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Veröffentlicht am 23.12.2025

Ein wohliges Gefühl

Bookish Belles – Was zwischen den Zeilen steht
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Was zwischen den Zeilen steht führt uns erneut ins charismatische Städtchen der Bookish-Belles zwischen Bibliothek, Büchern und dem grossen Anwesen, für das Scarlett verantwortlich ist. Ihre Geschichte ...

Was zwischen den Zeilen steht führt uns erneut ins charismatische Städtchen der Bookish-Belles zwischen Bibliothek, Büchern und dem grossen Anwesen, für das Scarlett verantwortlich ist. Ihre Geschichte ist geprägt von Unabhängigkeit und dem Loslösen von ihrer Familie, um endlich ihr grosses Glück zu finden.

Das kleine Städtchen Vallantine hat ein ganz besonderes Gefühl, welches es vermitteln kann. Die Gründergeschichte verbunden mit der alten Bibliothek ist ein gemeinsames Element, welches auch unsere drei Frauen der Bookish Belles nicht mehr loslassen kann. Ihre Freundschaft findet sich auch in der Gemeinschaft der Stadt wieder und sorgt für ein Gefühl, welches Wärme und Willkommen ausstrahlt. Es war wunderbar zu sehen, wie auch Aden in dieses Leben gepasst hat. Zwischen ihm und Scarlett existiert eine langjährige und innige Freundschaft, die sich zu mehr entwickeln könnte, wenn beide endlich miteinander sprechen würden. Doch auch geschäftlich verbindet die beiden vieles und trotz ihrer unterschiedlichen Herkünfte und finanziellen Situationen sind beide auf Augenhöhe. Scarlett hat allerdings sehr zu kämpfen mit ihrer Familie, besonders ihrer Mutter, die kontrollieren und urteilend über ihre Tochter herrscht und damit einiges zerstört. Diese Familiendynamik konnte für viel Spannung sorgen und ich mochte es, wie locker und leicht die Autorin diese Geschichte erzählen und mich darin eintauchen lassen konnte.

Scarlett ist eine unglaublich unabhängige Frau, die eigenständig finanzielle Entscheidungen trifft und ihr gesamtes Familienanwesen verwaltet. Trotz ihrer Stärke gab es immer wieder ihre Mutter, die ihr dort hineingesprochen hat und alte Unsicherheiten hervorrief. Bei allem bekommt sie aber Unterstützung von ihrem alten Freund Aden, welcher auch auf dem Grundstück lebt und stets für sie da ist. Die beiden verband schon von Anfang an sehr viel, was man auch spüren konnte. Und doch war es schwer für sie, den Schritt weiter zu gehen und völlig offen miteinander zu sprechen. Die Dynamik zwischen ihnen war sehr spannend und ich mochte es, wie harmonisch und verständnisvoll die beiden miteinander umgegangen sind. Es war eine schöne, unaufgeregte Liebesgeschichte, die deshalb ihren gewissen Charme transportieren konnte. Auch die Freundschaft zwischen den Bookish Belles war eine nette Komponente, die für Gefühle in der Geschichte gesorgt hat. Ich freue mich sehr darauf, auch die dritte Freundin in ihrer eigenen Geschichte noch besser kennenzulernen.

Das Buch war eine sehr ruhige und unaufgeregte Mischung, die in ihrer Atmosphäre ihre Unterhaltung gefunden hat. Es ist weder besonders viel passiert, noch hat es die grosse Gefühlsachterbahn in mir ausgelöst und war dennoch schön zu lesen und aufregend zu verfolgen. Ich mag das Gefühl dieser Bücher und lese sie deshalb auch gerne, auch wenn es ein paar Schwachstellen in der Handlung noch gab.

Ingesamt war auch der zweite Band der Bookish Belles ein schönes Leseerlebnis, welches von seinen Gefühlen lebte und mich damit auch begeistern konnte. Trotz etwas schwächerer Handlung mochte ich das Buch und vergebe deshalb gute 3.5 Sterne. Ich freue mich auf den letzten Teil der Trilogie und die letzte der drei Freundinnen.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Eher ein Spin-Off

Shifter Island - Der Geist des Magiers
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Shifter Island geht in die dritte und letzte Runde und Nai und ihre Gefährten bereiten sich auf ein Leben nach dem Kampf vor. Doch nicht alles ist so harmonisch, wie es sein sollte und es gibt Konflikte, ...

