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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2026

Eine außergewöhnliche Geschichte, die lange nachwirkt

Das White Octopus Hotel
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Im Zentrum der Geschichte steht Eve, die in einem Londoner Auktionshaus arbeitet. Als sie auf Hinweise zum geheimnisvollen White Octopus Hotel stößt, lässt sie die Faszination für diesen Ort ...

Im Zentrum der Geschichte steht Eve, die in einem Londoner Auktionshaus arbeitet. Als sie auf Hinweise zum geheimnisvollen White Octopus Hotel stößt, lässt sie die Faszination für diesen Ort nicht mehr los. Das einst prachtvolle Grandhotel am See in der Schweiz scheint voller Rätsel zu sein – und als Eve schließlich dorthin reist, begegnet sie dort auch Max, mit dem sie auf unerwartete Weise verbunden ist. Gemeinsam geraten sie in eine Welt, in der Zeit, Erinnerungen und Möglichkeiten auf ungewöhnliche Weise miteinander verwoben sind.

Eve ist eine sehr interessante Protagonistin. Nach außen wirkt sie oft ruhig und kontrolliert, bleibt aber gleichzeitig lange etwas rätselhaft und schwer greifbar. Nach und nach wird deutlich, wie sehr ihre Vergangenheit und ihre eigenen Gedanken sie prägen. Gerade diese Mischung aus Stärke, Verletzlichkeit und Neugier macht sie zu einer Figur, deren Weg ich beim Lesen sehr gerne verfolgt habe.

Auch Max hat mir als Charakter sehr gefallen. Mit seiner ruhigen, manchmal rätselhaften Art bildet er einen schönen Gegenpol zu Eve, und das Zusammenspiel der beiden hat mich beim Lesen besonders berührt und neugierig gemacht.

Die Autorin erschafft mit dem White Octopus Hotel eine Welt, die gleichzeitig geheimnisvoll, melancholisch und voller Möglichkeiten wirkt. Zeit spielt dabei eine zentrale Rolle, ohne dass die Geschichte je ihren emotionalen Kern verliert. Statt nur ein clever konstruiertes Zeitreise-Abenteuer zu sein, erzählt das Buch vor allem von Entscheidungen, Schicksal und davon, wie eng Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbunden sein können.

The White Octopus Hotel hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Besonders beeindruckt hat mich die einzigartige Atmosphäre des Romans. Geheimnis, Emotion und die faszinierende Idee rund um Zeit und Schicksal greifen hier wunderbar ineinander.

Für mich war The White Octopus Hotel eine außergewöhnliche Leseerfahrung, die mich hervorragend unterhalten hat und noch lange nachwirkt – für mich ganz klar ein Highlight.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Spannend und sehr brutal

To Cage a Wild Bird
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In Dividium muss man ständig auf der Hut sein, denn ein einziger kleiner Fehler kann einen in das brutale Gefängnis Endlock bringen. Und hier kommt niemand mehr lebend heraus. Denn täglich finden ...

In Dividium muss man ständig auf der Hut sein, denn ein einziger kleiner Fehler kann einen in das brutale Gefängnis Endlock bringen. Und hier kommt niemand mehr lebend heraus. Denn täglich finden sogenannte Jagden statt, in denen reiche Bürger jagt auf die Gefangenen machen und diese dann bei "Erfolg" töten.
Als ihr jüngerer Bruder nach Endlock kommt, steht für Raven sofort fest, dass sie auch dorthin muss, um ihm bei zu stehen. Dieses Vorhaben braucht auch nicht lange und schon bald ist sie ebenfalls Gefangene und muss bei den Jagden um ihr Leben kämpfen.

Ich war zunächst unschlüssig, ob ich die Geschichte lesen möchte, bin aber nun sehr froh, dass ich es getan habe. Die ersten wenigen Kapitel war mir Raven und die Welt noch sehr fremd, aber spätestens ab der Verhaftung war ich richtig drin in der Geschichte.
Raven hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie ist jung, aber hat im Leben schon so viel erlebt, was sie geprägt hat. In jungen Jahren hat sie ihre Eltern an Endlock verloren und musste sich um ihren Bruder kümmern. Daher kann man ihren Entschluss ihm ins Gefängnis zu folgen sofort verstehen. Ihr Bruder ist die einzige Familie, die ihr noch geblieben ist. Nach und nach lernt sie in Endlock auch andere Insassen besser kennen und es entsteht ein gewisser Zusammenhalt. Diese Bande sind nur langsam entstanden, was ich sehr authentisch in dieser Umgebung finde. Und auch die Anziehungskraft, die zwischen Raven und dem Wachmann Vale besteht, konnte ich gut nachempfinden. Die Brutalität, die hier beschrieben wird, ist nichts für schwache Nerven. Man muss schon das ein oder andere Mal sehr schlucken. Aber dennoch, für mich, eine sehr lesenswerte Geschichte, die noch lange nachhallen wird. Und ich kann es nicht erwarten, dass der zweite Teil herauskommt und ich endlich erfahren kann, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Die Magie der Bücher

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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Als Tilly fünf Monate nach dem Tod ihres Mannes Joe einen Anruf von dem Buchhändler Alfie bekommt, kann sie es erst gar nicht glauben. Joe hat vor seinem Tod 12 Bücher ausgesucht - eins für jeden ...

