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Veröffentlicht am 23.12.2025

Wieder ein Wunderwerk

Swedish Machines
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Linus und Valter freundeten sich im Schatten der Sperrzone Svartlöten an. Doch während Linus sein Leben außerhalb von Torsvik findet, bald sein alter Freund Valter dort und für ihn dreht sich alles um ...

Linus und Valter freundeten sich im Schatten der Sperrzone Svartlöten an. Doch während Linus sein Leben außerhalb von Torsvik findet, bald sein alter Freund Valter dort und für ihn dreht sich alles um das Ödland, wo sich die Sperrzone befindet.

Das Cover haut mich jetzt nicht so direkt um, aber da ich bereits Romane von Simon Stalenhag kenne, kann ich da getrost drüber hinwegschauen.
Denn wie die Bücher vorher auch, haut einen die Geschichte wieder um.
Und dabei dreht es sich diesmal nicht hauptsächlich um das schiefgegangene Waffenexperiment in Svartlöten. Dieses Szenarion ist lediglich die Hintergrundgeschichte der beiden Charaktere Linus und Valter.
Die beiden Jungen lernen sich früh kennen und werden durch die Faszination zur Sperrzone miteinander verbunden. Doch dann ist es wie so häufig im Leben, sie entwickeln sich auseinander. Doch immer, wenn sie sich wieder sehen, wäre es, als wären sie nicht getrennt gewesen.
Und diese Freundschaft zwischen den beiden ist es, um das sich das Buch dreht.
Der Autor beschreibt dieses erwachsen werden der beiden und immer wieder aufeinandertreffen so gefühlvoll, das man vergisst, welches Unglück auf der Insel, wo die beiden wohnen, passiert ist.
Wie soll es anders sein, unterstreichen die Illustrationen dieser tollen Geschichte nur noch mehr. Hier wird gezeigt, wie sie sich gegenseitig zuhören und Abenteuer erleben.
Doch man nähert sich der Geschichte von hinten, denn es beginnt damit, dass Linus zurück nach Torsvik fährt, weil etwas passieren wird. Was genau, das erfährt man erst im Laufe der Geschichte, aber man sieht immer wieder, wie er durch den Schnee zu Valter unterwegs ist.
Und dabei erfahren wir mehr über ihre enge Beziehung zueinander. Wirklich beeindruckend gemacht.
Das Ende ist auch wieder eine große Illustration, die mir als Leserin viel Platz für Interpretationen lässt. Und so habe ich mir meine eigenen Gedanken gemacht, was passiert sein könnte (die allerdings hier spoilern würden).
Das gefällt mir sehr gut an den Romanen von Simon Stalenhag. Ich bekomme nicht eine festgefahrene Geschichte, sondern ein Angebot, aus dem ich schöpfen kann. 😊

Mein Fazit: Wie die Bücher, die ich vorher gelesen habe, war auch dieses wieder ein Genuss. Mit viel Liebe zum Detail und einer gefühlvollen Story erzählt der Autor die Geschichte von Linus und Valter. Es gibt zwar die dystopischen Elemente, aber diese gehören nicht zum Hauptteil. Der Schauplatz ist eher nebensächlich, denn es ist ein Roman über das Erwachsen werden und zueinander finden.
Die Illustrationen sind wieder richtig gut geworden und unterstreichen die Texte wie gewohnt. Ich liebe einfach diese Kombination und empfehle auch dieses Buch des Autors wieder uneingeschränkt weiter. 😊

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Veröffentlicht am 21.12.2025

So ein wundervolles Buch!

Die Bibliothek meines Großvaters
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Seit ihrer Kindheit erzählt Kaedes Großvater ihr Geschichten. Doch seit er an einer besonderen Sorte von Demenz leidet, hat sie Angst ihn zu verlieren. Doch die Liebe zu guten Geschichten verbindet die ...

Seit ihrer Kindheit erzählt Kaedes Großvater ihr Geschichten. Doch seit er an einer besonderen Sorte von Demenz leidet, hat sie Angst ihn zu verlieren. Doch die Liebe zu guten Geschichten verbindet die beiden weiterhin.