Shifter Island geht in die dritte und letzte Runde und Nai und ihre Gefährten bereiten sich auf ein Leben nach dem Kampf vor. Doch nicht alles ist so harmonisch, wie es sein sollte und es gibt Konflikte, die sie fordern und gelöst werden wollen. Eine actionreiche Handlung, die die Probleme der anderen Bände allerdings weiterhin aufweist.

Für Nai geht es nun nach dem spannenden zweiten Band weg von den Wölfen von Shifter Island und hin zu ihrer Bestimmung als Hochmagierin an deren Akademie. Dies hat auch das Setting und Gefühl für die Welt verändert. Das Buch fühlte sich allgemein etwas heller und weniger bedrohlich an, als dies zuvor der Fall war. Es rückten hier andere magische Begabungen rund um die Elemente in den Fokus, was sehr spannend war. Dennoch spielten die Wölfe, besonders die Brüder, natürlich auch weiterhin eine bedeutende Rolle. Das Buch fühlte sich aber auch eher wie ein Epilog an, der an das Ende einer Reihe nach Band zwei anschliesst. Die aufgebauten Spannungselemente und Bedrohungen habe ich dabei nicht ganz nachvollziehen können und fand das Konzept des Buches deshalb eher etwas konstruiert. Die Autor:innen haben mit ihrem Schreibstil aber wieder eine Geschichte geschaffen, die mich total packen konnte und die sich unglaublich leicht und schnell weglesen liess. Dies machte es zu einem schönen und schnellen Leseerlebnis, das man geniessen konnte.

Die Protagonisten waren noch immer eine aufregende Mischung, die mir nicht immer so ganz zugesagt haben. Nai befand sich natürlich in einer schwierigen Situation, in der sie nicht viel machen konnte und von der viele etwas gefordert haben. So befand sie sich zwischen ihrer Verantwortung aus ihrem Erbe ihrem Grossvater gegenüber und gleichzeitig musste sie ihrem Gefährten und deren Freunden Gehör schenken, um die Situation nicht eskalieren zu lassen. Während ich Nai dabei verstanden habe und ihren Mut und ihre Stärke bewundert habe, fand ich ihren Gefährten Rage teilweise ziemlich unfair ihr gegenüber. Er stellte zu viele Forderungen und war schnell beleidigt von Nais Entscheidungen, die für alle schwierig waren. Ihre Beziehung war nicht so gefestigt, dass sie sich gegenseitig vertrauen und zuhören konnten, was wirklich schade war. Dennoch war die Kombination aus den Brüdern wieder ein schönes Element dieser Geschichte, das sie aussergewöhnlich macht.

Die Handlung war wieder ziemlich ereignisreich und hat schnell Wendungen hervorgebracht. Dennoch fand ich sie leider nicht so packend wie die Bände zuvor. Ich habe auch die Handlung an sich eher weniger verstanden bzw. fand sie, wie zuvor schon angesprochen, etwas künstlich hervorgerufen. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und diese Reihe schön vervollständigt.

Insgesamt war der dritte Band von Shifter Island ein schönes Buch, das die Reihe zufriedenstellend abgeschlossen hat. Dennoch hätte ich mir etwas mehr Tiefe in allem gewünscht, was etwas zu kurz gekommen ist. Ich vergebe gute 3.5 Sterne für dieses Buch.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Eine spannende Mischung aus Romance und Thriller

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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Ein Buch mit schweren Themen und einer spannenden Suche nach Vivian, die unsere Protagonisten in gefährliche Situationen führt. Eine Mischung aus Liebe und Action, welche die Augen öffnet und den Horizont ...

Ein Buch mit schweren Themen und einer spannenden Suche nach Vivian, die unsere Protagonisten in gefährliche Situationen führt. Eine Mischung aus Liebe und Action, welche die Augen öffnet und den Horizont für wichtige Themen erweitern konnte.