Als Tilly fünf Monate nach dem Tod ihres Mannes Joe einen Anruf von dem Buchhändler Alfie bekommt, kann sie es erst gar nicht glauben. Joe hat vor seinem Tod 12 Bücher ausgesucht - eins für jeden Monat des neuen Jahres. Die einst so lesebegeisterte Tilly ist zunächst aber nicht sonderlich erfreut, denn seit dem Tod ihres Mannes hat sie kein Buch mehr in die Hand genommen. Doch dann beginnt sie zu lesen und mit dem Lesen kommt auch die Liebe zu Büchern wieder und nicht nur das: Die Bücher lassen sie Abenteuer erleben, von denen sie gar nicht mehr gedacht hätte, diese noch zu erleben.

Mir hat die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich gut gefallen. Tilly ist eine junge und sehr sympathische Frau, der man die Trauer anmerkt. Es ist schön sie auf ihrem Weg der Heilung zu begleiten und mit ihr die verschiedensten Abenteuer zu erleben. Aber auch den Buchhändler Alfie schließt man schnell in sein Herz. Seine einfühlsame Art passt perfekt zu der verletzten Tilly und auch er trägt eine Bürde mit sich herum, von der man erst nach und nach erfährt. Dies ist eine unheimlich warmherzige Geschichte über Trauer und Neuanfängen. Einfach perfekt für gemütliche Lesestunden.

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Schöne Fortsetzung

Willow-Falls-Reihe, Band 2 - Stay With Me in Willow Falls
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Paige fühlt sich rundum wohl in ihrem Leben. Sie hat eine eigene kleine Holzwerkstatt und kümmert sich liebevoll um ihre Tiere - einen Kater und drei Frettchen. Doch dann zieht eines Tages Miles ...

Paige fühlt sich rundum wohl in ihrem Leben. Sie hat eine eigene kleine Holzwerkstatt und kümmert sich liebevoll um ihre Tiere - einen Kater und drei Frettchen. Doch dann zieht eines Tages Miles ins Nachbarhaus ein und es ziehen dunkle Wolken auf. Denn Miles ist der ehemals beste Freund ihres Bruders. Seit einem fast tödlichen Unfalls vor Jahren haben sie keinen Kontakt mehr. Doch nach und nach verblasst Paiges Wut auf Miles und macht Platz für andere Gefühle.

Da mir Band 1 der Reihe schon sehr gut gefallen hat, war für mich direkt klar, dass ich auch die Fortsetzung lesen und nach Willow Falls zurückkehren möchte. Auch hier hat mich die Autorin Greta Milán nicht enttäuscht. Ich mochte die beiden Protagonisten Paige und Miles unglaublich gern. Die Chemie zwischen den beiden war auch direkt spürbar und authentisch. Dass die Geschichte sowohl aus Paiges als auch aus Miles Sicht geschrieben ist, hat mir sehr gut gefallen, den so erhält man einen guten Einblick in beider Gefühlswelten und kann ihr Handeln jederzeit gut nachvollziehen. Und das langsame Annähern der beiden hat mir gut gefallen. Die Auflösung war zwar für mich vorhersehbar, aber das hat meinem Lesespaß keinen Abbruch getan.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Eine sehr schöne Geschichte

Say You’ll Remember Me
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Bei der ersten Begegnung mit dem Tierarzt Xavier hätte Samantha nie gedacht, dass sie beide auch nur ein kleines bisschen zusammenpassen könnten. Doch dann ergibt es sich doch, dass beide zusammen ...

Bei der ersten Begegnung mit dem Tierarzt Xavier hätte Samantha nie gedacht, dass sie beide auch nur ein kleines bisschen zusammenpassen könnten. Doch dann ergibt es sich doch, dass beide zusammen auf ein Date gehen und es wird für beide unvergesslich. Blöd nur, dass Samantha am nächsten Tag ans andere Ende der USA zu ihrer demenzkranken Mutter zieht. Eine Fernbeziehung kommt für beide auch nicht infrage, aber dennoch bekommen sie einander einfach nicht aus dem Kopf...

Mich konnte Abby Jimenez ab der ersten Seite mit dieser wundervollen Geschichte in ihren Bann ziehen. Mit Samantha und Xavier hat sie zwei ganz tolle Protagonisten erschaffen, denen man gerne durch die Geschichte folgt. Die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach und man fiebert mit den beiden mit. Die Charaktere sind sehr authentisch gezeichnet und man nimmt ihnen ihre Ängste und Sorgen, aber auch die Gefühle zu einander zu jeder Zeit ab. Erst kämpfen sie gegen ihre Gefühle an und mit der Zeit für ihre Liebe. Die Entwicklung hat mir sehr gut gefallen und war auch zu jeder Zeit nachvollziehbar. Eine wirklich schöne Geschichte!

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