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Veröffentlicht am 24.12.2025

Netter Jugendkrimi ohne große Überraschungen

Schnick, schnack, tot
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Worum geht’s?
Eigentlich hätte die Klassenfahrt nach Vlieland das Highlight des Schuljahres werden sollen. Kaum angekommen, wird jedoch schnell die Leiche der beliebtesten Schülerin der Klasse aufgefunden ...

Worum geht’s?
Eigentlich hätte die Klassenfahrt nach Vlieland das Highlight des Schuljahres werden sollen. Kaum angekommen, wird jedoch schnell die Leiche der beliebtesten Schülerin der Klasse aufgefunden – und plötzlich ist jeder verdächtig. Als die Insel dann auch noch wetterbedingt vom Festland abgeschnitten ist, spitzt sich die Lage zu, denn der Mörder setzt alles daran, um nicht entdeckt zu werden.


Meine Meinung
Wer den ein oder anderen Vorabendkrimi im deutschen Fernsehen gesehen hat, dem dürfte die Prämisse und der Ausgang dieser Geschichte bereits vertraut sein, ohne dabei nur eine einzige Seite gelesen haben zu müssen. Grundsätzlich finde ich das bei einem Jugendthriller allerdings auch gar nicht so schlimm, da ich auch bei diesem Buch keine allzu hohen Ansprüche an Spannungsmomente und Thrillereffekte hatte.

Der Schreibstil war definitiv angenehm und schnell zu lesen, was gerade im Jugendbuchbereich für mich extrem wichtig ist, da es so wirklich nicht besonders schwer ist, bis zum Ende an der Geschichte dran bleiben zu wollen. Auch die häufigen Perspektivwechsel haben die Spannung hoch gehalten, da man so nie allzu viel Zeit mit einer Figur verbringen konnte und bis zum Schluss nicht mit Sicherheit wusste, wer denn nun tatsächlich zum Mörder geworden ist.

Als eingefleischter Thrillerfan konnte man sich dann zwar zum Ende der Geschichte hin tatsächlich ausrechnen, wer denn schlussendlich der Täter war, ich persönlich fand das aber eigentlich gar nicht mal so schlecht. Auch die brutaleren Szenen an sich waren vergleichsweise harmlos, was ich für die Zielgruppe angemessen und für mich als Abwechslung tatsächlich auch mal ganz nett fand. Vor lauter Spannung aus dem Sitz wird man dabei natürlich nicht gerissen, für die Zielsetzung des Buches fand ich die Umsetzung aber durchaus sehr gut gelungen.


Fazit:
Als Jugendbuch und Einstieg in das Krimi- und Thrillergenre finde ich diese Geschichte auf jeden Fall gelungen, auch wenn ich als Thrillerfan sonst eigentlich ganz andere Inhalte gewohnt bin. Beim Lesen habe ich mich aber trotzdem nicht gelangweilt, weshalb auch Leser außerhalb der primären Zielgruppe sicherlich einige angenehme Lesestunden mit diesem Buch verbringen können.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

Worum geht’s?
Eigentlich hätte die Klassenfahrt nach Vlieland das Highlight des Schuljahres werden sollen. Kaum angekommen, wird jedoch schnell die Leiche der beliebtesten Schülerin der Klasse aufgefunden – und plötzlich ist jeder verdächtig. Als die Insel dann auch noch wetterbedingt vom Festland abgeschnitten ist, spitzt sich die Lage zu, denn der Mörder setzt alles daran, um nicht entdeckt zu werden.


Meine Meinung:
Wer den ein oder anderen Vorabendkrimi im deutschen Fernsehen gesehen hat, dem dürfte die Prämisse und der Ausgang dieser Geschichte bereits vertraut sein, ohne dabei nur eine einzige Seite gelesen haben zu müssen. Grundsätzlich finde ich das bei einem Jugendthriller allerdings auch gar nicht so schlimm, da ich auch bei diesem Buch keine allzu hohen Ansprüche an Spannungsmomente und Thrillereffekte hatte.

Der Schreibstil war definitiv angenehm und schnell zu lesen, was gerade im Jugendbuchbereich für mich extrem wichtig ist, da es so wirklich nicht besonders schwer ist, bis zum Ende an der Geschichte dran bleiben zu wollen. Auch die häufigen Perspektivwechsel haben die Spannung hoch gehalten, da man so nie allzu viel Zeit mit einer Figur verbringen konnte und bis zum Schluss nicht mit Sicherheit wusste, wer denn nun tatsächlich zum Mörder geworden ist.

