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Veröffentlicht am 15.12.2025

Very British Christmas

British Christmas
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Weihnachten in Großbritannien haben den Ruf, etwas ganz Besonderes, Einzigartiges und Unvergessliches zu sein! Die Vorstellung in einem verschneiten Cottage vor dem Kamin zu sitzen, Mince Pies zu essen ...

Weihnachten in Großbritannien haben den Ruf, etwas ganz Besonderes, Einzigartiges und Unvergessliches zu sein! Die Vorstellung in einem verschneiten Cottage vor dem Kamin zu sitzen, Mince Pies zu essen und einen Irish Coffee zu trinken, nachdem man einen langen Spaziergang draußen unternommen hat, ist großartig.

Und genau diesen Traum von Weihnachten in England lässt die Autorin Heide Christiansen in diesem Buch wahrwerden. Denn neben eindrucksvollen Fotografien von Landschaft, Dekorationen und Essen und Getränken zeigt sie auch sämtliche Traditionen, wie den Mistelzweig. Eingeteilt ist das Buch in sechs Abschnitte, die mit Herbst in England beginnen, gefolgt von Wintervibes, Funkelndes London, Very British Weihnachten, Weihnachten im Königshaus und New Year's Eve und das neue Jahr.

Dieses bildgewaltige Buch hat mich schon beim ersten Durchblättern zum Träumen gebracht. Denn die Fotografien sind eindrucksvoll, stimmungsvoll und qualitativ sehr hochwertig. Auch die Texte fassen die wichtigsten Informationen zu den entsprechenden Bildern kurz und ptägnant zusammen. Da ich es liebe, in fremde Küchen einzutauchen und so die Kultur auch von dieser Seite kennenzulernen, bin ich fasziniert von der Vielfalt der traditionellen herbstlichen und weihnachtlichen Küche der Briten. Da ich mittlerweile schon so einige Zeit mit diesem Buch verbracht habe und immer noch keinen Kritikpunkt gefunden habe, empfehle ich es uneingeschränkt weiter.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Noras ganz besondere Weihnachtszeit

Zimt, Schnee und Sterne
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Nora kämpft seit acht Jahren um die Familienbäckerei, denn damals ist ihre Mutter überraschend an Brustkrebs verstorben und für Nora war sofort klar, dass sie die Bäckerei weiterführen würde. Allerdings ...

Nora kämpft seit acht Jahren um die Familienbäckerei, denn damals ist ihre Mutter überraschend an Brustkrebs verstorben und für Nora war sofort klar, dass sie die Bäckerei weiterführen würde. Allerdings hätte sie nie gedacht, dass diese Jahre so hart werden würden. Möchte sie doch, dass ihre Mutter auch heute noch stolz auf sie wäre. Dafür steht sie mitterweile frühmorgens bereits in der Backstube, bereitet alles für den Verkauf vor und steht schließlich auch noch selbst hinter der Theke, denn ihre zwei Angestellten können sie längst nicht vollständig entlasten. Daher hat ihre beste Freundin etwas getan, was Nora wirklich wütend gemacht hat - sie hat Nora und ihre Bäckerei bei der TV-Sendung "Ärmel hoch" angemeldet und tatsächlich den Zuschlag für das Weihnachtsspecial erhalten, das sogar aus vier Folgen bestehen wird. Natürlich hat Bea gewusst, dass Nora alles andere als begeistert sein würde, aber nur so wird die Bäckerei weiterhin bestehen können, denn die Konkurrenz wächst und Noras Umsätze sinken stetig. Das erste Zusammentreffen mit Promibäcker Henrik verläuft entsprechend frostig. Auch während der ersten Drehtage ist die Stimmung angespannt und Nora fühlt sich von Henrik stets kritisiert und vorgeführt. Doch irgendwie knistert es auch immer wieder zwischen ihnen...

Heléne Holmström erzählt diesen Roman in zwei Zeitebenen, was dem Ganzen eine besondere Tiefe verleiht. Erzählt sie doch einerseits von Nora und Henrik, die das Familienunternehmen auf Vordermann bringen wollen und die lange Geschichte der Bäckerei wahren wollen. Andererseits gibts es aber auch die Zeitebene 1945, als die Witwe Tuula mit ihren beiden Kindern aus Finnland nach Schweden flüchten musste und dorthin kaum Hab und Gut nehmen konnte. Da die Handlung im November spielt und die TV-Sendung ein Weihnachtsspecial werden soll, herrscht eine vorweihnachtliche Stimmung vor, die sich beim Lesen auch auf die Leser überträgt. Da Nora eine starke, bestimmte und selbstbewusste junge Frau ist, die es versteht, für ihr Erbe zu kämpfen, sich aber mit Veränderungen schwertut, sorgt sie für so manchen Konflikt. Denn Henrik, der anfangs etwas arrogant scheint, möchte gerade das, denn er sieht, was Kleinigkeiten in dieser Bäckerei bewirken können.

