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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2025

Schöner Cosy Crime mit viel Landschaft

Mörderische Brise - Der Tote am Sandstrand
1

Das Buch "Mörderische Brise" ist das Auftaktbuch zu einer neuen Serienvon Nina Ohlandt und Jan F.Wielpütz.
Der Prolog erscheint mir zunächst etwas düster und unheilvoll, ergibt aber zum Ende des Buches ...

Das Buch "Mörderische Brise" ist das Auftaktbuch zu einer neuen Serienvon Nina Ohlandt und Jan F.Wielpütz.
Der Prolog erscheint mir zunächst etwas düster und unheilvoll, ergibt aber zum Ende des Buches einen Sinn.
Die Hauptfigur ist Hannah Bülow, Kommissarin die nach einem persönlichen Schicksalsschlag zu ihreralten Freundin Constanze nach Ostersande an der Ostsee zieht.sie arbeiten dort auf der Dienststelle zusammen.
Es wird eine Leiche am Strand entdeckt, die früher zu der Clique der beiden gehörte.
Sehr schnell wird klar, dass eine frühere Geschichte von Hannah und Constanze noch nicht zu Ende ist und unterschwellig die Geschichte begleitet. Im Verlauf kommt es zu einem weiteren Mord.
Die Charaktere sind für mich gut dargestellt, wobei ichmit Constanze nicht warm geworden bin. Einen Teil des Ausgangs der Geschichte fand ich vorhersehbar.
Den Anteil den der Vater von Constanze als Babysitter hatte fand ich konstruiert. Wer lässt seine Kinder von jemandem der fremd Ist beaufsichtigen.
Insgesamt ein schöner Cosy Crime der die Landschaft um die Wismarer Bucht gut beschreibt, wobei gemäß dem Genre der Anteil der kriminalistischen Geschichte nicht im Vordergrund steht, sondern andere Nebenschauplätze, wie Liebe, Freundschaft, Vertrauen, aber auch Misstrauen und Verrat. Sie sehr kann einen die eigene Vergabgebheit beschäftigen, bis man loslassen kann.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 25.08.2025

Schöne Geschichte aus Tausendundeiner Nacht

Der Duft der fernen Insel
1

Sarah Lark schreibt das Buch als Christina Rey. Die Ankündigung auf dem Cover hat mich etwas irritiert, da mir nicht klar ist, warum eine Autorin unter einem Pseudonym schreibt und dann aber
ihren korrekten ...

Sarah Lark schreibt das Buch als Christina Rey. Die Ankündigung auf dem Cover hat mich etwas irritiert, da mir nicht klar ist, warum eine Autorin unter einem Pseudonym schreibt und dann aber
ihren korrekten Namen mit angibt.
Der Duft der fernen Insel ist eine wunderschöne Geschichte die von einer jungen Lehrerein aus England handelt, die nach einer Operation sehend wurde und an einer Schule für blinde Kinder unterrichtet.
Eve bekommt die Chance nach Sansibar zu emigrieren, um dort eine erblindete Tochter des Sultans als Gouvernante zu unterrichten. Sansibar ist eine Insel die für Gewürze bekannt ist, aber auch für den Sklavenhandel. Dort wird der Islam als Kultur und Religion gelebt.
Für Eve eine völlige neue und unbekannte Welt.
Sie lernt bereits auf dem Weg zum Sultanspalast Fanny und Ethan kennen. Fanny wird sie begleiten, als Dolmetscherin und Ethan ist dort als Diplomat und Übersetzer tätig.
Die Tochter des Sultans lebt im Harem und ist dort als eher verzogenes und wildes Kind bekannt. Durch ihre Blindheit wurde ihr vieles nachgesehen.
Als der Sultan stirbt und es eine starke Konkurrenz der beiden Brüder um die Nachfolge geht, wechselt Nunu mit Eve und Fanny auf eine Gewürzplantage die ihr vererbt wurde.
Nunu und Eve verlieben sich beide in Ethan, der dort dann als Verwalter tätig wird. Was für Ethan fast schreckliche Folgen gehabt hätte.
Nunu entwickelt mit ihrer Blindheit ein feines Gespür für ihre Sinne und beginnt sich verstärkt mit Düften und Parfümkompositionen zu beschäftigen.
Im Weiteren erlebt Nunu viele Wechsel. Sie muss einen gewalttätigen Mann heiraten, flieht nach Europa mit einem weiteren Mann und findet dann irgendwann ihr eigenes Glück.

