichnet gewählt. Geradezu umgehauen hat mich die Stimme von Vincent Fallow, der Tyrael Burnett spricht. Wow, was für ein Klang! Dunkel, warm, vielseitig und sexy. Ihm zu lauschen war purer Genuss!

Was mir neben der ansteigenden Spannung sehr gefallen hat, ist die wachsende Zuneigung zwischen Tyrael und Helena. Ich mochte ihre Dialoge, die anfänglichen Schlagabtausche. Eine gelungene Enemies-to-Lovers-Story mit erotischen Einflüssen. Trotz Liebe und dem mit ihr einhergehenden Drama, jagt Dade dem Leser bzw. Hörer den ein oder anderen Schauer über den Rücken. Teilweise brutale Kämpfe und scheußliche Kreaturen beschreibt sie mit bildhafter Sprachgewalt.

Die Charaktere sind durchaus interessant. Helena und Tyrael haben meine Sympathie mit der Zeit gewonnen, während andere etwas blass blieben. Vielleicht ist das der Handlung geschuldet, die von recht vielen Figuren getragen wird.
Zum Ende wurde die Geschichte mitreißender und packender, sodass ab etwa der Hälfte die Hör-Zeit wie im Flug verging.

Ich hätte es anfangs nicht für möglich gehalten, aber ich habe mir sogleich Teil 2 als Hörbuch besorgt und freue mich darauf zu hören, wie es mit der Geschichte weitergeht!

Veröffentlicht am 12.12.2025

Wenn Melancholie ein Buch wäre, dann dieses

Lichte Tage
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Michael. Ellis. Annie. Drei Menschen, die eine tiefe Verbindung teilen. Das Schicksal bringt zuerst die zwei Jungs zueinander, verloren und auf der Suche nach sich selbst.
Ellis’ Mutter nimmt den jungen ...

Michael. Ellis. Annie. Drei Menschen, die eine tiefe Verbindung teilen. Das Schicksal bringt zuerst die zwei Jungs zueinander, verloren und auf der Suche nach sich selbst.
Ellis’ Mutter nimmt den jungen Michael, angespült wie Treibholz, unter ihre Fittiche. Beide auf der Suche nach Licht und Schönheit in einer verqueren Welt.
Ellis Mutter, fast schon besessen von van Goghs Sonnenblumen-Gemälde, wird zu einer Art anbetungswürdiger Muse von Michael, während sein Herz für ihren Sohn Ellis schlägt. Zwischen ihnen entbrennt eine Leidenschaft, die weit über Freundschaft hinausgeht, doch Ellis wird eines Tages eine junge, hübsche Frau heiraten: Annie. Und Michael wird ihn gewähren lassen.

In leb- und bildhafter Sprache erzählt die Autorin eine Geschichte, die an Melancholie kaum zu überbieten ist. Fast schon schwermütig verfolgte ich den Werdegang der Figuren, die auf glückliche und traurige Tage, auf französische Sommer und in Liebe geteilte Zeit zurückschauen. Bunte, lichtvolle Erinnerungen, blühende Sonnenblumen, werden vom grauen Schleier der Wehmut und der Sehnsucht überzogen. Das Schicksal stets ungewiss.

Winmans flüssiger und eindrücklicher Schreibstil hat mich abgeholt. Subtil lässt sie Nebenfiguren und Szenen einfließen, die beim Protagonisten eine leise, feine Entwicklung auslösen.

Ich mochte nicht alle Szenen, Handlungen und Themen in „Lichte Tage“, aber auf eine zarte Weise, hat mich die Geschichte berührt. Sie entfaltet sich langsam, es gibt keine rasante Action, keine ausgeklügelten Twists. Nur authentische Menschen und ihre vielschichtigen Gefühle. Es ist ein leiser Roman, grau und filigran wie ein lieb gewonnenes Spitzentaschentuch.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Spannendes Setting, rätselhafte Ereignisse und eine mutige junge Frau

Die Leuchtturmwärterin
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Im Zentrum von Guido Dieckmanns Roman „Die Leuchtturmwärterin“ steht die junge Fotoreporterin Nelly Vogel. Zur Zeit des 2. Weltkrieges steht die Deutsche dem Regime kritisch gegenüber und gerät prompt ...

Im Zentrum von Guido Dieckmanns Roman „Die Leuchtturmwärterin“ steht die junge Fotoreporterin Nelly Vogel. Zur Zeit des 2. Weltkrieges steht die Deutsche dem Regime kritisch gegenüber und gerät prompt ins Fadenkreuz der Gestapo. Um ihre Haut zu retten, wird sie kurzerhand nach Holland verfrachtet und soll sich in einem kleinen Küstenort fortan um den Leuchtturm kümmern. Doch weder die ansässigen holländischen Bewohner noch die deutschen Besatzer bringen der jungen Frau Sympathie oder gar Vertrauen entgegen. Dabei verbindet die Vergangenheit Nelly mit dem kleinen Ort. Als die junge Deutsche einen abgestürzten britischen Piloten unter ihre Fittiche nimmt, spitzt sich ihre Lage lebensbedrohlich zu …

Ich muss zugeben, dass ich mich nach dem Lesen des Klappentextes auf eine dramatische Lovestory eingestellt hatte. Zu meiner Überraschung hat „Die Leuchtturmwärterin“ aber viel mehr von einem Krimi. Spannend und gespickt mit überraschenden Wendungen hält Dieckmanns Roman den Leser fast durchgehend in Atem. Mir fehlte zwar der intensiv romantische Teil und auch allgemein hätte ich mir mehr transportierte Emotionen gewünscht, aber es hat Spaß gemacht die vielen rätselhaften Fäden in der Hand zu halten und zu grübeln, wer nun wen auf dem Gewissen hat und warum.
Dieckmann versteht es, ein interessantes Gespinst aus Lügen, Hinweisen und Intrigen zu erstellen und dieses dann stimmig aufzulösen. Ich fand zwar manche Handlungen und Dialoge nicht ganz authentisch, aber mein Interesse an dem Fortgang der Geschichte ist nie erloschen.
Faszinierend ist auf jeden Fall der Einblick in die damaligen, schrecklichen Ereignisse, die der Autor in seinen Roman einfließen lässt. Gefallen hat mir auch sehr, dass er der heldenhaften Corrie ten Boom einen Platz in der Geschichte eingeräumt hat. Die Verflechtung von Fiktion, realen Personen, Schauplätzen und Ereignissen finde ich sehr spannend.

Dieckmanns Schreibstil ist vielseitig, flüssig und abwechslungsreich. Er hat mich unterhaltsam durch das Buch getragen. Mein Interesse an Nelly und ihrem Schicksal war von Anfang an geweckt, obwohl ich nie das Gefühl hatte, sie wirklich zu kennen. „Die Leuchtturmwärterin“ lebt von der schnellen, überraschenden Entwicklung und für mein Empfinden weniger von der Ausgestaltung der Charaktere. Sympathie habe ich nur teilweise empfunden. Dennoch hat die Geschichte ihre ganz eigene Sogwirkung und war mir eine kurzweilige Lektüre.