Ich hatte bezaubernd schöne Lesestunden mit diesem Buch! Da ich selbst unheimlich gerne backe, hat mich die Geschichte rund um die Bäckerei und den besonderen Sauerteig sehr angesprochen. Aber auch die beiden Liebesgeschichten sind herzerwärmend schön. Auch wenn das Ende des Buches für ein paar Tränen gesorgt hat, werde ich das Buch in sehr guter Erinnerung behalten und sicherlich noch häufiger an diese Familiengeschichte zurückdenken.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

OTTOs ganz besonderes Weihnachtsfest

OTTO fährt los – Weihnachten in Finnland
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OTTO ist so glücklich, denn für ihn geht es wieder los. Und diesmal ist er schon mittendrin und setzt mit der Fähre nach Finnland über. Mit ihm reisen Anton, Mama Rike und Papa Jakob. Doch niemals hätte ...

OTTO ist so glücklich, denn für ihn geht es wieder los. Und diesmal ist er schon mittendrin und setzt mit der Fähre nach Finnland über. Mit ihm reisen Anton, Mama Rike und Papa Jakob. Doch niemals hätte OTTO gedacht, dass es so kalt in Finnland ist. Ihr erster Stopp ist auf dem ältesten Weihnachtsmarkt Helsinkis. Sie genießen die unterschiedlichsten finnischen Spezialitäten und sehen Kindern beim Feiern des Lucia-Fests zu. Danach geht es immer weiter in den Norden. Dabei probieren sie eine finnische Sauna mit anschließendem Eisbaden und das Angeln im Eis aus und bauen ein Schneehaus. Auch Polarlichter dürfen sie am Himmel entdecken und sind allesamt begeistert. Dem Weihnachtsmann statten sie ebenfalls einen Besuch ab und Anton wirft einen Brief mit seinem größten Wunsch in den Briefkasten des Weihnachtsmanns ein. Bei Elen Marit und ihrer Mama Biret verbringen sie einige Tage auf den Spuren der Sami, dem einzigen indigenen Volk Europas und lernen deren Rentiere hautnah kennen. Und obwohl sie ihr ursprüngliches Ziel für den Heiligen Abend nicht erreichen, weil sie noch Aimo helfen, wird die Feier bei ihm und seiner Familie unvergesslich schön.

Madlen Ottenschläger erzählt in diesem vierten Band wieder von OTTO, dem ganz besonderen Campingbus und seinen Erlebnissen. Denn nicht nur für Anton und seine Eltern, sondern auch für OTTO geht es nun zum ersten Mal nach Finnland. Da die Autorin neben den Reiseabenteuern auch viel über Land, Kultur und Bewohner erzählt, ist die Geschichte total interessant. Zusammen mit den Illustrationen von Stefanie Reich ist das Bilderbuch so perfekt gelungen.

Meine Tochter und ich lieben den frechen, liebenswürdigen und abenteuerlustigen OTTO sehr. Dieses neue Abenteuer entführt uns in ein Land, mit dem wir bisher kaum Berührungspunkte hatten und macht Lust auf eine Reise in das verschneite, weihnachtliche Finnland. Da wir so begeistert von dem Buch waren, haben auch meine Nichte und meine beiden Neffen ein Exemplar davon in ihren gemeinsamen Adventskalender gepackt bekommen und werden hoffentlich auch ihre Freude daran haben. Wer also noch ein tolles, herzerwärmendes und interessantes Kinderbuch verschenken möchte, kann dieses Buch aussuchen und für strahlende Kinderaugen sorgen!

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Veröffentlicht am 11.12.2025

... denn unverhofft kommt oft!

Winterglück und Inselzauber: Ein Weihnachtsfest auf Borkum
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Julia ist seit dem Sommer alleine für die Familienpension mit ihren fünf Gästezimmern zuständig. Denn nach dem Tod ihrer Mutter war es an ihr, das Familienunternehmen bestmöglich weiterzuführen. Doch sie ...