Ich habe die Geschichte als sehr wechselhaft und in einigen Teilen auch als etwas langatmig empfunden, gerade im zweiten und dritten Abschnitt war es etwas zäh. Die Beschreibungen der Insel, der Gewürze und der Menschen sind sehr bildhaft und auch die Protagonisten konnte ich mir gut vorstellen. Gerade im ersten Teil wo der Harem, Stonetown, die Menschen dort und das Zusammenleben der Frauen beschrieben werden. Der Sklavenhandel wird in der Geschichte mit einbezogen und ich konnte mir ein Bild von der Grausamkeit aus diesem Teil der Geschichte von Sansibar gut vorstellen, was die Insel aber sicherlich auch stark geprägt hat mit den Plantagen.
Auch die weiteren Orte an denen die Geschichte spielt sind gut heraus gearbeitet. Teilweise konnte ich die Gewürze, Aromen und Öle fast selbst riechen beim Lesen.
Das Buch hat von mir vier Sterne bekommen, da die Autorin für mein Empfinden in einigen Bereichen der Geschichte zu ausschweifend ist, es kommen immer wieder neue Handlungsaspekte und Orte hinzu und zum Schluss muss sich alles sehr schnell finden und das Buch ein Ende finden. Es ist schön, das zum Schluss jeder und jede ihren Platz gefunden hat, aber das Ende erscheint fast etwas kitschig.

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Ein Mord zum Dinner mit Ankündigung

Der Krimidinnermord
2

Der Krimidinner Mord ist der dritte Band einer Reihe von Colleen Cambridge.
Sie ist eine New- York Times Bestsellerautorin, die unter einem Pseudonym schreibt.
Mit dem Krimi bedient Cambridge einen guten ...

Der Krimidinner Mord ist der dritte Band einer Reihe von Colleen Cambridge.
Sie ist eine New- York Times Bestsellerautorin, die unter einem Pseudonym schreibt.
Mit dem Krimi bedient Cambridge einen guten „Whodunit“ Krimi.

Der Leser begleitet die Haushälterin von Agatha Christie während ihrer Mordermittlungen, denn in ihrer Gegenwart passiert immer etwas und sie kann besser und geschickter ermitteln, als der Inspector.
Phyllida Bright wird abends zu einer Gesellschaft eingeladen, wo sie den Haushalt
von Agatha Christie in ihrer Abwesenheit vertritt. Ein Landsitz in der Nähe, der von einem Ehepaar angemietet wurde. Es sollte eine Leiche zum Dinner serviert werden. Was als Spaß gedacht war, wurde für den Gastgeber Herrn Wokesley bitterer ernst, da er wirklich ermordet wurde.
Der Leser ist in die Ermittlungen, die von Phyllida durchgeführt werden, immer dabei und kann miträtseln und ermittelt, wer könnte der Täter oder die Täterin sein.
Es werden falsche Fährten gelegt, scheinbar zunächst unwichtige Details entpuppen sich als ausschlaggebenden Hinweis und zum Schluss, war es nicht der Gärtner 😊
Daneben gibt es Einblicke in einen britischen Haushalt, wo Anfang des 20. Jahrhunderts der Staubsauger seinen Einzug hielt und die Organisation und den Ablauf dort auch etwas durcheinander gebracht hat.
Das Buch bekommt von mir 4 Sterne da es sich gut liest, die Protagonisten sind sehr gut, fast bis ins Detail dargestellt und der Lesefluss ist angenehm. Einen Stern Abzug gebe ich für den dann doch sehr überschaubaren Ausgang des Krimis und das es zum Ende hin doch, im wahrsten Sinne des Wortes, etwas schnell gehen musste.
Phyllida ist „very british“ mit ihren Vorlieben und Abneigungen und auch ein kleiner Flirt mit dem Chauffeur findet seinen Platz.

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Veröffentlicht am 12.08.2024

Eine schöne Geschichte mit historischem Hintergrund

Die Löwin von Jerusalem
2

Ruben Laurin ist das Pseudonym des bekannten Autors Thomas Ziebula.
Laurin hat die biblische Geschichte aus dem AT in einen Roman verfasst, der sehr nah an der grundlegenden Geschichte ist, nur überwiegend ...

