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Veröffentlicht am 31.12.2025

„Flunkerknirsch“, komm mit in den uralten Wald bei Windholm.

Windholm-Saga / Windholm Das Nebelkind
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Suche Wege, finde Freundschaft, Zweifel, Mut und Licht.
Mit sanfter Magie entführt dich das Buch auf Pfade, die du unter deinen Füßen spüren kannst und schickt dir Freunde, die du nie vergisst.

Nach ...

Suche Wege, finde Freundschaft, Zweifel, Mut und Licht.
Mit sanfter Magie entführt dich das Buch auf Pfade, die du unter deinen Füßen spüren kannst und schickt dir Freunde, die du nie vergisst.

Nach dem Tod seines Vaters macht sich Aric mit einem Brief seiner Mutter und dem Schwert, dass ihm sein Vater geschmiedet hat, auf den Weg in den Wald der Windholm umgibt.
Er folgt dem Ruf die Welt der Sylphen – Eldora – und damit auch seine Mutter Elariya zu finden.

Auf den verschlungenen Pfaden des uralten Waldes begegnet im bald Brambelfeet ein Gnom mit einem großen Herzen und einem „Knurpsigen“ Humor.
Mit vielen wunderschönen und einprägsamen Sprüchen, bereichert Brambelfeet das ganze Buch mit einem eignen gnomigen Charm.
Auch die Sylphe Lyra und später das Steinwesen Mohri Grinva schließen sich der Suche Arics an und unterstützen ihn auf seinem Weg, jeder auf seine Art.
Zwischen Nebel und Zweifel, Schatten der Dunkelheit im Außen und Schatten im Inneren, geht es um Vertrauen, Freundschaft und Wachstum.

Ich würde die Geschichte als wunderschönes Kinder und Jugendbuch einsortieren.
Daher ist als Erwachsene wichtig erst mal das Kind in dir auszupacken!

Also folge ich mit Kinderherzen den wunderschönen Worten, die mich mitnehmen in einen Wald, den ich spüren, riechen und schmecken kann.
Die Autorin liebt es mit Worten zu malen, ohne dabei in Schrecken zu versetzen.
Die Geschichte erzählt mit sanfter Spannung ohne große Schlachten dafür mit viel Gefühl und liebe zum Detail.

Ganz besonders finde ich wie die Autorin in dieser Geschichte vermittelt, dass es darum geht, ein „ganzes“ zu sein. Auch die Schattenseiten oder was wir als solches empfinden, wollen wahrgenommen werden, um zu erkennen das diese Teil des Selbst sind.
Eine sehr liebevoll ausgestaltete Geschichte, die ganz unaufgeregt daherkommt, aber so viel Raum zum Fühlen und Träumen gibt und sowohl Kinder, Jugendliche als auch Erwachsenen, Fantasy volle Momente der Ruhe und Verbundenheit schenkt.

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Veröffentlicht am 13.12.2025

„Passt gut auf“ damit ihr keins der warmen und magischen Worte dieser schönen Winter und Vorweihnachtsgeschichte verpasst.

Das Schneeflockenmädchen
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„Passt gut auf“ … mit diesen Magischen Worten beginnt Marie das Schneeflockenmädchen jede ihrer Geschichten und Märchen.


Wir befinden uns in der Vorweihnachtszeit des Jahres 1925 und begleiten Marie ...

„Passt gut auf“ … mit diesen Magischen Worten beginnt Marie das Schneeflockenmädchen jede ihrer Geschichten und Märchen.


Wir befinden uns in der Vorweihnachtszeit des Jahres 1925 und begleiten Marie mit ihrem Pferd Rosinante und ihrem Hund Jaro auf der Reise in ihrem Pferdewagen von Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsmarkt.
Marie erzählt Geschichten und Märchen oder hilft einfach mal im Haushalt oder auf dem Hof mit, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Marie ist eine warmherzige, ehrliche, mitfühlende junge Frau, die eine große innere Stärke ausstrahlt. Mit ihren Geschichten verzaubert sie nicht nur die Herzen der Kinder, sondern auch den Zuckerwatten Verkäufer Carl.
Das Buch nimmt uns mit in die Ereignisse der nächsten Tage und Wochen bis hin zum 24.12.1925.

Das Buch ist wie warme Schokolade vor einem Kamin:
Es ist warm und gemütlich, ab und zu ein Knistern, der Geruch von Schokolade nimmt uns in den Arm, der Geschmack ist voll, süß, ehrlich, erdend, warm und ein bisschen bitter.

Wie jedes Märchen darf auch diese Wintergeschichte wichtige Werte vermitteln. Werte wie: Respekt nicht Mitleid, Akzeptanz, Ehrlichkeit, und ein Authentisches geben und nehmen.