Loverboy startet mitten in Berlin mit einer Befragung der etwas anderen Art. Man erfährt ziemlich schnell, dass Lola ihre Mitbewohnerin Vivian sucht, die scheinbar spurlos verschwunden ist. In Rückblenden und Tagebucheinträgen erfährt man dann, wie es zu dieser Situation gekommen ist und begibt sich anschliessend auf eine aufregende Suche. Ich mochte das Setting, habe es ehrlicherweise aber nicht immer ganz fühlen können. Manchmal hat mir etwas gefehlt, was zur Stimmung des Buches beitragen hätte können. Auch mit dem Schreibstil bin ich nicht immer ganz zufrieden gewesen, auch wenn ich das Leseerlebnis genossen habe. Manchmal war es mir einfach zu simpel, zu einfach und hat keine klare Einheit mit der Atmosphäre und dem Schauplatz der Geschichte bilden können. Die Themen, die aufgekommen sind, sind wichtig und waren auch immer wieder ziemlich erschreckend. Ich finde es gut, wenn auch so schwierige Dinge angesprochen werden und bewundere den Mut der Autorin für diese Art von Geschichte. Manchmal war es aber auch wirklich heftig und ich finde, dass man sich bei genau dieser Art von Buch die Triggerwarnung gut durchlesen muss, bevor man sich für das Lesen dieser Geschichte entscheidet.

Das Buch lebte nicht unbedingt von seinen Protagonisten und konnte dennoch verschiedene Emotionen zu ihnen aufbauen. Lola war vorallem die mutige und sich sorgende Mitbewohnerin und Freundin, die die besorgniserregende Entwicklung von Vivian hautnah erleben musste. Sie hat sich mit ihrer Sturheit und ihrem Mut ausgezeichnet und nicht lockergelassen, bis sie ihre Freundin gefunden hat. Bei dieser aufregenden und gefährlichen Suche hat sie Hilfe von Elias, Vivians Bruder bekommen. Die Verbindung zwischen den Geschwistern war schwieriger und Elias allgemein ein komplizierter Charakter. Ich konnte ehrlichgesagt die Verbindung zu ihm nicht ganz aufbauen und habe die Liebesgeschichte deshalb auch nicht so ganz fühlen können. Dies war schade, ist aber akzeptabel, da dies nicht der Fokus dieser Geschichte war. Dort gab es wichtigere Handlungsstränge und Entwicklungen, die nicht primär mit den Protagonisten verbunden waren. Allgemein hätte ich mir etwas mehr Tiefe noch in den Protagonisten gewünscht und wäre gerne noch verbundener mit ihnen gewesen.

Die Suche nach Vivian stellte sich als spannende Reise mit vielen Hindernissen und grossen Gefahren heraus. Ich mochte sie grundsätzlich ganz gerne, auch wenn die Protagonisten sich immer wieder ziemlich dumm in ziemlich krass gefährliche Situationen gebracht haben. Besonders am Ende war es fast too much und meiner Ansicht nach nicht mehr ganz realistisch. Dazu kam der zweite Handlungsstrang des verschwundenen Mädchens, das ich eher als störend empfunden habe. Es passte nicht in diese Geschichte und enttäuschte mich etwas mit der Auflösung am Schluss. Dennoch war es eine unterhaltsame Geschichte, die mich immer wieder schockieren konnte.

Insgesamt war Loverboy eine spannende Mischung aus Romance und Thriller und konnte mich dadurch sehr gut unterhalten und immer wieder schockieren. Ich mochte es, war aber auch immer wieder etwas irritiert durch den Schreibstil und gewisse Mischungen, die für mich nicht ganz zusammengepasst haben. Ich vergebe gute 3.5 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Mehr Erklärungen, weniger Lücken

House of Marionne
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Ein magisches Haus, eine elitäre Vereinigung: Willkommen im House of Marionne. Eine Geschichte zwischen luxuriösen Bällen, knallharten Regeln und Magie, die ihre ganz eigenen Regeln hat. Obwohl Quell so ...

Ein magisches Haus, eine elitäre Vereinigung: Willkommen im House of Marionne. Eine Geschichte zwischen luxuriösen Bällen, knallharten Regeln und Magie, die ihre ganz eigenen Regeln hat. Obwohl Quell so gar nicht in dieses System passt, muss sie lernen, sich darin zurechtzufinden und muss gleichzeitig ihr wahres Selbst um jeden Preis verbergen.