Das Cover finde ich sehr bezeichnend, denn die Frau schaut ihrem Großvater hinterher. So geht es Kaede auch an einigen Stellen, denn durch das Alter und die Krankheit entfernt er sich immer mehr von ihr.
Und das ist auch ein wichtiger Teil dieses Buches finde ich, die Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater. Der Autor beschreibt das so liebevoll und schön, dass das Buch auch davon hätte handeln können. Wahrscheinlich rührt das daher, dass er selbst seinen demenzkranken Vater gepflegt hat und deshalb viel Persönliches hineingeflossen ist.
Wie gesagt eine richtig herzerwärmende Story, die ohne viel drumherum ausgekommen wäre.
Wäre, weil der Autor einen tollen Twist mit eingebaut hat. Nämlich die Kriminalfälle, die Kaede ihrem Großvater erzählt und die er dann auflöst.
Im Grunde sind es Whodunnit-Geschichten, die aber der Story Würze verleihen. Mir hat das ausgesprochen gut gefallen und ich bin so froh, dass ich mich für die Buchbox entschieden hatte, sonst wäre mir ein richtiges Juwel entgangen. 😊
Kaede ist eine eher schüchterne junge Frau, die lieber ihre Zeit mit Büchern verbringt als mit anderen Menschen, aber als sie dann doch mit ihrem Kollegen und dessen Freund ausgeht, haben wir direkt unseren ersten Fall zu lösen.
Interessant fand ich, dass es immer eine kleine Zeichnung gab, damit man selbst miträtseln konnte. Ich persönlich bin da nicht immer so gut drin, weil mir dieses Um-Die-Ecke-Denken nicht so liegt, aber ich bin den Gedankengängen der Protagonistinnen sehr begeistert gefolgt.
Manchmal sind die Ergebnisse und Geschehnisse vielleicht ein wenig weit hergeholt, aber das schmälert aus meiner Sicht das Lesevergnügen keineswegs. 😊
Das Ende hätte genauso gut so stehen bleiben können, denn obwohl es offenbleibt, passt es dadurch sehr gut zum Buch. Aber mit Freude habe ich gelesen, dass es sich hier um eine Trilogie handelt, und im nächsten Jahr erscheint Band 2. 😊
Manchmal habe ich mich etwas mit den Bezeichnungen aus Japan schwergetan, wenn über bestimmte Freund
innen oder andere Personen gesprochen wird. Aber eine Google Suche hat da bereits geholfen. Vielleicht wären hier aber kleine Fußnoten vom Verlag auch gut gewesen.

Mein Fazit: Ich habe mit der Buchbox einen richtig guten Kauf getan, denn sonst hätte ich dieses Buch nicht entdeckt.
Ich liebe es, dass dieses Buch so ganz anders ist, als was momentan sonst so auf dem Markt herumgeistert. Die Geschichte ist so schön und einfühlsam und zeigt, dass man auch ohne diesen ganzen Enemies-To-Lovers-Kram auskommen kann. Es geht viel um die Beziehung von Kaede zu ihrem Großvater und dazu kommen dann die einzelnen Whodunnit-Geschichten. So, so toll gemacht!
Wer mal was abseits vom Mainstream lesen möchte, ist mit diesem Buch bestens bedient, denn es hat etwas magisches und ist wie oben bereits gesagt, ein echtes Juwel. Ganz große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Wirklich faszinierend

Medea
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Als Jason in Kolchis auftaucht um das Goldene Vlies zu erringen, hilft ihm die Tochter des Königs, Medea. Bezaubert von seiner charmanten Art verrät sie ihre Familie und flieht mit Jason in seine Heimat. ...

Als Jason in Kolchis auftaucht um das Goldene Vlies zu erringen, hilft ihm die Tochter des Königs, Medea. Bezaubert von seiner charmanten Art verrät sie ihre Familie und flieht mit Jason in seine Heimat.
Medea, die Hexe von Kolchis. Von den Menschen für Ihre Taten gefürchtet und verabscheut, doch was steckt wirklich hinter ihren Taten?

