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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2026

Hat mich nicht ganz überzeugt

Miez Marple und die Tatze der Verdammnis
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„Miez Marple und die Tatze der Verdammnis“ von Fabian Navarro ist 2025 im Haymon-Verlag erschienen. Der Krimi ist bereits der dritte Band der Cosy-Krimi-Reihe mit der Katzendetektivin Miez Marple. Für ...

„Miez Marple und die Tatze der Verdammnis“ von Fabian Navarro ist 2025 im Haymon-Verlag erschienen. Der Krimi ist bereits der dritte Band der Cosy-Krimi-Reihe mit der Katzendetektivin Miez Marple. Für mich ist das die erste Begegnung mit dem Autor und seiner tierischen Detektivin.

Weil ihre Dosenöffnerin Agathe Christenson einen Wanderurlaub antreten möchte, wird Miez Marple kurzerhand in das Luxus-Tier-Ressort Bellagio verfrachtet. Zunächst ist Miez Marple not amused, zumal sie das Zimmer mit dem alternden Schlagerkater Florian Silberschweif teilen muss, mit dem sie noch eine alte Rechnung offen hat.

Doch als am Tag nach der Ankunft eine der urlaubenden Showstar-Katzen tot aufgefunden wird, beginnt Miez Marple zu ermitteln, was nicht jedem Hotelgast in den Kram passt. Zudem ist ihr die Welt des Showbusiness nicht ganz so vertraut, weshalb sie über ihren Schatten springt und letztlich Silberschweif als ihren Assistenten akzeptiert. Doch der hat, wie so viele andere Hotelgäste, auch ein Geheimnis, das nicht enthüllt werden soll ....

Meine Meinung:

Meine Meinung zu diesem Krimi ist ziemlich zwiegespalten. Die Wortgewandtheit des Autors finde ich toll. So musste ich laut lachen, als ich von Gabriel zu Grundel, der Stockente gelesen habe, die am Finanzmarkt tätig ist, den Dachs beobachtet und mit Bitcorns handelt. Das muss einem erst einmal einfallen. Oder die Achtsamkeitsübung „Mensch barfuß auf Kies“, die Florian Silberschweif gerade übt. Welche menschliche Entsprechung gemeint ist, ist wohl klar.

„...Wie unhöflich von mir! Runter vom Sofa. Hasso runter vom Sofa ist mein Name. Ich bin hocherfreut, Sie zu treffen, ich bin ein großer Fan…“

Diese Vorstellung des Reisegefährten Labradoodle klingt stark nach „Bond, James Bond“ und ist wohl beabsichtigt. In ähnlicher Diktion geht es weiter.

Geschickt flicht Fabian Navarro auch Vorurteile und Befindlichkeiten, wie jene, die Miez Marple dem Schlagerkater Silberschweif gegenüber hat, ein.

Als Zeichentrickfilm ist der Plot sicherlich eine gute Grundlage, aber als Krimi hat mich die Handlung nicht wirklich überzeugt. Aber, vielleicht bin ich schon zu alt dafür oder zu realistisch. Ich mag ja auch das Genre Fantasy oder S/F nicht.

Fazit:

Es gibt, wenn ich die 5-Sterne-Rezensionen so ansehe, eine große Fan-Gemeinde von Miez Marple. Ich zähle mich nicht dazu und vergebe 3 Sterne.

Veröffentlicht am 16.12.2025

Hat mich nicht überzeugt

Das Geheimnis der weißen Weihnacht
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Der Verlag Klett-Cotta bringt seit einigen Jahren weihnachtliche Krimis heraus, die durch gediegene Aufmachung aus der Masse der Kriminalromane hervorstechen. Die Autoren sind durchwegs wenig bekannt. ...

Der Verlag Klett-Cotta bringt seit einigen Jahren weihnachtliche Krimis heraus, die durch gediegene Aufmachung aus der Masse der Kriminalromane hervorstechen. Die Autoren sind durchwegs wenig bekannt. Der diesjährige Krimi stammt, wie schon jener aus dem Jahr 2022 („Geheimnis am Weihnachtsabend-7“) aus der Feder von Gladys Maude Winifred Mitchell (1901-1983). Die Autorin hat insgesamt 66 Krimis geschrieben, von denen nur eine Handvoll in deutscher Sprache erschienen sind. Der vorliegende ist der 23. aus der Reihe.

Worum geht’s?

Die Psychoanalytikerin und Nervenärztin Adela Bradley mit Praxis in Oxford hat sich in London einen Namen als erfolgreiche Amateurdetektivin gemacht.

Nun, zu Weihnachten folgt sie abermals der Einladung ihres Neffen Carey Lestrange, der nun frisch verheiratet ist, nach Cotswolds, um gemeinsam mit anderen Gästen entspannte Feiertage verbringen will. Doch es kommt wieder einmal anders. Denn in die ländliche Idylle wird bald durch anonyme Briefe, die pikante Details enthüllen, merkwürdige Fußspuren im frisch gefallenen Schnne sowie einer geheimnisvollen Nachbarin und einem Mord, der nicht der einzige bleiben wird, unterbrochen.

