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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2026

Stiller Warnruf!

Das Ganymed-Fragment
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Das Cover wirkt wie ein stiller Warnruf: kalt, abgenutzt, von industrieller Trostlosigkeit durchzogen. Genau diese Stimmung trägt der Text konsequent weiter. Der Schreibstil ist klar und unversöhnlich, ...

Das Cover wirkt wie ein stiller Warnruf: kalt, abgenutzt, von industrieller Trostlosigkeit durchzogen. Genau diese Stimmung trägt der Text konsequent weiter. Der Schreibstil ist klar und unversöhnlich, beinahe emotionslos – und gerade dadurch eindringlich. Alan Bishop ist kein strahlender Held, sondern ein Mann, der nur noch funktioniert, und dessen innere Leere sich mit jeder Seite verstärkt. Die Welt des Jahres 2225 erscheint glaubwürdig und erschreckend nah: Konzerne ersetzen Moral, Fortschritt frisst Menschlichkeit. Die Geschichte lebt weniger von Tempo als von einer stetigen Verdichtung, bei der sich das Unbehagen langsam festsetzt. Das geheimnisvolle Fragment fungiert dabei nicht nur als äußere Bedrohung, sondern als Spiegel für Schuld, Wahrheit und Verdrängung. Die zentrale Idee der Hölle als Bewusstseinszustand verleiht dem Roman philosophische Tiefe. Eine düstere, erwachsene Science-Fiction, die nicht unterhalten will, sondern konfrontiert.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Spannung und Emotion!

Die drei Leben der Cate Kay
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Die drei Leben der Cate Kay von Kate Fagan ist ein tiefgründiger Roman über Identität, Erinnerung und zweite Chancen. Die Geschichte begleitet Cate, die nach einem schweren Unfall ihr Leben neu zusammensetzen ...

Die drei Leben der Cate Kay von Kate Fagan ist ein tiefgründiger Roman über Identität, Erinnerung und zweite Chancen. Die Geschichte begleitet Cate, die nach einem schweren Unfall ihr Leben neu zusammensetzen muss – zwischen Vergangenheit, Gegenwart und einer möglichen Zukunft. Fagan erzählt einfühlsam und klug, wie fragile Erinnerungen und verdrängte Gefühle unser Selbst formen. Der Roman berührt durch seine Mischung aus psychologischer Spannung und emotionaler Tiefe. Besonders beeindruckend ist, wie real und zugleich poetisch die Autorin Cates innere Zerrissenheit schildert. Der klare, fast filmische Schreibstil zieht einen in die Handlung hinein, während man über das eigene Leben, verpasste Wege und Neuanfänge nachdenkt. Ein bewegendes, nachhallendes Buch über das Wiederfinden des Ichs.
Spannend und einfühlsam bis zum Schluss!

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Fesselnder, tiefgründiger Thriller!

Kälter
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Das Cover mit dem Riesenrad unter dunklen Wolken weckt sofort Neugier auf die Geschichte. Der Thriller spielt im Jahr 1989, zur Zeit des Mauerfalls in Berlin. Luzy Morgenroth hat als Provinzpolizistin ...

Das Cover mit dem Riesenrad unter dunklen Wolken weckt sofort Neugier auf die Geschichte. Der Thriller spielt im Jahr 1989, zur Zeit des Mauerfalls in Berlin. Luzy Morgenroth hat als Provinzpolizistin auf Amrum ein neues, ruhiges Leben begonnen und glaubt, ihrer Vergangenheit entkommen zu sein. Doch als der Bruder ihrer Freundin in einer stürmischen Nacht verschwindet, wird sie von alten Schatten eingeholt. Ein Killerkommando taucht auf, und Luzy muss die Insel verlassen, um sich ihrem Todfeind zu stellen. Die Charaktere sind lebendig und glaubwürdig gezeichnet, die Schauplätze atmosphärisch dicht beschrieben. Man spürt die bewegte Zeit der politischen Umbrüche hautnah. Der Schreibstil ist flüssig, die Spannung baut sich stetig auf – bis zum packenden Finale. Ein fesselnder, tiefgründiger Thriller mit historischem Flair und emotionaler Wucht.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Stiller Warnruf!

Das Ganymed-Fragment
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Das Cover wirkt wie ein stiller Warnruf: kalt, abgenutzt, von industrieller Trostlosigkeit durchzogen. Genau diese Stimmung trägt der Text konsequent weiter. Der Schreibstil ist klar und unversöhnlich, ...

Das Cover wirkt wie ein stiller Warnruf: kalt, abgenutzt, von industrieller Trostlosigkeit durchzogen. Genau diese Stimmung trägt der Text konsequent weiter. Der Schreibstil ist klar und unversöhnlich, beinahe emotionslos – und gerade dadurch eindringlich. Alan Bishop ist kein strahlender Held, sondern ein Mann, der nur noch funktioniert, und dessen innere Leere sich mit jeder Seite verstärkt. Die Welt des Jahres 2225 erscheint glaubwürdig und erschreckend nah: Konzerne ersetzen Moral, Fortschritt frisst Menschlichkeit. Die Geschichte lebt weniger von Tempo als von einer stetigen Verdichtung, bei der sich das Unbehagen langsam festsetzt. Das geheimnisvolle Fragment fungiert dabei nicht nur als äußere Bedrohung, sondern als Spiegel für Schuld, Wahrheit und Verdrängung. Die zentrale Idee der Hölle als Bewusstseinszustand verleiht dem Roman philosophische Tiefe. Eine düstere, erwachsene Science-Fiction, die nicht unterhalten will, sondern konfrontiert.

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