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Es ist einerseits farbenfroh und doch lauert am Rand Düsternis. Das passt zu Medeas Charakter.
Ich fand Medea schon immer eine sehr faszinierende Figur in den griechischen Sagen. Denn, obwohl sie immer als böse, verräterisch und eiskalt dargestellt wird, liegt mehr in den Geschichten. Wie sollte sie sich denn wehren, wenn die Götter beschließen, dass sie sich Hals über Kopf in Jason verlieben soll, um ihn zum Sieg zu führen?
Doch dieser Roman ist aus ihrer Sicht geschrieben und zeigt, wie grausam ihr Leben in Kolchis mit ihrer Familie ist, die sie für ihre Magie verachten und vor allem ihr Vater nutzt sie für seine Zwecke aus.
Ich möchte natürlich keine ihrer Taten gutheißen, denn einige sind wirklich ziemlich unbegreiflich. Aber eigentlich ist sie nur eine junge Frau, die nie Liebe erfahren hat und auf einmal die Aufmerksamkeit und Beachtung eines jungen, attraktiven Mannes erhält. Wie gesagt, man muss ihr Alter bedenken und dann natürlich ihre Verliebtheit, dass man versteht, warum sie so vieles für Jason macht.
Ich bin mit diesem Fan noch begeisterter von Medea, denn die Autorin hat sie so deutlich beschrieben, dass man die Geschichten um sie besser erleben kann. Eine starke Frau, die allerdings erst lernen muss, von den Abhängigkeiten in ihrem Leben loszukommen. Um ehrlich zu sein, vielleicht auch eine traurige Geschichte, über ein Mädchen das Zuneigung sucht und Ablehnung findet. Und da sie fast immer nur Gewalt erlebt hat, gibt sie das leider zurück.
Wie die meisten Helden der griechischen Mythologie wird Jason in den eigentlichen Geschichten in den Himmel gelobt, aber hier lernen wir ihn kennen, wie er wirklich ist.
Von sich eingenommen und nur auf seinen Ruhm fixiert. Jason möchte unbedingt seine Wünsche durchsetzen, egal wen er damit verletzt oder zurücklässt. Dafür ist er gewillt, alles zu tun, bzw. Medea alles tun zu lassen. Aber über die Konsequenzen macht er sich keine Gedanken, vor allem nicht wie es ihr dabei geht. Eine sehr toxische Beziehung, denn mit kleinen Dingen bringt er Medea dazu für ihn zu morden, aber wenn es dann deswegen Ärger gibt, hat sie ihn vollkommen falsch verstanden.
Ein heuchlerischer Mann, der von Seite zu Seite einfach nur unsympathischer wird.
Wie bei allen Adaptionen, ist es keine komplett neue Geschichte, denn sowohl die Geschehnisse als auch das Ende sind bereits bekannt. Aber die Autorin haucht Medea Leben ein und erzählt ihre Geschichte so, wie ich sie bereits all die Jahre vorher gefühlt habe. Nicht Medea ist die Täterin, sondern das Opfer. Wie gesagt, sie macht sich natürlich an den Taten extrem mitschuldig, aber Jason sollte auf jeden Fall zur Mittäterschaft hinzugezogen werden. Tut mir leid, dass ich das so sagen muss, aber er ist ein richtiger Widerling!
Das Ende ist natürlich auch bekannt, aber ich liebe es, dass Medea endlich ihren Wert erkannt hat und ihren Platz im Leben gefunden hat.