Gut, dass Tante Adela vor Ort ist, denn trotz ihres nicht besonders einnehmenden Äußerem (oder gerade deswegen), verfügt sie über einen messerscharfen Verstand, mit dem sie auch diesen Kriminalfall souverän aufklärt.

Meine Meinung:

Ich gebe ja Autorinnen und Autoren gerne eine 2. Chance, weshalb ich diesen Krimi, der wie schon der erwähnte andere Weihnachtskrimi als „Lesegenuss“ bzw. als Pendant zu Agatha Christie hoch gelobt wird, gelesen habe.

Nun ja, wie schon zuvor, kann ich mich dieser Bewertung nur bedingt anschließen. Ja, zahlreiche skurrile Charaktere bevölkern diesen Krimi. Allen voran Adela Bradley, die als scharfsinnig und intelligente Frau beschrieben wird (eh klar, sonst könnte sie keine Nervenärztin und Psychoanalytikerin sein). Als Patientin würde ich mich allerdings vor ihrem Äußeren fürchten, denn ihre Mimik wird mit dem einer Schlange bzw. Alligators beschrieben, die mit ihrem „teuflischen Grinsen“ und „meckerndem Lachen“ die Leute verschreckt. Auch ihre mageren, klauenartigen Hände mit den gelben Fingern werden häufig erwähnt, was sie mir nicht sympathischer macht. Manchmal habe ich den Eindruck, dass sie selbst ihre eigene Patientin wäre. Vor allem dann, wenn sie jedes Gegenüber mit „mein Kind“ anspricht, egal ob es sich Freund oder Feind, ein wirkliches Kind oder gar den Polizeipräsidenten handelt.

Warum die Autorin eine solche Hauptfigur entworfen hat, erschließt sich mir nicht.
Der Schreibstil ist mir persönlich ein wenig zu langatmig, obwohl ich ruhige Krimis ohne viel Action sehr schätze.

Und nein, einen dritten Versuch einen Krimi von Gladys Mitchell zu lesen, starte ich trotz der gediegenen Aufmachung nicht.

Fazit:

Mir war dieser Krimi ein bisschen zu langatmig und die Ermittlerin höchst unsympathisch, daher nur knappe 3 Sterne.

Veröffentlicht am 30.11.2025

Hat mich nicht überzeugt

Die letzte Karte des Johann Philipp Andreae
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Ina, eine angehende Journalistin, betreibt mit ihrer Großmutter Angie, einer pensionierten Geschichtslehrerin, den beliebten „True-Crime-Podcast“, der sich mit historischen und zeitgenössischen Kriminalfällen ...

Ina, eine angehende Journalistin, betreibt mit ihrer Großmutter Angie, einer pensionierten Geschichtslehrerin, den beliebten „True-Crime-Podcast“, der sich mit historischen und zeitgenössischen Kriminalfällen beschäftigt.

Als sie in der aktuellen Folge das Leben des zwielichtigen Globenbauer Johann Philipp Andrae (1699-1760), der 1760 im Schwabacher Kerker gestorben ist, beleuchten, ahnen sie noch nicht, welchen Social Media Hype sie damit auslösen. Es geht das Gerücht um, es gäbe einen Schatz zu finden. Aus nach und fern reisen Schatzsucher an, die sich - von einem unbekannten Account leiten lassen.

Wenig später kommt es zu merkwürdigen Unfällen, die als „Fluch des Globenbauers“ subsummiert werden. Als es dann noch einen Toten gibt, ist trotz der hohen Like- und Klick-Zahl, Schluss mit lustig für Ina und Angie. Sie können sich diese Vorgänge nicht erklären.

Meine Meinung:

Als Vermesserin habe ich zunächst einmal unter „Karte“ eine Landkarte des Globenbauers verstanden und nicht eine Spielkarte, die hier eine gewichtige Rolle spielt. Da sieht man wieder was das Unterbewusstsein und Priming ausmacht (lach).

Ich habe gehörigen Argwohn den Social-Media-Communities gegenüber. Das Autoren-Duo zeigt deutlich, wie einfach Massen manipuliert werden können. Hier wird der natürliche Spieltrieb und die Neugier der Menschen ausgenützt, ohne an eventuelle Folgen zu denken. Wir erleben es ja ununterbrochen, dass durch Fake News falsche Wahrheiten verbreitet werden.

Der Krimi und seine Protagonisten haben mich nicht ganz überzeugt, daher gibt es nur 3 Sterne.

Veröffentlicht am 05.10.2025

Hat mich nicht ganz überzeugt

Festlich morden
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24 weihnachtliche Kurzkrimis sind wie Vanillekipferl oder Anisbögen in einer Keksdose. Einzeln köstlich, wenn man zu viele davon nascht, ist man leicht übersättigt.

So ähnlich ist es mir hier ergangen. ...