Auch transportiert die Erzählung die Wichtige Botschaft: dass Gutes wollen und Gutes tun/ Gutes meinen und Gutes machen, zwei verschiedene Schuhe sind.
Den Respekt beinhaltet, dass wir unserem Gegenüber etwas zu trauen und den Raum für eigene Entscheidungen zugestehen - auch und gerade, wenn wir diesen Menschen lieben - und vor allem das wir unserem Gegenüber nicht alle Verantwortung abnehmen!

Wir begegnen Menschen, die sich helfen, die freundlich sind, die sich respektieren und unterstützen, die vielleicht ihre Macken haben und auch mal etwas weniger perfekt machen ... aber eben Menschen wie du und ich!
Natürlich gibt es auch Menschen, die nicht in diese Werte passen. Wie im Märchen, in denen es auch den oder die Böse gibt.
Eine wundervolle Vorweihnachtsgeschichte, die so viele Werte einfach transportiert. Märchen erzählt - die mich an Früher erinnern - und gefühlvoll das Miteinander auf Augenhöhe aufzeigt. Außerhalb von Klassen, Einkommen, Lebens- und Wohnkonzepten.
Die Autorin weiß wie sie mit Worten, Bilder mahlt und hat mir in einer angespannten Zeit wirklich schöne, warme Vorweihnachts- Momente geschenkt.
Eine Absolute Empfehlung. Für Jung bis Alt.

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Eine Geschichte voller Umbrüche, Leid und Herausforderungen, aber auch von Akzeptanz, Liebe, Mut und Verantwortung.

Der Äthiopier
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Das Buchcover strahlt aus, was das Buch geben wird.
Die unterschiedlichsten Farben des Lebens, widergespiegelt in einem Gesicht/in einem Leben.
Fragende, ruhige, wissende Augen. Schauen Sie zurück oder ...

Das Buchcover strahlt aus, was das Buch geben wird.
Die unterschiedlichsten Farben des Lebens, widergespiegelt in einem Gesicht/in einem Leben.
Fragende, ruhige, wissende Augen. Schauen Sie zurück oder nach vorne?
Fragen Sie nach der Zukunft des Landes, in dem er geboren wurde, das so viel erlebt hat und noch immer erlebt?
Der Äthiopier von Dorrit Bartel ist ein Roman nach einer wahren Geschichte.

Der Leser begleitet Adane durch sein Leben.
In der Savanne geboren, kennt er sein genaues Alter nicht, denn so etwas ist nicht wichtig im Stamm der Borana.
Eine völlig fremde Welt ist die Welt des Savannenkindes für mich, und doch bin ich schnell an Adanes Seite, verstehe den Wunsch nach einem Hund und die Liebe zu seiner Mutter.
Ich streife mit Adane durch die Savanne und verstehe die tiefe Wunde, die es hinterlässt, als sein Vater mit dem Ausspruch „Den dürren Nichtsnutz könnt ihr haben“ (Kapitel: Savannenkind) das bekannte Leben von Adane völlig überraschend beendet und ihn in eine Welt schickt, die er nicht kennt.
So muss Adane mit ca. 5/6 Jahren schon die erste große Veränderung hinnehmen. Savanne, Geschwister und Mutter verlassen.

Adane bricht auf in eine Welt, in der warmer Regen von der Decke fällt, die ihm Bildung ermöglicht, ihn aber auch vor viele große und kleine Herausforderungen stellen wird.
Er erlebt ein Äthiopien, das durch politische Machtkämpfe und Unruhen ihn immer wieder in Gefahr bringt.
Aber er weiß auch, jede Chance, die ihm das Leben bietet, zu nutzen.
Zwischen Freundschaft, Liebe und Leid, Herausforderungen und ruhiger Akzeptanz, Verantwortung und einer Heimat, die ihm fremd ist, findet er Wurzeln, die tief reichen.

Was mich an diesem Roman so fasziniert, sind die vielen Schichten, die dieser Roman mitbringt.
Ich durchlebe die Zeitgeschichte der letzten Jahrzehnte noch einmal mit anderen Augen und an anderen Orten.
Erlebe Toleranz und das Gegenteil davon.
Erfahre andere Denkweisen und Kulturen und das Integrieren und Respektieren der Unterschiede: „Er ist ihr Einziger. Sie soll ihn für sich haben.“ (Kapitel: Familienangelegenheiten)

Ein Roman, der viel in mir bewegt. Nicht durch laute Worte, sondern durch eine geerdete, ruhige Schreibweise.
Ich finde den Schreibstil perfekt für die Geschichte, die erzählt wird.
Die Autorin lässt mir Raum für meine eigenen Gedanken und Emotionen. Gleichzeitig nimmt sie mich an die Hand, vermittelt Halt und Ruhe, um mir die Welt ganz offen aus anderen Augen anzuschauen.
Eine Erzählung, die mir ein Land nähergebracht hat, das ich bisher eher nur auf der Landkarte einordnen konnte.
Eine Geschichte, die nicht spurlos an mir vorbeigeht.
Ein Buch, das man lesen sollte! Es wird eine Spur hinterlassen.

