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Veröffentlicht am 17.12.2025

Ein Einblick in die Geschichte von Tuberkulose und wie Rassismus, Kolonialismus, Armut und andere Faktoren die Krankheit verschlimmern

Tuberkulose
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Ich mochte John Greens vorheriges Sachbuch vor allem wegen seiner Essaystruktur und obwohl "Tuberkulose" sich nur auf ein einziges Thema konzentriert, bleibt durch die Struktur der Kapitel doch das gleiche ...

Ich mochte John Greens vorheriges Sachbuch vor allem wegen seiner Essaystruktur und obwohl "Tuberkulose" sich nur auf ein einziges Thema konzentriert, bleibt durch die Struktur der Kapitel doch das gleiche Gefühl vorhanden.

Die Kapitel sind kürzer als in den meisten Sachbüchern, die ich bisher gelesen habe, was aus diesem Buch eine leichte Lektüre gemacht hat. Vor allem, da John Greens Vergangenheit als Romanautor deutlich wird in der Art und Weise wie er über Tuberkulose schreibt und wie er die Lebensgeschichte von Henry, einem an Tuberkulose erkrankten Teenager aus Sierra Leone, den John Green auf einer Reise kennengelernt hat, als "Rahmenhandlung" für die Erklärungen über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Tuberkulose verwendet.

Während viele Menschen nicht viel über Tuberkulose wissen oder gar nicht wissen, dass es sie überhaupt noch gibt (so wie ich, bevor ich dieses Buch in die Hand genommen habe), wissen wir doch vieles über die Faktoren, die den Zustand der Tuberkulose, ihre Patienten und deren Behandlung sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart beeinflussen, und John Green erinnert uns sehr gut an diese Parallelen und erklärt dann, wie genau sie mit Tuberkulose zusammenhängen.

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, sowohl wegen der Darstellung der Geschichte der Krankheit und wie Rassismus, Kolonialismus, Armut und andere Faktoren die Krankheit verschlimmern, als auch wegen John Greens Schreibstil, der das Lesen angenehm gemacht hat, auch wenn das Thema keineswegs angenehm ist.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Erwachsener als Vortex, aber genau so gut!

To Tempt a God
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Dieses Buch hat mich sehr schnell daran erinnert, warum ich Anna Benning nach der Vortex-Reihe auf die Liste meiner Lieblingsautoren gepackt habe und mir vorgenommen habe, alles zu lesen, was sie in Zukunft ...

Dieses Buch hat mich sehr schnell daran erinnert, warum ich Anna Benning nach der Vortex-Reihe auf die Liste meiner Lieblingsautoren gepackt habe und mir vorgenommen habe, alles zu lesen, was sie in Zukunft rausbringt.
Nun habe ich so viel Zeit damit verplempert nicht Dark Sigils zu lesen, dass ich Angst hatte, dass mir mit der vergangenen Zeit Anna Bennings Schreibstil vielleicht doch nicht mehr so sehr gefallen könnte.
Ich lag aber falsch und nicht nur werde ich jetzt gespannt auf "To Love a God" warten, sondern ich werde auch schleunigst "Was die Magie verlangt" nachholen müssen.

Aurora lebt auf einer Erde, auf der sich vor einiger Zeit Götter niedergelassen haben, die das Licht anziehen und dem Rest der Welt entziehen. Der Großteil der Welt ist dunkel, außer dem inneren Teil der Silver City, in der die Götter leben. Aurora lebt mit ihrem Adoptivvater und ihrem Bruder in einem äußeren Teil der Stadt, noch nah genug dran, dass sie überleben können, aber weit genug von den Göttern entfernt, um unter dem Radar zu bleiben.
Vor einiger Zeit hat Aurora sich Luxon angeschlossen, einer Widerstandsgruppe, und nach einem Unfall während eines Auftrags, der ihren Bruder ins Koma gebracht hat, auch wieder von ihnen abgewandt.
Als sie jetzt jedoch als Valet, als Dienerin, von den Göttern einberufen wird, bietet Luxon ihr einen Handel an: Sie kümmern sich um ihren komatösen Bruder, aber im Gegenzug dazu muss sie im Inneren des Götterrefugiums Aufträge für sie erfüllen. Aus Angst um die Gesundheit ihres Bruders sagt sie zu.
Colden, der Gott, der sie im Valet-Auktionshaus für sich als Dienerin gekauft hat, und dem sie bereits vorher begegnet war, als sie nicht wusste, dass er ein Gott war, verhält sich ihr gegenüber nicht so, wie sie es erwartet hatte oder wie es die anderen Götter gegenüber ihrer Valets tun. Er verfolgt auch seinen eigenen Zielen und gemeinsam werden sie in einen Konflikt verstrickt, der größer ist als sie beide.

