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Veröffentlicht am 06.05.2019

Spannend, aber auch vorhersehbar

Tag der Geister
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Die Beschwörer – Reihe
1. Tag der Geister
2. Turm des Ordens

Wertung
Die Geschichte spielt in einer mittelalterlichen Welt, die so aufgebaut ist wie die Erde, allerdings versteckt sich hinter jeder erdenklichen ...

Die Beschwörer – Reihe
1. Tag der Geister
2. Turm des Ordens

Wertung
Die Geschichte spielt in einer mittelalterlichen Welt, die so aufgebaut ist wie die Erde, allerdings versteckt sich hinter jeder erdenklichen Ecke ein Geist. Einige von ihnen sind ungefährlich, andere sehr gefährliche und einige von den Geistern sind sogar äußerst gern gesehen, weil sie dem Menschen helfen können. Es beginnt mit dem Tag der Prüfung und handelt im Prinzip davon, wie sich drei der durchgefallenen Prüflinge auf die Suche machen, um ihren ehemaligen Meister Heyon zu finden. Sie wollen ihre Zulassung bekommen, weil sie der Meinung sind, dass sie nicht durchgefallen sind. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und gut beschrieben, man kann sich in ihre Lage versetzen. Das Buch wird aus der Sicht von Ray geschrieben. Es gibt also keine Sichtwechsel um die anderen Charaktere näher kennen zu lernen.

Warum die Beschwörer alle Einzelkämpfer sind wird nicht weiter erläutert, aber Ray beweist, dass es durchaus von Vorteil ist einige Geister mit der Hilfe anderer Beschwörer zu bekämpfen. Dafür erntet er von seinem Meister allerdings nur Spot. Wieso, erfährt man in diesem Band leider nicht. Genauso verstehe ich nicht, warum die Prüflinge entweder die Prüfung bestehen oder sterben müssen. Das finde ich persönlich total unsinnig, aber gut, es ist halt eine fiktive Welt. Der Weg der drei Gefährten führt sie durch allerlei Orte an dem sie jedes Mal auf Geister stoßen, die es zu bekämpfen gilt. Es wird also nicht langweilig. Manchmal habe ich etwas gestutzt, weil die drei im nächsten Absatz bereits im nächsten Ort sind oder auf dem Weg dorthin sind.Es gibt keinen fließenden Übergang. Sie brechen nicht auf oder besprechen, wo sie als nächstes hin gehen. Sie befinden sich ganz plötzlich schon im nächsten Ort, ohne dass ein Wort darüber verloren wird. Das fand ich einige Male irritierend, weil ich dachte ich hätte was überlesen.

Der Weg führt die drei Protagonisten von einer Geistervertreibung zur nächsten. Dabei war schon von im Voraus ziemlich klar, dass keiner der von Ihnen sein Leben verliert oder anderweitig aus der Geschichte ausscheidet. Es gibt keine wirklich überraschende Wendung.

Die Geschichte endet mit dem Zusammentreffen ihres ehemaligen Meisters und hat somit auch ein sehr offenes Ende mit einem doch vorhersehbaren Cliffhanger.

Fazit
Im Großen und Ganzen eine sehr spannende Geschichte mit gut ausgearbeiteten Charakteren in einer für den Leser noch eher unbekannten Welt. Mich hat die Geschichte gut unterhalten.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Piper-Verlag und an NetGalley. Danke dass ich mitlesen durfte. Meine Meinung über das Buch wurde davon nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 18.12.2025

Liebe zwischen Uptown und Downtown

Uptown Girl (Band 1) – Dein Lied unter meiner Haut
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Es klingt anfangs von einer Liebe zwischen zwei unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Sie kommt aus einer mächtigen und reichen Familie und verliebt sich nach und nach in einen bislang erfolglosen, ...