Das magische System rund um die Häuser und ihre Anführerinnen war faszinierend und wahnsinnig komplex zugleich. Ich fand es sehr interessant, gemeinsam mit Quell in diese neue Welt einzutauchen und mehr über die Magie und ihre Regeln zu lernen. Es drehte sich viel um Toushana, ohne allerdings wirklich darüber zu reden, was ein Mysterium war, das sich im zweiten Band weiterziehen wird. So interessant dieses System auch war, so schade war es manchmal, dass der rote Faden in der Erzählung einfach gefehlt hat. Die Autorin scheint ein klares Konzept gehabt zu haben, bei mir als Leserin ist dies aber nicht immer so angekommen. Oftmals hätten mir weitere Erklärungen oder Regeln gefehlt, sodass ich gar nicht alles verstanden habe und durch diese Unklarheiten abgelenkt und genervt war, da für einen Gesamtüberblick zu viele Informationen gefehlt haben. Ich fand öfters Logiklücken und Unklarheiten, die es für mich schwierig gemacht haben, das Magiesystem ganz akzeptieren zu können. Was ich allerdings sehr mochte, war das Setting innerhalb des House of Marionne. Mit einer tollen Karte konnte man sich dieses wunderschöne Gelände gut vorstellen und fühlte sich wohl im gewählten Setting. Hier kam wiederum die Diskrepanz zwischen Vorstellung der Autorin und Ausdrucksfähigkeit zum Vorschein. Während ich den Aufbau der Gebäude und die damit verbundene Stimmung sehr mochte, hatte ich leider das Gefühl, dass im Schreibstil immer wieder Lücken auftauchten und ich manchmal gar nicht verstand, wie Protagonisten von einem Ort zum anderen kamen. Es fehlten Informationen und ich wurde nicht immer ganz mitgenommen. Dies war schade, da es den Lesefluss immer wieder unterbrochen hat.

Unsere Protagonistin Quell ist eine Mischung aus starker Protagonisten und noch naivem Mädchen, welches erst ihren Platz in der Welt finden musste. Der Tatsache geschuldet, dass sie ihr Leben lang vor ihrer Magie und den Jägern dahinter fliehen musste, war sie gezwungen, schnell erwachsen zu werden, um ihre Mutter auf der gemeinsamen Flucht zu unterstützen. Erst als sie zu ihrer Grossmutter kommt und alles über ihre Magie lernt, gelingt es ihr, viel über sich selbst und ihre Magie zu lernen. Dabei handelte sie leider oft ziemlich naiv und blauäugig und vertraute anderen ziemlich schnell. Dabei begegnete sie auch dem mysteriösen Jordan, der sie mit seiner Aura sofort faszinieren konnte. Leider kann ich mit ihm nur äusserst wenig anfangen und muss sagen, dass der Funken dabei einfach nicht übersprang. Ich hatte keine Verbindung zu ihm und fand ihn zu oberflächlich und nichtssagend, um seine Verbindung zu Quell wirklich fühlen zu können. Dieses Muster zog sich auch etwas über die anderen Protagonisten fort, die insgesamt trotz ihrer Fülle alle sehr oberflächlich und wenig aussagekräftig blieben. Ich hätte mir das mehr gewünscht und mich auf eine angenehme Mischung gefreut.

Das Buch konnte, trotz ein paar Längen im Mittelteil, mich doch ziemlich gut packen und an die Seiten fesseln. Es war spannend zu erleben, wie Quell mehr über ihre Magie lernte und sich doch immer verstecken musste. Leider hat mich die Tatsache mit den Lücken und Fragen immer mal wieder etwas aus dem Lesefluss herausgerissen. Dennoch fand ich es spannend und wurde immer wieder von den Wendungen überrascht. Es bot eine gute Unterhaltung und machte am Schluss auch Lust auf den zweiten Band der Reihe.

