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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2026

Gelungene Atmosphäre passend zu Dark Academia

Blackspell
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Jeden Sommer verbringt Eden bei ihrem Vater in seinem etwas heruntergekommenen Anwesen im Wald. Auch mit 18 kehrt sie dorthin zurück, jedoch aus einem eher traurigen Grund: Ihr Vater ist verstorben, sie ...

Jeden Sommer verbringt Eden bei ihrem Vater in seinem etwas heruntergekommenen Anwesen im Wald. Auch mit 18 kehrt sie dorthin zurück, jedoch aus einem eher traurigen Grund: Ihr Vater ist verstorben, sie soll der Testamentsverkündung beiwohnen. Dort wird ihr ein großes Erbe in Aussicht gestellt, jedoch geknüpft an die Bedingung, dass sie ihren Schulabschluss an der nahe gelegenen Wyndhouse Academy absolviert. Dort erwarten sie Magie, Geheimnisse und Gefahren...

Schon von der ersten Seite an fiel mir die wunderbare, düstere Atmosphäre auf. Man konnte richtig gut eintauchen in die Welt der Academy und dem Wald drumherum, die Beschreibungen haben alles schön verbildlicht, ohne überladen zu wirken. Hierbei lässt die Autorin sich auch Zeit, man lernt in Ruhe alles kennen und wird nicht überfordert. Teilweise führte das zu minimalen Längen, überwiegend im Mittelteil, aber ohne dass es mich übermäßig gestört hätte.
Generell habe ich den Schreibstil als angenehm und sehr flüssig empfunden, ich bin quasi durch die Seiten geflogen.
Auch das Dark Academia Setting wurde gut getroffen, an einigen Stellen hat es mich auch öfters mal an Wednesday erinnert, Fans der Serie kommen hier durchaus auf ihre Kosten.
Passend dazu gibt es mysteriöse Morde mit Überraschungen und natürlich auch etwas Magie.
Ebenfalls positiv erwähnen sollte man auch die Gestaltung des Buches, von Farbschnitt, Playlist, Landkarten und hübschen Illustrationen ist alles vorhanden.
Für den nächsten Band wünsche ich mir jedoch, dass wir noch mehr von den Nebencharakteren erfahren, diese sind mir ein wenig zu kurz gekommen - generell bin ich aber schon sehr gespannt!

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Die Welt eines Internats

The Academy
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Die Autorinnen entführen uns in The Academy in ein Internat - pünktlich zum Beginn des Schuljahres empfangen wir mit der Schulleiterin die Schüler aus ihren Sommerferien zurück. Der Tod einer Schülerin ...

Die Autorinnen entführen uns in The Academy in ein Internat - pünktlich zum Beginn des Schuljahres empfangen wir mit der Schulleiterin die Schüler aus ihren Sommerferien zurück. Der Tod einer Schülerin im letzten Schuljahr wirft dabei noch immer seinen Schatten auf das Internat, während der überraschende zweite Platz im Schulranking ein unerwarteter Lichtblick zu sein scheint.
Das Buch hat mich schon nach den ersten paar Seiten wieder in Gossip Girl Nostalgie schwelgen lassen - und passend dazu gibt es im späteren Verlauf auch noch eine App, die so allerlei Geheimnisse ausplaudert.

Im Einband befinden sich eine Karte der Tiffin Academy sowie eine Personenübersicht, die doch ganz nützlich ist. Gerade am Anfang wird man doch etwas erschlagen von den ganzen neuen Charakteren. Diese werden zwar kurz vorgestellt, jedoch dauert es doch eine Weile, bis man zu jedem mehr oder weniger eine Beziehung aufbauen kann, auch bleibt manches in der Hinsicht etwas oberflächlich.
Andererseits mochte ich es aber auch, viele Perspektiven zu erleben, so wirkte das Internatsleben direkt etwas authentischer und teilweise auch ein bisschen wie eine Serie.
Dazu hat auch die Unterteilung beigetragen, wir erleben das Schuljahr chronologisch nach Monaten unterteilt mit und erfahren neben der Handlung mehr über die Charaktere. Ich konnte mir die Academy im Wechsel der Jahreszeiten und im Schulalltag gut vorstellen und hab ähnlich wie bei Gossip Girl mitgefiebert. Ebenfalls positiv: Man lernt nicht nur die Schüler kennen, sondern auch die Erwachsenen wie das Schulpersonal und die Lehrer - was schön repräsentiert, dass hier Mutter und Tochter zusammen das Buch geschrieben haben.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Leicht gruselig und durchgängig spannend