Es klingt anfangs von einer Liebe zwischen zwei unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Sie kommt aus einer mächtigen und reichen Familie und verliebt sich nach und nach in einen bislang erfolglosen, aber begnadeten Musiker. Zwischendrin kommt immer noch ein unbekannter, der Siena erpresst. Es scheint so, als würde die beiden Protagonisten nichts verbinden, aber nach und nach kommt man hinter das Geheimnis von Ren und auch hinter das Geheimnis von Sienas Großmutter. Die Liebesgeschichte schleicht sich langsam vorwärts, baut aber trotzdem Spannung auf und man kann mit den beiden Charakteren ganz gut mitfühlen. Aber trotz allem hat mich die Geschichte nicht richtig fesseln können. Die Geschichte mit dem Erpresser verläuft ein wenig im Sande und baut meiner Meinung nach nicht genug Spannung auf. Siena wirkt nicht wirklich beunruhigt, obwohl für sie viel auf dem Spiel steht und sie es auch immer wieder erwähnt. Aber dann ist es auch jedes Mal schnell wieder vergessen. Die Beziehung zwischen Vater und Tochter ist zwar harmonisch, aber man merkt auch, dass Siena mehr von ihrem Vater erwartet. Das Ende kommt dann ganz anders, als man denken würde und hat mich ein wenig ratlos zurück gelassen. Für mich ist es kein gutes Ende, weil es der Leser einfach auf der Strecke bleibt. Es endet leider in einem Cliffhanger und man hat das Gefühl, das Buch endet einfach mittendrin. Zwar ist einem klar, dass es einen Folgeband gibt, aber trotzdem fehlt mir ein klareres Ende, auch wenn nicht alles geklärt werden muss bei einem ersten Teil.

Zur Gestaltung des Buches kann ich nicht viel sagen, weil ich die eBook-Variante gelesen habe. Das Cover jedoch gefällt mir sehr gut und passt auch zur Handlung.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Spannend und dichte Geschichte, aber nicht mitreißend

Ein verhängnisvolles Testament
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Als ich das Buch sah und den Klappentext las, wusste ich sofort, dass ich es gerne haben wollte. Dann habe ich entdeckt, dass es vom bekannten Autorenpaar Iny Lorenz ist. Das letzte Werk, das ich von ...

Als ich das Buch sah und den Klappentext las, wusste ich sofort, dass ich es gerne haben wollte. Dann habe ich entdeckt, dass es vom bekannten Autorenpaar Iny Lorenz ist. Das letzte Werk, das ich von ihnen gelesen habe, war Die Wanderhure. Obwohl mir dieses Buch insgesamt sehr gut gefallen hat, empfand ich die Vielzahl an drastischen Szenen als zu belastend. Deshalb war ich zunächst etwas skeptisch, ob mir Ähnliches auch in diesem Roman begegnen würde. Zum Glück hat sich diese Sorge nicht bestätigt.

Der Roman entpuppte sich als sehr spannend, mit einer temporeichen Handlung, die alles bereithielt, was man sich wünscht: Dramatik, Romantik und familiäre Verflechtungen. Dennoch hat mir beim Lesen ein wenig das Herzstück gefehlt. Zwar war ich neugierig auf den Fortgang der Geschichte und habe das Buch schnell verschlungen, emotional konnte es mich jedoch nicht ganz erreichen. Auch die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte blieb für mich eher blass und vermochte mich nicht richtig zu packen.

Die Protagonisten waren zwar gut ausgearbeitet, und ihre Handlungen waren nachvollziehbar. Insgesamt hat mir das Buch gefallen und mich gut unterhalten, doch es fehlte mir das gewisse Etwas, jenes Gefühl, mit den Figuren so sehr mitzufiebern, dass man den Alltag vergisst und vollkommen in ihre Welt eintaucht.

Das Buch wurde von Anne Moll gelesen und das war wie immer sehr gut. Nicht zu langsam, aber auch nicht zu schnell. Genau das richtige Tempo und eine gute Betonung.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Viele Zeitsprünge und schwerer Einstieg

Edenwood 1
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Ich habe starke Schwierigkeiten gehabt in die Handlung einzusteigen. Es gibt viele Zeit- und Ortsprünge und es ist schwer der Handlung dadurch zu folgen. Der Comic an sich ist sehr schön gezeichnet und ...