Insgesamt war House of Marionne ein guter Reihenanfang mit interessantem Konzept, das allerdings noch etwas ausbaufähig ist. Ich wünsche mir mehr Erklärungen und logische Schlüsse, um die Welt und Handlung wirklich verstehen zu können. Aus diesem Grund vergebe ich 3.5 Sterne und bin gespannt auf Band zwei.

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Veröffentlicht am 17.06.2025

Ein netter zweiter Band, der die Protagonisten näher bringt

Die Elite von Ashriver - Broken Lies
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Der zweite Band der Elite von Ashriver zeigt uns neue Protagonisten mit neuen Sichtweisen, die aber noch immer an der Ashriver Academy agieren und die magischen Wesen dieser Gemeinschaft thematisieren. ...

Der zweite Band der Elite von Ashriver zeigt uns neue Protagonisten mit neuen Sichtweisen, die aber noch immer an der Ashriver Academy agieren und die magischen Wesen dieser Gemeinschaft thematisieren. Riley konnte ich hier besser kennenlernen und verstehen, was im ersten Band noch nicht ganz gelungen ist.

Das Setting der Ashriver Academy mochte ich bereits im ersten Band sehr gerne. Wir haben hier eine schöne Mischung aus Protagonisten einer Gruppe, die sich gegenseitig unterstützt und doch immer wieder für Drama sorgt. Da man Riley aus Band eins bereits kannte aber nicht wirklich mochte, war ich sehr gespannt auf ihre eigene Geschichte. Diese wurde wieder mit einem tollen Schreibstil auf lockere und leichte Art und Weise erzählt, die mich direkt in den Bann der Geschichte gezogen hat. Auch die grosse Bedrohung und die Themen, die behandelt wurden, mochte ich. Diese sind nach wie vor nicht abgeschlossen und verbinden Band zwei mit Band drei bzw. macht viel Lust auf den dritten Band der Reihe. Grundsätzlich würde ich aber auch sagen, dass man doch noch mehr Tiefe in die Geschichte hätte investieren können und dies deshalb ein Kritikpunkt an dieser Geschichte ist.

Auf die Protagonistin Riley war ich sehr gespannt, da man sie aus Band eins nur als sehr egoistische und eifersüchtige Cousine kannte. Auf ihre Wandlung und die Innensicht auf ihre Gefühle war ich sehr gespannt und freute mich darauf. Dieses Buch hat auch wirklich das geschafft, was ich mir erhofft habe und gezeigt, dass mehr in ihr steckt ohne ihren Charakter zu verändern. Man hat noch immer Moment erleben können, in denen sie neidisch oder traurig war, hat aber diese Gefühle verstanden und sie nachvollziehen können. Da es ihr selbst auch so bewusst war, wirkte sie dadurch sehr reflektiert und erwachsen. Ich mochte sie gerne und fand es spannend, einen Einblick in ihr Leben als Tierwandlerin zu erhalten. Auch Ezra war ein spannender Charakter, den ich zu mögen begonnen habe. Seine Art war erst ziemlich widersprüchlich und nervig, er konnte sich aber entwickeln und seine Gefühle auch wirklich zeigen. Die Thematik mit dem Beeinflussen war ein schwieriges Thema zwischen den beiden, welches sie verbunden hat. Dies war spannend zu sehen.

Das Buch konnte relativ viel bieten und hat auch noch einiges angedeutet, was in Band drei auf uns zukommen wird. Dennoch fand ich nicht alle Entwicklungen so gut weitergeführt. Beispielsweise hat sich die Aufnahme in die Studentenverbindung irgendwann einfach im Sand verlaufen und es wurde nicht mehr gross thematisiert, obwohl dies am Anfang das grosse Thema zwischen den beiden war. Auch andere Dinge hätten noch etwas tiefer ausgeführt werden können, was manchmal einfach zu schnell oder oberflächlich erzählt wurde. Dennoch war das Buch unterhaltsam und ich bin sehr gespannt auf Band drei der Reihe.

Insgesamt war der zweite Band der Ashriver Reihe eine gute Fortsetzung, die mir die Protagonisten nochmal näher bringen konnte. Dennoch hatte die Handlung ein paar kleinere Schwächen, die zu meiner Bewertung von 3.5 Sternen führen. Ich bin sehr gespannt auf den dritten und letzten Band der Reihe.

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