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Veröffentlicht am 09.03.2026

Spione im Umbruch

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Mit „Die Reise ans Ende der Geschichte“ von Kristof Magnusson bin ich zunächst richtig gut ins Buch gestartet. Der Prolog war extrem spannend und fühlte sich fast wie eine Szene aus einem Agententhriller ...

Mit „Die Reise ans Ende der Geschichte“ von Kristof Magnusson bin ich zunächst richtig gut ins Buch gestartet. Der Prolog war extrem spannend und fühlte sich fast wie eine Szene aus einem Agententhriller an – mit Vergiftungserscheinungen bei der ambivalenten Hauptfigur Dieter Germeshausen und einer Atmosphäre, die fast schon an „James-Bond-Action“ erinnerte. Sofort stellte sich die Frage: Wie ist es zu dieser Situation gekommen – und wird Germeshausen überleben?

Nach diesem starken Einstieg sprang die Handlung einige Tage zurück und erzählte die Ereignisse abwechselnd aus den Perspektiven von Doppelagent Germeshausen und dem Dichter Jakob Dreiser. Dieser Perspektivwechsel funktionierte für mich sehr gut. Jakob wirkte auf mich zunächst etwas naiv und optimistisch – fast wie ein „Golden Retriever“, der mit ehrlicher Neugier auf die Welt blickt. Germeshausen dagegen war deutlich pessimistischer und vom Ende des Kalten Krieges eher verunsichert als erleichtert. Während Jakob an kulturelles Zusammenwachsen glaubte, sah Germeshausen vor allem die politischen und persönlichen Risiken. Diese unterschiedlichen Blickwinkel machten den Roman besonders interessant.

Auch das historische Setting hat mir gut gefallen. Die Zeit nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist eine Phase voller Aufbruchsstimmung, aber auch Unsicherheit – und genau dieses Spannungsfeld fing der Autor sehr gelungen ein. Mit kleinen Details gelang es ihm, den Zeitgeist lebendig werden zu lassen. Gleichzeitig schwang immer wieder die Frage mit, ob der Frieden tatsächlich dauerhaft sein wird – eine Thematik, die heute wieder erschreckend aktuell wirkt.

Besonders stark empfand ich auch viele der Sprachbilder. Einige Formulierungen waren wirklich stimmig wie z.B. etwa die Stelle, in der jemand „nicht nur auf Russisch und Englisch, sondern auch auf Italienisch schwieg“. Oder "Wie konnte man besser markieren, dass man der Chef war, als dadurch, dass man den absurdesten Blödsinn behauptete und niemand widersprach?" Solche Momente zeigten Kristof Magnussons Talent für humorvolle, zugleich pointierte Beobachtungen.

Die Figuren empfand ich als größtenteils sehr greifbar und unterhaltsam. Neben Jakob und Germeshausen tauchten einige schillernde Persönlichkeiten auf wie etwa eine reiche Kommunistin oder eine ausgesprochen indiskrete Geliebte. Diese Mischung aus politischen Intrigen und skurrilen Charakteren sorgte immer wieder für amüsante Momente.

Allerdings beinhaltete der Roman für mich auch einige Schwächen. Nach dem starken Prolog ließ das Tempo etwas nach, und manche Passagen zogen sich durch sehr detaillierte Beschreibungen. Besonders Reise- oder Umgebungsschilderungen wirkten stellenweise zu ausufernd. Der Schreibstil war zwar direkt, aber teilweise auch verschachtelt und mit vielen historischen oder politischen Anspielungen gespickt. Das machte das schnelle Überfliegen der Seiten anspruchsvoller, als ich zunächst erwartet hatte.

Trotzdem blieb die Handlung insgesamt unterhaltsam und wartete mit einigen unerwarteten Wendungen auf. Gerade die Mischung aus Humor, Spionagegeschichte und nachdenklichen Momenten funktionierte insgesamt gut.

Am Ende hatte ich allerdings das Gefühl, dass die Geschichte etwas an Fokus verlor. Einige Handlungsstränge wirkten weniger ausgearbeitet oder sogar unnütz, als ich es mir gewünscht hätte, und der starke Eindruck des Anfangs wurde nicht mehr erreicht.

Unterm Strich ist „Die Reise ans Ende der Geschichte“ ein unterhaltsamer Roman mit spannenden Ideen, originellen Figuren und einer faszinierenden historischen Kulisse, auch wenn es zwischendurch ein paar Längen gab und der Stil nicht immer leicht zu lesen war. Ich vergebe 3,5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Schönes Add-On, aber kein Highlight

Wild Reverence
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Nach der Divine-Rivals-Dilogie, die für mich ein absolutes Highlight war, habe ich mich unglaublich auf "Wild Reverence" gefreut. Vielleicht waren meine Erwartungen deshalb einfach zu hoch – denn dieses ...