Vor allem liebe ich Anna Bennings Schreib- und Erzählstil und sie könnte wahrscheinlich viele Sachen schreiben, die ich anderweitig uninteressant fände, und sie trotzdem so verpacken, dass ich gebannt lesen würde.
Ich fand die Charaktere in "To Tempt A God" leicht schwächer als in Vortex, aber trotzdem noch sehr gut, vor allem Aurora und Colden und einer der Antagonisten haben es mir angetan. Für den Rest des Casts hoffe ich, dass wir in den Fortsetzungen noch etwas mehr bekommen, was sie ein wenig runder wirken lässt.

Nach der Vortex-Reihe hatte ich auch hiervon irgendwie erwartet, dass es ein Jugendbuch ist, aber es ist doch etwas erwachsener als gedacht und beinhaltet eine spicy Szene.
Da der Plot jedoch in der Vortex-Reihe schon ausreichend komplex war, sieht man in diesem Aspekt nicht so den Unterschied, sondern kriegt hier genau, was man erwartet.

Das wird definitiv eine Romantasy-Empfehlung von mir und ich kann es kaum erwarten, die nächsten Teile zu lesen!

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Wir wissen wie es ausgeht, und trotzdem ist Hoffnung da

Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange
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So skeptisch ich auch war, eine Geschichte über einen Bösewicht zu lesen, dieses Buch hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen.

Coriolanus Snow, wie er in diesem Buch dargestellt wird, ist eine Figur ...

So skeptisch ich auch war, eine Geschichte über einen Bösewicht zu lesen, dieses Buch hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen.

Coriolanus Snow, wie er in diesem Buch dargestellt wird, ist eine Figur mit komplizierten Gedanken über Ethik und Moral. Er ist immer noch dabei herauszufinden, wo er steht: zum Krieg, zu den Hungerspielen, zum Kapitol und zu den Distrikten und ihren Beziehungen. Macht, Ehrgeiz und Vermächtnis spielen dabei eine Rolle, aber auch Liebe, Freundschaft und Menschlichkeit.

Dieser Coriolanus ist noch nicht der Präsident Snow, den wir aus den Büchern der Tribute von Panem kennen, obwohl man sich vorstellen kann, wie ein Junge wie er dort landen könnte.

Er scheint immer noch rettbar und erlösbar zu sein, und ich habe immer wieder gehofft, dass er die Entscheidungen trifft, die ihn von dieser Zukunft wegführen, auch wenn ich wusste, dass diese Geschichte nicht so enden würde.

Es gibt keine Entschuldigungen für seine Handlungen und sein Schicksal, die Charakterzüge, die ihm zum Verhängnis wurden, waren immer da und kamen in entscheidenden Momenten während des gesamten Buches zum Vorschein.

Es ist die Geschichte eines Bösewichts und gibt nie vor, etwas anderes zu sein, auch wenn es uns hoffen lässt, dass dies nicht der Fall ist.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Schöne Liebesgeschichte über eine historische Sufragette

Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen
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Dies war eine sehr schöne Liebesgeschichte und ich fand es sehr gut, dass die Protagonistin eine Suffragette war, auch wenn ich gehofft hatte, dass das auch mehr im Mittelpunkt stehen würde. Am Anfang ...