Mein Fazit: Medea war immer eine Sagengestalt, die mich etwas traurig gestimmt hat. Denn sie wurde für alles alleine verantwortlich gemacht, was geschehen ist. Dabei hatte sie nie eine richtige Chance, es besser oder anders zu machen. Von den Männern in ihrem Leben wird sie immer wieder zu Dinge gedrängt, die sie nicht tun sollte. Und mit diesem Roman ist der Autorin eine wunderbare Hommage an die Hexe von Kolchis gelungen, die mich sehr fasziniert und gefesselt hat. Zudem werde ich Rosie Hewlett zu meiner Liste von Autorinnen hinzufügen, die richtig gute Adaptionen der Mythologie schreiben können. Das war nicht mein letztes Buch von ihr und euch ist sicher klar, dass ich dieses Buch nur weiterempfehlen kann! 😊

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Ich liebe es

Remnants of Filth. Buch 1
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Nach sechs Jahren kehrt Gu Mang aus dem Liao-Reich zurück. Als Gefangener, denn einst hatte er sein Land Chonghua verraten und ihm den Rücken gekehrt. Mo Xi empfindet nichts mehr außer Hass für seinen ...

Nach sechs Jahren kehrt Gu Mang aus dem Liao-Reich zurück. Als Gefangener, denn einst hatte er sein Land Chonghua verraten und ihm den Rücken gekehrt. Mo Xi empfindet nichts mehr außer Hass für seinen damaligen Geliebten. Doch ist wirklich alles so einfach erklärt?

Das Cover und generell die Gestaltung dieses Buches ist einfach wunderschön! Ich liebe den Buchschnitt und auch die Illustrationen im Buch. Wenn die Geschichte nicht überzeugen kann, das Aussehen schafft das schonmal.
Aber natürlich konnte mich auch die Geschichte sehr begeistern. Wer mich kennt, weiß, dass ich eigentlich kein großer Fan von Liebesgeschichten bin, aber irgendwie hat mich die Handlung doch gereizt und ich bin froh, dass ich mit dieser Reihe begonnen habe.
Denn auch wenn Mo Xi und Gu Mang einmal Geliebte waren, sind sie es nicht mehr, obwohl es trotzdem einen Hauch von Liebe noch gibt. Denn auch wenn Mo Xi an vielen Stellen sehr wütend und verletzt ist, merkt man immer noch, wie sehr er Gu Mang noch liebt. Es sind einfach diese Gesten zwischen den beiden, die sehr gefühlvoll und schön erzählt sind, das sogar ich richtig gerührt war. Selten habe ich sowas schönes gelesen. 😊
Da dieses Buch, der erste Teil einer Reihe ist, wird natürlich noch nicht alles aufgeklärt, aber die Geschichte mit Gu Mangs Verrat geht auf jeden Fall tiefer, das merkt man schon direkt in diesem Buch. Nichts ist ebenso einfach wie es scheint. 😉
Neben der Liebesgeschichte zwischen Gu Mang und Mo Xi, konnte man noch einiges über chinesische Kultur lernen, wobei es sich trotz allem bei dem Buch um eine Fantasygeschichte handelt und auch dieser Anteil kommt nicht zu kurz. Denn die Kriegerinnen in diesem Buch kämpfen mit Magie und Zauberei. Eine wirklich interessante und spannende Mischung.
Wenn ich was zu meckern hätte, dann das es keinen einzigen weiblichen Hauptcharakter gibt. Es dreht sich wirklich hauptsächlich um Männer. Klar, das ist ein sogenannter Danmei (eine chinesische homoerotische Erzählung), aber das schließt ja Frauen nicht grundsätzlich aus.
Aber das ist jammern auf hohem Niveau, denn beim Lesen selbst ist mir das nicht so extrem aufgefallen. Erst nach dem Lesen beim Nachdenken über diese Rezension.
Nichtsdestotrotz weiß ich jetzt schon, dass ich diese Reihe weiterlesen werde, denn nicht nur der riesengroße Cliffhanger am Ende reizt dazu, auch die Story selbst mit ihrer wunderbar beschriebenen Welt und den tollen Charakteren.
Vielleicht noch ganz kurz, zu Beginn ist es für mich nicht so einfach gewesen reinzufinden, denn die Autorin springt gerne in der Zeit ohne genaue Angaben dieser Zeitsprünge, aber als ich mich einmal damit zurechtgefunden hatte, war es ein angenehmer Lesefluss. 😊

