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Veröffentlicht am 29.12.2025

Hochspannung mit verwirrendem Ende

Station 22. Wo bist du sicher?
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Worum geht’s?
Seit Ida als kleines Mädchen entführt und gefangen gehalten wurde, musste sie nicht nur ihr altes Leben, sondern auch ihre Familie und ihre Identität hinter sich lassen. Doch auch in ihrem ...

Worum geht’s?
Seit Ida als kleines Mädchen entführt und gefangen gehalten wurde, musste sie nicht nur ihr altes Leben, sondern auch ihre Familie und ihre Identität hinter sich lassen. Doch auch in ihrem neuen Leben als Krankenschwester auf einer psychiatrischen Station kommt sie einfach nicht zur Ruhe – denn schon bald verschwinden Patientinnen von ihr, und der ungeheure Verdacht eines Wiedersehens mit ihrem Entführer lässt Ida einfach nicht mehr los.


Meine Meinung
Der Klappentext dieses Buches hat mich auf jeden Fall unglaublich neugierig gemacht, weshalb die Geschichte auch recht schnell auf meine Leseliste gewandert ist. Hundertprozentig überzeugt hat mich die Gesamtumsetzung dann allerdings doch nicht, auch wenn ich beim Zuhören wirklich gespannt auf die Auflösung der Geschichte hingefiebert habe.

Mit dem Einstieg bin ich noch recht gut zurecht gekommen, da die Grundstimmung auf mich von Beginn an eher düster und mysteriös gewirkt hat. Auch wenn die Hinführung zum ersten Verschwinden einen Augenblick gedauert hat, wollte ich daher auf jeden Fall wissen, wer der geheimnisvolle Unbekannte ist und was es mit Ida und ihren unterdrückten Erinnerungen auf sich hat.

Im weiteren Verlauf der Geschichte war ich mir dann jedoch häufig nicht sicher, wie sehr ich mich auf die Protagonistin als Erzählerin überhaupt verlassen konnte. Zu diesem Zeitpunkt bin ich zwar noch davon ausgegangen, dass das lediglich auf ihre PTBS zurückzuführen war, ein gewisses Maß an Verunsicherung ist bei mir so aber trotzdem immer wieder mitgeschwungen. Grundsätzlich wollte ich jedoch trotzdem gerne mit ihr mitfühlen, da zumindest meiner Meinung nach ihre Emotionen durchaus greifbar dargestellt wurden und sie mir auch als nicht ganz zuverlässige Erzählerin leid getan hat.

Was mich dann absolut unvorbereitet erwischt hat, war tatsächlich der Plottwist am Ende. Die Wendung an sich hat mich wirklich positiv überrascht, die Folge war dann allerdings, dass ich mir nicht mehr sicher war, ob ich die Geschichte überhaupt richtig verstanden habe. Diese Unsicherheit hat sich schlussendlich dann ein wenig unbefriedigend angefühlt, auch wenn ich durchaus


Fazit
Auch wenn mich das Ende die gesamte Geschichte hat in Frage stellen lassen, habe ich mich während des Hörens ziemlich gut unterhalten gefühlt. Ganz zufrieden war ich mit der Auflösung und der Ungewissheit zwar nicht, meiner Begeisterung hat das insgesamt aber keinen allzu großen Abbruch getan.

Dafür vergebe ich vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 27.12.2025

Umweltkrimi mit spannendem Setting

Der Riss
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Worum geht’s?
Nach dem rätselhaften Verschwinden ihres Bruders wird Vulkanologin Antonia auf der Neumayer Forschungsstation in der Antarktis eingesetzt, um ein neu entdecktes Vulkanfeld zu untersuchen. ...

Worum geht’s?
Nach dem rätselhaften Verschwinden ihres Bruders wird Vulkanologin Antonia auf der Neumayer Forschungsstation in der Antarktis eingesetzt, um ein neu entdecktes Vulkanfeld zu untersuchen. Das Schicksal ihres Bruders lässt ihr jedoch keine Ruhe, weshalb sie schon bald eigene Ermittlungen anstellt – und dabei nicht nur sich, sondern auch das Forschungsteam der Station in Lebensgefahr bringt.


Meine Meinung
Die Antarktis ist zwar nicht unbedingt mein Traumreiseziel, als Setting für Bücher finde ich sie aber unglaublich spannend. Auch bei diesem Buch fand ich die Kombination aus Thriller und interessantem Setting sehr ansprechend, weshalb ich dem Autor auf jeden Fall eine Chance geben wollte.