24 weihnachtliche Kurzkrimis sind wie Vanillekipferl oder Anisbögen in einer Keksdose. Einzeln köstlich, wenn man zu viele davon nascht, ist man leicht übersättigt.

So ähnlich ist es mir hier ergangen. Einzelne Krimis habe ich gut bzw. witzig gefunden, andere hätten ohne die weihnachtliche Verbrämung zu jeder Jahreszeit an jedem Ort stattfinden können, wie z.B. jener mit den Lovescammern, die sich an einsame ältere Frauen heranmachen. Manche bedienen Klischee und andere wiederum bilden die zwischenmenschlichen Beziehungen, die sich manchmal zu Abgründen verwandeln, ab.

Anerkennen muss wieder, dass es gar nicht so leicht ist, auf nur wenigen Seiten, eine spannende Geschichte zu schreiben. So haben Krimi-Koryphäen wie Volker Kutscher, Tatjana Kruse oder Jennifer B. Wind einen Beitrag geleistet.

Leider hat mir diese Sammlung von Festtagskrimis nicht so ganz gefallen, so dass es nur für 3 Sterne reicht.

Veröffentlicht am 20.09.2025

Hat mich nicht überzeugt

VIER
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Dieser Krimi ist die Fortsetzung zu Zehn, einem Krimi, in dem ein Serienmörder die Polizei Jahre lang an der Nase herumführt, bis ihm bei einem Showdown das Handwerk gelegt werden konnte, auch wenn sein ...

Dieser Krimi ist die Fortsetzung zu Zehn, einem Krimi, in dem ein Serienmörder die Polizei Jahre lang an der Nase herumführt, bis ihm bei einem Showdown das Handwerk gelegt werden konnte, auch wenn sein letztes Verbrechen, bei dem mehr als dreißig Personen und Dutzende schwer verletzt worden sind, nicht mehr verhindert werden konnte. Man muss den Vorgänger nicht unbedingt gelesen haben. Denn einige wichtige Aspekte von Zehn in der Fortsetzung rekapituliert bzw. erwähnt werden. Daher ist gewährleistet, den Anschluss zu finden.

Der Krimi beginnt mit einem Prolog und der Einvernahme eines Tatverdächtigen am 1. September 2020. Anschließend springt der Krimi in unregelmäßigen Abständen zwischen der Vergangenheit von 2001, 2008, 2012 und 2016 wieder nach 2020. Zwar ist bei jeden Kapitel der genau Tag angegeben, man kann das aber in der Gier, wissen zu wollen, was nun weiter passiert, leicht überlesen werden, sodass dann ein wenig verwirrt zurück geblättert werden muss.

Anders als in Zehn wird diesmal von Beginn an ordentlich ermittelt. Denn spätestens nach dem zweiten geköpften Opfer ist klar, dass ein direkter Zusammenhang mit der damaligen Mordserie besteht. Die Ermittler stehen unter Hochspannung. Übt hier jemand Rache? Oder will man ehemalige Mitwisser beseitigen? Nur wer?

Der alte Täter kann es nicht sein, denn der liegt, nachdem ihn seine Ehefrau, weil sie ihn zu stoppen versucht hat, durch mehrere Schüsse schwer verletzt hat, im Koma. Die fieberhafte Suche beginnt und ein Verdächtiger wird gefasst. Aber ist wirklich der Mörder mit dem Schwert, der auch den damaligen Ermittlungsleiter Kanther ermordet?

Meine Meinung:

Das Buch wird als Thriller beworben, was ich so nicht unterschreiben mag. Nur Zeitsprünge machen noch keinen Thriller. Der Schreibstil ist eher einfach gehalten. Allerdings gibt es einige Passagen, bei denen ich meinen Kopf schütteln musste. Ein Beispiel gefällig?

„Aury brannte. Lichterloh. Verdammt, sie hätte Steaks auf ihrer nackten Haut grillen können. Jedenfalls gefühlt.“

Ähem, das klingt schon sehr nach Groschenroman.

Mit den Charakteren bin ich auch nicht wirklich warm geworden. Vor allem, weil das Verhältnis zwischen Teamleiter Martin Paulus und seiner jungen Kollegin Aurelie die Ermittlungen überhaupt nicht weiterbringt, sondern die beiden eher ablenkt. Ließe man das weg, hätte der Krimi wohl nur die Hälfte der Seiten. Auch zu Charlotte, die als toughe Frau beschrieben wird, finde ich keinen Zugang.

Das Buch schließt dann mit gleich drei (!) Epilogen, von denen der letzte im Jahr 2021 am Krankenbett des Koma-Patienten spielt. Ich habe eine, nein eigentlich zwei, vage Ideen, die vermutlich erst im dritten Band dieser Reihe schlüssig beantwortet werden können. Denn an den festgenommenen Verdächtigen als Täter glaube ich nicht so recht.

Fazit:

So ganz kann mich dieser Krimi, der durchaus spannende Stellen hat, diesmal nicht überzeugen, weshalb er nur 3 Sterne erhält.