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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2026

wunderbar für alt und jung

Alexander
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Da ich ein Schirach-Fan der ersten Stunde bin, war ich sehr gespannt auf das Buch "Alexander", dass sich zwar an jüngere Leser wendet, dass aber durchaus ein Familienerlebnis ist, wenn man es gemeinsam ...

Da ich ein Schirach-Fan der ersten Stunde bin, war ich sehr gespannt auf das Buch "Alexander", dass sich zwar an jüngere Leser wendet, dass aber durchaus ein Familienerlebnis ist, wenn man es gemeinsam liest und reflektiert.

Im Grunde geht es um die Menschenrechte und die Demokratie. Um die Überlegungen, die diesen zugrunde liegen und die hier in der Story von ein jungen Mensch, Alexander eben, in eienr antiken Welt zusamemn getragen werden. Dabei befragt er unterschiedlichste Menschen unterschiedlichster Gesellschaftsschichten und macht sich sehr viele Gedanken darüber, was für jeden einzelnen aber vor allem auch für das gemeinsame Miteinander wichtig ist.

Schirachs geniale Stärke ist es, mit wenig Worten genau die richtigen Fragen und Aussagen zu finden. So dass jeder zum Nachdenken angeregt wird aber man sich nicht bevormundet fühlt.

Ein wunderbares Buch für jung und alt.

Veröffentlicht am 20.01.2026

hervorragend

Minnesota
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Wenn Jo Nesbo einen neuen Thriller rausbringt, dann bin ich immer zur Stelle. Als bekennender Fan des Autors. Und da es sich um einen Standalone und einen neuen Ermittler handelt, war ich sehr gespannt.

Aber ...

Wenn Jo Nesbo einen neuen Thriller rausbringt, dann bin ich immer zur Stelle. Als bekennender Fan des Autors. Und da es sich um einen Standalone und einen neuen Ermittler handelt, war ich sehr gespannt.

Aber mal ehrlich. Neu ist an dem Ermittler vor allem, dass er in Amerika lebt und arbeitet. Aber das fatalistische, das Schicksal einer schwierigen Vergangenheit, die großen menschlichen Verluste, die Oz erlitten hat, das erinnert schon sehr an sein Pendant in Norwegen. Da bleibt Nesbo sich treu. Aber das düstere, depressive, blutige ist ein Markenzeichen, mit dem ich gut kann, da ich finde, es passt zu den Geschichten, die Nesob erzählt.

Es geht mal wieder nicht um einen Helden sondern einen Kerl, der spröde und sperrig ist und der nur in seiner Arbeit Erfüllung und Seelenheil finden kann.

Ein Thriller wie er sein sollte mit einer dicken Portion Psychologie und Gesellschaftskritik. Hervorragend.

Veröffentlicht am 19.01.2026

Leseempfehlung

Hazel sagt Nein
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Was passiert, wenn der Schulleiter einer Schülerin im Abschlussjahr ein Sex-Verhältnis aufzwingen will, damit sie ein gutes Zeugnis bekommt und die junge Frau ganz laut und deutlich Nein sagt?

Eine Kleinstadt ...

Was passiert, wenn der Schulleiter einer Schülerin im Abschlussjahr ein Sex-Verhältnis aufzwingen will, damit sie ein gutes Zeugnis bekommt und die junge Frau ganz laut und deutlich Nein sagt?

Eine Kleinstadt steht Kopf, eine Familie gerät in einen Sog an Ereignissen. Der ach so ehrbare Rektor behauptet, von Hazel beschuldigt, erst mal genau das Gegenteil. Sie hätte ihm Avancen gemacht. Als sich das als Lüge herausstellt, weil andere Frauen sich melden, wird er zwar freigestellt und schließlich entlassen, aber so ganz weg ist er dennoch nicht. Und Hazel? Die muss erst mal für sich klären, was sie von all dem hält. Wie mit so etwas fertig werden? Wie weiter in einer Kleinstadt leben, in der jeder jeden kennt? Auch der jüngere Bruder und die Eltern hadern mit der Situation. Werden hin und her gerissen.

