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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2017

Liebesdrama

Liebe findet uns
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Was mir gefallen hat an Liebe findet uns?

Zuerst natürlich das wahnsinnig schöne Cover. Ein Rausch der Gefühle in einem Buchcover hervorragend zur Geltung gebracht. Ein Eyecatcher, der sicherlich viele ...

Was mir gefallen hat an Liebe findet uns?

Zuerst natürlich das wahnsinnig schöne Cover. Ein Rausch der Gefühle in einem Buchcover hervorragend zur Geltung gebracht. Ein Eyecatcher, der sicherlich viele zum Kauf annimiert.

Auch die Idee einer Rundreise nach einem alten Tagebuch quer durch Europa fand ich wunderbar. Ich habe sofort über die Möglichkeit nachgedacht, eine Reise meiner Eltern nach zuempfinden. Vor allem, da mein Vater ja schon gestorben ist.

Die Dialoge der Liebenden waren humorvoll, frech und intensiv. Sie haben die Gefühle und die Stimmung der beiden miteinander meist sehr gut getroffen.

Was mir nicht so gefallen hat?

Der Schreibstil war mir manchmal fast etwas zu malerisch. Nicht wirklich kitschig aber nah dran und ich hatte das Gefühl, hier wird schon etwas dick aufgetragen. Vielleicht bin ich in meinem Alter auch einfach zu abgeklärt für diese schnelle tiefe Liebe. Aber nach 30 Jahren Beziehung sieht man manches etwas anders.

Das Ende war auch nicht ganz nach meinem Geschmack. Das dramatische Geheimnis von Jack habe ich schon geahnt und es wurde nicht so stringent erzählt, wie ich das gerne hätte. Ich mag offene Enden durchaus, aber hier erschien es mir nicht ganz passend, da ja schon der Weggang von Jack eine Lücke hinterließ, noch bevor der Grund dafür herauskam.

Von mir 3,5 Sterne auf 4 aufgerundet.

Veröffentlicht am 24.01.2026

durchwachsen

The Woman in Suite 11
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Ruth Ware war mir als Autorin noch unbekannt. Also kannte ich auch Lo Blacklock nicht, die wohl schon vor einigen Jahren Hauptdarstellerin in einem anderem Thriller war. (Der wurde, glaub ich, auch verfilmt.) ...

Ruth Ware war mir als Autorin noch unbekannt. Also kannte ich auch Lo Blacklock nicht, die wohl schon vor einigen Jahren Hauptdarstellerin in einem anderem Thriller war. (Der wurde, glaub ich, auch verfilmt.) Ich bin also unvoreingenommen rangegangen und hatte gehofft, dass die Story in sich abgeschlossen und ein quereinsteigen möglich ist.

Der Plot an sich scheint ähnlich wie im ersten Band. Ich fand ich ganz okay aber etwas vorhersehbar und gewollt. Die Spannung wird durch kurze Sätze, schnelle Kapitelwechsel und regelmäßige Bedrohungen von Lo hoch gehalten. Leider war mir auch hier einiges zu unrealistisch oder zufällig und resultierte vor allem daraus, dass Lo, trotz der Erfahrungen aus der Vergangenheit und ihrem Alter, dennoch immer wieder wie ein naiver Teenager handelte und ich als erwachsene Frau immer wieder den Kopf schütteln musste, was sie so alles für Situationen heraufbeschwört, nur weil sie ihr Hirn nicht einschaltet.

Mir hat das Buch nur mäßig gefallen. Ich denke, die Autorin und ihr Stil sind nichts für mich.

Veröffentlicht am 20.01.2026

wenig Thrill

Down Cemetery Road
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Wie andere auch bin ich erst durch die Streaming-Serie wirklich auf das Buch aufmerksam geworden und da der erste Teil einer Reihe ist, habe ich mich mal daran versucht.

Gefallen haben mir die beiden ...

Wie andere auch bin ich erst durch die Streaming-Serie wirklich auf das Buch aufmerksam geworden und da der erste Teil einer Reihe ist, habe ich mich mal daran versucht.

Gefallen haben mir die beiden Hauptdarstellerinnen, die herrlich biestig und unverbraucht sind und sich wohltuend von männlichen englischen Ermittlern abheben. Die Hausfrau Sarah Tucker und die Privatermittlerin Zoë Boehm sind ein Gespann, dass so unterschiedlich wie einvernehmlich sein kann.