Als eingefleischter Thrillerfan konnte man sich dann zwar zum Ende der Geschichte hin tatsächlich ausrechnen, wer denn schlussendlich der Täter war, ich persönlich fand das aber eigentlich gar nicht mal so schlecht. Auch die brutaleren Szenen an sich waren vergleichsweise harmlos, was ich für die Zielgruppe angemessen und für mich als Abwechslung tatsächlich auch mal ganz nett fand. Vor lauter Spannung aus dem Sitz wird man dabei natürlich nicht gerissen, für die Zielsetzung des Buches fand ich die Umsetzung aber durchaus sehr gut gelungen.


Fazit
Als Jugendbuch und Einstieg in das Krimi- und Thrillergenre finde ich diese Geschichte auf jeden Fall gelungen, auch wenn ich als Thrillerfan sonst eigentlich ganz andere Inhalte gewohnt bin. Beim Lesen habe ich mich aber trotzdem nicht gelangweilt, weshalb auch Leser außerhalb der primären Zielgruppe sicherlich einige angenehme Lesestunden mit diesem Buch verbringen können.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 22.12.2025

Eine literarische Sinnsuche

Leben spielen
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Meine Meinung
Bei diesem Buch kann ich direkt vorweg nehmen, dass der Klappentext in diesem Fall leider mehr irritiert als tatsächlich die Richtung angibt, in die sich der Inhalt bewegt. Nichtsdestotrotz ...

Meine Meinung
Bei diesem Buch kann ich direkt vorweg nehmen, dass der Klappentext in diesem Fall leider mehr irritiert als tatsächlich die Richtung angibt, in die sich der Inhalt bewegt. Nichtsdestotrotz hatte ich viel Freude beim Lesen, auch wenn meine Erwartungen zugegebenermaßen ganz andere waren.

Der Schreibstil hat mir dabei besonders gut gefallen, was es trotz meiner leichten Irritationen beim Lesen sehr angenehm gemacht hat, bis zum Ende des Buches zu kommen. Die Mischung aus philosophischen Reflexionen und kurzen persönlichen Anekdoten war dabei durchaus unterhaltsam, auch wenn mir erst das Nachwort wirklich verdeutlicht hat, was eigentlich Sinn und Zweck dieses Buches war.

Der „fehlende“ rote Faden erklärt sich so leider etwas arg spät, was mir zwar beim Lesen als Frage im Hinterkopf geblieben ist, schlussendlich aber durchaus auch einen gewissen Reiz hatte. Zum Nachdenken regt dieses Buch nämlich trotzdem an, weshalb es sich in meinen Augen auf jeden Fall lohnt, sich auf die Überlegungen und Anregungen der Autorin einzulassen.


Fazit
Auch wenn die Zielrichtung dieses Buches zumindest für mich beim Lesen nicht klar ersichtlich war, hat mich der Inhalt doch gut unterhalten und noch eine Weile beschäftigt. Wer eine Mischung aus Biographie, Philosophie und Reflexionen zum Schauspielberuf interessant findet, dem dürfte dieses Buch daher auf jeden Fall zusagen.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 12.06.2025

Ein spannendes Versteckspiel

SPURLOS
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Worum geht’s?
Robin Graf lässt hauptberuflich Menschen verschwinden, und das sogar effektiver als jedes Zeugenschutzprogramm. Als dann jedoch zwei ihrer ehemaligen Klienten vor ihren Augen ermordet werden, ...

Worum geht’s?
Robin Graf lässt hauptberuflich Menschen verschwinden, und das sogar effektiver als jedes Zeugenschutzprogramm. Als dann jedoch zwei ihrer ehemaligen Klienten vor ihren Augen ermordet werden, spürt sie selbst die Angst im Nacken – und weiß sich nicht anders zu helfen, als selbst unterzutauchen und die Mörder auf eigene Faust zu jagen.


Meine Meinung
Die Idee einer Agentur, deren Hauptaufgabe das Verschwindenlassen von Menschen ist, fand ich wirklich spannend, weshalb ich mich schon sehr auf diese Geschichte gefreut hatte. Beim Lesen hätte ich mir dann ehrlich gesagt noch ein wenig mehr Spannung erwartet, als schlussendlich geliefert wurde, gelangweilt habe ich mich allerdings trotzdem nicht.