Ruben Laurin ist das Pseudonym des bekannten Autors Thomas Ziebula.
Laurin hat die biblische Geschichte aus dem AT in einen Roman verfasst, der sehr nah an der grundlegenden Geschichte ist, nur überwiegend aus der Sicht Bathsebas erzählt.
Einige Passagen wurden dazu erfunden, was aber für einen Roman legitim ist. Insgesamt erscheint das Buch gut recherchiert. Im Buch selbst geht es um Bathseba, die sich sehr jung, mit bereits 16 Jahren in David den zukünftigen König von Israel verliebt und verzweifelt versucht den Plan umzusetzen, dass sie seine Frau wird. Sie wird aber von ihrem Vater einem älteren rauen Mann Uriah versprochen, für das der Vater ein gutes Brautgeld bekommt. Der Vater lässt sich auch nicht davon abbringen, als er erfährt, dass Uriah nicht sehr gut mit Bathseba umgehen wird. Im Roman wird auch das Thema „David erschlägt Goliath“ aufgeführt mit Szenen aus dem Krieg, wie es sich hätte zugetragen haben können. Da die Geschichte wahrscheinlich bekannt ist, werde ich nicht weiter darauf eingehen.
Das Buch selbst ist schön aufgemacht. Das Cover zeigt eine Frau von hinten, vor einem königlichen Gebäude, sie hat etwas in der Hand. Es erscheint so, als wenn sie etwas dorthin bringen möchte. Das lässt Vorahnungen zu.
Auf der Innenseite befindet sich eine Karte von Israel und den übersetzten Songtext von L. Cohen zu dem Lied „Halleluja“, der Bezug nimmt auf die biblische Geschichte. Im Weiteren eine Zeittafel und die beteiligten Personen. Das macht Lust darauf das Buch zu lesen und sich auch mit der Erzählung zu beschäftigen.
Meiner Meinung nach liest es sich als historischer Roman recht gut, wobei die Zeitsprünge innerhalb des Buches nicht immer nachvollziehbar sind, und der Lesefluss unterbrochen wird, da man sich orientieren muss in welcher Zeitphase man sich befindet. Den ersten Teil fand ich sehr spannend, gerade die Szene wo Bathseba das erste Mal auf David trifft und sie gemeinsam die Löwin bekämpfen. Ein Band was sie durchgehend zusammen geschweißt hat.
Einige Szenen fand ich eher verstörend gerade, wo es um Vergewaltigungen von Bathseba durch Uriah geht. Dann gab es wiederum Szenen, die eher erotisch wirkten.
Dazwischen Beschreibungen des Krieges mit Blut, Verlust und Gewalt. Insgesamt eine sehr herbe Mischung. David konnte ich mir zunächst nicht als Vater des nächsten König Salomon vorstellen, da er für mich eher als Ehebrecher, Kämpfer, Unruhestifter und nicht beziehungsfähigen Mann dargestellt hat. Das hat sich geändert, nachdem er zum Schluss sich sehr um seinen neugeborenen Sohn Salomon bemüht hat.

Bathseba wird als mutige Frau, als Löwin dargestellt, die Risiken eingeht, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen, die aber auch nicht immer klar in ihren Entscheidungen ist. Teilweise wirkt sie etwas fanatisch in ihrer Begierde nach David. Sie hätte den eigenen Tod riskiert, wenn sie mit David keine Ehe hätte eingehen können.
Insgesamt bekommt das Buch 4 Sterne von mir, da ich mich mit einige Szenen etwas schwergetan habe.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Schönes leichtes Buch

Weihnachten mit Tony
2

Carie ist vor 7 Jahren aus Schottlang weggegangen nach Australien,
um dort in einem Zoo zu arbeiten. Wallabys liegen ihr sehr am Herzen.
Sie kommt jetzt zu Weihnachten nach Hause, auch weil ihr Vater
im ...

Carie ist vor 7 Jahren aus Schottlang weggegangen nach Australien,
um dort in einem Zoo zu arbeiten. Wallabys liegen ihr sehr am Herzen.
Sie kommt jetzt zu Weihnachten nach Hause, auch weil ihr Vater
im Krankenhaus liegt nach einer Herzattacke.
Ihr Vater ist ein engagierter Tierschützer, der sich für die Wallabys, die auf einer kleinen Insel leben sehr einsetzt.
Die Insel wurde jetzt verkauft und die neuen Eigentümer wollen dort ein Luxus-Resort erschaffen. Ausgerechnet Carries Jugendliebe ist der Architekt, der dort das Resort gestalten soll.
Im Verlauf des Romans kommt es zu einigen Verwicklungen, Missverständnissen
und Kommunikationsproblemen. Das Ganze spielt vor Weihnachten in den tief
verschneiten schottischen Highlands bei Loch Lomond.
Meiner Meinung nach ist der Roman „Weihnachten mit Tony“ eine lockere leichte Geschichte, wenig Tiefgang und einem geringen Spannungsbogen. Die wenigen Personen, die in dieser Geschichte vorkommen, sind wenig ausgearbeitet. Vieles bleibt an der Oberfläche. Die Landschaft wird schön beschrieben, so dass man Lust auf Schottland bekommt, gerade im Winter. Das sich die Geschichte an einer wahren Begebenheit anpasst, macht das Buch noch etwas reizvoller.
Carrie kommt Weihnachten nach Hause und trifft im Flugzeug bereits, ohne es schon zu wissen, auf die Käufer der Insel. Dann trifft sie ihre Jugendliebe wieder, wegen der sie nach Australien gegangen ist. Es kommt, wie es kommen muss, sie finden sich wieder.
Es gibt noch ein paar Kommunikationsdefizite, aber der Ausgang ist von Anfang an klar.
Tony um den es in dem Roman gehen sollte, spielt nach meinem Empfinden nur eine untergeordnete Rolle, eher Mittel zum Zweck.
Insgesamt kann man den Roman lesen, schön für ein gemütliches Wochenende mit Kekse backen und Glühwein trinken, aber wenig Tiefgang, deswegen auch nur 3 Sterne.
Ich hatte mir von dem Roman etwas mehr versprochen.

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