Was mir nicht so gefallen hat war das eher träge Tempo und dass der Humor teilweise etwas angestrengt rüber kam. Und im Ganzen war es mir zu wenig Thrill. Ich glaube, dass dieser erste Teil nicht der Stärkste der Reihe ist und deshalb erst später auf deutsch herausgekommen ist. Eigentlich schlau, dass die Serie sozusagen als Werbeträger für das Buch agiert. Ich bin unsicher, ob ich noch ein weiteres Buch dieser Reihe lesen würde.

Veröffentlicht am 20.01.2026

etwas dünne Handlung

Ruf der Leere
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Was mir gefallen hat war erst mal die Ausgangslage, deshalb habe ich mir das Buch zum Lesen besorgt. Ich mag Thriller, in denen die Akteure entweder durch Naturereignisse oder durch räumliche Begrenzung ...

Was mir gefallen hat war erst mal die Ausgangslage, deshalb habe ich mir das Buch zum Lesen besorgt. Ich mag Thriller, in denen die Akteure entweder durch Naturereignisse oder durch räumliche Begrenzung auf sich selbst und einander zurückgeworfen werden. Hier also auf eine Hütte im Wald.

Ich mag auch, dass das Buch sehr viele psychologische Aspekte aufgreift und sich nicht allein auf Action verlässt.
Andererseits kam irgendwann der Punkt, dass ich mehr Handlung und mehr Wendungen erwartete. Hier sehe ich ein Manko im Roman, denn die Bedrohung ist eher Innerlich in den Gedanken als Äußerlich real. Und dadurch verliert der Spannungsbogen immer wieder an Kraft.

Es war mein erstes Buch des Autors und meiner Meinung nach wurde das Potential nicht ausgeschöpft. Ich vermisste auch ein wenig, dass mir die Akteuere emotional nicht wirklich nahe kamen. Man konnte wenig Partei ergreifen und fieberte nicht mit.

Veröffentlicht am 28.12.2025

mäßig spannend

Knochenkälte
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Ich hatte lange nichts von Simon Beckett gelesen aber ihn noch in guter Erinnerung mit den ersten Bänden über seinen Forensiker David Hunter. Schön fand ich erst mal, dass die Optik der Reihe fortgeführt ...

Ich hatte lange nichts von Simon Beckett gelesen aber ihn noch in guter Erinnerung mit den ersten Bänden über seinen Forensiker David Hunter. Schön fand ich erst mal, dass die Optik der Reihe fortgeführt wurde. Eigentlich ist der Erzählstil auch angenehme lesbar. Jetzt kommt mein großes Aber.

David soll eigentlich zu einem neuen Fall fahren aber das Wetter und das fehlende Navi in den Bergen machen ihm einen Strich durch die Rechnung und er strandet in einer kleinen Stadt. Abgeschnitten von der Außenwelt durch eine zerstörte Straße, Wintereinbruch und fehlende Sendemasten. Und ganz am Anfang findet er ein Skelett, welches da wohl schon ziemlich lange gelegen hat. Eigentlich also eine durchaus interessante Grundidee. Aber es passiert einfach zu wenig. Die ersten 150 Seiten ziehen sich ganz gewaltig. Und auch danach stolpert David ziemlich viel durch Schnee und Hügel rauf und runter. Und jede Szenen wird so ausführlich und kleinteilig beschrieben, aber es fehlt bis zum letzten Drittel der Suspens. Und es ist zu wenig Forensik und Spurensuche und statt dessen viele unsympathische Leute und die Situation der Unerreichbarkeit war irgendwie gewollt aber nicht ganz vorstellbar.

Im letzten Drittel ist David dann dem oder den mutmaßlichen Mördern ausgesetzt, findet weitere Leichen, muss Verletzte, Frauen und Kinder retten und um sein eigenes Leben fürchten. Das ist dann spannend aber da hatte mich der Plot irgendwie schon verloren. Ich kann mir vorstellen, dass sich hier die Geister scheiden. Für mich war einfach die Spannung zu lange nicht gegeben und ich musste mich zwingen, das Buch zur Hand zu nehmen.

Für mich nur mittelmäßig und kommt nicht an die ersten der Reihe ran.