Es ist ein typisch amerikanischer Roman. Es geht ein wenig um Alles. Um Me-Too, aber auch um Coming-of-Age, um Familienprobleme, um eine teilweise übergriffige Berichterstattung. Tatsächlich scheint sich die Situation irgendwie sogar in etwas Positives für Hazel zu verwandeln. Teilweise ist es sehr skurill, was da auf die Familie einprasselt. Aber leider vieles auch durchaus realistisch. Die Autorin versucht so viele Aspekte wie möglich in der Geschichte zu hinterfragen. Für mich stand am Ende aber immer die Erkenntnis - für jeden der Betroffenen - dass man NEIN sagen muss/kann/soll. Dass man den Tätern keine Macht geben darf und sei es dadurch zu Schweigen. Dass man sich nicht vor den Konsequenzen scheuen soll, denn es gibt immer auch Menschen, die einem helfen. Immer auch Möglichkeiten, das Ganze in etwa zu wenden, mit dem man leben kann, ja durch das man sogar eine Kraft und Stärke gewinnen kann.

Das Buch liest sich flugs weg und bietet auch einiges an Stoff zum Nachdenken. Nicht so dramatisch, wie ich im ersten Augenblick erwartet hatte aber mit einer Grundstimmung und einer Aussage, die mich am Ende auch durch das positive Ende abgeholt hat. Es wird ja oft heutzutage in Büchern eine Triggerwarnung ausgesprochen. Hier von mir die Warnung, dass das Ende eines ist, dass die Leserschaft zuversichtlich entlässt. Von der Autorin würde ich gerne mehr lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 14.12.2025

berührend

Da, wo ich dich sehen kann
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Das neue Buch von Jasmin Schreiber wurde für mich überraschend zu einem Jahreshightlight.

Ich kenne zwei Bücher der Autorin vor diesem hier. Der Mariannengraben war einfach nur toll. Und der Endling meiner ...

Das neue Buch von Jasmin Schreiber wurde für mich überraschend zu einem Jahreshightlight.

Ich kenne zwei Bücher der Autorin vor diesem hier. Der Mariannengraben war einfach nur toll. Und der Endling meiner Meinung nach fürchterlich langweilig. Abe rnach all den euphorischen Rezensionen habe ich mich jetzt doch an "Da, wo ich dich sehen kann" gewagt. Und bin restlos begeistert. Das klingt jetzt nach einem schönen Buch. Aber die Story ist alles andere als schön. Also man sollte sich gut überlegen, ob man ein Buch über Femizid verkraftet. Es ist ein absolut wichtiges Thema und es wird hier sehr einfühlsam und klug aufbereitet. Also für mich ein Must-read-Buch. Für Männer und Frauen.

Die Aufbereitung der Story verdient ein extra dickes Lob, denn die Autorin versucht auch möglichst vielen Blickwinkeln und mit möglichst vielen literarischen Mitteln ein Familiendrama zu schildern, dass mit dem Mord des Vaters an der Mutter nicht endet, sondern das Kind in eine Zeit katapultiert, in der es ein davor und danach gibt - für immer in ihrem Leben.

Berührend, schockierend, einfühlsam.

Veröffentlicht am 14.12.2025

happy-dramatic-end

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Mit dem ersten Band der "Ever & After"-Reihe habe ich Stella Tack als Autorin für mich entdeckt. Das liegt an zwei Dingen. Erstens hat sie es mit dieser Märchen-Fantasy-Welt geschafft, dass ich als Leserin ...

Mit dem ersten Band der "Ever & After"-Reihe habe ich Stella Tack als Autorin für mich entdeckt. Das liegt an zwei Dingen. Erstens hat sie es mit dieser Märchen-Fantasy-Welt geschafft, dass ich als Leserin ständig überrascht wurde zum anderen waren mir die Heldinnen und Helden sofort sympathisch und sowohl die Dialoge als auch das hohe Tempo haben mich durch die ersten zwei Bände der Trilogie durchgetragen. Endlich gibt es jetzt das Finale und es war eine runde Sache.

Die Dramatik ist von Anfang an hoch. Wer Teil 2 gelesen hat, weiß dass Rain sich in ein ziemliches Dilemma "gewünscht" hat und das gilt es jetzt aufzulösen. Damit muss sie nicht nur ihren Liebsten, ihre Freunde und die ganze Märchenwelt retten, sondern auch sich selbst.

Die Spannung war sehr hoch und ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können. Das Ende war eine runde Sache. Eine Mischung zwischen Happy und Dramatic End. Genau mein Fall.