Nach der Divine-Rivals-Dilogie, die für mich ein absolutes Highlight war, habe ich mich unglaublich auf "Wild Reverence" gefreut. Vielleicht waren meine Erwartungen deshalb einfach zu hoch – denn dieses Prequel ist ein ganz anderes Buch, als ich es mir vorgestellt hatte.

Statt der Götter aus dem Oben bzw. Unten Enva bzw. Dacre stehen hier die Göttin Matilda und der Mensch Vincent im Mittelpunkt. Es entspinnt sich eine leise, zarte Liebesgeschichte, die sich viel Zeit für Emotionen, Atmosphäre und innere Entwicklungen nimmt. Rebecca Ross’ Schreibstil ist dabei wie gewohnt wunderschön: melodisch, bildhaft und angenehm zu lesen. Trotzdem habe ich erstaunlich lange für die rund 800 Seiten gebraucht.

Vor allem im ersten und mittleren Teil hatte die Geschichte für mich einige Längen. Zudem spielt sich Vieles im Reich der Menschen ab, während ich mir noch deutlich mehr Fokus auf die Götterwelt gewünscht hätte. Auch mit den beiden Hauptfiguren bin ich lange nicht richtig warm geworden, wodurch mich die Lovestory emotional nicht so erreicht hat wie in "Divine Rivals". Erst zum Ende hin wurde es spürbar spannender und einige Szenen haben dann doch dieses vertraute Gefühl geweckt, das mich an die Dilogie erinnert und schließlich auch berührt hat.

Besonders Matilda ist eine sehr zerbrechliche, stille Hauptfigur, die im Laufe der Geschichte eine klare Wandlung durchmacht. Diese Entwicklung ist schön ausgearbeitet, auch wenn sie für mich emotional eher auf Distanz blieb. Insgesamt ist Wild Reverence eine ruhige, gefühlvolle Fantasygeschichte, die bewusst auf große Action, viele Wendungen oder episches Worldbuilding verzichtet.

Der Roman ist eine nette Ergänzung zum Universum der Autorin, aber kein Muss – selbst für Fans der Divine-Rivals-Dilogie, da die Verbindung inhaltlich geringer ist als erwartet. Wer jedoch Lust auf eine sanfte, langsame Fantasy mit Fokus auf Atmosphäre und Charaktere hat, könnte hier genau das finden, was er/sie sucht.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Antientzündliche Ernährung

Die Ernährungs-Docs – Gesund abnehmen mit der Anti-Entzündungs-Formel
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Das Kochbuch „Gesund abnehmen mit der Anti-Entzündungsformel“ der Ernährungsdocs richtet sich an Menschen, die ihre Ernährung bewusster gestalten und entzündungshemmende Lebensmittel gezielt in den Alltag ...

Das Kochbuch „Gesund abnehmen mit der Anti-Entzündungsformel“ der Ernährungsdocs richtet sich an Menschen, die ihre Ernährung bewusster gestalten und entzündungshemmende Lebensmittel gezielt in den Alltag integrieren möchten. Auch wenn der Titel den Fokus auf Gewichtsreduktion legt, eignet sich das Buch ebenso für Leserinnen und Leser, die – wie ich – nicht primär abnehmen, sondern insgesamt gesünder essen wollen.

Sehr positiv fällt der ausführliche Einführungsteil auf. Dieser enthält unter anderem einen Test zu den eigenen Ernährungsgewohnheiten, mit dem eingeschätzt werden kann, wie antientzündlich man sich bereits ernährt. Zentrale Begriffe werden verständlich erklärt und durch konkrete Maßnahmen sowie Paradebeispiele ergänzt. Besonders hilfreich sind Übersichten zu Top-Lebensmitteln, Motivationstipps zur Ernährungsumstellung und alltagstaugliche Empfehlungen. Für Einsteigerinnen und Einsteiger in das Thema ist dieser Teil sehr gut geeignet. Wer sich jedoch bereits intensiver mit antientzündlicher Ernährung beschäftigt hat, wird viele Inhalte wiedererkennen. Dennoch konnte ich einzelne neue Impulse mitnehmen – etwa die bewusste Einordnung von Brokkoli als antientzündliches Superfood. Insgesamt handelt es sich um solide Basisinformationen, die eine individuelle Ernährungsberatung jedoch nicht ersetzen können.

Der Hauptteil des Buches besteht aus einer Vielzahl von Rezepten, die übersichtlich in Kategorien wie Frühstück, Hauptgerichte und kleine Gerichte gegliedert sind. Jedes Rezept ist mit einem ansprechenden Foto versehen. Besonders gelungen ist die starke Ausrichtung auf unterschiedlichstes Gemüse – hier sollte wirklich jede und jeder fündig werden. Wer allerdings grundsätzlich wenig Freude an Gemüse hat, dürfte mit diesem Kochbuch als auch der Ernährungsform eher unglücklich sein.