Von den Figuren an sich war ich ehrlich gesagt nicht zu einhundert Prozent überzeugt, da ich persönlich zumindest bei Protagonistin Robin nicht das Gefühl hatte, sie wirklich kennen lernen zu können. Grundsätzlich fand ich sie zwar sehr interessant, eine gewisse Distanz zu ihr blieb für mich aber bis zum Schluss trotzdem bestehen. Meiner Meinung nach lag das vor allem daran, dass die Personen verhältnismäßig wenig Raum in der Geschichte einnehmen konnten, da dafür einfach etwas zu viel passiert ist.

Auch die Ermittlungen sind daher für meinen Geschmack ein wenig zu kurz gekommen, was ich tatsächlich ein wenig zwiegespalten sehe. Einerseits kam so definitiv keine Langeweile auf, da praktisch ständig ein neues Ereignis um die Ecke kam, andererseits waren diese Ereignisse nicht zu überzogen dargestellt, sodass ich mir nicht wie in einem schlechten Actionfilm vorkam. Nichtsdestotrotz hätte ich mir eine Hinführung zum Schlussakt gewünscht, die weniger auf Glück und Zufall basiert, sondern auch für mich beim Lesen logisch nachvollziehbar gewesen wäre, zumal doch der ein oder andere Zeitsprung nötig war, um überhaupt alle Ereignisse in die Geschichte pressen zu können.

Gut gefallen hat mir beim Lesen trotzdem, dass ich anhand der realen Vorlage zwar erahnen konnte, welche Parallelen hier dargestellt werden sollten, gleichzeitig aber nicht wusste, welcher Plottwist am Ende noch wartet. Daher fand ich es tatsächlich auch gar nicht so schlimm, dass die Geschichte eigentlich noch Luft nach oben gehabt hätte, denn gut unterhalten wurde ich auch mit kleineren Schwächen im Handlungsbogen und der Charakterentwicklung.


Fazit
Auch wenn ich mir unter einem Thriller noch eine etwas andere Geschichte vorgestellt hätte, fand ich die Umsetzung dieses Buches insgesamt sehr spannend. Die Figuren hätten gerne noch ein wenig mehr Raum haben dürfen, ebenso die Ermittlungen an sich, abgesehen davon habe ich mich beim Lesen aber trotzdem sehr gut unterhalten gefühlt.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2025

Eine lang erwartete Rückkehr

Skogland 3. Skogland brennt
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Worum geht’s?
Auch wenn Skogland eigentlich zu einer Demokratie werden soll, ist die Trennung zwischen Norden und Süden noch immer greifbar. Das Land wird von Anschlägen erschüttert und der Hass zwischen ...

Worum geht’s?
Auch wenn Skogland eigentlich zu einer Demokratie werden soll, ist die Trennung zwischen Norden und Süden noch immer greifbar. Das Land wird von Anschlägen erschüttert und der Hass zwischen Nord und Süd nimmt stetig zu, weshalb Jarven, Ylva und Joas ein Sommercamp zur Verständigung der Jugend Skoglands veranstalten wollen. Als dann jedoch plötzlich Joas verschwindet, ist die Aufregung groß – und da ahnt noch niemand, auf welche Katastrophe die Teilnehmer des Sommercamps zusteuern.


Meine Meinung
Die Bücher von Kirsten Boie habe ich schon als Kind und Jugendliche gerne gelesen, von daher war ich wirklich gespannt darauf, wie mir diese Fortsetzung nun einige Jahre später gefallen würde. Da dieser dritte Teil der Reihe auch unabhängig von den ersten beiden lesbar sein sollte, habe ich diesmal auf einen Reread verzichtet – und habe das nicht bereut.

Was mir an dieser Geschichte besonders gefallen hat, war der hochaktuelle Bezug zur gegenwärtigen weltpolitischen und gesellschaftlichen Situation, was das Buch definitiv zu einer wichtigen Lektüre macht. Die Zielgruppe bei 15 Jahren anzusetzen finde ich dabei durchaus passend, da man in diesem Alter definitiv alt genug ist um gesellschaftliche Probleme zu verstehen und zu analysieren und dabei gleichzeitig mit einer spannenden Geschichte noch immer eine altersgerechte Heranführung präsentiert zu bekommen. Ich selbst bin zwar mittlerweile keine 15 mehr, beim Lesen habe ich mich aber trotzdem nicht gelangweilt.

Da es nun wirklich schon einige Jahre her ist, dass ich die Bücher der Skogland-Reihe gelesen habe, hätte ich mir tatsächlich eine kleine Einführung gewünscht, die die Gegebenheiten und das Worldbuilding etwas näher erklärt hätte. Es gab zwar immer wieder Anspielungen auf Band eins und zwei, gerade wenn man erst bei diesem Buch in die Reihe einsteigt kann ich mir allerdings vorstellen, dass das eher ablenkend oder irritierend statt aufschlussreich wirken könnte.

