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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2026

Die Evers

House of Blight
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Edira Brillwyn besitzt die besondere Threadmender-Gabe, viele Jahre konnte sie ihr Geheimnis bewahren, doch dann traf ein Schicksalsschlag sie, der ihr Handeln dringend benötigte. Kaum hat sie ihre Gabe ...

Edira Brillwyn besitzt die besondere Threadmender-Gabe, viele Jahre konnte sie ihr Geheimnis bewahren, doch dann traf ein Schicksalsschlag sie, der ihr Handeln dringend benötigte. Kaum hat sie ihre Gabe eingesetzt, wird die mächtige Familie Fernglove auf sie aufmerksam und das Oberhaupt Orin bietet ihr ein verlockendes Angebot an.

Auf dem Anwesen der Familie gerät Edira nicht nur beim Kampf gegen die Seuche in Gefahr, auch die Familienangehörigen und andere Evers werden auf die Threadmenderin aufmerksam und wollen Ediras Gabe zu ihrem eigenen Vorteil nutzen. Wem kann Edira vertrauen und ist es ihr möglich, die Seuche zu bekämpfen?

House of Blight von Maxym M. Martineau ist der Auftakt einer Reihe um die Threadmenderin Edira Brillwyn. Der Einstieg war für mich etwas zäh, was vor allem am Klappentext des Buches liegt, der mir schon zu viel vorweg nimmt und gute 50 Seiten spoilert. Doch dann zog das Tempo und die Spannung an.

Die Amtosphäre ist düster und an jeder Ecke erwartet man einen neuen Intriganten, der Edira das Leben schwermachen möchte. Martineau beschreibt die Szenarien sehr detailliert und erschafft so eine Welt, die man sich sehr gut vorstellen kann. Wenige actionreiche Szenen waren für meinen Geschmack, gerade im Vergleich, dann etwas zu schnell abgehandelt, dennoch gefielen mir vor allem diese, denn sie boten auch Überraschungen.

Edira als Protagonistin war mir etwas zu unrund dargestellt. Einerseits hegt sie von Beginn an große Zweifel an den Evers, andererseits wirkt sie dann ihnen gegenüber doch meistens eher naiv und ihr Handeln entspricht nicht immer ihrem Denken. Dennoch ist sie über weite Strecke eine Protagonistin, in die man sich gut hineinversetzen und deren Last, aufgrund ihrer eigene Gabe, man verstehen kann.

Das Ende hat mich positiv überrascht, viele aufkommende Fragen werden beantwortet und nehmen dennoch absolut keine Vorfreude auf den nächsten Band. Im Gegenteil, durch spannende Nebenfiguren ist die Lust auf den nächsten Band besonders groß! Ein toller Auftakt mit kleinen Schwächen.

Veröffentlicht am 03.02.2026

The Housemaid

Wenn sie wüsste
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Millie hat eine schwere Vergangenheit und deswegen kaum Chancen ins Arbeitsleben zu finden, umso glücklicher und überraschter ist sie, als Nina ihr eine Stelle als Haushaltshilfe anbietet. Millie bekommt ...

Millie hat eine schwere Vergangenheit und deswegen kaum Chancen ins Arbeitsleben zu finden, umso glücklicher und überraschter ist sie, als Nina ihr eine Stelle als Haushaltshilfe anbietet. Millie bekommt zukünftig nicht nur ein sicheres Gehalt, sondern auch Kost und Logis sind inklusive. Niemals hätte Millie damit gerechnet, dass ihr größter Albtraum beginnen würde, sobald sie in das Haus einziehen würde. Nina verwüstet täglich das Haus und unterstellt Millie allerlei Dinge. Auch die Tochter behandelt sie ohne jeglichen Respekt, nur Andrew behandelt Millie durchweg gut und schon bald scheint Nina eifersüchtig auf Millie zu sein. Doch aus welchem Grund hat Nina Millie eingestellt, warum will sie ihr das Leben zur Hölle machen?

Wenn sie wüsste von Freida McFadden ist der erste Teil der ‚The Housemaid‘-Buchreihe. Im Gegensatz zu den anderen Büchern der Autorin, die ich bisher gelesen habe, fand ich das Buch in weiten Teilen eher als sehr ruhig und vorhersehbar, zeitweise fand ich die Erzählungen aus den Gründen auch etwas langatmig und dennoch gab es immer wieder Mal spannende Phasen und für mich ein sehr gutes Ende, das über die Auflösung hinausgeht und das Buch für meinen Geschmack nochmal stark aufwerten konnte.

Veröffentlicht am 21.01.2026

Etwas holprig

Sonne und Regen – So ist unser Leben
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Sonne und Regen - So ist unser Leben vermittelt Kindern, dass das Leben nicht immer nur positiv ist, aber dass auch die negative Seiten dazugehören und manchmal dafür sorgen können, dass sich die glücklichen ...

