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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2017

Der dunkle Wald

Sommerende
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Die Schulferien sind fast zu Ende und Jakob genießt die letzten warmen Tage in der fränkischen Einöde. Aber ganz so ruhig wie es scheint, ist es doch nicht. Svenja ist verschwunden. Der Wald wird immer ...

Die Schulferien sind fast zu Ende und Jakob genießt die letzten warmen Tage in der fränkischen Einöde. Aber ganz so ruhig wie es scheint, ist es doch nicht. Svenja ist verschwunden. Der Wald wird immer dunkler. Und Drogengeld taucht auch noch auf.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Jedes Kapitel wird wieder von jemand anderem erzählt. Haupterzähler ist Jakob. Im ersten Moment fand ich die verschiedenen Schriftarten irritierend, aber im Laufe des Buches fand ich das passend.

Ich hätte mir ein bisschen weniger Perspektiven gewünscht und dafür ausführlicher. Paula oder Svneja kamen mir etwas zu kurz und waren nur oberflächlich erwähnt. Und auch Marco wird mehrmals erwähnt, aber mehr erfährt man über ihn nicht.

Was mich aber am meisten störte, waren die zum Schluss offenen Enden. Vieles bleibt vage und dem Leser selbst überlassen. Das finde ich einerseits schon spannend, andererseits sind es mir zu viele lose Enden.

Besonders gut gefallen hat mir die düstere Stimmung in dem Buch. Man fiebert richtig mit und das Buch nimmt richtig Fahrt auf. Allerdings war mir dann schon nach 300 Seiten klar, dass einiges ungeklärt bleiben wird. Es gibt einige Punkte, die mich näher interessiert hätten, aber nur oberflächlich erwähnt wurden.

Fazit: Ein düsterer Genremix, der mir gut gefallen hat. Für Leser, die offene Enden nicht zu sehr stören, eine absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 16.12.2025

Bibliothek trifft Garten

Botanic Hearts
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Nach einem Hurrikan ist die Bücherei von Tansy und ihren Mitarbeitern zerstört. Bis zur Entscheidung, ob ein Wiederaufbau stattfindet, dürfen sie im botanischen Garten ihre Arbeit fortsetzen. Doch Jack, ...

Nach einem Hurrikan ist die Bücherei von Tansy und ihren Mitarbeitern zerstört. Bis zur Entscheidung, ob ein Wiederaufbau stattfindet, dürfen sie im botanischen Garten ihre Arbeit fortsetzen. Doch Jack, der im Garten arbeitet, unterstützt sie wenig. So kommt es immer wieder zu Streit zwischen Tansy und Jack.

Ich finde die Idee und auch die Geschichte hinter der Entstehung der Geschichte bezaubernd. Da sind so viele kleine Details, die richtig schön sind. Ich finde es toll, wie sich die Bibliothek mit den Gegebenheiten arrangiert und daraus neue Ideen schöpft.

Natürlich war ich auch neugierig auf die Liebesgeschichte zwischen Tansy und Jack. Leider hat mich diese nicht so verzaubert wie der Rest. Immer wieder stutzte ich während dem Lesen, da es für mich nicht stimmig war. Tansy war zu extrem dargestellt, dass es mir schwer fiel ihre Entscheidungen zu verstehen. Bei Jack fehlte mir etwas, es wirkte nicht rund wie er dargestellt wurde. Von diesem Teil der Geschichte war ich enttäuscht.

Die Nebenfiguren sind interessant, bekommen aber teilweise zu wenig Raum (Irma und Marianne) um ihr Potenzial zu entfalten. Gleichzeitig war für mich nicht verständlich, woran die Mitarbeiter beispielsweise merken, dass Tansy sich so sehr einsetzt wie sie ihr das spiegeln. Also auch hier kleine Unstimmigkeiten aus meiner Sicht zu finden.

Fazit: Die Idee ist super, leider haben mich die Charaktere nicht zu 100% überzeugt.

Veröffentlicht am 05.11.2025

Nicht so spannend

Reggie Rabbit und der große Karottenraub
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Reggie wäre gerne Detektiv. Als es zu einem großen Diebstahl von Karotten kommt, sieht er seine Chance gekommen. Gemeinsam mit seiner Partnerin möchte er den Fall lösen.

Uns hat die Kombination von Comic ...

Reggie wäre gerne Detektiv. Als es zu einem großen Diebstahl von Karotten kommt, sieht er seine Chance gekommen. Gemeinsam mit seiner Partnerin möchte er den Fall lösen.