Mein Fazit: Ein Lovers-to-Enemies-to-Lovers Danmei, wie es angekündigt wurde. Klingt kompliziert und vielleicht ist es das auch, aber die Autorin lässt es nicht so wirken. Es ist eine schöne Geschichte mit großen Gefühlen, die manchmal im Kleinen zu finden sind. Wenn ich dieses Buch schon mochte, dann wird es auf jeden Fall was für eingefleischte Liebesgeschichten Leser
innen sein. Dazu kommt diese tolle Fantasywelt, die mit der chinesischen Kultur verwachsen ist. Hinten im Buch gibt es übrigens ein ausführliches Glossar, dass bei einigen Dingen sehr hilfreich ist. 😊
Für mich gibt es hier nichts anderes zu sagen als absolut Lesenswert!

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Genau mein Humor

QualityLand
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Peter Arbeitsloser hat sich mit seinem Leben in QualityLand abgefunden. Er möchte nicht höher hinaus und lebt einfach so dahin. Bis TheShop ihm etwas schickt, was er gar nicht haben möchte, aber das absurde ...

Peter Arbeitsloser hat sich mit seinem Leben in QualityLand abgefunden. Er möchte nicht höher hinaus und lebt einfach so dahin. Bis TheShop ihm etwas schickt, was er gar nicht haben möchte, aber das absurde ist, sein Profil meint, er braucht das.

Das Buch gab es in zwei Versionen, um ehrlich zu sein, weiß ich nicht mehr genau, welche Farbe die andere hatte. Wie dem auch sei, das Cover ist simpel und okay. Aber nichts Besonderes.
Die Geschichte in den beiden Versionen ist dieselbe, allerdings gibt es je nach Buch andere Werbung. Werbung im Buch? Ja, zwischen der eigentlichen Geschichte, kann man in den Genuss kommen und die Welt von QualityLand besser kennen lernen, indem man Werbung für neue Produkte zu lesen bekommt oder kurze Artikel zu Ereignissen, die dann auch kommentiert werden. Sehr witzig auf jeden Fall. 😊
Das ist auch der Grundtenor des Buches finde ich, der Witz. Denn so richtig ernst, kann man diese Welt nicht nehmen. Wenn man hier also an Dystopien wie 1984 denkt, ist man schon weiter davon entfernt, denn wo Orwell eine richtige Gesellschaftskritik geschrieben hat, hat Marc-Uwe Kling hier eine humorvolle Weiterentwicklung unserer Realität entwickelt. Die höchstens im Hintergrund ernst durchkommt.
Ich meine, wenn man mehr auf seine App vertraut, wie das Wetter ist und dafür nicht aus dem Fenster schaut, dann ist das nicht so weit von der Wirklichkeit entfernt, wie gedacht. :D
Auf jeden Fall ist die Geschichte sehr lustig und ich habe zwischendurch richtig laut lachen müssen. Besonders manche Gespräche zwischendurch sind einfach nur skurril und total schräg.
Peter Arbeitsloser wird in der Geschichte auch eher zum unfreiwilligen „Helden“, denn so richtig will er sich nicht gegen das System auflehnen, aber er tut es dann doch. Einfach nur weil er nicht akzeptiert, dass er alles wollen muss, was ihm der Lieferdienst TheShop nach seinem Profil schickt.
Auf jeden Fall ist das Buch sehr kurzweilig und lässt sich richtig gut lesen, vor allem wenn man sich voll auf den Humor einlässt und nichts hoch Intellektuelles erwartet.
Nachdem ich das Buch gelesen hatte, habe ich mir direkt noch QualityLand 2.0 besorgt, denn ich bin ziemlich neugierig, was der Autor sich noch ausgedacht hat. 😊

Mein Fazit: Ein wahnsinnig lustiges und tolles Buch, was sich locker und leicht zwischendurch lesen lässt. Wer schon was von Kling gelesen hat, weiß was ich meine. Ansonsten sollte man seinen Roman einfach mal probieren, denn mit viel Witz hält der Autor einem den Spiegel vor. Ich habe richtig viel Lachen müssen bei der Lektüre. 😊
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

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