Sonne und Regen - So ist unser Leben vermittelt Kindern, dass das Leben nicht immer nur positiv ist, aber dass auch die negative Seiten dazugehören und manchmal dafür sorgen können, dass sich die glücklichen Momente verstärken.

Die Illustrationen sind wunderschön und toll anzuschauen, das Thema ist wirklich wichtig und wird kindgerecht vermittelt, jedoch wirkte es an manchen Stellen etwas holprig.

Veröffentlicht am 16.01.2026

Blick in die Zukunft

Felix Green – Geisterseher und Geheimagent
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Felix Green hat eine ganz besondere Gabe, Dank seines verstorbenen Opas kann Felix in die Zukunft sehen und um diese Gabe in etwas positives zu verwandeln, versucht Felix die Menschen vor bevorstehenden ...

Felix Green hat eine ganz besondere Gabe, Dank seines verstorbenen Opas kann Felix in die Zukunft sehen und um diese Gabe in etwas positives zu verwandeln, versucht Felix die Menschen vor bevorstehenden Unglücken zu warnen. Doch statt Dankbarkeit erwarten Felix nur Vorwürfe, bis er auf Lydia trifft. Lydia bringt ihn an eine besondere Schule für Geisterseher und Traumweber. Doch die Schule wird von einem dunklen Geist bedroht. Kann Felix die Schule retten?

Geisterseher und Geheimagent ist der erste Band der Felix Green Reihe für Kinder ab zehn Jahren. Der altersgerechte Schreibstil nimmt einen direkt in Felix’ Welt mit und erschafft eine spannende und fesselnde Geschichte. Mir persönlich waren die Nebencharaktere etwas zu blass und auch die Welt selbst hätte an einigen Stellen etwas mehr Tiefgang haben dürfen. Mein Lesekind empfand die Geschichte hingegen super mitreißend und hat sich an meinen Kritikpunkten kaum gestört.

Daher ist Felix Green - Geisterseher und Geheimagent ein starker Reihenauftakt, der von Freundschaft, Mut, Vertrauen und Zusammenhalt erzählt und eine interessante Welt aufbaut, deren folgende Bände wir daher sicherlich weiterverfolgen werden.

Veröffentlicht am 23.12.2025

Was ist deine Erinnerung wert

Das Buch der verlorenen Stunden
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Lisavets Vater Ezekiel versteckt seine Tochter in einem dunklen Raum, um sie vor den Geschehnissen der Zeit zu schützen. Lisavet findet sich in einer riesigen Bibliothek wieder in der Raum und Zeit nicht ...

Lisavets Vater Ezekiel versteckt seine Tochter in einem dunklen Raum, um sie vor den Geschehnissen der Zeit zu schützen. Lisavet findet sich in einer riesigen Bibliothek wieder in der Raum und Zeit nicht existiert und in der die menschlichen Erinnerungen in Büchern gespeichert sind. Kaum jemand weiß von diesem Ort oder wie man zu ihm gelangt. Nur die Zeithüter bestimmen darüber, welche Erinnerungen erhalten bleiben und welche für immer ausgelöscht werden.

Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso kann mit einem unheimlich guten Schreibstil überzeugen und schafft es innerhalb weniger Seiten einen in die Geschichte zu begleiten. Dabei erleben wir diese in zwei Perspektiven bzw. Zeiträumen, die Vergangenheit um Lizavet und ihre Existenz an einem besonderen Ort und die Gegenwart, bei der vor allem die Teenagerin Amelia im Fokus steht.

Die beiden Stränge waren für mich auf gleiche Weise unterhaltsam, zeitweise hatte der eine Strang mehr Potenzial als der andere und andersrum. Die Figuren waren gut durchdacht, wobei man als Leser:in schnell die Zusammenhänge erkennt und kaum überrascht wird. Besonders eine Protagonistin hat mir das Lesen jedoch erschwert, da ich sie nicht sympathisch empfand und ihre Handlungen kaum nachvollziehen konnte. Da sie eine größere Rolle einnimmt (die ich aus Gründen nicht genauer beschreiben kann), hat mir das auf die komplette Geschichte etwas genommen.

Außerdem ist es wie so oft mit Geschichten über Zeitreisen o.ä. und ich konnte manche Dinge nicht in einer Logik unterbringen. Das kann auf eine Weise umgesetzt sein, die weniger unstimmig wirkt oder wie hier, doch einige Fragezeichen mit sich bringt.

Am Ende war Das Buch der verlorenen Stunden für mich eine Geschichte, die vieles positives hatte, aber bei dem ich gedanklich immer wieder das ‚aber‘ mitdenke. „Die Geschichte ist gut, aber…“, „die Idee gefiel mir, aber…“,… und so sind es am Ende für mich gute drei Sterne.