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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2026

Irreführend

Ruf der Leere
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Es gibt sie leider immer wieder, diese Bücher, deren Klappentext einerseits kaum zum Buch passt und andererseits zu viel verrät und damit Erwartungen weckt, die das Buch nicht halten kann.

Wir begleiten ...

Es gibt sie leider immer wieder, diese Bücher, deren Klappentext einerseits kaum zum Buch passt und andererseits zu viel verrät und damit Erwartungen weckt, die das Buch nicht halten kann.

Wir begleiten Felix und einen weiten Kreis an Freunden und Bekanntschaften auf die einsame Hütte seines Vaters. Vorderegrtündig soll die Rückkehr seines besten Freundes gefeiert werden, unterschwellig geht es aber auch um die Aufarbeitung alter Wunden und Streitereien. Bis ein Überraschungsgast die Party aufmischt.

Es klingt wie ein Thriller, ist aber mehr eine Sozialstudie in Rückblenden. Dabei ist mir keine der Figuren in irgendeiner Weise sympathisch, am wenigsten jedoch Hauptfigur Felix. Man könnte natürlich der kaputten Familie die Schuld geben, die nur vom Geld zusammengehalten wird. Aber eigentlich geht diese Antipathie weit darüber hinaus.

Dieser Figur durch ihre Überlegungen hindurch zu folgen, hätte mir ja schon gereicht. Die übertrieben bemühte Wendung hätte der Roman eigentlich wirklich nicht gebraucht.

Diese, genauso wie das Ende, haben mir das Buch ein wenig versaut.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Kunststück

Mr. Saitos reisendes Kino
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Das muss ein Buch auch erst mal schaffen, mich gleichzeitig total zu fesseln und zutiefst zu langweilen!

Lita führt mit ihrer Mutter Fabiola ein eher ungewöhnliches Leben. Weil Fabiola als Findelkind ...

Das muss ein Buch auch erst mal schaffen, mich gleichzeitig total zu fesseln und zutiefst zu langweilen!

Lita führt mit ihrer Mutter Fabiola ein eher ungewöhnliches Leben. Weil Fabiola als Findelkind bei Nonnen aufwächst und schon früh eine Vorliebe für Schuhe entwickelt, kennt Lita kein "normales" Leben und wächst mit ungewöhnlichen Persönlichkeiten auf. Bis sich die kleine Familie mit den falschen Leuten anlegt und schnell das Land verlassen muss. So verschlägt es sie auf eine einsame Insel vor der Küste Neufundlands und wir entdecken die Welt durch Litas kluge und enugierige Augen.

Dieses Buch hat eigentlich alles, was es braucht, um interessant und warmherzig zu sein. Das ist es ni Teilen auch. Mir war jedoch die Verschrobenheit Litas irgendwann zu viel und wirkte sich zu sehr auf den Erzählstil aus. Damit wurde es für mich immer schwieirger am Ball zu bleiben.

Es kann eine kleine Fundgrube wunderschön erzählter und formulierter Szenen sein, wenn man ein Gespür und die richtige Stimmung dafür hat. Für mich war es das leider nicht.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Löchrige Story

House of the Beast
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Das Äußere ist bei einem Buch nun mal nicht alles. Auch wenn ich auf diese hübschen Hüllen immer wieder hereinfalle. Dabei macht es einem dieses Buch besonders schwer, verlockt es doch zusätzlich noch ...

Das Äußere ist bei einem Buch nun mal nicht alles. Auch wenn ich auf diese hübschen Hüllen immer wieder hereinfalle. Dabei macht es einem dieses Buch besonders schwer, verlockt es doch zusätzlich noch durch hübsche Illustrationen auf fast jeder Seite. Das tröstet mich jedoch nur unzureichend über die löchrig gestrickte Handlung hinweg.

Alma wächst bei ihrer Mutter in ärmlichen Verhältnissen auf, bbis diese eines Tages schwer krank wird und Alma nix anderes übrig bleibt, als ihren bis jetzt unbekannten Vater um hilfe zu bitten. Der lässt nix anbrennen und holt seine ungewollte Tochter zu sich, um sie als Gefäß für seinen Gott einzusetzen (Arm abschlagen inklusive, denn was ist ein gläubiges Gefäß ohne fehlende Gliedmaße?!). Alma scheint sich in ihr Schicksal zu fügen, bastelt aber insgeheim schon an ihrer Rache, gemeinsam mit dem mächtigen Wesen, das nur sie sehen und hören kann.

