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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2025

Faiths persönlichster Fall

Harter Schnitt
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Der Thriller beginnt sehr spannend und actionreich, indem Faith ihr Haus verwüstet vorfindet, ihre Mutter ist verschwunden und ihre kleine Tochter im Schuppen eingesperrt. Nachdem ich auch die vorigen ...

Der Thriller beginnt sehr spannend und actionreich, indem Faith ihr Haus verwüstet vorfindet, ihre Mutter ist verschwunden und ihre kleine Tochter im Schuppen eingesperrt. Nachdem ich auch die vorigen Teile gelesen habe, konnte ich mich schnell in die Geschichte einfinden, für Einsteiger*innen wird es aufgrund des Tempos schwieriger. Für Faith ist dies ein sehr persönlicher und nervenaufreibender Fall, aber sie hat wie immer Will und Sara auf ihrer Seite. Im Mittelteil flacht die Geschichte allerdings stark ab bzw. es passiert wenig, wird viel wiederholt und analysiert. Ich hätte es angenehmer empfunden, wenn die Spannungsmomente und das Tempo über das Buch besser verteilt worden wären, so hatte man am Beginn und zum Schluss fast schon einen Stress beim Lesen, der Mittelteil zieht sich allerdings etwas dahin. Es kommen, wie auch in den vorigen Teilen, blutrünstige und grausame Szenen vor, die ungeschönt beschrieben werden, das mag man so oder auch nicht, das ist Geschmackssache. Mir persönlich gefällt es zu sehen, wie sich vor allem Will und Sara im Verlauf der Serie weiterentwickelt haben und sie auch im Privatleben zu sehen, nicht nur in ihren Berufen.

Veröffentlicht am 30.12.2025

Spiel mit Unterschwelliger Angst und Bedrohung

The Trap. Wie weit würdest du gehen, um deine Schwester zu retten?
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Der Thriller ist psychologisch dicht und punktet eher mit subtilen Andeutungen und regt das Gedankenkarussell an, denn das Setting ist so gestaltet, dass es mit weniger an Action oder mit wenigen Situationswechseln ...

Der Thriller ist psychologisch dicht und punktet eher mit subtilen Andeutungen und regt das Gedankenkarussell an, denn das Setting ist so gestaltet, dass es mit weniger an Action oder mit wenigen Situationswechseln auskommt. Als Leserin beschäftigt man sich mit den inneren Abgründen von anderen Menschen, macht sich selbst Gedanken dazu und versucht so eine innere Bindung zu den Hauptcharakteren aufzubauen und ihre Handlungsweisen und Gedankengänge nachzuvollziehen.
Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die in der Nacht zu einem fremden Mann ins Auto steigt. Alleine schon diese Szene lässt die Alarmglocken angehen und sorgt für Gänsehautmomente. Je länger die beiden unterwegs sind, stellt sich die Frage, wer stellt hier die eigentliche Bedrohung dar und wer ist das Opfer? Die Autorin spielt mit den Emotionen der Leser
innen und dies auf spannende Weise. Es gibt ein paar Momente, wo ich meine Vermutungen wieder revidieren musste und die Geschichte eine andere Richtung eingenommen hat, als ich mir erwartet hatte. Das Besondere ist allerdings die Lesestimmung, bei der man ständig eine unterschwellige Angst und ein Unwohlsein fühlt, wie der Moment, kurz bevor etwas passiert.

Veröffentlicht am 30.12.2025

Wie gut kennt man seine Mitmenschen?

Die Frau des Serienkillers
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Wie gut kennt man die Menschen, die man liebt? – mit dieser zentralen Frage beschäftigt sich der erste Teil der Serie. Im Mittelpunkt steht Beth, deren Leben komplett aus den Fugen gerät, als ihr Ehemann ...