Rostiges Grab
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Rostiges Grab ist der dritte Fall für Leo Asker und das merkt man auch - immer wieder wird auf die vorherige Handlung und Charaktere Bezug genommen, vieles baut auf früheren Fällen auf.
Zwar lässt sich ...

Rostiges Grab ist der dritte Fall für Leo Asker und das merkt man auch - immer wieder wird auf die vorherige Handlung und Charaktere Bezug genommen, vieles baut auf früheren Fällen auf.
Zwar lässt sich ohne Vorwissen doch auch einiges erschließen und der Kriminalfall ist auch unabhängig davon, jedoch würde es hier vermutlich mehr Sinn machen, erst die anderen beiden Bände zu lesen. Ich möchte deswegen keine Sterne abziehen, finde es aber als Anmerkung wichtig.

Die Geschichte selbst wird in kurzen, angenehmen Kapiteln aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Asker, ihr Freund Hill oder auch das geheimnisvolle Graumädchen.
Nach und nach erhält man so mehr Puzzlestücke, die in der zweiten Hälfte dann auch in gutem Tempo zusammengesetzt werden. Das Miträtseln hat Spaß gemacht, auch wenn mich ein paar Kleinigkeiten an der letztendlichen Auflösung gestört haben.
Generell hat der Autor hier aber eine gute Mischung gefunden aus persönlichen Abschnitten der Charaktere, Ermittlungsarbeit und atmosphärischen Spannungspassagen.
Die Beschreibungen sorgen oftmals dafür, dass man sich fast schon gruselt oder das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Sowohl Schauplätze als auch Charaktere und Action konnte ich mir gut vorstellen.
Bei den Schauplätzen ist natürlich auch der Bezug zu Lost Places hervorzuheben, der ja anscheinend auch in den vorherigen Bänden schon Thema war. Hier erkundet man auch wieder mehrere dieser Orte und erfährt nebenbei noch ein bisschen was über die Urban Explorer Szene, was ich ganz interessant fand.
Insgesamt ein spannender Krimi mit kleineren Schwächen - sehr lesenswert, aber vielleicht doch erst zu den Vorgängern greifen.

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Rückkehr der Dystopien

To Cage a Wild Bird
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To Cage a Wild Bird ist eine schöne Rückkehr zu den modernen Dystopien wie Tribute von Panem und ein gelungener Vorbote für das Revival dieses Genres.
Wir begleiten Raven, die als Kopfgeldjägerin im ärmeren ...

To Cage a Wild Bird ist eine schöne Rückkehr zu den modernen Dystopien wie Tribute von Panem und ein gelungener Vorbote für das Revival dieses Genres.
Wir begleiten Raven, die als Kopfgeldjägerin im ärmeren Wohnviertel den Lebensunterhalt für sich und ihren jüngeren Bruder verdient. Als dieser jedoch verhaftet wird, folgt sie ihm in das berüchtigte Gefängnis, in dem die Reichen dieser Welt gegen Bezahlung Jagd auf die Insassen machen dürfen.

Das Setting ist jetzt nichts bahnbrechend Neues, auch findet man regelmäßig kleine Elemente aus diversen Dystopien wieder. Davon abgesehen konnte mich das Gefängnis als Handlungsort doch durchaus überzeugen. Verschiedene Details, Systeme und Personal des Gefängnisses wurden gut ausgearbeitet, ohne dabei jedoch den Leser mit zu vielen Informationen zu erschlagen. Man kommt recht ahnungslos mit Raven dort an und findet sich nach und nach besser zurecht, was ich ansprechend fand.
Dafür ist mir die Welt außerhalb des Gefängnisses jedoch etwas zu kurz geraten. Es gibt immer wieder mal kleine Informationshappen über die Geschichte und aktuelle Politik, allerdings nicht in dem Umfang, dass man sich irgendwie involviert fühlt. Hierbei hoffe ich auf den nächsten Band, der dies hoffentlich stärker in den Fokus nimmt.

Die Geschichte war eigentlich durchweg spannend, hatte zwischendurch allerdings auch manchmal Passagen, die mir gefühlt zu schnell oder teilweise auch zu langsam gingen.
Dies hatte auch Auswirkungen auf die Charaktere: In manchen Situationen hätte ich mir mehr Tiefe und eine authentischere Gefühlsbeschreibung gewünscht. Im Laufe der Geschichte wurde es besser, ist bei den Nebencharakteren jedoch immer noch etwas kurz geraten, weshalb ich zu ihnen auch eher nur eine oberflächliche Bindung aufbauen konnte. Auch hier sehe ich allerdings Potential für die Fortsetzung, vor allem wenn man diese Charaktere jetzt schon etwas besser kennt.
Insgesamt eine spannende Einführung in eine interessante dystopische Welt, die aber auch noch gut Luft nach oben für Band 2 lässt.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Erinnerungen in der Musik

Großmutters Geheimnis
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Auf zwei Zeitebenen tauchen wir in die Geschichte einer jüdischen Familie ein: Die Großmutter erzählt von ihrem Leben und den Schrecken des 2. Weltkrieges während der Enkel in der Gegenwart mit seinen ...

Auf zwei Zeitebenen tauchen wir in die Geschichte einer jüdischen Familie ein: Die Großmutter erzählt von ihrem Leben und den Schrecken des 2. Weltkrieges während der Enkel in der Gegenwart mit seinen ganz eigenen Dämonen kämpft.
Diese Aufteilung hat mir gut gefallen, vor allem da immer wieder Parallelen im Text oder in der Handlung gezogen wurden. Auch wenn sich der Inhalt der Kapitel/Zeitebenen stark unterschied, konnte man trotzdem die Verbindungen zwischen den Generationen erkennen.
Eine Metapher oder Beschreibung in der einen Zeit wird in der anderen auch aufgegriffen, wodurch man schön die Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen konnte.
Auch ermöglicht dies, das Thema der vererbten Traumata besser darzustellen.

Inhaltlich hat mir jedoch der Teil der Großmutter besser gefallen. Beim Lesen fühlte es sich so an, als würde man gerade wirklich von einer alten Frau ihre Lebensgeschichte erzählt bekommen. Es ist alles gründlich ausgearbeitet und recherchiert, mit so vielen kleinen Details, dass diese Familie und ihr Leben komplett echt wirken. Auch die späteren schlimmen Schilderungen gingen unter die Haut.
Zwar fühlte sich auch die Gegenwartsebene mit dem Enkel authentisch an, jedoch konnte es mich im Vergleich dann doch nicht wirklich packen. Alexander war mir nicht immer sympathisch und teilweise habe ich mich ein wenig schwer getan, seinen inneren Kampf zu verfolgen.
Auch das Einbinden von musikalischen Themen in die Geschichte und den Schreibstil war grundsätzlich passend, für mich als Musiklaien jedoch manchmal etwas schwer verständlich.

Generell mochte ich den Schreibstil im Großen und Ganzen, die Erzählung ist eher ruhig, aber nimmt einen trotzdem gut mit. Vieles ist schön formuliert, während ich selten aber auch über Kleinigkeiten gestolpert bin (vielleicht der Übersetzung geschuldet?). Insgesamt ein Buch, das von seinen authentischen Schilderungen der (Familien-)Geschichte und der Gefühlswelt der Protagonisten lebt und darin auch gut überzeugen kann.

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