Dies war eine sehr schöne Liebesgeschichte und ich fand es sehr gut, dass die Protagonistin eine Suffragette war, auch wenn ich gehofft hatte, dass das auch mehr im Mittelpunkt stehen würde. Am Anfang fühlte es sich so an, als ob Annabelle eine Suffragette wäre, nur damit sie ihren Love Interest kennenlernt und es keine größere Bedeutung für die Entwicklung ihrer Liebesgeschichte hätte. Später wurde es dann wichtiger, was ich sehr genossen habe, aber trotzdem hatte ich mir in dieser Hinsicht ein bisschen mehr erhofft.
Trotzdem habe ich mich beim Lesen sehr gut amüsiert und kann diesen Liebesroman sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 15.02.2025

Süße Second Chance Romance mit Tiefgang

Delicate Dream
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"Delicate Dream" fokussiert sich auf Emmeline und Odell, zwei junge Erwachsene, die als Kinder gemeinsam aufgewachsen sind und füreinander geschwärmt haben, aber die letzten sechs Jahre keinen Kontakt ...

"Delicate Dream" fokussiert sich auf Emmeline und Odell, zwei junge Erwachsene, die als Kinder gemeinsam aufgewachsen sind und füreinander geschwärmt haben, aber die letzten sechs Jahre keinen Kontakt hatten. Er, der erstgeborene Sohn der Familie Evergreen, denen ein Parfümimperium gehört, und sie, die Tochter der Haushälterin der Evergreens, die einen überragenden Geruchssinn und Interesse an der Geruchwelt hat.
Als der Tod seines Vaters Odell und seine Geschwister dazu zwingt, wieder in das Haus ihrer Eltern zu ziehen, laufen sich die beiden wieder unterwegs und Odell, dessen Geruchssinn seit eines Unfalls geschwächt ist, bittet Emmeline um Hilfe bei der Entwicklung eines Parfüms, das über seine berufliche Zukunft entscheidet. Dabei kommen sie sich wieder näher.

Dieses Buch bestach vor allem durch seinen Schreibstil. Klar, die Duftwelt wurde sehr detailliert beschrieben, da sie sowohl für Emmeline als auch für Odell und ihre gemeinsame Geschichte relevant ist, aber auch der Rest der Handlung wurde ähnlich lebhaft beschrieben. Sowas könnte auch ablenkend sein, aber es hat perfekt in die Gefühlswelt der beiden Protagonisten hineingepasst.

Generell mag ich auch gerne Second-Chance-Romanzen und "Delicate Dream" war eine tolle Ausführung dieser Trope. Zu Anfang wissen wir, dass Emmeline und Odell in der Kindheit und Jugend füreinander geschwärmt haben, aber sie aus irgendeinem Grund jetzt nicht miteinander reden. Es ist offensichtlich, dass sie sich gegenseitig noch sehr viel bedeuten und dass sie noch immer das Leben des Anderen beeinflussen. Nach und nach finden wir heraus, wie es vor sechs Jahren auseinandergegangen ist und wie die damaligen Gründe heute noch relevant sind oder nicht, und ich es hat mir sehr gefallen, mitzuverfolgen, ob sie es dieses Mal schaffen würden sich nicht davon abhalten zu lassen, miteinander glücklich zu werden.

Mir hat auch sehr gut gefallen, wie die Liebesgeschichte mit den anderen Nebenhandlungen verwoben war: Odells Beziehung zu seinen Geschwistern und zu seinem Vater, wie er seine Rolle in der Firma und der Familie sieht, Emmelines berufliche Zukunft.

Am Ende gibt es einen Second-Act-Breakup, wovon ich kein Fan bin, und ich hätte es schöner gefunden, wenn Odell seinen Geruchssinn permanent verloren hätte (auch wenn ich handlungsmäßig nachvollziehen kann, warum er ihn zurückbekommen hat), aber das waren die einzigen beiden Kleinigkeiten, die mich gestört haben.

Insgesamt 4,75 Sterne, und ich freue mich schon darauf Maris Buch anzufangen.

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