Not Bad!
Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?Der Einstieg ins Buch war für mich eher schleppend. Es hat eine Weile gedauert, bis die Geschichte in Gang kam, doch dann wurde es schnell spannend. Ab einem gewissen Punkt wollte man einfach nur noch ...
Der Einstieg ins Buch war für mich eher schleppend. Es hat eine Weile gedauert, bis die Geschichte in Gang kam, doch dann wurde es schnell spannend. Ab einem gewissen Punkt wollte man einfach nur noch wissen, wie es weitergeht – und die Kapitel flogen nur so dahin.
Besonders interessant fand ich, wie sich die Dynamik zwischen Natalie und Dawn im Laufe der Geschichte verändert. Natalie, die anfangs noch wie die „Heldin“ wirkt, macht sich Stück für Stück immer unsympathischer. Ihr Verhalten ist auf eine unangenehme Art eklig. Dawn dagegen war mir von Anfang an suspekt und war irgendwie nervig zu lesen so böse das auch klingt..Aber was sich im Laufe der Handlung über sie herausstellt, geht deutlich tiefer und ist ehrlich gesagt erschreckend und krank.
Ab Teil 3 gab es dann einen Wendepunkt, mit dem ich wirklich nicht gerechnet hatte – vor allem was Caleb betrifft.
Was die Charaktere angeht: Wirklich keiner von ihnen ist sympathisch. Im Gegenteil – sie wirken allesamt gestört, kaputt oder schlicht toxisch. Und genau das macht die Geschichte auf ihre Weise so fesselnd. Man will nicht unbedingt jemanden mögen, aber man muss wissen, wie alles zusammenhängt.
Fazit: „Die Kollegin“ ist ein verstörender, clever aufgebauter Psychothriller, der mit zunehmender Seitenzahl an Spannung gewinnt. Wer Lust auf eine Geschichte mit moralisch fragwürdigen Figuren, überraschenden Wendungen und einer düsteren Atmosphäre hat, wird hier definitiv fündig.