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Veröffentlicht am 14.11.2016

Solider romantasy Roman

Entfachte Glut
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Inhalt: Tanja Smith fällt es schwer, anderen zu vertrauen. Zu schmerzhaft sind die Narben aus ihrer Vergangenheit. Ihre Wunden verbirgt die junge Frau geschickt hinter der Fassade der fleißigen Studentin. ...

Inhalt: Tanja Smith fällt es schwer, anderen zu vertrauen. Zu schmerzhaft sind die Narben aus ihrer Vergangenheit. Ihre Wunden verbirgt die junge Frau geschickt hinter der Fassade der fleißigen Studentin. Erst als sie den attraktiven Kane kennen lernt, kommt ihr feuriges Temperament zum Vorschein. Doch auch Kane hat ein dunkles Geheimnis. Eines Morgens wacht Tanja mitten in der Wüste auf. Kane hat sie entführt, um ein altes Versprechen einzulösen. Tanjas Wut kennt keine Grenzen. Dennoch fühlt sie sich auf unerklärliche Weise zu Kane hingezogen. Als sie schließlich von seiner wahren Natur erfährt, muss Tanja sich entscheiden. Ist ihre Liebe stark genug, um alle Grenzen zu überwinden?


Die Protagonistin Tanja ist eine starke Frau, nicht immer selbstsicher, aber sie schafft es sich wieder aufzuraffen. So hat sie ihre Vergangenheit teilweise verarbeitet und lebt für ihr Studium, bis sie Kane kennen lernt. Ohne großes hin und her ist da diese gewisse Spannung, aber sie verstehen sich auch gut, es kommt zu einer langen Unterhaltung und einem normalen Date, bis er sie entführt.
Kane ist gefährlich, ohne Frage. Und verbirgt nicht nur ein Geheimnis vor ihr. Außerdem ein zerrissener Charakter, der einiges durchmachen muss, aus Sorge um Tanja und den Verrat von anderen Personen.

Die Welt in der wir uns befinden, ist einfach verflochten und erklärt. Einerseits gibt es "unsere Welt", nur mit magischen Wesen und das Reich der Dämonen. Es gibt noch andere Reiche, aber die besuchen wir in "Entfachte Glut" nicht.

Der Schreibstil ist schlicht, gut zu verstehen und man kommt ohne weiteres mit. Außerdem gibt es, da es sich um Romantasy handelt, einige erotische Szenen zwischen den Protagonisten, die angenehm ausgeschmückt sind.
Was mich aber gestört hat war, dass es sich ab einem gewissen Punkt (die Reise in der Wüste) in die Länge gezogen hat und ich fast die Geduld verloren habe. Da waren so viele Fragen gewesen und ich hatte das Gefühl ich würde so gar nicht voran kommen. Viel heiße Luft und nichts, in der Mitte des Buches, nur das Geplänkel zwischen den Protagonisten.
Aber zum Ende hin punktete die Autorin wieder durch mehr Spannung, Action und neuen interessanten Charakteren, die alles mehr voran getrieben haben. Außerdem wurde das Reich näher beleuchtet und viele Fragen wurden gelöst.

Zum Schluss lässt sich sagen, dass es sich hier um einen soliden romantisch-fantastischen Roman handelt mit zwei Protagonisten, wo die Chemie da ist und einigen Fantasy Elementen, wie Dämonen, Gestaltwandler, Magie und vielen anderen Wesen. Nur habe ich mir in der Mitte des Buches mehr Schnelligkeit gewünscht, da es für mich ein quälendes hin und her zwischen den Protagonisten war.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Jugenbuch mit SiFi und Liebe

Mind Games
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„Und da ist noch eine weitere Anweisung. Unter keinen Umständen darf ich den anderen mitteilen, was ich mit meinen Sinnen wahrnehme.“


Stell dir vor du verbringst dein komplettes soziales Leben im Netzwerk, ...

„Und da ist noch eine weitere Anweisung. Unter keinen Umständen darf ich den anderen mitteilen, was ich mit meinen Sinnen wahrnehme.“


Stell dir vor du verbringst dein komplettes soziales Leben im Netzwerk, egal ob es darum geht Freunde zu treffen, auf Erkundungen zu gehen oder Unterricht zu haben. Alles online. Nur wenige Menschen sträuben sich davor ein Display in den Kopf einzusetzen und online zu gehen.
Luna ist eine der wenigen Personen die sich wehren. Ihre eigene Mutter starb durch die virtuelle Welt. Doch ist das auch ihr Motiv als Verweigerin zu leben? Aber dann fällt sie dem Internet-Konzern PareCo auf . . .