Die Rezeptbeschreibungen sind gut verständlich und klar strukturiert. Geschmacklich haben mich die bisher nachgekochten Gerichte durchweg überzeugt. Einige Rezepte sind jedoch relativ aufwendig konzipiert, sodass sie sich nicht immer problemlos in einen stressigen Alltag integrieren lassen. Zudem bleiben bei den Mengenangaben für zwei Personen häufig ungekochte Reste übrig, etwa wenn nur kleine Mengen bestimmter Zutaten benötigt werden. Wir haben daher entweder bewusst für mehrere Tage gekocht oder die Mengen angepasst, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.

Sehr wertvoll fand ich die kurzen Zusatzinformationen bei einigen Rezepten, etwa Hinweise darauf, dass Capsaicin aus Paprika, Chili und Peperoni besonders förderlich wirkt. Diese kleinen Ernährungstipps werten das Buch spürbar auf. Weniger gelungen ist aus meiner Sicht, dass es bei Nudel- oder Brotrezepten keine Vorschläge für glutenfreie Alternativen gibt – hier hätte ich mir mehr Flexibilität gewünscht.

Ein Teil der Rezepte war mir in abgewandelter Form bereits bekannt, dennoch gab es auch echte Entdeckungen. Besonders positiv überrascht hat mich der Rotkohl-Coleslaw, den ich so noch nicht kannte. Zur besseren Verträglichkeit haben wir ihn leicht gedünstet – geschmacklich sehr überzeugend. Zu meinen bisherigen Favoriten zählen außerdem die Gemüsespaghetti mit Spinat-Käse-Sauce sowie die gefüllten Paprika mit Linsen. Es motiviert, die entsprechenden Zutaten im Alltag zu integrieren, auch wenn man nicht permanent die Rezepte 1:1 umsetzt.

Abgerundet wird das Kochbuch durch einen Wochenplan-Vorschlag, der den Einstieg in das Abnehm- bzw. Ernährungsprogramm erleichtert.

Insgesamt ist „Gesund abnehmen mit der Anti-Entzündungsformel“ ein gut strukturiertes, praxisnahes Kochbuch mit vielen alltagstauglichen Ideen für eine entzündungshemmende Ernährung – besonders empfehlenswert für Einsteigerinnen und Einsteiger sowie für alle, die mehr Gemüse bewusst in ihren Speiseplan integrieren möchten.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Raue Magie und leise Liebe

The Second Death of Locke
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Um Magie zu wirken, müssen zwei Menschen ihre Kräfte vereinen: Eine sogenannte Quelle, die Magievolumen bereitstellt, und ein Magier, der Magie wirken kann. Grey Flynn arbeitet als solch eine Quelle mit ...

Um Magie zu wirken, müssen zwei Menschen ihre Kräfte vereinen: Eine sogenannte Quelle, die Magievolumen bereitstellt, und ein Magier, der Magie wirken kann. Grey Flynn arbeitet als solch eine Quelle mit ihrem besten Freund und Soldaten Kier zusammen. Gemeinsam aufgewachsen verbinden sie nicht nur die magischen Bande, sondern auch Geheimnisse und Erinnerungen. Seit Jahren schwer in ihn verliebt, würde Grey alles für ihn tun, doch bisher bewegen sie sich stets auf der Freundschaftsebene. Als ein verfeindetes Königreich die verschollene Erbin der untergegangenen Isle of Locke, das einstmals magische Zentrum, findet, werden sie beauftragt, diese Erbin in einer Mission zu ihrem Herrscher zu bringen. Es folgt eine mörderische Mission, bei der Grey zu schwierigen Entscheidungen gezwungen und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.

"The Second Death of Locke" von V. L. Bovalino ist ein Roman, in den ich erst einmal hineinfinden musste. Der Einstieg wirkte auf mich zunächst sehr komplex: Es gab viele Namen, Orte, politische Zusammenhänge und militärische Rangordnungen, die ich erst einmal sortieren musste. Nach dieser Einarbeitungszeit entpuppte sich die Geschichte dann überraschenderweise aber als deutlich weniger komplexe High Fantasy, als ich zunächst erwartet hatte.

Erzählt wird aus der dritten Person Singular, wobei man die gesamte Zeit Grey begleitete. Besonders mochte ich die immer wieder eingestreuten Rückblicke in ihre Vergangenheit, die nach und nach alle Zusammenhänge erklären. Das Magiekonzept selbst fand ich sehr interessant: eine Person dient als Quelle mit einem bestimmten Magievolumen, während eine andere diese Magie tatsächlich wirken kann. Das hatte ich vorher so noch nicht gelesen, fügte sich stimmig in die raue, harte Welt ein und trug zu einem soliden Worldbuilding bei.

