Zwischen den Fronten
Wer die Toten störtIn ihrem historischen Kriminalroman begibt sich die Autorin auf die Spuren der Grabräuber im schottischen Edinburgh.
Gegen den Willen seiner Familie beschließt der etwas naive und stets behütete James ...
In ihrem historischen Kriminalroman begibt sich die Autorin auf die Spuren der Grabräuber im schottischen Edinburgh.
Gegen den Willen seiner Familie beschließt der etwas naive und stets behütete James Willoughby, ein Medizinstudium in Edinburgh aufzunehmen. Auch die grundlegend veränderten Lebensumstände schrecken ihn nicht ab. James merkt jedoch bald, dass nur ein Studium an der privaten Chirurgieschule Malstrom den gewünschten Erfolg bringen wird, denn dort verfügt man über eine hohe Anzahl an Anatomieleichen zum praktischen Lernen am Objekt. Doch da dieses Studium kostspielig ist, schließt sich James dem Sezierer Aneurin MacKinnon und seiner Grabräuberbande an. In deren Kreis wird James bald als Mitglied akzeptiert, und er verliert seine Skrupel hinsichtlich der Grabräuberei auf nächtlichen Friedhöfen. Die sich entwickelnde Romanze zu Aneurin trägt einen erheblichen Teil dazu bei. Gefährlich wird es, als Aneurins Grabräuberbande ins Visier von Burke und Hale geraten, die ebenfalls einen lukrativen Handel mit Anatomieleichen betreiben und das konkurrierende Institut von Dr. Knox bedienen. Diese beiden Ganoven schrecken auch vor Mord nicht zurück.
Verbotene Romanze: Durch die Romanze zwischen den beiden jungen Männern Aneurin und James wird der Roman streckenweise recht aufgebauscht, jedoch findet die Autorin immer wieder zur Handlung zurück.
Fazit: Der historische Kriminalroman "Wer die Toten stört" ist eine gelungene Mischung aus fiktiver Handlung rund um die Grabräuberbande von Aneurin und realen Begebenheiten und Personen, sprich die Serienmörder Burke und Hale sowie Dr. Knox. Die sympathischen Figuren von Aneurin und James machen diesen Krimi trotz des makaberen Themas der Leichenfledderei zu einem Lesevergnügen.