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Veröffentlicht am 19.12.2025

Vi Keeland's Triller Debut

Into the Abyss
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Zitat:
"Reue ist wie ein Anker, der sich um das Herz legt und es niederdrückt, sodass es nicht frei segelt."

Story:
Meredith McCall ist eine erfolgreiche Psychiaterin in New York. Doch vor einem Jahr ...

Zitat:
"Reue ist wie ein Anker, der sich um das Herz legt und es niederdrückt, sodass es nicht frei segelt."

Story:
Meredith McCall ist eine erfolgreiche Psychiaterin in New York. Doch vor einem Jahr erlebte sie einen tragischen Verlust, der bis heute ihre berufliche als auch persönliche Welt auf den Kopf stellt. Seitdem versucht sie ihren Alltag so gut wie möglich zu meistern. Als eines Tages Gabriel Wright ihre Praxis betritt, der eine Verbindung zu ihrer Tragödie hat, kann sie nicht anders, als sich auch abseits ihres Jobs für ihn zu interessieren. Sie beginnt ihm zu folgen und mit jedem Termin gerät sie mehr in einen Strudel aus Moral und Besessenheit...

Meine Meinung:
Ich mache es kurz.. ich bin enttäuscht. Die Geschichte beginnt richtig gut, wird dann aber langweilig und vorhersehbar. Ja, ich weiß es ist Vi Keeland's Thriller Debüt. Dennoch hätte ich mir von einer so etablierten Autorin, gerade bei diesem Genre nicht so eine dermaßen langsame Erzählweise, oder gar diese stereotypischen Alkoholprobleme gewünscht.

Als Leser sieht man die Hauptfigur in ihrer schlimmsten Phase, in Momenten wo sie einfach nur darum kämpft, ein wenig ihres altes Friedens zurückzuerlangen, um das schreckliche Chaos in ihrem Kopf zu beruhigen. Bis hin zu ihrem absoluten Tiefpunkt. Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt, ob es bei ihr Selbstbestrafung, Schuld oder schlichtweg Dummheit ist. Denn so leid es mir tut, Meredith, fing an mich mit ihrer schrecklichen Entscheidungsfähigkeit in Bezug auf ihr Privat- als auch Berufsleben zu nerven.

Es ist nicht so, dass ich sie nicht mochte, nur war es für mich irgendwann wirklich anstrengend, von ihren ständigen schlechten Entscheidung zu lesen. Während ich mir so sehr wünschte, der Plot würde endlich an Fahrt aufnehmen.

Bei all den positiven Bewertungen hatte ich auf eine atemberaubende Wendung gewartet, aber alles, was ich bekam, war ein verwirrendes und für mich unbefriedigendes Ende. Oder sollte es tatsächlich noch eine Fortsetzung geben?


Fazit:
Die tragische Verbindung zwischen zwischen Meredith und Gabriel konnte mich leider nicht so mitreißen wie ich es mir gewünscht hätte. Mir fehlte das Gefühl eines echten Thrillers, da die "Wendungen" etwas vorhersehbar waren und das Ende mich verwirrt zurückließ.

Wer jedoch auf der Suche nach einen nicht ganz so gruseligen Thriller mit Spice ist, kann hier zugreifen. In diesem Sinn... happy reading!


☆☆☆ 3/5 ☆☆☆

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Potenzial verschenkt

What happens at the Lake
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Zitat:
"Ich weiß, das ist beängstigend, aber du darfst nicht zulassen, dass deine Vergangenheit dich daran hindert, eine Zukunft zu haben."

Synopsis:
Als Josie Preston beschließt, in die freundlichste ...

Zitat:
"Ich weiß, das ist beängstigend, aber du darfst nicht zulassen, dass deine Vergangenheit dich daran hindert, eine Zukunft zu haben."

Synopsis:
Als Josie Preston beschließt, in die freundlichste Stadt Amerikas zu flüchten, wo ein geerbtes Haus auf sie wartet. Hat die New Yorkerin ganz bestimmt nicht mit so einem ungehobelten Nachbarn wie Fox Cassidy gerechnet. Erst recht nicht mit einer Bruchbude, die mehr als ein paar Schönheitsreparaturen nötig hat. Für den ehemaligen Eishockeystar ist der quirlige Zuwachs aus der Großstadt jedoch eine Herausforderung der ganz anderen Art. Nicht nur geht Josie ihm ganz gewaltig auf die Nerven. Ihr hübscher Anblick und ihr Geplapper sorgen aber auch dafür, dass ihm sein Blut in die unteren Regionen schießt. Doch kann aus einem Missverständnis zwischen Nachbarn mehr werden?

Meine Gedanken:
Bei den Büchern von Vi Keeland war es für mich von Anfang an Liebe auf den ersten Blick. Nicht umsonst ist sie meine Queen of Romance. Umso trauriger bin ich, das 'What Happend At The Lake' bei mir nur bedingt zünden konnte.

Die ersten Kapitel habe ich regelrecht inhaliert, mich köstlich über Josie und ihren äußerst grummeligen Nachbarn Fox amüsiert. Ich meine allein die Szene, wie sie seinen Briefkasten mit ihrem Auto umnietet und ihn kurz darauf im Adamskostüm überrascht. Ich habe vor Lachen gequiekt. Die Geschichte hatte so viel Potenzial, all das herrliche Geplänkel, oder Fox' Dirty Talk. Allerdings änderten sich dann die Vibes und nicht nur der Humor blieb auf der Strecke.

Ich hatte das Gefühl, Fox Vergangenheit mit seiner Ex Verlobten hatte hier einen wesentlich größeren Handlungsanteil. Von dem süßen ersten Aufeinandertreffen, bis hin zu der Tatsache, dass die unterschiedlichsten Schuldgefühle an ihm nagen. Die dafür verantwortlich sind, das er sich eine neue, ernsthafte Beziehung versagt. Die beschriebenen Probleme haben mich sogar teilweise aus dem eigentlichen Plot herausgerissen. Das ist mir noch nie zuvor bei einem Keeland Buch passiert. Ich bin mir sicher, wenn ich vorab gewusst hätte, das der Nebenplot einen 'Dead Ex Trope' beinhaltet, hätte ich mich wahrscheinlich dagegen entschieden.

Auch wurde die Story für mein empfinden deutlich in die Länge gezogen. Ich habe wirklich nichts gegen kuschelige Kleinstadt Vibes. Allerdings muss ich nicht über jeden noch so unwichtigen Bewohner und seine diversen Verbindungen lesen. Das empfand ich irgendwann ziemlich anstrengend. Es hätte sicherlich bessere Wege gegeben, um die Seiten entsprechend zu füllen.

Fazit:
Vi Keeland schafft es für gewöhnlich die perfekte Mischung aus Humor und Emotionen zu treffen. Fast wünschte ich, es wäre die Autorin hätte sich entweser für eine lustige, süße atmosphärische Romance, oder aber eine emotionale Achterbahnfahrt entschieden. So ertappte ich mich dabei, wie ich nur las um das Buch zu beenden. Nicht weil mein Herz an den Charakteren oder der Geschichte hing. Daisy, die männliche Ente mit einem weiblichen Namen, war für mich mit das Beste an dem Buch.

☆☆☆ 3/5 ☆☆☆

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Willkommen in River Rock und der 'Three Chicks Brauerei'

A Wild Cowboy's Heart
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Zitat:
"Hayes kannte sie voll und ganz, all das Gute, alles Schlechte, alles Gebrochene und Geheilte."

Story:
Die Schwestern Clara, Maisie und Amelia, erben die kleine Bier Brauerei ihres geliebten Pops. ...

Zitat:
"Hayes kannte sie voll und ganz, all das Gute, alles Schlechte, alles Gebrochene und Geheilte."

Story:
Die Schwestern Clara, Maisie und Amelia, erben die kleine Bier Brauerei ihres geliebten Pops. Mit jeder Menge Fleiß und Hingabe versuchen sie seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Doch um erfolgreich zu sein, müssen die Schwestern ihre Brauerei auch außerhalb der Region bekannt machen. So wird ausgerechnet Maisie, die eigentlich viel lieber als Künstlerin arbeiten würde, außerdem ein ausgesprochener Pechvogel ist, damit beauftragt, potenziellen Kunden auf den bevorstehenden 3 Craft-Brauerei-Festivals ihr neues Gebräu schmackhaft zu machen. Doch nachdem sie fast von einem Bierfass überrollt worden wäre und sie sich dabei einen Finger gebrochen hat, bittet sie ihren langjährigen Freund Hayes Taylor, sie zu den Festivals zu begleiten. Schließlich können so ein paar männliche Muskeln schließlich sehr hilfreich beim Auf-und Abbau ihres Standes sein....

Meine Meinung:
'A Wild Cowboys Heart' ist Band 1 der Three Chicks Brewery-Reihe (bei uns Wild Heart) von Stacey Kennedy, die ihre Leser nach River Rock Colorado entführt. Maisie, die mittlere der Schwestern ist Künstlerin und ein absoluter Freigeist. Bei ihren Schwestern galt sie bisher als Träumerin, der jedoch ein paar Jahre zuvor, durch eine Tragödie der Boden unter den Füssen weggezogen wurde, als sie ihr Freundin verlor. und muss nun mit den Emotional hat sie immer noch mit dem Verlust zu kämpfen, Zwar hat Maisie emotional immer noch daran zu knabbern, versucht aber, ihren Schwestern alles recht zu machen, um das gemeinsame Unternehmen auf die Beine zu stellen.

Hayes ist ein Mann mit einer unvorstellbaren Last auf seiner Seele. Er verlor seine Jugendliebe und Maisie ihre beste Freundin. Bisher konnte er die Vergangenheit nicht wirklich loslassen, zu tief sitzt der Verlust und die Wut um in die Zukunft zu blicken. Er kann sich einfach nicht verzeihen. Durch seine verstorbene Frau Laurel hatten beide immer eine Verbindung, doch kann Hayes es sich erlauben glücklich zu sein? Was würde Laurel von ihnen denken?


Fazit:
'A Wild Cowboys Heart' legt zu Beginn einen guten Start hin, ist humorvoll und charmant. Der Plot rund um die drei Mädels und ihre Brauerei hatte echt viel Potenzial. Ich mochte Maisie und wollte so viel mehr über sie und ihre Familie erfahren. Doch der geringen Seitenzahl geschuldet, kam mir hier doch einiges wesentlich zu kurz. Angefangen bei dem Cowboy/Ranch Feeling, dass das schöne Cover suggeriert. Ebenso was die emotionale Ebene betrifft. Diese wäre für meinen Geschmack ausbaufähig gewesen, gerade bei der Trauma Thematik. Leider haben sich die Hauptprotas ab der Hälfte verloren. Zwar passiert zwar noch einiges, doch so richtig abholen konnte mich das leider nicht. Mir haben hier eindeutig ein paar Kapitel mehr gefehlt. Nicht nur um mich gefühlsmäßig abzuholen, sondern auch um die Geschichte schlussendlich wirklich rund zu machen.

Und apropos, einige Sätze als auch Beschreibungen haben sich recht seltsam gelesen, nicht nur bei den sexy Szenen. Ob es hier an der Übersetzung lag, oder doch dem Schreibstil der Autorin geschuldet ist sei dahingestellt.

Stacey Kennedy konnte mich leider nicht vollständig mit ihrem Auftakt überzeugen und das finde ich tatsächlich schade. Denn die Synopsis hat so viel Lust auf mehr gemacht. Aber bildet euch doch ganz einfach eure eigene Meinung, schließlich hat jeder andere Lesevorlieben. Von daher... happy reading!

☆☆☆ 3/5 ☆☆☆

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Zwischen Luxus, Lügen und verbotenen Gefühlen

Sinister Nights
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Bisher sind in meinem Bücherregal Titel deutscher Autorinnen doch eher rar gesäht. Auf „Sinister Nights“ von Sophia Como habe ich jedoch hin gefiebert, da die Synopsis rund um ein spanischen Juwelierimperium ...

Bisher sind in meinem Bücherregal Titel deutscher Autorinnen doch eher rar gesäht. Auf „Sinister Nights“ von Sophia Como habe ich jedoch hin gefiebert, da die Synopsis rund um ein spanischen Juwelierimperium samt Crimeplot sehr vielversprechend klang.

Zitat:
"Weil du es verdienst.. und weil du alles andere als zu wenig bist."

Story:
Für Sierra geht ein langersehnter Traum in Erfüllung, als sie die Zusage für ein Praktikum bei Lumeria - einem der angesagtesten Schmuckimperien erhält. Doch je mehr sie in die Welt der spanischen High Society eintaucht, verliert sie sich in einem Netz aus Intrigen, Begierde und Verrat.

Meine Meinung:
Zunächst einmal muss ich sagen, das mich der angenehme Schreibstil der Autorin begeistert hat. Ich mochte die unterschiedlichen Perspektivwechsel und das ich als Leser, in die Gedankenwelt der Protagonisten eintauchen konnte. Und dann erst diese atmosphärisch, mediterrane Kulisse, die regelrecht Lust macht, seinen Koffer zu packen und sich ins nächste Flugzeug nach Madrid zu setzen. Das war einfach eine sehr gelungene Abwechslung zu den allseits beliebten New York, London oder Edinburgh Settings.

Durch die Buchseiten weht ein Hauch von Luxus gepaart mit Intrigen und dunklen Geheimnissen. Die sich in Kombination mit der düsteren Stimmung recht schnell weggelesen haben. Die kleinen Einblicke in die Welt der High Juwelery, als auch der Bildhauer Kunst fand ich zudem abwechslungsreich und mal etwas vollkommen anderes.

Sierra ist eine Protagonistin, die mir gut gefiel und deren Leidenschaft spürbar war. Sie weiß was sie will und steht für sich ein. Bei Filipe, dem Erben der Juwelery Dynastie habe ich tatsächlich etwas gebraucht, um mit ihm warm zu werden. Ich mochte diese Mischung aus Badboy und seiner verletzlichen Art, die er zunächst sorgsam unter Verschluss hält.

Der Spannungsbogen hat mich leider auch nicht wirklich überzeugen können. Wo war der Nervenkitzel mit dem das Buch beworben wurde? Sicherlich ist das eine Frage des Geschmacks, ich für meinen Teil empfand die Wendungen leider ein wenig zu oberflächlich und vorhersehbar. Dasselbe gilt auch für den romantischen Aspekt der Geschichte. Ein biserl mehr Leidenschaft und Tiefe um sie richtig in mein Herz zu schließen.


Fazit:
Sophia Como's Sinister Nights, entführt den Leser in die aufregende Welt der spanischen High Society. Der Auftakt ihrer Dilogie ließ sich zwar in einem Rutsch lesen, doch ich muss leider sagen, das mich die Lovestory als auch der Suspense Anteil nicht vollkommen in seinen Bann ziehen konnte. Mir fehlte dann doch die emotionale Tiefe als auch der Nervenkitzel, um mich vollends zu begeistern. Aber für Zwischendurch war es absolut ok.


☆☆☆ 3/5 ☆☆☆

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Lisa Marie Presley.. schmerzhafte als auch intime Einblicke.

From Here to the Great Unknown - Von hier ins Ungewisse
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Voller Neugier habe ich der Veröffentlichung von 'From Here to the Great Unknown' herbeigesehnt. Ich glaube als Elvis Fan, der bereits das ein oder andere Buch über die Presley's gelesen hat, ist dies ...

Voller Neugier habe ich der Veröffentlichung von 'From Here to the Great Unknown' herbeigesehnt. Ich glaube als Elvis Fan, der bereits das ein oder andere Buch über die Presley's gelesen hat, ist dies fast eine Pflichtlektüre.

Zitat:
Ich hatte die größten Schmerzen, die ich je in meinem Leben hatte, aber ich hatte auch die zutiefst transformative Erfahrung, mich dieser Lawine des Schmerzes hinzugeben und nicht zu versuchen, der Trauer auszuweichen. Das war eine große Lektion für mich. Du musst den Schmerz hereinlassen, um dich davon zu befreien."

Meine Meinung:
Mir war klar, das dieses Buch nicht unbedingt leichte Kost sein würde. Das aber Lisa Marie Presley's "Biographie so dermaßen deprimierend zu lesen sein würde, hätte ich dann doch nicht erwartet. So viele Teile behandeln Suchtprobleme, Depressionen und generationsübergreifende Traumata. Beim Lesen fühlte ich ständig eine Mischung aus absoluter Traurigkeit, Unglaube und Wut auf Elvis, Priscilla, und all diejenigen, die für sie verantwortlich waren. Ich meine, was für ein Leben sie in so jungen Jahren bereits geführt hat.

Als Tochter von Elvis Presley wurde sie mit den sprichwörtlichen 'Golden Spoon' geboren. Sie war ein wildes Kind mit immensen Privilegien, das jedoch nach der Trennung ihrer Eltern, kaum eine richtige Struktur beim Vater erlebte. Dafür umso mehr Regeln bei der Mutter. Die Teenager Jahre sind geprägt von ersten Drogenversuchen, Missbrauch und aufbegehren gegen die Mutter.

Am meisten beeindruckt haben mich ihre Gedanken und Erfahrungen zum Thema Trauer. Sowohl über ihren Vater Elvis als auch bei ihrem Sohn. Ich denke, die Art und Weise, wie Trauer Menschen beeinflusst, besonders wenn sie noch sehr jung sind, ist so tiefgründig und kann so viel davon erklären, wie wir unser Leben leben. Jedenfalls blieb bei diesen Passagen bei mir kein Auge trocken.

Priscilla kommt hier nicht wirklich gut weg und wird nicht gerade in einem sympathischen Licht gezeichnet. Nicht nur durch die Tatsache, das sie seinerzeit für ein Kind alles andere als bereit war (das ist selbst in ihrem Buch zu nachzulesen). Daher bin ich mir fast sicher, dass Lisa Marie das Gefühl hatte, ihre Mutter hätte sie in vielerlei Hinsicht im Stich gelassen. Nicht nur was das beklemmende Kapitel mit deren Ex Freund angeht. Sie war vielleicht keine Bilderbuchmutter und Lisa absolut Daddy's Girl, der in ihren Augen nichts falsch machen konnte. Sie idealisiert ihre Kindheit in Graceland und will immer wieder dorthin zurück. Was ich als Leser natürlich nachvollziehen kann. Da sie sich dort ihrem Vater immer noch m nächsten fühlte und dieser Ort zu Hause für sie bedeutete.

Man liest wie gerne sie nach Graceland zurück kommt, im Zimmer ihres Vaters schlief oder später mit der eigenen Familie dort die Feiertage verbrachte. Jedoch erkennt Lisa Marie nie, dass es Graceland ohne Priscilla nicht mehr gegeben hätte. Ebenso wie ihr erhebliches Millionenerbe, von dem sie als auch ihr Familie bis jetzt sehr gut leben konnten. Hier fehlte es mir einfach an etwas mehr Reflektion ihrerseits. Vielleicht sogar an etwas Anerkennung ihrer Mutter und deren Geschäftssinn gegenüber.

Für jemanden wie Lisa Marie, die gerne offen geredet hat, war ich am Ende aber dann doch überrascht, wie im Buch so manche Thematik nur angekratzt oder gar weggelassen wurde. Wenn an dem Konzept bereits mehrere Jahre gearbeitet wurde. Wie z.B. Scientology, Memphis-Mafia, Nicolas Cage, oder wie sie ihr Millionenerbe so gut wie durchgebracht hat).


Fazit:
Mir ist klar, das Riley Keough das Buch nach dem unerwarteten Tod ihrer Mutter aufgearbeitet hat bzw. so gut sie konnte versucht hat, ihre Erinnerungen und Perspektiven mit einfließen zu lassen. Ich kann mir vorstellen, wie schmerzhaft dieser Prozess gewesen sein muss.

Doch nachdem nun die letzten Seiten gelesen sind und ich lange übe diese Rezension nachgedacht habe, hätte ich es doch besser gefunden, wenn hier ein Ghostwriter die Geschichten ausgearbeitet hätte. 'From Here to the Great Unknown' ist für mich keine Biographie, sondern behandelt eher Momentaufnahmen aus dem Leben von Lisa Marie Presley. Teilweise liest es sich so dermaßen abgehackt. Stellenweise hatte ich das Gefühl, die Tonbandaufnahmen wären eins zu eins übernommen worden. Es fühlte sich beim Lesen einfach oft nicht rund an. Und so gut die Idee war, durch Rileys Erinnerungen noch etwas mehr Tiefe aber vor allem auch ein paar Seiten mehr mit einzubringen, hätte ich eigenständige Kapitel aus ihrer Sicht irgendwie mehr bevorzugt.

Schlussendlich ist zu sagen, das hier einige Bereiche wirklich schmerzhaft zu lesen waren. Lisa Maries Buch gibt einen intimen Einblick auf viele Aspekte ihres Lebens, und beantwortet, wenn auch nicht alle Fragen aber mit Sicherheit einige, über die viele Leute spekuliert haben.


** 3/5 **

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