Ich habe starke Schwierigkeiten gehabt in die Handlung einzusteigen. Es gibt viele Zeit- und Ortsprünge und es ist schwer der Handlung dadurch zu folgen. Der Comic an sich ist sehr schön gezeichnet und auch farbenfroh, aber ebenso blutig und überhaupt nichts für Kinder. Für mich ist es schon etwas zu detailliert blutig dargestellt. Die Idee dahinter ist gut und die einzelnen Handlungsstränge sind ebenfalls sehr spannend, aber wie schon erwähnt, zu ungeordnet und verworren. Mit den Charakteren konnte ich mich nur schwer anfreunden, was vermutlich daran liegt, dass diese Art von Comic so gar nicht meinen Geschmack trifft. Wäre das ganze geordneter und weniger blutige Details, dann würde ich dem ganzen mehr Sterne geben. So aber kann ich leider nur drei Sterne vergeben.

Gleich zu Beginn wird man in die Handlung hinein katapultiert und die Szenen werden meisterlich in Farbe gezeichnet. Hat man sich erst einmal durchgekämpft kann man regelrecht mitfiebern. Das Genre ist nicht ganz eindeutig. Es hat ein bisschen was von Sci-Fi, Fantasy und Horror.

Wer nicht vor den detaillierten Verletzungen zurückschreckt und nichts gegen rasante Zeit- und Ortssprünge hat, den dürfe das Buch gefallen.

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Veröffentlicht am 17.06.2025

Jeder mit Makel wird akzeptiert

Menschenhausen
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Ein wenig zwiegespalten bin ich schon. Die Geschichte soll vermitteln, dass nicht jeder perfekt sein muss und das alle Menschen so ok sind, wie sie eben sind. Bevor Lady Betty nach Menschenhausen kam haben ...

Ein wenig zwiegespalten bin ich schon. Die Geschichte soll vermitteln, dass nicht jeder perfekt sein muss und das alle Menschen so ok sind, wie sie eben sind. Bevor Lady Betty nach Menschenhausen kam haben alle Menschen glücklich und zufrieden gelebt, weil alle einen kleinen Makel hatten. Aber sobald Lady Betty kamen, haben sich alle unwohl gefühlt, weil sie einfach perfekt aussah. Das kann ich noch nachvollziehen, das dort schnell das Gefühl aufkommt. Aber schade fand ich es dennoch, dass alle sich plötzlich unwohl in ihrer Gegenwart gefühlt haben, zumal Lady Betty niemanden von oben herab behandelt hat und sie hat auch niemanden das Gefühl gegeben nicht gut genug zu sein. Sie war zu allen freundlich und hat sich wirklich wie ein lieber netter Mensch verhalten. Aber als dann die Menschen in Menschenhausen einen Makel bei ihr entdeckt haben, da haben sie sie - wirklich - alle deswegen ausgelacht. Und zu der Grillparty durfte sie auch nicht mehr kommen, weil der Makel wieder hinter den vollen Haaren versteckt wurde. Ich fand das ganz schön gemein und die Menschen aus Menschenhausen waren überhaupt nicht sympathisch. Aber zum Glück kam hinterher die Botschaft schon noch rüber, dass jeder so gut ist, wie er eben ist und das auch trotz aller Makel. Besser hätte ich gefunden, wenn niemand über Lady Betty gelacht hätte, denn das sollte man niemals machen. Auf jeden Fall muss man mit den Kindern reden, die das Buch gelesen haben. Denn so ein Verhalten war gar nicht ok. Aber dennoch war es ein gutes Buch und hat - schätze ich - die Botschaft rübergebracht, dass man auch mit Makel schön sein kann. Die Illustrationen auf jeder Seite sind wirklich sehr schön gelungen und die "Makel" wurden überspitzt dargestellt, damit eben gleich zu erkennen ist, weswegen sich die Menschen dort nicht für vollkommen halten. Und gerade wegen ihrer Außergewöhnlichkeit sehen sie alle sehr sympathisch aus.

Mein Fazit:
Die Idee ist toll und auch die schön gestalteten Seiten sind wirklich sehr gut gelungen. Leider fand ich es total schade, dass Lady Betty ausgelacht wurde und erst akzeptiert wurde, als sie ihren Makel sichtbar gemacht hat und die Menschen verstanden haben, dass sie sich trotz dieses Makels gut gefühlt hat und sich nicht auf das äußerliche reduziert hat.

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