Abgesehen davon fand ich die Handlung an sich aber trotzdem spannend zu verfolgen, auch wenn ich einen Moment gebraucht habe um mich in der Geschichte zu orientieren. Angesichts der realen Parallelen zum Utøya – Attentat von 2011 hätte ich es aber tatsächlich besser gefunden, etwas weniger Themen in diesem Buch anzureißen und sich stattdessen auf eine etwas mehrdimensionalere Ausarbeitung der Charaktere und einen logisch fundierten Handlungsbogen zu konzentrieren, da man meiner Meinung nach so definitiv ein wenig mehr Tiefe hätte generieren können.


Fazit
Nach so lange Zeit eine Fortsetzung zu einer Buchreihe zu bekommen, war definitiv eine sehr nette Überraschung. Etwas mehr Tiefe und dafür nicht ganz so viele lediglich angerissene Aspekte hätte ich dabei zwar durchaus wünschenswert gefunden, aber auch so fand ich es sehr spannend, die Protagonisten zu begleiten und mich wieder in die Welt von Skogland entführen zu lassen.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2024

Spannende Dystopie mit vielen offenen Fragen

Virus Omega 1: Die Vorherrschaft
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Worum geht’s?
Als ein geheimnisvolles Virus achtzig Prozent der Menschheit vernichtet, ist nichts mehr so, wie es einmal war. Aliens haben die Herrschaft über die Welt übernommen, und da niemand weiß, ...

Worum geht’s?
Als ein geheimnisvolles Virus achtzig Prozent der Menschheit vernichtet, ist nichts mehr so, wie es einmal war. Aliens haben die Herrschaft über die Welt übernommen, und da niemand weiß, woher sie kommen und welche Ziele sie verfolgen, versinkt die Zivilisation im Chaos. Das bekommt auch der ehemalige FBI-Agent Andrew zu spüren, der seine Familie an das Virus verloren hat – und sich nicht nur gegen die Aliens, sondern auch gegen eine blutrünstige Widerstandsgruppe zur Wehr setzen muss.


Meine Meinung
Auch wenn die Pandemie noch nicht allzu lange zurück liegt, fand ich die Idee eines mysteriösen Killervirus, das den Großteil der Menschheit vernichtet, irgendwie ziemlich spannend. In Kombination mit dem postapokalyptischen Gesellschaftsentwurf klang die Reihe daher auf jeden Fall vielversprechend für mich, zumal ich sonst eher selten Geschichten über Aliens lese.

Die Gestaltung an sich hat mir ziemlich gut gefallen, sie passt zur apokalyptischen Welt und hat vor allem das Chaos und die Zerstörung eindrucksvoll zur Geltung kommen lassen. In Hinblick auf die Ausdrucksfähigkeit der Figuren wäre meiner Meinung nach zwar noch Luft nach oben gewesen, wenn man sich aber auf das Drumherum konzentriert, kann man da recht gut drüber hinweg sehen.

Was ich bei Geschichten normalerweise nicht so klasse finde, sind Protagonisten, über die man kaum etwas erfährt. Bei Graphic Novels sehe ich das zwar noch ein wenig lockerer, und über Andrew erfährt man nach und nach auch tatsächlich noch einiges, insbesondere in Bezug auf seine Familie und seinen Charakter wünsche ich mir für die Fortsetzung aber auf jeden Fall noch etwas mehr Klarheit.

Der Handlungsbogen an sich hat daher mich schlussendlich zwar mit mehr Fragen zurückgelassen, als ich mir gewünscht hätte, so bin ich aber auf jeden Fall unglaublich gespannt darauf, wie es mit den Figuren und der Apokalypse weitergeht. Durch die Zeitungsartikel kann man sich immerhin ein kleines bisschen besser orientieren, was ich sehr gelungen finde, jede Menge Fragen an die Geschichte habe ich aber auf jeden Fall trotzdem noch.


Fazit
Auch wenn man nicht unbedingt ein riesiger Dystopie-Fan ist, hat mir die Umsetzung dieser Geschichte und das Setting, in der sie spielt beim Lesen sehr gefallen. Da weder die Figuren, noch man selbst beim Lesen wirklich weiß, warum die Apokalypse überhaupt ausgebrochen ist, bleibt die Spannung durchgehend hoch – und das macht neugierig auf Band zwei der Reihe.

Von mir gibt es dafür viereinhalb Bücherstapel.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere