Ein Krimi, der zum Nachdenken anregt
Ein stilles MädchenDer Vater ist verzweifelt. Seine kleine Tochter ist spurlos verschwunden. Und die kleine Kandis sitzt in einer Hütte bei einem Mann, der ihr bisher nur Angst einjagte. Sie spürt, dass er böse ist. Aber ...
Der Vater ist verzweifelt. Seine kleine Tochter ist spurlos verschwunden. Und die kleine Kandis sitzt in einer Hütte bei einem Mann, der ihr bisher nur Angst einjagte. Sie spürt, dass er böse ist. Aber sie ist auch überzeugt davon, dass sie nur nett sein muss, um den Fängen dieses Menschen zu entkommen. Ihre Hoffnung ist zwar da, aber je länger sie mit ihm zusammen sein muss, desto unruhiger wird sie. Kein Wunder, ist sie doch erst sechs Jahre alt.
Ihr blaues Kleid wird bei der Vernehmung von Nachbarn und Bekannten des Vaters immer wieder erwähnt. Es ist doch wirklich nicht so schwer, sich an ein Kind mit einem Kleid in dieser markanten Farbe zu erinnern. Doch, es ist schwer. Das wird dem ermittelndem Kommissar schnell klar.
„Ein stilles Mädchen“ ist keineswegs ein alltäglicher Krimi. Die Autorin legt ihren Fokus nicht auf die Arbeit der Ermittler. Vielmehr zeigt sie auf, wie Traumata das Leben eines Menschen verändern. Dass die kleine Kandis immer mal wieder selbst zu Wort kommt, hat mir sehr gut gefallen.
Nein, es ist kein gewohnter Krimi. Dieses Buch lebt von den gehaltvollen Gedanken der Autorin. Der Vortrag von Frank Stieren ist perfekt und hat mir überaus spannende Stunden beschert. Klare Hörempfehlung gibt es von mir.