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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2025

Eine Fortsetzung

The Woman in Suite 11
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Lo Blacklock, Reisejournalistin, wird in ein renommiertes Hotel am Genfer See eingeladen. Ein Neustart im Job nach Babypause und Lockdown? Aber im Luxusressort kommt es zu einer gefährlichen Begegnung ...

Lo Blacklock, Reisejournalistin, wird in ein renommiertes Hotel am Genfer See eingeladen. Ein Neustart im Job nach Babypause und Lockdown? Aber im Luxusressort kommt es zu einer gefährlichen Begegnung mit ungeahnte Folgen.
In Ruth Wares zweitem Buch über die Journalistin Lo findet sich eben diese erneut in einer brisanten Situation, in die sich sich naiverweise hineinmanövriert hat. Es folgt eine Reise mit bösen Überraschungen.
Die Autorin hat das Geschehen streckenweise spannend gestaltet, das Setting ist anschaulich und hat Potenzial, die Lokalitäten sind ansprechend und traumhaft ausgewählt, aber die Handlung kommt daher wie ein zweiter Aufguss des Vorgängerbuches. Erwartbare Konflikte, naive bzw. unlogische Übersprungshandlungen der Protagonistin nerven, die Figuren sind überwiegend flach gestaltet. Meine doch hohen Erwartungen wurden leider nicht erfüllt.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Adresse unbekannt

Die Reise der verlorenen Worte
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Dass Briefe Leben verändern können, ist Janne bewusst. In ihrem Job arbeitet sie deshalb zielstrebig daran, unzustellbare Sendungen doch noch dem Empfänger zukommen zu lassen. Oft verliert sie sich dabei ...

Dass Briefe Leben verändern können, ist Janne bewusst. In ihrem Job arbeitet sie deshalb zielstrebig daran, unzustellbare Sendungen doch noch dem Empfänger zukommen zu lassen. Oft verliert sie sich dabei in eigenen Erinnerungen. Ihre Kindheit empfand sie als nicht schön, jetzt ist sie einsam. Durch ihre Arbeit hat sie so wenigstens etwas Kontakt zu anderen Menschen. Die Idee, Briefe, die Schicksale verändern können, auf den Weg zu bringen, gefällt.
Jule Wengenroth zeichnet das Bild einer vereinsamten Frau. Die konzentriert sich auf ihre Gefühle, ihre Emotionen, ist voller Selbstmitleid. Für ihren Seelenfrieden unternimmt sie eine Reise, philosophiert dabei reichlich.
Warm werden konnte ich mit dem Charakter der Hauptfigur nicht, vieles war vorhersehbar, das Buch konnte mich so gar nicht catchen.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Cozy Mystery

The Morrisey Mysteries 1. Ein Mord in 3B
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Meg kann mit Geistern reden. Nicht nur das, sie sieht sie auch, interagiert mit ihnen und ist an einen gebunden. Mit einem Seil. Die Idee ist hübsch, vor allem, weil Geister dazu beitragen sollten, einen ...

Meg kann mit Geistern reden. Nicht nur das, sie sieht sie auch, interagiert mit ihnen und ist an einen gebunden. Mit einem Seil. Die Idee ist hübsch, vor allem, weil Geister dazu beitragen sollten, einen Mord aufzuklären. Es hätten sehr viele unterhaltsame und witzige Situationen entstehen können … sind es aber kaum.
Eine vor sich hinplätschernde Lovestory, geknüpft an eine unspannende Mördersuche. Nett.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Ein Old-England Krimi

Eingeschneit mit einem Mörder
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Es ist wie beim Betrachten eines alten Filmes, man ist in einer anderen Welt. Wenn man sich ein eingeschneites, von der Welt abgeschnittenes Gasthaus vorstellt,sich in die Dreißiger träumt, landet man ...

Es ist wie beim Betrachten eines alten Filmes, man ist in einer anderen Welt. Wenn man sich ein eingeschneites, von der Welt abgeschnittenes Gasthaus vorstellt,sich in die Dreißiger träumt, landet man genau in der beschriebenen Szenerie.
Menschen verschiedener Gesellschaftsschichten suchen Unterschlupf, müssen Zeit miteinander verbringen. Zum Teil klappt das ganz gut, meistens eher nicht. Kein Wunder, dass ein Mord geschieht. Und die Smaragde der hochnäsigen Lady werden gestohlen!
Molly Thyne hat ihre Figuren erkennbar gezeichnet, sie sind gut vorstellbar, werden schnell vertraut. Auch ihre Interaktionen sind authentisch, Eigenheiten und Vorlieben werden klar. Die Spannung plätschert dahin, die Handlung verläuft gemächlich, die Locked-Inn Situation spricht für sich.
Ein old-fashioned Krimi mit nostalgischem Flair und wenig Überraschendem.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Weihnachten erklärt

Meine zauberhafte Weihnachtsreise
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Aurelia ist im Stress. Nur zehn Sorten Kekse anstatt der erwarteten 12 hat sie geschafft zu backen. Als der Vorweihnachtsstress zu viel wird, macht sie einen Abendspaziergang und trifft … den Weihnachtsmann. ...

Aurelia ist im Stress. Nur zehn Sorten Kekse anstatt der erwarteten 12 hat sie geschafft zu backen. Als der Vorweihnachtsstress zu viel wird, macht sie einen Abendspaziergang und trifft … den Weihnachtsmann. Jeden Abend sucht sie ihn im Park auf. Zusammen reisen sie durch Zeit und Raum und Aurelia findet sich bei der Erfinderin des Adventskalenders, einem Diakon, der einen Adventskranz kreiert, bei Lucia, einem Pyramidenbauer und an mehreren Stationen, die alle mit Weihnachten zusammenhängen, wieder. Sehr plakativ vergleicht sie frühere Armut und heutigen Wohlstand. Bibelgeschichten werden einbezogen, der Weihnachtsmann predigt. Viele historische Fakten werden eingezwängt, für Geschichtsbegeisterte sicher interessant.
Eva Maria Bast hat ein ganz anderes als ihre bisherigen Bücher verfasst. Die Idee, 24 Stationen mit weihnachtlicher Geschichte zu verknüpfen ist hübsch, zieht sich allerdings und kommt moralinsauer daher. Ich kann der „Weihnachtsreise“ nur punktuell etwas abgewinnen.

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