Gut gefallen haben mir auf jeden Fall der Schreibstil und der Einstieg in die Geschichte, wodurch ich gerade zu Beginn sehr schnell voran gekommen bin. Die Spannung flachte danach zwar erwartungsgemäß ein wenig ab, mein Interesse ließ dadurch aber definitiv nicht nach.

Protagonistin Antonia war mir in ihrer Sorge um ihr letztes verbliebenes Familienmitglied wirklich sympathisch, ihre ständigen Alleingänge und ihr absoluter Mangel an Gefahrenbewusstsein und Überlebensfähigkeiten fand ich mit der Zeit aber leider doch ziemlich bedenklich und in ihrer Penetranz auch eher anstrengend. Außerdem fand ich es nur wenig glaubwürdig, dass sich ein absoluter Antarktis-Neuling wie Antonia so viele Freiheiten hätte herausnehmen können, wie sie es hier getan hat.

Der Spannungsbogen hat mir grundsätzlich Spaß beim Lesen gemacht, auch wenn ich nicht immer das Gefühl hatte, einen Thriller zu lesen. Durch die Perspektivwechsel blieb die Spannung trotzdem über den gesamten Verlauf der Geschichte erhalten, was mir wirklich gut gefallen hat. Lediglich der Schlussteil hat mich ein wenig irritiert, da ich weder Antonias Entscheidung in Bezug auf ihren Bruder, noch die Entwicklung der Beziehung wirklich authentisch fand und mir daher auch das Ende an sich irgendwie nicht richtig durchdacht vorkam. Grundsätzlich habe ich mich beim Lesen aber trotzdem gut unterhalten gefühlt, weshalb ich durchaus gespannt auf weitere Bücher des Autors bin.


Fazit
Auch wenn die Geschichte für mich weniger Thriller und mehr spannender Umweltkrimi war, habe ich mich beim Lesen absolut nicht gelangweilt. Über die Logik mancher Handlungsstränge kann man sicherlich unterschiedlicher Meinungen sein, der Autor wandert aber trotzdem auf meine Leseliste.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 25.10.2025

Ein ungewöhnliches Ermittlerteam

Der Trailer
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Worum geht’s?
Mehr als fünfzehn Jahre ist es mittlerweile her, dass Studentin Lisa spurlos von einem belgischen Campingplatz verschwand. Obwohl Kommissarin Frieda Stahnke das Opfer nur vom Sehen kannte, ...

Worum geht’s?
Mehr als fünfzehn Jahre ist es mittlerweile her, dass Studentin Lisa spurlos von einem belgischen Campingplatz verschwand. Obwohl Kommissarin Frieda Stahnke das Opfer nur vom Sehen kannte, lässt sie sich doch dazu überreden, in einer Podcastfolge über den Fall zu sprechen, um so etwas zur Aufklärung beitragen zu können. Als Frieda dann jedoch auf eine rätselhafte Mordserie stößt, wird sie hellhörig – und muss sich mit überraschenden Partnern zusammentun, um den Fall aufzuklären.


Meine Meinung
Als eingefleischter Krimi- und Thrillerfan mit viel zu hohem SUB in diesem Genre wollte ich in diesem Jahr eigentlich keine neuen Reihen mehr beginnen. Mit diesem Vorhaben bin ich spätestens bei diesem Buch gescheitert, da das ungewöhnliche Ermittlergespann leider doch recht schnell mein Interesse geweckt hat.

Der Einstieg war dabei bereits extrem spannungsgeladen, was es leicht gemacht hat, in die Geschichte hineinzufinden. Direkt im Anschluss wurde der Handlungsbogen dann aber leider deutlich schleppender, was es mit Ausnahme der Rückblenden eher schwer für mich gemacht hat, mit Begeisterung weiter zuzuhören. Dieses Auf und Ab im Spannungsbogen zog sich durch das gesamte Buch, was mich im Gegensatz zu den bisherigen Büchern des Autors nicht vollkommen überzeugen konnte.

Mit den Figuren bin ich ebenfalls nicht hundertprozentig warm geworden, was bei Wout allerdings auch Sinn der Sache gewesen sein könnte. Für Frieda habe ich daher immerhin ein Mindestmaß an Sympathie gehegt, auch wenn ich nicht alle ihre Aktionen besonders logisch fand. Vor dem Hintergrund, dass sie eigentlich eine erfahrene Kommissarin ist, konnte ich daher insbesondere über ihre wenig durchdachten und noch weniger vorbereiteten Alleingänge mitunter einfach nur den Kopf schütteln.