Auch wenn es zwischendurch ein paar Längen gab, hatte die Geschichte einige wirklich unvorhersehbare und spannende Twists – bei einem davon hatte ich ehrlicherweise fast einen kleinen Herzinfarkt. Das Buch hält einen nicht permanent atemlos, aber ich wollte trotzdem immer wissen, wie es weitergeht.

Das emotionale Herzstück der Geschichte war für mich ganz klar die Beziehung zwischen Kier und Grey. Ihre Bindung und Liebe empfand ich als herzzerreißend schön, ruhig, intensiv und unglaublich fesselnd. Besonders positiv hervorheben möchte ich, dass der Roman zwar Romantik enthält, sich aber glücklicherweise nicht auf Spice konzentriert. Die Emotionen wurden stattdessen sehr gut transportiert, was für mich deutlich nachhaltiger gewirkt hat.

Andere Figuren blieben für mich leider eher blass und teilweise austauschbar, und insgesamt hatte die Geschichte nicht ganz die Tiefe, die ich mir erhofft hatte. Trotzdem hat mich das Buch emotional abgeholt – vor allem Grey ist mir als weibliche Hauptfigur sehr ans Herz gewachsen. Obwohl ich normalerweise kein großer Fan von stark kriegerischen Romanen bin, hat mir das düstere Setting, besonders passend zur dunklen Jahreszeit, überraschend gut gefallen.

Der Schreibstil ist flüssig und schön zu lesen, und das Ende empfand ich als sehr harmonisch und emotional. Es hätte für mich problemlos auch als Standalone funktionieren können, auch wenn ich neugierig auf den zweiten Teil bin – in diesem wird dann wohl ein anderes Pärchen in den Fokus stellt.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Zwischen Trümmern und Hoffnung

In den Scherben das Licht
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Mit großer Vorfreude habe ich zu "In den Scherben das Licht" gegriffen, denn Carmen Korn hat mich mit ihren historischen Romanen, insbesondere meiner geliebten Jahrhundertreihe, bereits mehrfach begeistert. ...

Mit großer Vorfreude habe ich zu "In den Scherben das Licht" gegriffen, denn Carmen Korn hat mich mit ihren historischen Romanen, insbesondere meiner geliebten Jahrhundertreihe, bereits mehrfach begeistert. Umso gespannter war ich auf diesen neuen Roman, der unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ansetzt.

Die ersten rund hundert Seiten sind harter Tobak. Schonungslos zeigt die Autorin, wie schlecht es den Menschen in der Nachkriegszeit ging: zerstörte Häuser, Hunger, Kälte und eine allgegenwärtige Perspektivlosigkeit. Diese eindringlichen Schilderungen wirken gerade heute, angesichts der aktuellen politischen Lage, besonders bedrückend und machen deutlich, wie schnell Sicherheit und Wohlstand verloren gehen können.

Die Handlung beginnt 1946 in Hamburg. Im Mittelpunkt steht die ehemalige Schauspielerin Friede, die in den Kellerräumen ihres beschädigten Hauses zwei junge Menschen aufnimmt: Gert und Gisela, beide kaum dem Teenageralter entwachsen und ohne Familie – oder zumindest ohne Gewissheit darüber, was mit ihren Angehörigen geschehen ist. Aus dieser Zweckgemeinschaft wächst nach und nach eine neue Form von Familie, die sich gegenseitig Halt gibt und den Widrigkeiten des Alltags trotzt.

Carmen Korn folgt ihren Protagonistinnen und Protagonisten über circa 10 Jahre hinweg und führt sie durch Verluste, schmerzhafte Erkenntnisse und ungewisse Neubeginne. Trotz aller Schwere gibt es aber immer wieder Lichtblicke und der Roman endet schließlich versöhnlich. Die historischen Hintergründe sind, wie von der Autorin gewohnt, gut recherchiert. Besonders die schauspielerischen Anspielungen fand ich spannend, auch wenn ich einiges nachschlagen musste, was meinen Horizont jedoch angenehm erweitert hat.

Am meisten berührt hat mich die entstehende Gemeinschaft zwischen den Figuren: dieses Miteinander, das aus der Not entsteht und langsam von Vertrauen und Fürsorge geprägt ist. Der Schreibstil ist stellenweise eher schlicht, dennoch bin ich nur so durch die Seiten geflogen.

Fazit: Ein bewegender Nachkriegsroman über Verlust, Zusammenhalt und Neuanfänge, der trotz einfacher Sprache lange nachwirkt. Ich hoffe schon jetzt auf weitere Romane der Autorin!

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