Wie gut kennt man die Menschen, die man liebt? – mit dieser zentralen Frage beschäftigt sich der erste Teil der Serie. Im Mittelpunkt steht Beth, deren Leben komplett aus den Fugen gerät, als ihr Ehemann beschuldigt wird, zuerst eine Frau, dann mehrere getötet zu haben. Die Kapitel werden aus unterschiedlichen Sichtweisen geschildert und somit kommen einzelne Szenen mehrmals vor, jeweils aus der Sicht von Beth oder Tom, was es für mich spannender gestaltet. Zu Beginn hätte ich Beth als etwas naiv und gutgläubig eingeschätzt, aber mit der Zeit hat sich meine Einstellung darüber geändert und es kommen auch Dinge aus Beths naher Vergangenheit ans Tageslicht, mit denen ich so nicht gerechnet hätte, die die gesamte Situation verändern. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, vielleicht erfahren wir im zweiten Teil mehr darüber. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

Veröffentlicht am 21.12.2025

stimmiges Gesamtpaket

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Der Thriller hat ein stimmiges Gesamtpaket, ansprechendes, schlichtes Design, Farbschnitt, knackiger Titel und eine interessenserweckende Story, die neugierig macht. Inhaltlich ist es ein solider Thriller, ...

Der Thriller hat ein stimmiges Gesamtpaket, ansprechendes, schlichtes Design, Farbschnitt, knackiger Titel und eine interessenserweckende Story, die neugierig macht. Inhaltlich ist es ein solider Thriller, aber nicht ganz so überraschend oder unerwartet, wie erhofft. Nathalie gefällt mir als Charakter sehr gut, da sie tough ist und sich von niemandem einschrecken lässt, auch nicht von einem wohlhabenden oder angsteinflößenden Ambiente, vor allem nicht, wenn es um beste ihre Freundin geht. Die weiteren Charaktere waren eher klischeehaft bzw. vorhersehbar, sodass ich mir hier mehr Tiefe gewünscht hätte. Die Situationen rund um Geoffrey Rosenberg sind teilweise auch überspitzt dargestellt, aber dennoch spannend beschrieben, sodass man durch die Seiten rauscht. Am Ende werden alle offenen Fragen restlos aufgeklärt und alle losen Handlungsstränge miteinander verbunden. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, aber für die volle Punktezahl haben mir Überraschungsmomente, mit denen ich nicht gerechnet hätte, gefehlt.

Veröffentlicht am 18.12.2025

Setting und Leseatmosphäre sind gelungen

Nachtwald
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Der Thriller hat eine tolle Leseatmosphäre, die mich sofort angesprochen hat. Das Setting finde ich ebenfalls sehr gelungen, ein altes abgeschiedenes Herrenhaus, eine mysteriöse Familiengeschichte dahinter ...

Der Thriller hat eine tolle Leseatmosphäre, die mich sofort angesprochen hat. Das Setting finde ich ebenfalls sehr gelungen, ein altes abgeschiedenes Herrenhaus, eine mysteriöse Familiengeschichte dahinter und zwei unterschiedliche Familien, die aufeinandertreffen und sich für ein paar Tage nicht aus dem Weg gehen können. Allein schon diese Konstellation lässt auf den ersten Konflikt nicht lange warten. Zusätzlich gibt es noch ein paar Hintergrundmotivationen von einzelnen Personen, die dieses Treffen arrangiert haben und im Endeffekt gibt es Tote, aber niemand hat etwas beobachtet, oder vielleicht weiß doch jemand Bescheid? Nicht so gut gelungen finde ich, dass schon ziemlich am Anfang klar war, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird und wer die Drahtzieher sind. Hier war es für mich leider keine Überraschung am Ende. Die verdächtigen Personen hätten diskreter agieren sollen. Gewisse Situationen waren für mich unrealistisch, sobald eine Person tot ist, stellt man viel mehr Fragen und beschuldigt sich gegenseitig und nimmt es nicht hin, dass nicht bekannt ist, wer für den Tod verantwortlich ist oder was passiert ist, verscharrt die Leiche im Garten und macht weiter wie bisher. Hier hätten mehr Emotionen einfließen sollen, mehr Drama und Kurzschlusshandlungen, mehr Beschuldigungen, dann hätte es mir besser gefallen. Auch die Familiengeschichte hätte einen größeren Raum bekommen können, denn sie ist spannend, vor allem die gefundenen Briefe.