Julia ist seit dem Sommer alleine für die Familienpension mit ihren fünf Gästezimmern zuständig. Denn nach dem Tod ihrer Mutter war es an ihr, das Familienunternehmen bestmöglich weiterzuführen. Doch sie kämpft nicht nur mit den steten Problemen der Selbstständigkeit, sondern muss auch bestmöglich für ihren sechsjährigen Sohn da sein, der nicht nur seine Oma, sondern neben seiner Mutter auch die nächste Hauptbezugsperson verloren hat. So hat er sich nun sehr von allen zurückgezogen und ist viel zu still. Als nun ein schwerer Schneesturm mit Blitzeis und starken Windböen über Borkum hereinbricht, kann nicht nur Julia mit Leon nicht zu ihrer besten Freundin ins Allgäu aufbrechen, sondern auch ihre vier Pensionsgäste sitzen auf der Insel fest. Neben dem Rentnerehepaar Flora und Gerd, die schon Stammgäste von Julia sind, bleiben nun auch Nina, die Hobbysängerin, und Simon, der ausgebrannte Unternehmensberater über Weihnachten da. Damit keiner von ihnen die Zeit als schlecht und langweilig in Erinnerung behält, sorgt Julia nun gemeinsam mit ihren Gästen für ein unvergessliches Weihnachtsfest. Und ganz nebenbei wachsen sie zu einer richtigen kleinen Gemeinschaft zusammen.

Claudia Schirdewan hat mit diesem atmosphärischen Weihnachtsroman, der auf der Nordseeinsel Borkum spielt, die Leser sofort in ihren Bann gezogen. Denn ein Schneesturm auf Borkum klingt zwar ein wenig außergewöhnlich und kommt sicherlich nicht allzu häufig vor, sorgt aber für eine ganz bestimmte Stimmung, die den ganzen Roman winterlich und auch ein wenig romantisch werden lässt. Julia ist eine großartige, sympathische Protagonistin, die auch die meiste Zeit als Erzählerin fungiert. Nur hin und wieder kommen auch andere Charaktere, wie Simon, Nina, Flora oder Jasper zu Wort und verleihen der Handlung durch ihre ganz persönlichen Gedanken und Erlebnisse noch etwas mehr Tiefe.

Das Zitat aus der Überschrift stammt von Christbaumverkäufer Piet, der ebenso wie die Pensionsgäste und Julia und Leon auf der Insel festsitzt und ich finde, es passt einfach perfekt zu diesem Roman. Denn beinahe die gesamte Handlung wird durch den zufällig aufgezogenen Schneesturm, der alle Pläne umwirft und Spontaneität der Inselbewohner und Gäste fordert. Da ich den Erzählstil der Autorin sehr schön finde und die Seiten nur so dahingeflogen sind, hatte ich zwei bezaubernd schöne Leseabende.

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Veröffentlicht am 10.12.2025

Ein Weihnachtsfest für alle

Der kleine Bär und die Weihnachtsfreude
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Der kleine Bär hat beschlossen, dass er in diesem Jahr ein Weihnachtsessen für alle seine Freunde veranstalten möchte. Nur der Fuchs ist nicht erwünscht, denn er ist mit seinem Stern unterwegs. Als dieser ...

Der kleine Bär hat beschlossen, dass er in diesem Jahr ein Weihnachtsessen für alle seine Freunde veranstalten möchte. Nur der Fuchs ist nicht erwünscht, denn er ist mit seinem Stern unterwegs. Als dieser aber überraschend doch an die Tür des Bären klopft, gibt ihm dieser deutlich zu verstehen, dass er nicht erwünscht ist, haben doch die Ganz und das Seidenhuhn Angst vor ihm. Voller Enttäuschung und ganz still geht der Fuchs wieder davon, denn er hatte fest damit gerechnet, dass sich die Tiere über seine Gesellschaft freuen würden. Immer wieder muss der Bär nun an den traurigen Fuchs denken und macht sich schließlich auf die Suche nach ihm. Als er ihn endlich findet, liegt der Fuchs krank mitten im Wald und er nimmt ihn mit zu sich in die warme Wohnung. Denn Weihnachten ist ein Fest für alle!

Die Autorin Antonie Schneider hat gemeinsam mit Illustratorin Jana Walczyk eine Weihnachtsgeschichte über Freundschaft, Nächstenliebe und Toleranz erschaffen. Da die Geschichte in einfacher Sprache und nicht allzu langen Texten erzählt wird, eignet sie sich sehr gut für Kinder ab vier Jahren. Die Zeichnungen dazu sind detailreich und sehr stimmungsvoll und strahlen eine weihnachtliche Ruhe und Besinnlichkeit aus.

Meine Tochter und ich waren bereits beim ersten Durchblättern total begeistert. Denn die Geschichte ist wunderschön und vermittelt eine wirklich wichtige Botschaft. In Kombination mit den einzigartigen und ansprechenden Illustrationen ist das Buch rundum perfekt gelungen und absolut empfehlenswert!

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