Umweltkrimi mit spannendem Setting
Der RissWorum geht’s?
Nach dem rätselhaften Verschwinden ihres Bruders wird Vulkanologin Antonia auf der Neumayer Forschungsstation in der Antarktis eingesetzt, um ein neu entdecktes Vulkanfeld zu untersuchen. ...
Worum geht’s?
Nach dem rätselhaften Verschwinden ihres Bruders wird Vulkanologin Antonia auf der Neumayer Forschungsstation in der Antarktis eingesetzt, um ein neu entdecktes Vulkanfeld zu untersuchen. Das Schicksal ihres Bruders lässt ihr jedoch keine Ruhe, weshalb sie schon bald eigene Ermittlungen anstellt – und dabei nicht nur sich, sondern auch das Forschungsteam der Station in Lebensgefahr bringt.
Meine Meinung
Die Antarktis ist zwar nicht unbedingt mein Traumreiseziel, als Setting für Bücher finde ich sie aber unglaublich spannend. Auch bei diesem Buch fand ich die Kombination aus Thriller und interessantem Setting sehr ansprechend, weshalb ich dem Autor auf jeden Fall eine Chance geben wollte.
Gut gefallen haben mir auf jeden Fall der Schreibstil und der Einstieg in die Geschichte, wodurch ich gerade zu Beginn sehr schnell voran gekommen bin. Die Spannung flachte danach zwar erwartungsgemäß ein wenig ab, mein Interesse ließ dadurch aber definitiv nicht nach.
Protagonistin Antonia war mir in ihrer Sorge um ihr letztes verbliebenes Familienmitglied wirklich sympathisch, ihre ständigen Alleingänge und ihr absoluter Mangel an Gefahrenbewusstsein und Überlebensfähigkeiten fand ich mit der Zeit aber leider doch ziemlich bedenklich und in ihrer Penetranz auch eher anstrengend. Außerdem fand ich es nur wenig glaubwürdig, dass sich ein absoluter Antarktis-Neuling wie Antonia so viele Freiheiten hätte herausnehmen können, wie sie es hier getan hat.
Der Spannungsbogen hat mir grundsätzlich Spaß beim Lesen gemacht, auch wenn ich nicht immer das Gefühl hatte, einen Thriller zu lesen. Durch die Perspektivwechsel blieb die Spannung trotzdem über den gesamten Verlauf der Geschichte erhalten, was mir wirklich gut gefallen hat. Lediglich der Schlussteil hat mich ein wenig irritiert, da ich weder Antonias Entscheidung in Bezug auf ihren Bruder, noch die Entwicklung der Beziehung wirklich authentisch fand und mir daher auch das Ende an sich irgendwie nicht richtig durchdacht vorkam. Grundsätzlich habe ich mich beim Lesen aber trotzdem gut unterhalten gefühlt, weshalb ich durchaus gespannt auf weitere Bücher des Autors bin.
Fazit
Auch wenn die Geschichte für mich weniger Thriller und mehr spannender Umweltkrimi war, habe ich mich beim Lesen absolut nicht gelangweilt. Über die Logik mancher Handlungsstränge kann man sicherlich unterschiedlicher Meinungen sein, der Autor wandert aber trotzdem auf meine Leseliste.
Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.