Cinderella meets Bodyguard
Küsse unter Kirschblüten – Tokyo Ever AfterDer Plot ist schnell erzählt: Izumi wächst bei ihrer Mutter in den USA auf. Durch einen Zufall erfährt sie, dass sie die uneheliche Tochter des japanischen Kronprinzen ist. Kurzerhand reist sie nach Japan ...
Der Plot ist schnell erzählt: Izumi wächst bei ihrer Mutter in den USA auf. Durch einen Zufall erfährt sie, dass sie die uneheliche Tochter des japanischen Kronprinzen ist. Kurzerhand reist sie nach Japan um ihn kennenzulernen, wo sie nicht nur auf ihren Vater, sondern auch auf den unendlich heißen Bodyguard Akio trifft. Die beiden verlieben sich in einander und alles könnte so schön sein - wenn da nur nicht die Klatschpresse wäre, die ihr Glück zu zerstören droht...
So weit, so gut. Die Idee der Geschichte fand ich ganz zauberhaft, eigentlich eine klassische Cinderella-Story, da Izumi arg mit den für sie neuen Regeln als Prinzessin zu kämpfen hat. Gut gefallen hat mir auch das Setting und dass man in der Geschichte viele Hintergründe über Japan und die dort herrschende Monarchie erhält. Für Izzy stellt dies natürlich den totalen Culture Clash dar - raus aus dem chilligen Mount Shasta, hinein in das steife und traditionsbewusste Leben des japanischen Adels.
An diesem Punkt wurde es nun allerdings schwierig für mich. Das japanische Königshaus war für meinen Geschmack viel zu schnell bereit, die neue Prinzessin in ihren Reihen aufzunehmen und sie sofort zur perfekten Adeligen zu trimmen. Und auch Izumi lässt das alles ohne großes Hinterfragen mit sich geschehen. Realistisch? Nö, nicht im geringsten. Dafür aber eine nette Unterhaltung für zwischendrin.
Die Liebesgeschichte zwischen Izumi und ihrem Bodyguard Akio war ganz zart und unschuldig und somit der Altersstufe des Ziel-Lesergruppe mehr als angemessen. Schön fand ich die Idee mit den Liebesbriefchen, die das Ganze für mich etwas greifbarer gemacht haben.
Mein Fazit: Die Geschichte ist wirklich für eine ganz junge Leserschaft geschrieben. Für meinen eigenen Geschmack war vieles zu unrealistisch und auch zu klischeebeladen. Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen, als seichte Unterhaltung zwischendrin. Die Japan-Vibes haben mir jedenfalls gut gefallen.