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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2026

Geschickt erzählt, solide spannend

Wem du traust
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Das Cover verspricht mit seinem düsteren, einsamen Charme einen spannenden Krimi.

Ein Albtraum für Eltern, Susannes Tochter, die fünfzehnjährige Sofie ist morgens nicht Zuhause angekommen. In der Nacht ...

Das Cover verspricht mit seinem düsteren, einsamen Charme einen spannenden Krimi.

Ein Albtraum für Eltern, Susannes Tochter, die fünfzehnjährige Sofie ist morgens nicht Zuhause angekommen. In der Nacht hat sie für Eva und Daniel als Babysitter gearbeitet und sollte von Daniel nach Hause gefahren werden. Dieser beteuert auch, sie vor dem Haus abgesetzt zu haben. Das pikäre, Susanne und Eva sind seit Schultagen Freundinnen und haben Sofie anfangs sogar gemeinsam großgezogen. Auch die Freundschaft steht plötzlich unter Druck, nachdem die leitende Ermittlerin Heidi Daniel ins Visier nimmt und sich dieser in Lügen verstrickt. Kann Eva ihrem Mann noch trauen?

Der Krimi wird vor allem aus zwei Blickwinkeln erzählt, von Eva die ihrer besten Freundin zur Seite steht und zur gleichen Zeit immer stärker an ihrem Mann und dessen Geheimnissen verzweifelt. Sowie von Heidi der Ermittlerin, die sich schnell auf Daniel konzentriert, da alle Spuren auf ihn zu zeigen scheinen. Dazu sind einzelne Kapitel eingeschoben, die von Ängsten und Sorgen einer nicht benannten Person in Gefangenschaft erzählen und sich dramatisch zuspitzen.
Mir gefällt diese Art zu erzählen, da sich mehrere Erzählstränge kreuzen, ergänzen, aber auch Platz für eigene Gedanken bieten. Hinzu kommt, dass die Kapitel sehr kurz sind und sich zügig lesen lassen, denn ein weiteres geht da immer noch.
Leider war mir ab der Hälfte schon recht klar, wohin die Reise gehen wird, so dass mir die Haupthandlung nicht mehr so überraschend war, diese rückt auch teilweise in den Hintergrund. Aber dafür kommt noch eine zweite dramatische Wendung hinzu, die mir genug Spannung geliefert hat. Das Ende hat mir dann sehr gefallen auch wenn es in gewisser Weise traurig ist.

Mein Fazit, ein kurzweiliger Krimi mit guter Story, spannenden Einblicken in glücklich wirkende Familien, aber mit für mich wenig überraschenden Wendungen. Dennoch gut zu lesen und raffiniert aufgebaut.

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Veröffentlicht am 17.12.2025

Tolle Farben, schöne Aktionen zum ausführen

Komm mit, Weihnachtseselchen
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Beim Titel "Komm mit Weihnachtseselchen" bin ich ja etwas zwiegespalten, nachdem ich das Buch mit meinem Kind gelesen habe. Was macht diesen Esel zum Weihnachtsesel? Weil er einem Stern folgt und draußen ...

Beim Titel "Komm mit Weihnachtseselchen" bin ich ja etwas zwiegespalten, nachdem ich das Buch mit meinem Kind gelesen habe. Was macht diesen Esel zum Weihnachtsesel? Weil er einem Stern folgt und draußen Schnee liegt? Zudem wird damit geworben, dass die Weihnachtsgeschichte erzählt wird, diese kenne ich jedoch anders, daher war ich zunächst etwas enttäuscht. Nichtsdestotrotz erzählt die Geschichte des Esels von einer Reise mit Hilfsbereitschaft und neu gewonnen Freunden, welche einem Stern folgen. Am Schluss finden sie in einem Stall ein junges Lamm, dem sie Geschenke mitbringen.

Optisch sind die Illustrationen sehr gelungen und farbenprächtig anzuschauen, leider kann ich hier nur die PDF-Version bewerten und im Druck macht man meist kleine Abstriche in der Leuchtkraft. Die Texte sind kurz und ich denke, gut verständlich für das vorgeschlagene Lesealter.

Auf den Seiten sind unterschiedliche, einfache Aktionen für kleine Zuhörer auszuführen, die so aktiv die Geschichte mitgestalten und erleben können. Ähnliche Mitmachaktionen kenne ich bereits aus einem anderen Buch und mein Kind ist immer begeistert dabei. Es wird gepustet, gestreichelt, angetippt oder geschüttelt und sehr niedlich, zum Schluss werden die Tiere von der letzten Seite zugedeckt. Etwas schade allerdings hier, das Lamm liegt etwas abseits, während Esel und Ochs kuscheln, es wäre schöner gewesen, das Lamm dürfte auch kuscheln. Aber sonst hat mir die Geschichte gut gefallen und sie lässt sich nicht nur vor Weihnachten lesen.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Wissen für den Lesestart

Dein Lesestart: Weißt du schon alles über das Weltall? Ab 1. Klasse
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Dies ist unser erstes Buch aus der Reihe DUDEN Dein Lesestart, optisch und von der Umsetzung der Texte hat es meinem Kind sehr gefallen. Das Cover von "Weißt du schon als über das Weltall?" ist übersichtlich ...

Dies ist unser erstes Buch aus der Reihe DUDEN Dein Lesestart, optisch und von der Umsetzung der Texte hat es meinem Kind sehr gefallen. Das Cover von "Weißt du schon als über das Weltall?" ist übersichtlich und einladend gestaltet und fügt sich in die bestehende Reihe ein, bei der uns noch weitere spannende Titel finden.

