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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2017

Schwieriges Thema

Ich könnte das nicht
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Die Autorin berichtet in tagebuchartigen Einträgen von ihren Erlebnissen im Hospiz.

Ich denke, dass sie schon schonungslos Einblick gibt in ihre Erfahrungen. Man merkt auch, wie diese sie verändern. ...

Die Autorin berichtet in tagebuchartigen Einträgen von ihren Erlebnissen im Hospiz.

Ich denke, dass sie schon schonungslos Einblick gibt in ihre Erfahrungen. Man merkt auch, wie diese sie verändern. Man merkt aber auch die Jugend der Autorin und manchmal ist die Erzählung zu oberflächlich. Die Arbeit im Hospiz wird aber nicht ins lächerliche gezogen. Ich denke als erster Einblick in ein Hospiz ist das Buch geeignet. Für Leute, die sich schon intensiver mit Hospizen beschäftigt haben, würde ich das Buch nicht empfehlen.

Veröffentlicht am 09.11.2017

Ruby sucht das Glück

Sturm über Rosefield Hall
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Ruby wächst auf Rosefield Hall auf. Gerade sollte sie auf Bällen ihren zukünftigen Gatten finden, doch die Bewerber gefallen ihr alle nicht. Bei einem Ausritt lernt sie dann einen Mann kennen, der ihr ...

Ruby wächst auf Rosefield Hall auf. Gerade sollte sie auf Bällen ihren zukünftigen Gatten finden, doch die Bewerber gefallen ihr alle nicht. Bei einem Ausritt lernt sie dann einen Mann kennen, der ihr Herz erobert, aber ihre Eltern wären nicht begeistert von ihm. Was soll sie tun?

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt und greift viele verschiedene Themen aus der Zeit um 1900 in England auf. Ich finde, dass die meisten historischen Ereignisse gut in die Geschichte eingeflochten sind. Aber mir war es dann manches Mal auch etwas zu viel. Weniger ist manchmal mehr. Das war mir dann zu unrealistisch. Man hatte das Gefühl, dass wirklich alles noch reingequetscht werden muss, sei es die Geheimnisse ihres Bruders oder ihres Hausmädchens.

Wer eine einfache historische Liebesgeschichte erwartet, wird enttäuscht sein. Aber auch wer einen historischen Roman erwartet, kann nicht hundertprozentig glücklich sein. Da kenne ich spannendere Romane, die näher am Thema sind und nicht nur oberflächlich die Themen ankratzen. Deshalb vergebe ich 3,5 Sterne für dieses Buch.

Veröffentlicht am 21.09.2017

Lenas Chaos

Hummeln im Herzen
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Lena steht von einem Tag auf den anderen ohne Verlobten und ohne Wohnung da. Und zur Krönung verliert sie dann auch noch ihren Job. Doch Lena beschließt ab jetzt ihr Leben zu ändern und erfolgreich zu ...

Lena steht von einem Tag auf den anderen ohne Verlobten und ohne Wohnung da. Und zur Krönung verliert sie dann auch noch ihren Job. Doch Lena beschließt ab jetzt ihr Leben zu ändern und erfolgreich zu sein. Leider ist sie etwas chaotisch, sodass ihre Pläne nicht immer klappen wie geplant und ihr Herz hat andere Pläne wie sie.

Nachdem ich alle anderen bisher erschienen Romane von Petra Hülsmann schon gelesen habe, muss ich sagen, dass das ihr schwächster ist. Die anderen waren deutlich witziger. Trotzdem ist es ein schöner Liebesroman mit interessanten Charakteren, allerdings sind sie nicht so ausgereift wie in den anderen Büchern.

Der Schreibstil ist flüssig und das Buch liest sich schnell weg. Es ist natürlich klar wie die Sache ausgeht, doch Lena ist auch für Überraschungen gut.

Fazit: Mir haben die anderen Liebesromane von Petra Hülsmann besser gefallen als „Hummeln im Herzen“. Aber wenn man den Stil der Autorin mag, mag man auch dieses Buch. Da die Personen immer wieder in Folgebänden vorkommen, ist es schön auch deren Geschichte zu kennen.