Die Kombination der Protagonisten und ihrer moralischen Wertvorstellungen fand ich dann aber insbesondere im Schlussteil der Geschichte und mit Blick auf die Ankündigung des nächsten Buches irgendwie schon wieder spannend. Mir persönlich wird es dabei sicherlich nicht ganz leicht fallen, wirklich mit den Figuren mitzufiebern, da ich das Ausloten von rechtlichen und moralischen Grauzonen eher mit Skepsis und weniger mit blinder Begeisterung verfolge, durchaus spannende Ansatzpunkte bietet diese Reihe in meiner Vorstellung damit aber bereits in diesem Auftaktband.


Fazit
Diese Geschichte konnte mich auf jeden Fall überraschen, auch wenn sie hinsichtlich des Spannungsbogens sicherlich noch ein wenig Luft nach oben hatte. Nichtsdestotrotz wollte ich bis zum Ende miträtseln und war gespannt auf die Auflösung, was mich schon jetzt sehr gespannt auf die Fortsetzung der Reihe macht.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 18.08.2025

Ein etwas unbefriedigendes Ende

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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Worum geht’s?
Auch anderthalb Jahre nach ihrem plötzlichen Verschwinden gibt es keine Spur von Arts Nachbarin Dana. Als deren Tochter Mila plötzlich in das Visier eines Unbekannten gerät, muss Art alles ...

Worum geht’s?
Auch anderthalb Jahre nach ihrem plötzlichen Verschwinden gibt es keine Spur von Arts Nachbarin Dana. Als deren Tochter Mila plötzlich in das Visier eines Unbekannten gerät, muss Art alles daran setzen, Danas Verschwinden auf den Grund zu gehen – auch wenn er dazu tief in der Vergangenheit graben und eine Menge Staub aufwirbeln muss.


Meine Meinung
Obwohl ich bei Hörbüchern normalerweise immer recht zügig durch eine Geschichte komme, hatte ich bei diesem Buch durchaus meine Schwierigkeiten und musste immer wieder für einige Zeit pausieren, bevor ich mich zum Weiterhören motivieren konnte.

Was mir zunächst noch recht gut gefallen hat, war der Aufbau des Spannungsbogens und die Erklärungen zu den Figuren und Ereignissen, die es auch bei einem so späten Neueinstieg in die Reihe möglich gemacht haben, nicht vollkommen den Faden zu verlieren und sich immer noch in der Handlung orientieren zu können. Mit zunehmendem Fortschritt der Handlung haben sich die Kapitel dann in meiner Wahrnehmung allerdings zusehends in die Länge gezogen, was es mir schwer gemacht hat, konzentriert bei der Sache zu bleiben und mich nicht ablenken zu lassen.

Die Protagonisten Art und Nele als Ermittlungsteam mochte ich trotz der kleineren Längen eigentlich ziemlich gerne, zumindest in Hinblick auf ihren Umgang miteinander. Ihre konstanten Alleingänge und die Abschottung gegen jegliche Einflüsse und Meinungen „von außen“ fand ich mit der Zeit dann allerdings ein kleines bisschen überzogen, insbesondere weil dieses „von außen“ nicht nur direkte Vorgesetzte, sondern auch Neles Partner und den gemeinsamen Sohn einschloss. Dass die beiden scheinbar konsequenzlos schalten und walten konnten, wie es ihnen gerade einfällt fand ich daher etwas unglaubwürdig, auch wenn Eigensinn und Willensstärke sicherlich durchaus Charaktereigenschaften sind, die ich an den Figuren bis zu einem gewissen Grad interessant fand.

Der wirkliche Knackpunkt dieser Geschichte lag für mich daher auch eher in der Entwicklung des Handlungsbogens als in den Figuren, was sich in meinen Augen vor allem zum Schluss des Buches hin bemerkbar gemacht hat. Die Auflösung war zwar definitiv sehr spannend gemacht und konnte mich mit ihren Wendungen überraschen, im Vergleich zu den Längen in den vorhergehenden Kapiteln habe ich das Ende aber leider als etwas hektisch wahrgenommen. Da zumindest bei mir außerdem noch einige Fragen unbeantwortet geblieben sind, kann ich nur auf den nächsten Teil warten und hoffen, dass dieser noch einige Unklarheiten auflösen kann.


Fazit
Auch wenn ich Art und Nele als Ermittlungsduo ziemlich sympathisch fand, konnte mich die Geschichte schlussendlich nicht zu einhundert Prozent überzeugen. Vor allem das Ende war für mich nicht ganz so rund, wie es hätte sein können, was meine Neugierde auf den nächsten Teil der Reihe allerdings trotzdem nicht geschmälert hat.

Dafür gibt es knappe vier Bücherstapel von mir.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.08.2025

Ein magisches Abenteuer mit kleinen sprachlichen Schnitzern

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood
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Worum geht’s?
Freya ist mit ihrem Leben alles andere als zufrieden. Verheiratet mit einem grausamen Mann, ohne die Unterstützung ihrer Familie und einem Geheimnis, das sie niemandem anvertrauen darf, sieht ...

Worum geht’s?
Freya ist mit ihrem Leben alles andere als zufrieden. Verheiratet mit einem grausamen Mann, ohne die Unterstützung ihrer Familie und einem Geheimnis, das sie niemandem anvertrauen darf, sieht sie einer tristen und unglücklichen Zukunft entgegen – bis sie eines Tages unverhofft dem Fürsten der Nordlande vor die Füße stolpert, der sich mit ihrer Hilfe zu unvorstellbarer Macht aufschwingen will und dabei kein Mittel scheut.


Meine Meinung
Als großer Fan von Mythologie, Retellings und Geschichten über Götternachkommen klang dieses Buch auf jeden Fall nach genau der richtigen Mischung für mich. Von der Umsetzung war ich daher insgesamt wirklich begeistert, auch wenn es sprachlich ein paar Punkte gab, die mir nicht ganz so zugesagt haben.

Der Einstieg in die Geschichte war für mich zunächst noch nicht wirklich mitreißend, auch wenn ich durchaus Interesse an der Protagonistin hatte und mehr über ihre geheimen Fähigkeiten erfahren wollte. Diese erst gemeinsam mit ihr zu entdecken, fand ich allerdings sehr spannend, da so niemand einen Wissensvorsprung, und man als Leser immerhin eine Gemeinsamkeit mit den Figuren hatte. Dem Worldbuilding war das ebenfalls zuträglich, da ich sehr neugierig auf die Verknüpfung von neuen Fantasyelementen mit der nordischen Mythologie war und mich beim Lesen gar nicht langweilen konnte.

Protagonistin Freya war für mich als Figur im Laufe der Geschichte sehr ambivalent, da ich einerseits ihre Entwicklung in der Heldinnenrolle sehr interessant zu lesen fand, gleichzeitig aber definitiv Probleme mit ihrer Einstellung dem Verhalten ihrer Familie gegenüber hatte. Da sie sich in dieser Hinsicht häufig fast schon selbstzerstörerisch verhält, gleichzeitig aber keinerlei Hinweis in diese Richtung hören will, habe ich ihre Rolle im Buch als sehr krassen Kontrast wahrgenommen, was außerhalb des Jugendbuch-Genres definitiv mehr Raum für eine Entwicklung hätte einnehmen müssen.

Auch ihre Beziehung zu Bjorn hätte in meinen Augen noch ein wenig mehr Tiefe vertragen können, wobei ich insbesondere den Aspekt der verbotenen Liebe schon sehr gut ausgearbeitet fand. Mit dem Plottwist am Ende des ersten Bandes hatte ich daher so überhaupt nicht gerechnet, was mich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung macht.

Der einzige Punkt, der mir wirklich häufig negativ aufgefallen ist, war die etwas zu moderne Sprache. Auch wenn das Setting nur „nordisch inspiriert“ sein soll und im Bereich Fantasy ohnehin kein Anspruch auf Authentizität besteht, war die Geschichte in meinem Kopf in einem eher historischen Setting angesiedelt, was einige Ausdrücke unserer Zeit einfach extrem unpassend für mich hat klingen lassen und mich daher leider immer wieder etwas aus dem Konzept gebracht hat.


Fazit
Trotz der in meinen Ohren manchmal seltsam klingenden Sprache hat mich die Geschichte insgesamt begeistern können und mich in eine sehr spannende Welt abtauchen lassen. Insbesondere über die Magie in dieser Welt möchte ich nun unbedingt noch mehr erfahren, weshalb ich mich jetzt schon sehr auf das Erscheinen von Teil zwei der Reihe freue.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

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