Zu allererst das Cover. Wirklich überwältigend und passt perfekt zu dem Inhalt des Buches.
Abgesehen davon ist das Buch neben den einzelnen Kapiteln in sieben Große geteilt mit Coverbild und passenden Zitaten. Sehr schön und ich liebe einfach Zitate vor Kapiteln.
Die Idee hinter der Geschichte und ihre Darstellung hatte mich begeistert. Es kam einem alles so real vor und es war immer nachvollziehbar. Einfach logisch. Und man fragt sich oft, ob das nicht irgendwann passieren könnte?
Es begegnen einem viele verschiedene Charaktere und die Protagonistin ist ein willensstarkes Mädchen mit einigen Geheimnissen, dass auch mal zusammen brechen kann. In dem Roman wird sie als ein hochbegabtes Mädchen dargestellt, aber davon habe ich nicht viel gemerkt.
Zu den anderen Charakteren. An sich haben sie mir alle gut gefallen, die Guten, als auch die Bösen. Doch man erfährt nicht so viel von ihnen, wie man sich wünscht. Auch geht die Autorin nicht tief in die Handlugen rein und mir kam es zum Teil oberflächlich erzählt vor.
Die Geschichte erleben wir aus Lunas Perspektive und das Tempo nimmt mit jedem Kapitel zu, bis man vor dem Schluss steht. Die vielen Dialoge und schnellen Handlungen treiben einen regelrecht durch die 458 Seiten.

Im Fazit. Es ist ein gutes Jugendbuch aus dem Sci – Fi und Dystopie Bereich. Mal anders und mit einem interessanten Thema. Wiederum wünschte ich mir eine detailreichere Geschichte, mehr Gefühle und bitte nicht so viele Dialoge.

Veröffentlicht am 14.12.2025

Ein Abstieg in das Dark Romance Genre ...

Leave Me Behind
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Dark Romance trifft auf Militär-Action – und ich mittendrin

Ich weiß selbst nicht ganz, wie es passiert ist, aber TikTok hat mich so lange mit Clips zu Leave Me Behind befeuert, bis meine Neugier größer ...

Dark Romance trifft auf Militär-Action – und ich mittendrin

Ich weiß selbst nicht ganz, wie es passiert ist, aber TikTok hat mich so lange mit Clips zu Leave Me Behind befeuert, bis meine Neugier größer war als mein gesunder Menschenverstand. Und obwohl Dark Romance eigentlich nicht mein Zuhause ist, war ich bereit, dem Genre nach Hunting Adeline eine zweite Chance zu geben – vielleicht war es der Hype, vielleicht die Lust auf ein etwas „härteres“ Setting. Also gut. Ab ins Special-Forces-Untergrund-Gefühl.

Was mir gefallen hat

Die Grundidee ist wirklich stark: Militär-Verschwörungen, eine Spezialeinheit voller Misstrauen und Intrigen, eine Protagonistin, die sich in einem feindseligen Team behaupten muss – und irgendwo zwischen Blut, Verrat und Kugelhagel brodelt ein düsterer Love-Interest.
Die Action funktioniert, die Szenen sind intensiv, brutal und sehr filmisch. Und ja: Nell ist ein biestiges Kraftpaket – analytisch, stur und gnadenlos – eine Figur, die man nicht jeden Tag in Liebesromanen findet. Der Roman hat definitiv Unterhaltungswert: viel Tempo, viel Drama, viel „Ich kann nicht glauben, dass das gerade passiert“.

Was für mich nicht ganz rund war

So spannend das militärische Grundgerüst ist – es bleibt leider zu oft in der zweiten Reihe. Stattdessen dominieren die Beziehung, die Emotionalität und die tropenstarken Dark-Romance-Elemente, sodass das eigentliche Potenzial der Verschwörungsstory nicht voll ausgespielt wird.
Das erinnert ein bisschen an Hunting Adeline: großartige Idee, aber der Fokus rutscht weg von dem, was die Geschichte besonders hätte machen können.

Dazu kommen einige logische Lücken, Erzählabbrüche und Stellen, an denen die Figuren sehr „klischeehaft“ wirken – gerade Bradshaw, der zwischen gefährlicher Killermaschine und gebrochenem Hündchen hin- und herspringt. Und Nell, die sich gleichzeitig als Monster beschreibt, Harmonie sucht, aber auch wieder völlig ausrastet – das machte es mir schwer, richtig mitzufühlen.

Der zweite Teil des Buches wirkt fast wie ein anderer Roman: Erst Mobbing und Selbstbehauptung, dann plötzlich ein großes Mafia-/Intrigenspiel, das vorher kaum vorbereitet wird. Spannend, aber tonal etwas holprig.

Und ja… einige spicy Szenen überschreiten Grenzen, die für mich nicht mehr unter „dunkel“ fallen, sondern eher unter „Das gehört in Therapie“. Wer das Genre kennt, weiß, dass es solche Szenen geben kann, aber man sollte darauf vorbereitet sein.

Und dann dieses Ende…

Das Ende schlägt plötzlich einen völlig anderen Ton an – fast schon cozy, fast idyllisch. Für viele wahrscheinlich ein schöner Abschluss, auch für mich, weil ich aus klassischen Liebesromanen komme. Aber es wirkt tatsächlich wie ein Fremdkörper im Gesamtton des Buches. Ein kitschiges Schleifchen auf einer blutverschmierten Militarystory – aber gut, irgendwie hat es mich gerade deshalb gekriegt.

Hörbuch-Eindruck

Das Hörbuch wird von Marie Sandmann und Carlos Lunes gesprochen – und die beiden leisten wirklich hervorragende Arbeit. Die Perspektiven wirken klar getrennt, emotional gut erfasst, und die düsteren, angespannten Stimmungen werden hervorragend transportiert. Besonders die Actionszenen und die psychologischen Momente wirken im Hörbuch oft noch intensiver als im Text. Für mich war das Hörbuch definitiv ein Pluspunkt und hat einige schwächelnde Stellen der Handlung gut abgefedert.

Fazit

Leave Me Behind ist ein wilder Mix aus Dark Romance, Militär-Action, Intrigen und extremen Emotionen. Wer Logik, Realismus oder seelische Stabilität von Figuren erwartet, wird hier wenig glücklich.
Wer dagegen dunkle Vibes liebt, Action will, sich auf toxische Dynamiken einlassen kann und beim Spice nicht zimperlich ist, findet ein unterhaltsames, temporeiches und stellenweise wirklich packendes Buch.
Für mich war es ein kurioses, aber spannendes Genre-Experiment – und trotz aller Kritikpunkte hat mich das kitschige Ende auf eine charmante Art erwischt.

Veröffentlicht am 18.04.2022

In Ordnung ... aber kein Muss

Der Club der Rabenschwestern
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In einem Anflug von “Ich brauche wieder Teenie-Fantasy und das sofort!” – habe ich mit dem neuen Roman von Kass Morgan (Buchreihe: The 100) und Danielle Paige (Dorothy must die – mir unbekannt) angefangen.
Von ...

In einem Anflug von “Ich brauche wieder Teenie-Fantasy und das sofort!” – habe ich mit dem neuen Roman von Kass Morgan (Buchreihe: The 100) und Danielle Paige (Dorothy must die – mir unbekannt) angefangen.
Von der ersten Autorin kennen wir alle die verfilmte Buchreihe, wenigstens vom Hören und ich ging mit einigen Erwartungen rein.

Endlich darf die junge Vivi ans College und weit weg von ihrer übervorsichtigen Wahrsager-Mum, die mit ihr schon so oft den Wohnort gewechselt hat, wegen bösen Schwingungen, dass sie es gar nicht mehr zählen kann.
Und auf dem College gibt es für sie nicht nur die neu gewonnene Freiheit, sondern es wartet auf sie auch eine Schwesternverbindung, die von allen verehrt und legendär ist: Kappa Rho Nu – Ein geheimer Hexenzirkel.

Nur ist ein Mitglied, und hoffentlich nächste Vorsitzende, Scarlet so gar nicht begeistert von der Neuen, besonders als ihr Freund sich anfängt für sie zu interessieren …

So viel zum Teenie-Drama / Dreiecksbeziehungen / Liebesreibereien oder wie ihr es nennen wollt. Das interessanteste hier und auch das, was mich angesprochen hat, ist der Hexenzirkel!
Die Rabenschwestern, so nennen sich die Mädchen von Kappa Rho Nu, sind einer der mächtigsten Hexenzirkel. Manche Familien stellen seit Generationen Mitglieder und Scarlet entstammt einer dieser Familien. Vivi auf der anderen Seiten, weiß gar nichts über ihre Fähigkeiten und so haben wir zwei sehr unterschiedliche Protagonistinnen.
Die Autorinnen schreiben abwechselnd aus der Sicht der beiden Mädchen und mit flotten Tempo steigt die Spannung, wie auch die Gefahr.

Hexen auf dem College, in einer Verbindung – es wird gezaubert, Kräfte entdeckt und wer hätte es gedacht, was Böses tut sich auf.

Es kann natürlich nicht ruhig bleiben in einem geheimen Hexenzirkel und schnell erscheint ein unbekannter Feind, der dazu führt, dass alle zusammenarbeiten müssen. Besonders Scarlet und Vivi fällt es am Anfang schwer …
Ab dem Moment ging alles Schlag auf Schlag und kaum hatte ich mich versehen, war ich schon fertig mit dem Roman.
Es blieb eine ernüchternde Stimmung bei mir zurück, einfach weil ich mehr erhofft hatte. “Mehr” bei dem Figuren, “mehr” bei der Handlung, “mehr” bei der oberflächlichen und schon fast unnötigen Lovestory und ja, einfach “mehr” an jeder Stelle im Buch.

Als eine Netflix-Serie mit guter Cinegrafik kann ich mir Die Rabenschwestern sehr gut vorstellen mit dem College-Setting und der Hexerei. Als Buch war es mir zu flach, auch für eine kurze Unterhaltung und fand es an vielen Stellen ausbaufähig.

Das Buch hat im englischen Sprachraum (Originalsprache) bereits eine Fortsetzung bekommen, aber für mich ist hier Schluss.

Für kurzen, lockeren Spaß: okay. Sonst nicht!

Veröffentlicht am 07.02.2021

Es war vielversprechend

Last Human - Allein gegen die Galaxis
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Nach langer Zeit habe ich mich wieder auf einen Science Fiction Roman gestürzt, bzw. auf eine Space Opera, um ganz genau zu sein. Mich sprach gleich der Klappentext von Zack Jordans Debütroman an und ich ...

Nach langer Zeit habe ich mich wieder auf einen Science Fiction Roman gestürzt, bzw. auf eine Space Opera, um ganz genau zu sein. Mich sprach gleich der Klappentext von Zack Jordans Debütroman an und ich bekam eine Geschichte, die ich am Ende doch nicht ganz zuordnen kann.

ORIGINELLER EINSTIEG
Zu aller Erst ein großes Kompliment an Zack Jordan und seine Idee! Der Mensch als größte Gefahr der Galaxis? Ein Monster, dass vernichtet werden musste?
Eine sehr spannende Einleitung und Grundidee für seinen Debütroman. Unsere Protagonistin, ein weiblicher Mensch, begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit. Wie auch nicht.

Die Aliens, die hier vorgestellt werden, wirken jedoch viel monströser als ein Mensch. Als Leser ist man gleich Feuer und Flamme herauszufinden, wie es zu dieser Einschätzung zum Wesen “Mensch” gekommen ist.

Als Inbegriff des Bösen, hat es Sarya nicht leicht auf ihrer Mission, aber sie findet überraschend Freunde, wie auch Feinde und die Geschichte kommt viel schneller ins Rollen, sobald man die ersten actionreichen Szenen hinter sich hat.

PLÖTZLICHE WENDUNG
Mehr als die Hälfte des Buches fand ich richtig spannend, es konnte mich gut unterhalten und fesseln. Jedoch war das letzte Drittel des Buches für mich eine herbe Enttäuschung, den plötzlich entwickelte sich die Space Opera in eine ganz neue Richtung und ging ins Philosophische.
An sich nichts gegen diese Wendung an sich, aber es wurde für mich so verwirrend, dass ich kaum noch den Faden aufnehmen konnte.
Philosophie, Soziologie, Action zwischendurch und ein paar verwirrende Figuren mehr. Ich war am Ende. Wollte den Roman nur noch fertig haben und werde mir zweimal überlegen, ob ich ein weiteres Buch von ihm in die Hand nehmen sollte.

Für mich zum Schluss eine viel zu überladene Welt und verwirrend. Ich denke, eingefleischte Science-Fiction Fans werden es als unterhaltendes SciFi-Buch noch sehen können, denn Humor und Spannung hat es. Für mich war es nichts, bzw. das komplette letzte Drittel war für mich nichts – der Rest war vielversprechend.