Die Story klingt fantastisch, mächtige Götter und Menschen, die als deren Gefäße ihre Macht übernehmen und ausüben. Es ist düster und fast schon brutal. Und doch fehlt etwas, das Tempo schwankt zwischen stürmisch und kriechend wie eine Schnecke.

Und auch der Weltenbau ist mehr als dürftig, darüber kann auch die hübsche Gestaltung nicht hinwegtäuschen. Es gibt mehrere Karten, bei denen ich mich immer noch frage, wozu ich sie brauchen könnte. Denn die meiste Zeit bewegt sich Alma kaum von der Stelle. Wie diese Welt wirklich funktioniert, wird bis zum Schluss nicht so wirklich erklärt und jeder Versuch, das zu ändern, lässt mich mit mehr Fragezeichen zurück.

Vielleicht hätte man sich etwas mehr Zeit nehmen sollen, die Komplexität des Weltenbaus mit Inhalt zu füllen, statt die Seiten mit kleinen netten, wenn auch unnötigen, Zeichnungen vollzustopfen.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Genau was ich erwartet habe

Rabid
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Ich habe lange keine Spicy Werwolffantasy mehr gelesen, obwohl ich solche Geschichten eine zeitlang förmlich verschlungen habe. "Rabid" bietet mir genau das, was ich früher geliebt habe, eine ordentliche ...

Ich habe lange keine Spicy Werwolffantasy mehr gelesen, obwohl ich solche Geschichten eine zeitlang förmlich verschlungen habe. "Rabid" bietet mir genau das, was ich früher geliebt habe, eine ordentliche Portion Action, fantastische Figuren und eine Menge Spice, ich meine wirklich eine Meeeeeeeenge!

Seneca ist in ihrem Rudel nicht mehr glücklich, seit der neue Alpha übernommen und damit begonnen hat, die Frauen zur Beute zu erklären. Als ihre Initiation schief läuft und sie sich zum ersten Mal gegen ihn wehrt, verbannt er sie und setzt sie im Revier des verfeindeten Rudels mit dem übelsten Ruf aus. Und wir wissen alle, wie es ab da weitergeht.

Wer hier Tiefe und Figurenentwicklung erwartet, ist mit Sicherheit falsch. Auch die emotionale Bandbreite ist nicht sonderlich tief.

Und sind wir ehrlich, auch die Handlung kann nur wenig überraschen. Aber das ist ja auch nicht der Grund, warum man zu so einem Buch greift.

Es soll unterhalten, fesseln, einen durch die Seiten fliegen lassen und die eher tieferen Bedürfnisse befriedigen. Und genau das hat es hervorragend erreicht- zumindest bei mir!

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Schwächelt etwas

Bad Actors
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Ich liebe die Slow Horses und ihren unangepassten, manchmal etwas übertrieben assozialen Chef von der ersten Stunde (also dem ersten Buch) an. Habe bei jedem ihrer unfreiwilligen Einsätze mitgefiebert ...

Ich liebe die Slow Horses und ihren unangepassten, manchmal etwas übertrieben assozialen Chef von der ersten Stunde (also dem ersten Buch) an. Habe bei jedem ihrer unfreiwilligen Einsätze mitgefiebert und beim Strippen ziehen ab und zu den Durchblick verloren. Aber so langsam scheint mir die Luft raus zu sein.

Klar war das auch wieder spannend. Aber es sind auch mittlerweile so viele Figuren und Namen, die auf dem Schachbrett hin und her geschoben werden, dass ihre Individualität dabei verloren geht. Wenn sie vom Spielbrett genommen werden, muss ich erst zweimal überlegen, ob mich das nun berühren soll.

Werde ich den nächsten Band wieder lesen? Klar, immer in der Hoffnung, dass dem Autor doch noch etwas Neues eingefallen ist und er sich auf seine Wurzeln (und die Stärken der Slow Horses) zurückbesinnt. Und natürlich gespannt darauf, ob wir River nochmal wiedersehen werden!

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