Uns hat die Kombination von Comic und Text gut gefallen. Das war einmal etwas anderes. Allerdings ist es schon viel Text und wenig Comic.

Meinen Kindern hat die Geschichte nicht so gut gefallen. Es ist nicht lustig und durch die Vorstellung der Personen zu Beginn auch nicht spannend. Denn es wird quasi schon verraten, wer hinter dem Raub steckt.
Das Cover hat uns auch nicht so angesprochen. Die Optik zieht sich durch den Comic. Also wenn einem das Cover nicht gefällt, wird der Comic auch nicht ankommen.

Letztendlich war ich dann auch von der Auflösung des Raubs enttäuscht. Das war aus meiner Sicht nicht stimmig. Ich hätte es besser gefunden, wenn Reggie den Fall gelöst hätte.

Veröffentlicht am 18.07.2025

Downhill ins Glück?

Downhill Dreams
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Josie lebt in Garmisch und ihre große Leidenschaft ist das Mountainbiken. Als ihr Levi Hardin, ein Star der Szene, gegenüber steht, merken beide schnell, dass sie sich anziehend finden. Doch Levi ist bekannt ...

Josie lebt in Garmisch und ihre große Leidenschaft ist das Mountainbiken. Als ihr Levi Hardin, ein Star der Szene, gegenüber steht, merken beide schnell, dass sie sich anziehend finden. Doch Levi ist bekannt dafür viele Affären zu haben. Zunächst lassen beide ihre Gefühle zu, aber Levi macht einen Rückzieher. Als sie sich wieder begegnen, ist die Anziehung immer noch da. Nur ist er jetzt der Trainer ihres Teams und eine Beziehung unmöglich.

Ich hatte noch nie eine Geschichte mit dem Setting Mountainbike gelesen und fand den Einblick in die Szene interessant. Auch die Uphill und Downhill Fahrten waren eine Bereicherung für das Buch.

Leider bin ich mit dem Schreibstil nicht warm geworden. Ich habe lange überlegt, woran das lag. Die erste Hälfte zog sich etwas. Es wird zu viel auf Details eingegangen. Gleichzeitig fand ich die Beschreibung der Emotionen nicht gelungen. Das Verhalten der beiden konnte ich zwar nachvollziehen, aber mir fehlten Emotionen, die auch bei mir ankommen. Beispielsweise spielt das Thema Angst eine Rolle. Doch die Emotion wird nur beschrieben. Man liest es, aber fühlt es nicht.

Ich finde die Geschichte und auch die Charaktere hatten großes Potential. Doch leider war der Schreibstil nicht überzeugend.

Veröffentlicht am 01.06.2025

Zu viele Klischees

Ganz aus Splittern
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Chrissy lebt in einem schwierigen Umfeld, doch in der Schule bringt sie große Leistungen. Als ihr der Wechsel in eine bessere Schule angeboten wird, zweifelt sie, ob sie sich dort einleben kann und die ...

Chrissy lebt in einem schwierigen Umfeld, doch in der Schule bringt sie große Leistungen. Als ihr der Wechsel in eine bessere Schule angeboten wird, zweifelt sie, ob sie sich dort einleben kann und die anderen Schüler sie akzeptieren werden. Doch sie wagt den Schritt. Schnell findet sie Anschluss, aber die Zweifel, warum der Wechsel möglich war, beschäftigen sie.

Ich mochte das Setting und auch den Schreibstil der Autorin. Das Buch liest sich sehr flüssig.

Leider fand man in dem Buch sehr viele Klischees, was ich wirklich schade fand. So war aus meiner Sicht nichts neues in der Geschichte, sondern schon bekanntes aufgewärmt.
Außerdem beschreibt die Autorin aus meiner Sicht zu viel und zeigt nicht durch Taten was die Personen fühlen. Beispielsweise ist Chrissy im Club, aber das Gefühl von Musik oder einem Clubbesuch kommt nicht rüber.

Das Ende ist mir fast etwas zu viel. Ich weiß, dass man in dem Genre etwas übertreiben muss, aber ich finde es passt nicht so gut. Warum fühlt sich Chrissy so alleine und hilflos? Vorher sind immer Menschen für sie da und das ändert sich auch nicht durch das, was ihr passiert ist. Das war für mich nicht schlüssig.

Fazit: Das Buch hat sich zwar schnell gelesen, aber überzeugt hat mich die Geschichte nicht, besonders aufgrund der klischeehaften Konstellation und den vielen Zufällen.