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Veröffentlicht am 13.12.2025

Eine Mischung aus Hobbit-Gemütlichkeit und den dunklen Schatten nordischer Sagen und Mythen

Quendel (Quendel, Bd. 1)
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Da ich bekennende Liebhaberin der ausschweifenden Beschreibungen Tolkiens bin, ist es wenig verwunderlich das mich die ausführlichen Beschreibungen in diesem Buch eher abgeholt als abgeschreckt haben. ...

Da ich bekennende Liebhaberin der ausschweifenden Beschreibungen Tolkiens bin, ist es wenig verwunderlich das mich die ausführlichen Beschreibungen in diesem Buch eher abgeholt als abgeschreckt haben.

Die Autorin nimmt einen mit in ein Land das mich stark an das Auenland und seine Einwohner erinnert. Die Quendel lieben gutes Essen, guten Pfeifentabak, Freundschaften und ein geruhsames Leben. Dennoch haben sie viel Mut im ehrlichen Herzen, wenn es darauf ankommt.

Ich mag die Charaktere sehr und habe die meisten davon direkt in mein Herz geschlossen.

Der Erzählstrang wechselt zwischen zwei Orten und beschreibt so, aus unterschiedlichen Perspektiven die mystischen und dunklen Ereignisse einer Nacht.

Die Autorin verwebt die gemütliche Quendelwelt mit nordischen Sagen und Mythen die sie in ein dunkles Nebeltuch hüllt.



Das Ende kommt sehr abrupt und lässt viele Fragen und Erlebnisse offen. Das hätte sich, sicher etwas abgerundeter gestalten lassen.

Nun muss ich mir schnell Band 2 und 3 besorgen um nicht mit dem Ende und den Fragen stehen gelassen zu werden : - )

Veröffentlicht am 10.01.2026

Ein Buch, das neue Inspiration aus alten Überlieferungen in die Zeit zwischen den Zeiten bringt.

Die wilde Zeit der Rauhnächte
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Das Buch ist in 5 Hauptkategorien/Kapitel unterteilt:
Die Rauhnächte, das Julfest, die Wintergötter und andere (unheimliche) Gestalten, der Ursprung der Rauhnächte und die Rituale.
Diese Kapitel sind jeweils ...

Das Buch ist in 5 Hauptkategorien/Kapitel unterteilt:
Die Rauhnächte, das Julfest, die Wintergötter und andere (unheimliche) Gestalten, der Ursprung der Rauhnächte und die Rituale.
Diese Kapitel sind jeweils untergliedert und bieten unterschiedlich viele Unterkapitel.
Es wird in diesem Buch erklärt und aufgezeigt, wie die Zeit des Winters und der Rauhnächte für die Bevölkerung früher erlebt wurde und wie sich durch Bräuche, Rituale und Geschichten eine Winterordnung schufen.
Die Autorin geht auf unterschiedliche Gottheiten, Sagenwesen, Wichtel, Elfen und andere Wesenheiten ein, zeigt jedoch auch Verbindungen auf. So hatten die Wesenheiten je nach Region unterschiedliche Namen, oft aber die gleichen bzw. ähnliche Eigenschaften und Bedeutungen.
Mir gefällt, dass Carmen Zeiler dem Leser Raum gibt, auch eigene Schlüsse zu ziehen.Sie gibt den Impuls, die Rauhnächte und die Rituale nicht zu starr zu sehen und aus den unterschiedlichen Möglichkeiten das für einen selbst passende Begehen der Rauhnächte zu kreieren.
Ich konnte hier auch neue und wie ich finde sehr schöne Impulse zum 13-Wünsche-Ritual finden, das ich dieses Jahr entsprechend dem Impuls folgend in ein Transformationsritual gewandelt habe.
Da je nach Leser, Interessen unterschiedlich gelagert sind, können ab und zu Längen im Buch entstehen. Wenn es um ein Thema geht, das einen nicht – so stark - interessiert. Allerdings spricht auch nichts dagegen, dann einfach einen Abschnitt zu überspringen.
Ein bisschen schade fand ich das am Ende bei dem Kapitel zu den Rauhnächten dann mit handfesten Daten hantiert wurde, obwohl direkt davor darauf eingegangen wurde, dass wir gar nicht wissen, wann die Rauhnächte bei unseren Vorfahren stattfanden, da sich unser Kalender mehrfach verändert hat, es damals gar nicht so wichtig war und je nach Region wahrscheinlich auch unterschiedliche Zeiten genutzt wurden.
Hier hätte ich mir noch mal einen Impuls gewünscht, offener mit den heute so feststehenden Daten umzugehen.

Dieses Buch eignet sich für alle, die mehr über die alten Bräuche und Rituale erfahren möchten, die in vielen Teilen vom Christentum übernommen wurden und somit für viele von uns heute ganz fest zu Weihnachten gehören. Aber auch um neue Inspiration für die Winterzeit und die Zeit der Rauhnächte zu bekommen.

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