Veröffentlicht am 05.09.2017

Der dunkle Wald

Sommerende
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Die Schulferien sind fast zu Ende und Jakob genießt die letzten warmen Tage in der fränkischen Einöde. Aber ganz so ruhig wie es scheint, ist es doch nicht. Svenja ist verschwunden. Der Wald wird immer ...

Die Schulferien sind fast zu Ende und Jakob genießt die letzten warmen Tage in der fränkischen Einöde. Aber ganz so ruhig wie es scheint, ist es doch nicht. Svenja ist verschwunden. Der Wald wird immer dunkler. Und Drogengeld taucht auch noch auf.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Jedes Kapitel wird wieder von jemand anderem erzählt. Haupterzähler ist Jakob. Im ersten Moment fand ich die verschiedenen Schriftarten irritierend, aber im Laufe des Buches fand ich das passend.

Ich hätte mir ein bisschen weniger Perspektiven gewünscht und dafür ausführlicher. Paula oder Svneja kamen mir etwas zu kurz und waren nur oberflächlich erwähnt. Und auch Marco wird mehrmals erwähnt, aber mehr erfährt man über ihn nicht.

Was mich aber am meisten störte, waren die zum Schluss offenen Enden. Vieles bleibt vage und dem Leser selbst überlassen. Das finde ich einerseits schon spannend, andererseits sind es mir zu viele lose Enden.

Besonders gut gefallen hat mir die düstere Stimmung in dem Buch. Man fiebert richtig mit und das Buch nimmt richtig Fahrt auf. Allerdings war mir dann schon nach 300 Seiten klar, dass einiges ungeklärt bleiben wird. Es gibt einige Punkte, die mich näher interessiert hätten, aber nur oberflächlich erwähnt wurden.

Fazit: Ein düsterer Genremix, der mir gut gefallen hat. Für Leser, die offene Enden nicht zu sehr stören, eine absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 16.12.2025

Bibliothek trifft Garten

Botanic Hearts
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Nach einem Hurrikan ist die Bücherei von Tansy und ihren Mitarbeitern zerstört. Bis zur Entscheidung, ob ein Wiederaufbau stattfindet, dürfen sie im botanischen Garten ihre Arbeit fortsetzen. Doch Jack, ...

Nach einem Hurrikan ist die Bücherei von Tansy und ihren Mitarbeitern zerstört. Bis zur Entscheidung, ob ein Wiederaufbau stattfindet, dürfen sie im botanischen Garten ihre Arbeit fortsetzen. Doch Jack, der im Garten arbeitet, unterstützt sie wenig. So kommt es immer wieder zu Streit zwischen Tansy und Jack.

Ich finde die Idee und auch die Geschichte hinter der Entstehung der Geschichte bezaubernd. Da sind so viele kleine Details, die richtig schön sind. Ich finde es toll, wie sich die Bibliothek mit den Gegebenheiten arrangiert und daraus neue Ideen schöpft.

Natürlich war ich auch neugierig auf die Liebesgeschichte zwischen Tansy und Jack. Leider hat mich diese nicht so verzaubert wie der Rest. Immer wieder stutzte ich während dem Lesen, da es für mich nicht stimmig war. Tansy war zu extrem dargestellt, dass es mir schwer fiel ihre Entscheidungen zu verstehen. Bei Jack fehlte mir etwas, es wirkte nicht rund wie er dargestellt wurde. Von diesem Teil der Geschichte war ich enttäuscht.

Die Nebenfiguren sind interessant, bekommen aber teilweise zu wenig Raum (Irma und Marianne) um ihr Potenzial zu entfalten. Gleichzeitig war für mich nicht verständlich, woran die Mitarbeiter beispielsweise merken, dass Tansy sich so sehr einsetzt wie sie ihr das spiegeln. Also auch hier kleine Unstimmigkeiten aus meiner Sicht zu finden.

Fazit: Die Idee ist super, leider haben mich die Charaktere nicht zu 100% überzeugt.