Optisch gefallen mir, die übersichtlichen Kapitel, welche sich farblich immer abgrenzen, sowohl bei der Hintergrundfarbe der Sätze, als auch in der textlichen Gestaltung. Ergänzt werden die Texte durch passende Illustrationen, zum besseren bildlichen Verständnis, so wird z.B. für den Begriff "weißer Zwerg" der aus der Sonne entsteht, sobald diese erlöscht, ein kleiner Zwerg abgebildet. Jedes Kapitel endet in einer Rätsel-Doppelseite, diese kam am besten an.

Die Texte sind groß geschrieben, in einfachen kurzen Sätzen und werden in Silbenfarben dargestellt, diese können gut gelesen werden, der Inhalt ist allerdings teils noch schwer auch vorzustellen. So z.B. Die Größe des Weltalls oder die Entstehung durch den Urknall, ist für die 1. Klasse noch weit hergeholt. Ergänzt werden die Leseanfängertexte durch Vorleseseiten mit Profiwissen, bei denen Kinder ihr Wissen noch vertiefen können.

Würde das Buch allerdings aufgrund des Fachwissens erst für die 2. oder 3. Klasse empfehlen, noch kamen die Themen bei uns nicht ganz an, aber wir lesen es einfach später nochmal.

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Veröffentlicht am 05.12.2025

Verwirrspiel

Safe Space
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In Safe Space sucht Anna nach Antworten auf die Frage, was mit ihrer Schwester Sina vor 6 Jahren geschehen ist. Diese ist seit damals spurlos verschwunden und Anna wird noch heute von der Erinnerung des ...

In Safe Space sucht Anna nach Antworten auf die Frage, was mit ihrer Schwester Sina vor 6 Jahren geschehen ist. Diese ist seit damals spurlos verschwunden und Anna wird noch heute von der Erinnerung des blutgetränkten Schlafzimmers verfolgt. Sie lässt sich als Psychologin ausbilden und begibt sich auf eine Spur, welche in die Haftanstalt Weyer führt. Tatsächlich bekommt sie dort einen Job und beginnt eigene Ermittlungen aber keiner darf ihre wahren Gründe erfahren. Gleichzeitig hat auch das Böse nun ein Auge auf sie geworfen und es bleibt offen wer gewinnt.

Sarah Bestgen erzählt die Geschichte aus drei Perspektiven, Anna in der Gegenwart, Sina aus vergangenen Tagebucheinträgen und Leon, ein Freund von Sina, der selbst eine schwierige Vergangenheit verarbeitet und Sina vor Ihrem Verschwinden beschützen wollte. Dank der unterschiedlichen Erzählstränge bekommt man die Informationen immer Stück für Stück offen gelegt und das große Ganze bleibt bis zum Schluss verborgene. Der Thriller ist ein einziges Verwirrspiel aus Lüge und Wahrheit und nicht ausgesprochenen Gedanken und Gefühlen. Die vorkommenden Personen aus der Gegenwart werden absichtlich nicht näher vorgestellt, damit man sich allein auf Annas Wahrnehmung konzentrieren kann, leider ist es so auch etwas verwirrend diese Charaktere einzuschätzen oder Mitgefühl zu entwickeln.

Das Grundgerüst des Thrillers ist gut durchdacht und die Auflösung am Ende kam überraschend aber war dennoch im Rückblick gut nachvollziehbar umgesetzt. Ich konnte mich allerdings mit keiner der Figuren identifizieren und musste mich hier und da aufraffen, vor allem im Mittelteil, nicht den Faden zu verlieren und weiter zu lesen, da mich Sinas und Annas Verhalten zunehmend verärgert hat. Ich hätte mir hier stärkere Frauen gewünscht, vor allem Anna scheint alles aus ihrem Psychologie Studium zu vergessen, als sie ihren Job in Weyer antritt. Generell scheinen alle mit einem persönlichen Trauma zu kämpfen, was ich beim Lesen sehr anstrengend empfand.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Fesselnd und spannend bis zum Schluss

Gehe mit den Toten
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"Gehe mit den Toten" ist mein erster Thriller den ich von Alexander Hartung gelesen habe und er hat mich sofort gefesselt. Nachdem der bekannte Wohltäter Bernhard Döring brutal ermordet aufgefunden wird, ...

"Gehe mit den Toten" ist mein erster Thriller den ich von Alexander Hartung gelesen habe und er hat mich sofort gefesselt. Nachdem der bekannte Wohltäter Bernhard Döring brutal ermordet aufgefunden wird, versucht eine junge Kripobeamtin den Mörder zu finden. Dabei macht sie noch weit schlimmere Entdeckungen und sie gerät in tiefe Machenschaften einflussreicher Personen. Als sie von ihrem Chef ausgebremst wird, bittet sie ihren ehemaligen Kollegen Simon um Hilfe und ermittelt auf eigene Faust.

Allen voran ist mir hier die sympathische Ermittlerin Lara Plank, direkt ans Herzen gewachsen. Sie ist etwas rebellisch und verpeilt, aber bleibt hartnäckig am Fall und entdeckt auch geschickt die kleinsten Hinweise. Vielleicht nicht immer realitätsnah, jedoch geschickt um die Spannung weiter aufzubauen. Aber auch in die anderen Charaktere konnte ich mich gut einfühlen und ich muss sagen, bis zum Schluss, war ich auf der falschen Fährte.

Die Kapitel sind mir generell etwas lang, aber da ich dieses Buch eh nicht aus der Hand legen konnte, ist es mir beim Lesen nicht groß aufgefallen. Der Fall wird im Verlauf immer mysteriöser und brenzliger und ließ mich bis zum Schluss nicht los. Immer neue Verdächtige und schockierende Enthüllungen gepaart mit wortgewannten und spritzigen Diskussionen ließen mich schaudern und schmunzeln.

Jetzt brenne ich darauf die weiteren Bücher der Reihe um Lara Plank zu lesen.

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